Die Moderatoren des Podcasts sind Dr. Victoria Schneider und Carsten Zulauf, beide erfahrene Jäger und in der Jagd-Community bestens vernetzt. In jeder Folge widmen sie sich unterschiedlichen Aspekten der Jagd und laden dazu jeweils zwei Gäste zum Austausch ein. Zusammen geben sie faszinierende Einblicke in die Praxis des jeweiligen Themas.
Darum geht’s in dieser Folge:
Was leisten Jagdverbände eigentlich konkret – und warum braucht es sie heute? In dieser Folge sprechen Vicky und Carsten mit Hubert Stärker, seit April 2026 Präsident des Bayerischen Jagdverbandes. Es geht um seinen Anspruch, den Verband stärker zusammenzuführen, Vertrauen zurückzugewinnen und Wildtieren in politischen und gesellschaftlichen Debatten mehr Gewicht zu geben. transkript jagdverband
Weitere Themen sind „Wald mit Wild“, der stärkere Einsatz von Wildtiermonitoring und wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie die Frage, wie Jagd, Land- und Forstwirtschaft besser miteinander arbeiten können. Außerdem spricht Hubert Stärker darüber, wie Verbandsarbeit moderner, digitaler und für jüngere Jägerinnen und Jäger attraktiver werden kann.
Highlights der Folge:
• Wofür Jägerinnen und Jäger heute überhaupt einen Landesjagdverband brauchen.
• Warum Hubert Stärker den BJV als Dienstleister und Interessenvertretung versteht.
• Weshalb „miteinander reden statt übereinander reden“ für ihn ein zentraler Ansatz ist.
• Was hinter seinem Verständnis von „Wald mit Wild“ steckt.
• Warum Wildtiermonitoring, Zahlen und wissenschaftliche Erkenntnisse für die Verbandsarbeit wichtiger werden sollen.
• Wie sich die Interessen von Jagd, Land- und Forstwirtschaft besser zusammenbringen lassen.
• Warum der Schutz und das Management von Wildarten regional sehr unterschiedlich gedacht werden müssen.
• Wie Jagdverbände jüngere Generationen stärker erreichen und für Verbandsarbeit gewinnen können.
• Welche Rolle Umweltbildung, Social Media und Ehrenamt künftig spielen sollen.
• Wie Hubert Stärker die Zusammenarbeit mit anderen Landesjagdverbänden und dem Deutschen Jagdverband bewertet.
7 Oct 2026
Was Jagd mit uns macht
Darum geht’s in dieser Folge:
Warum investieren Menschen so viel Zeit, Energie und Geld in die Jagd? Und was macht sie mit uns – mit unserem Alltag, unseren Beziehungen und unserem Blick auf Natur und Verantwortung? Darüber sprechen Vicky und Carsten mit Marti, bekannt als „Marty geht Jagen“, und Jens von „Hunting Room“ und „Hunt on Demand“.
Während Marti erst durch ihr Studium, den Naturschutz und die Wildbiologie zur Jagd fand, ist Jens in einer Jägerfamilie aufgewachsen. Trotz dieser unterschiedlichen Wege sind sich beide einig: Jagd ist weit mehr als das Erlegen von Wild. Sie bedeutet Ruhe, Gemeinschaft, Verantwortung, Selbstreflexion und eine besondere Verbindung zur Natur.
Die Folge beleuchtet außerdem, wie es ist, Jagd beruflich und auf Social Media zu begleiten. Wie viel Realität kann und sollte man zeigen? Wo endet transparente Öffentlichkeitsarbeit und wo beginnt unnötige Inszenierung? Marti und Jens sprechen offen über Kritik, anonyme Kommentare, Jagdneid und den häufig rauen Umgang innerhalb der eigenen Community.
Auch der kontroverse Begriff „Hobbyjäger“ kommt zur Sprache. Kann Jagd überhaupt nur ein Hobby sein, wenn Pächter und Jäger zugleich große Verantwortung, finanzielle Verpflichtungen und umfangreiche Revierarbeiten übernehmen? Am Ende wird deutlich: Jagd prägt Menschen, schafft Freundschaften und verbindet über Generationen und Regionen hinweg.
Highlights der Folge
• Wie Marti über Wissenschaft, Naturschutz und Wildtierökologie zur Jagd gefunden hat.
• Warum Jens die jagdliche Leidenschaft bereits seit seiner Kindheit begleitet.
• Wie Jagd den Blick auf Natur, Verantwortung und das eigene Handeln verändert.
• Warum Selbstreflexion und die persönliche Definition von Waidgerechtigkeit wichtig sind.
• Wie sich Jagd, Beruf und die Produktion von Social-Media-Content miteinander verbinden lassen.
• Warum eine Kamera den Blick auf Wild und Natur noch einmal verändern kann.
• Weshalb der Begriff „Hobbyjäger“ bei vielen Jägerinnen und Jägern für Diskussionen sorgt.
• Welche Arbeit, Kosten und Verpflichtungen hinter einem eigenen Jagdrevier stehen.
• Wo Marti und Jens beim Zeigen von Jagd auf Social Media ihre persönlichen Grenzen ziehen.
• Warum Kritik innerhalb der Jägerschaft oft härter ausfällt als Kritik von außen.
• Weshalb Jagd im Internet nie vollständig realitätsnah gezeigt werden kann.
• Was den beiden fehlen würde, wenn sie von heute auf morgen nicht mehr jagen dürften.
• Warum Jagd Menschen verbindet und Freundschaften fürs Leben entstehen lässt.
16 Sept 2026
Über Jagdfieber, Fehlschüsse und dem Druck hinter dem Abzug
Darum geht’s in dieser Folge:
Was passiert, wenn auf der Jagd plötzlich nicht mehr alles so funktioniert wie auf dem Schießstand? In dieser Folge sprechen Vicky und Carsten live aus dem MSZU in Ulm über Jagdfieber, Fehlschüsse und den Druck hinter dem Abzug. Zu Gast sind Benedikt Schwenen und Maximilian Scherle. Beide bringen viel jagdliche und schießpraktische Erfahrung mit und sprechen offen darüber, warum ein guter Schütze nicht nur daran zu erkennen ist, wie oft er trifft, sondern auch daran, wann er bewusst nicht schießt.
Im Gespräch geht es um die Frage, wie gut die Jagdausbildung tatsächlich auf den ersten Schuss auf Wild vorbereitet, warum regelmäßiges Training trotzdem nie die reale Jagdsituation vollständig abbilden kann und welche Rolle Erfahrung, Routine und Selbstkritik spielen. Besonders persönlich wird es, als Benedikt und Maximilian von eigenen Fehlschüssen und schwierigen Situationen erzählen – und davon, welche Bilder und Gedanken sie teilweise bis heute begleiten.
Dabei wird auch deutlich, warum eine offene Fehlerkultur in der Jägerschaft wichtig ist, weshalb Nachsuchengespanne ohne falsche Scheu gerufen werden sollten und warum regelmäßiges Schießtraining zur jagdlichen Verantwortung gehört. Eine Folge über Emotionen, Demut und die Erkenntnis, dass manchmal gerade der nicht abgegebene Schuss die richtige Entscheidung ist.
Highlights der Folge
• Warum der Schuss auf Wild eine völlig andere Situation ist als der Schuss auf eine Scheibe.
• Wie sich Jagdfieber bei Benedikt und Maximilian persönlich äußert.
• Weshalb ein guter Schütze nicht allein an seiner Trefferquote zu erkennen ist.
• Wie gut die Jagdausbildung tatsächlich auf die ersten realen Jagdsituationen vorbereitet.
• Warum sich auch nach vielen Jagdjahren Fehler in Anschlag und Schießtechnik einschleichen können.
• Weshalb regelmäßiges Training und der Blick eines Trainers oder erfahrenen Schützen sinnvoll bleiben.
• Wie Fehlschüsse und schwierige Nachsuchen das eigene jagdliche Verhalten dauerhaft verändern können.
• Warum innerhalb der Jägerschaft noch offener über schlechte Schüsse gesprochen werden sollte.
• Weshalb Kontroll- und Nachsuchen kein Grund sind, sich zu schämen.
• Warum Routine nicht automatisch mehr Sicherheit bedeutet und sogar zur Fehlerquelle werden kann.
• Wie Gruppendruck auf Drückjagden dazu führen kann, die eigene Entscheidung infrage zu stellen.
• Warum regelmäßiges Schießtraining zur Eigenverantwortung gehört – unabhängig von der Zahl der Jagdjahre.
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