Forscher*innen haben festgestellt …“ – Bildungsforschung und Medien, ein nicht ganz unkompliziertes Verhältnis
In kaum einem anderen Bereich werden aktuelle Studien so gern und schnell von der Medienberichterstattung aufgenommen wie in der Bildungsforschung. Oft geht es um Vergleiche zwischen Bundesländern, um Fragen von Chancengleichheit oder Defizite im Schulsystem. Einige Studien werden von Stiftungen, Gewerkschaften oder anderen Organisationen gefördert und gezielt über Pressemitteilungen oder -konferenzen in die Medienwelt „gespielt“.
Doch wer „spielt“ hier mit wem? (Inwiefern) beeinflusst der Bildungsjournalismus die Art und Weise, in der wissenschaftliche Studien konzipiert und veröffentlicht werden? Wie gehen Journalist*innen mit Ergebnissen der Bildungsforschung um? Und welche Rolle spielt dabei die (Bildungs-)Politik?
In dieser Folge haben wir das nicht ganz unkomplizierte Verhältnis zwischen Bildungsforschung und Bildungsjournalismus genauer unter die Lupe genommen.
Hierüber diskutierten wir mit Olaf Köller, Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel, und Susanne Vieth-Entus, Redakteurin beim Tagesspiegel.
Die Moderation übernahm Michael Wrase, Professor für Öffentliches Recht, Universität Hildesheim, & Senior Researcher am WZB.
17 Jun 2022
Eine Hand wäscht die andere – Zum Verhältnis von Journalismus und Bildungspraxis
Wenn Medien über Schule und Bildung berichten, brauchen sie Protagonist*innen - ohne die Akteur*innen der Bildungspraxis geht es in aller Regel nicht. Umgekehrt brauchen diese aber auch Medien, um sich mit ihren Anliegen öffentlich Gehör zu verschaffen. Häufig aber passen politische Kommunikationsabsichten und mediale Narrativ-Erfordernisse nicht ohne Weiteres zusammen. Wie organisieren Verbände und Gewerkschaften als Vertreter*innen der Bildungspraxis ihre medienöffentliche Kommunikation? Wann und mit welchen Erwartungen treten Journalist*innen typischerweise an die Praxis heran? Was müssen beiden Seiten übereinander wissen, um produktiv zusammenzuwirken?
Hierüber diskutierten wir mit Armin Himmelrath, Bildungs- und Wissenschaftsjournalist, Autor und Moderator, und Anja Bensinger-Stolze, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der GEW, Leiterin des Organisationsbereichs Schule.
Moderiert wurde die Diskussion von Benjamin Edelstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am WZB.
31 May 2022
Die Bildungsverwaltungen unter Druck: Neue Steuerungslogik durch neue Medien?
Nach der Auftaktsitzung zur Rolle der Bildungsjournalist:innen in der Bildungspolitik werden in der kommenden Sitzung Steuerungsfragen auf Landesebene aufgerufen. Wie hat sich das mediale Umfeld aus Sicht der Landesverwaltung verändert und bedingen die neuen Medien eine veränderte Steuerungslogik der Bildungsadministration? Fragen wie diesen wurden in dieser Sitzung der Sommer-Kurzstaffel des digitalen Kolloquiums „Wunsch und Wirklichkeit deutscher Bildungspolitik – Steuerung auf dem Prüfstand“ nachgegangen.
Hierüber diskutierten wir mit Jan-Martin Wiarda – Autor, Journalist und Moderator und Martina Diedrich – Direktorin des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ), Hamburg
Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Mark Rackles Fellow am WZB & Staatssekretär a.D. der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin.
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