Wie kann der Glaube an Kristalle einer Ministrantin dabei helfen, durch die »harte Schale der Kirche« wieder zum Glauben an einen liebenden Gott zu finden? Dieser Podcast ermöglicht dir einen Einblick in die sozialwissenschaftliche Forschung zu religiösen Aneignungsprozessen.
Religion ist für Jugendliche heute keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern eine Option unter vielen – und dennoch bleibt sie für manche ein bedeutsamer Deutungsraum. In dieser Folge zieht der Podcast eine Zwischenbilanz der bisherigen Interviews und rückt die Spannung zwischen Autonomie und Zugehörigkeit ins Zentrum. Es geht um die Rolle von Familie, Schule und Kirchengemeinde bei der religiösen Aneignung, um Diskrepanzerleben als treibende Kraft religiöser Entwicklung und um die Frage, wie Jugendliche zwischen Pluralisierung, Authentizitätsanspruch und kirchlicher Autorität ihren eigenen Weg finden. Zum Schluss ein wichtiger Einordnungshinweis: Die vorgestellten Befunde gelten für institutionell religiös sozialisierte Jugendliche – für andere stellt sich die Ausgangslage grundlegend anders dar.
Eine methodische Anmerkung zur Einordnung, ganz im Sinne wissenschaftlicher Redlichkeit: Die Folge präsentiert Befunde einer qualitativen Interviewstudie (Mikroebene, Einzelfallanalysen). Formulierungen wie „viele Jugendliche" oder „nicht selten" sind daher als Tendenzaussagen aus dem Sample zu lesen, nicht als repräsentative oder quantifizierte Verallgemeinerung – das benennt die Sprecherin im Skript selbst auch explizit im Schlussteil.
Falls Sie die Beschreibung noch auf einen bestimmten Verwendungszweck zuschneiden möchten (z. B. Spotify/Apple Podcasts, Website, Social-Media-Post mit anderer Tonalität), sagen Sie mir gerne Bescheid.
25 Mar 2026
Faktorenmodell
Folge 5: Wie funktioniert religiöse Aneignung? – Ein Blick auf die Prozesse
Wie eignen sich Jugendliche Religion eigentlich an? In dieser Folge wird das Prozessmodell religiöser Aneignung vorgestellt und verständlich erklärt. Anhand zentraler Begriffe wie Verortung, Verbindung, Unterscheidung, Aushandlung und Entscheidung wird sichtbar, wie junge Menschen ihren Glauben entwickeln, hinterfragen und gestalten.
Die Folge zeigt: Religiöse Entwicklung ist kein linearer Weg, sondern ein dynamischer Prozess, in dem Erfahrungen, Beziehungen und eigene Deutungen zusammenwirken. Ein Einblick in die Struktur hinter den Geschichten – und ein Schlüssel zum besseren Verständnis jugendlicher Glaubensprozesse.
10 Mar 2026
Biografiekarten
Was erzählen Jugendliche über ihren Glauben, wenn man sie nicht nur sprechen lässt, sondern auch zeichnen? In dieser Folge geht es um sogenannte Biografiekarten – eine Forschungsmethode, bei der Jugendliche ihren Glaubensweg als Skizze darstellen. Die Zeichnungen machen sichtbar, wie junge Menschen ihre religiösen Erfahrungen ordnen, welche Orte, Begegnungen und Fragen für sie wichtig sind und wie sie ihren Glauben im Laufe der Zeit deuten.
Die Folge zeigt, dass solche Zeichnungen mehr sind als kreative Elemente: Sie eröffnen einen besonderen Zugang zu religiöser Entwicklung und machen sichtbar, wie Jugendliche ihren Glauben zwischen Prägung, Suche und eigener Entscheidung gestalten.
3 Mar 2026
Gemeinschaft und Zweifel
Kirche kann vieles sein: Gemeinschaftsraum, Rückzugsort, Verpflichtung oder auch Ort der Irritation. In dieser Folge geht es um das Spannungsfeld, in dem sich viele Jugendliche bewegen: zwischen Zugehörigkeit und innerem Rückzug, zwischen liturgischer Routine und persönlicher Suche, zwischen Vertrauen und Zweifel.
Anhand von O-Tönen aus den Interviews wird deutlich: Glaube entsteht nicht im luftleeren Raum. Jugendliche erleben Gottesdienste als stillen Resonanzraum aber auch als fremd oder leer. Sie zweifeln, kritisieren, ringen mit kirchlichen Strukturen und bleiben dennoch verbunden. Zweifel erscheint dabei nicht als Gegenpol zum Glauben, sondern als Teil eines lebendigen Aneignungsprozesses.
Die Folge zeigt: Religiöse Entwicklung verläuft nicht geradlinig. Sie geschieht in Spannungen und genau darin liegt ihre Tiefe.
20 Feb 2026
Ministrant:innen
Wer sind die Jugendlichen, mit denen ich über religiöse Aneignung gesprochen habe? In dieser Folge zeichne ich ein Porträt von den Ministrant:innen aus München – zwischen kirchlichem Engagement, Zweifel, Gemeinschaft und eigener Deutung des Glaubens.
Was sagt die Forschung über Ministrant:innen? Welche Erwartungen bestätigen sich und welche nicht? Und was erzählen die Jugendlichen selbst über ihren Weg mit Gott, Kirche und Glauben?
Mit Befunden, O-Tönen und einem kurzen Faktenmoment entsteht ein differenziertes Bild: engagiert, gemeinschaftsorientiert aber nicht automatisch frömmelnd oder unkritisch. Eine Folge über Religion zwischen Nähe und Distanz, Identität und Aushandlung.
Mehr Infos und Materialien: religion-bildet.de
9 Feb 2026
Aneignung
Übernommener Glaube? Fehlanzeige! ist ein Podcast über junge Menschen, Religion und die Suche nach Sinn.
Die Dozentin der Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Ludwig-Maximilians-Universität Martina Rainer spricht mit Jugendlichen über ihre Erfahrungen mit Glaube, Kirche und Spiritualität und erforscht, wie religiöse Aneignung heute geschieht. Der Podcast verbindet qualitative Forschung mit wissenschaftlicher Einordnung und richtet sich an Lehrkräfte, Studierende, kirchliche Praktiker:innen und alle, die sich für religiöse Bildung in pluralen Gesellschaften interessieren.
Mehr auf www.religion-bildet.de
Host of Übernommener Glaube? Fehlanzeige!?
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