"Das Tor zur Freiheit" – so wurde das Bundesnotaufnahmelager in Gießen oft genannt. Hier kamen die Menschen an, die raus wollten aus der sowjetischen Besatzungszone und später der DDR. Sie kamen per Ausreiseantrag, durch Flucht oder mittels Freikauf aus der Haft.
Der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen erzählt ab dem 17. Juni 2025 die Geschichte dieser Flüchtlingseinrichtung und der Menschen, die hier angekommen sind. In diesem Podcast können Sie mit uns einen Blick in die Geschichte und hinter die Kulissen des Lern- und Erinnerungsortes werfen.
In dieser dritten und letzten Folge sind wir dabei, wenn die Geschichte des Ortes sichtbar wird. Peter Wellach gestaltet mit seinem Team die Ausstellung und möchte den Besucherinnen und Besuchern zeigen, was das Bundesnotaufnahmelager so einzigartig gemacht hat. Er spricht im Podcast über das Ankommen und darüber, wie die Geschichten der Menschen hier erzählt werden. Eine von ihnen ist Kerstin Maksen. Sie hat einen langen Weg auf sich genommen, um aus der DDR zu fliehen. Im Podcast berichtet sie, wie sie über Afghanistan und Pakistan den Weg in die Freiheit gefunden hat. Und wir hören von Nicola Roether, wie die Inhalte des Lern- und Erinnerungsortes vermittelt werden sollen. Als abgeordnete Lehrerin konzipiert sie die Bildungsangebote und erklärt, worauf es dabei ankommt.
17 Apr 2025
Der Ort damals und heute
In der zweiten Folge nehmen wir Sie mit in die Räume des späteren Lern- und Erinnerungsorts: Florian Greiner ist der Leiter der Gedenkstätte – gemeinsam mit Isabell Busche als Projektleiterin für den Umbau gibt er dem Ort ein neues Gesicht. Steffen Ferraro-Schmidt war hier früher Küchenleiter. Er berichtet von den aufregenden Jahren kurz vor und während der Wende. Bei einem Rundgang über das Gelände wird deutlich, wie die Gebäude von der Vergangenheit erzählen und wie sie für ihre neue Aufgabe vorbereitet werden.
7 Apr 2025
Die Geschichte. Wie das Bundesnotaufnahmelager in Gießen entstand
In der ersten Folge gehen wir auf Zeitreise: Jeannette van Laak ist Historikerin und hat zur Geschichte des Lagers geforscht. Mark Schiefer und Fabian Kuhn arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiter im Projektteam an der Entstehung der Ausstellung. Thomas Drescher kam als freigekaufter politischer Häftling nach Gießen. Als Zeitzeuge berichtet er seit über 10 Jahren z.B. an Schulen über seinen Fluchtversuch und den Freikauf durch die Bundesrepublik. Gemeinsam schauen wir auf die Entstehung des Notaufnahmelagers in Gießen und warum es zu dem zentralen Ort für alle wurde, die sich ein besseres Leben im Westen erhofften.
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