Was bedeuten Krisen für das tägliche Leben? Wie gehen Menschen mit dem ständigen Ausnahmezustand um? Und wie können wir sie als Deutsches Rotes Kreuz unterstützen?
„KAT-Modus: Der Katastrophenpodcast vom DRK“ wirft einen Blick auf internationale Krisenherde und beleuchtet Zusammenhänge und Hintergründe in der humanitären Hilfe. Insbesondere wenn diese aus dem Spotlight der medialen Berichterstattung verschwunden sind.
Fünfmal war Haitam Daniel Al-Hassan in den vergangenen Jahren im Gazastreifen im Einsatz. Das, was er dort
als OP-Pfleger im Feldkrankenhaus des IKRK erlebt bezeichnet er heute als unbeschreiblich: “Auch
alle meiner Kollegen sind der Meinung, so etwas noch nie gesehen zu haben.” So entsprechen sowohl das Maß der Zerstörung als auch die Arbeit im OP-Zelt einem traurigen Rekord.
Dabei ist Haitam ein erfahrener OP-Pfleger in Krisensituationen. Seit 16 Jahren ist er in Regionen wie dem Sudan, dem Irak oder der Ukraine im Einsatz. Wie diese 16 Jahre ihn geprägt haben, was er für seine mentale Gesundheit im Extremfall tut und warum er dennoch einen optimistischen Blick auf die Menschlichkeit hat, erzählt er in der aktuellen Folge.
24 Feb 2026
UKRAINE
1461 Tage. So lange leben Menschen in der Ukraine bei Veröffentlichung dieser Folge nun schon mit der Eskalation des bewaffneten Konflikts. Das bedeutet: Bombenalarm, Einsamkeit und vor allem in diesem Winter, lebensbedrohliche Kälte bis zu –22 Grad bei Angriffen auf die Strom- und Wärmeversorgung. Wie übersteht man all das? Darüber hat unser Host Marius mit Ukraine-Expertin Lisa Taschler gesprochen, die bereits vor einem Jahr im KAT-Modus zu Gast war. Lisa war bis vor kurzem selbst in Kyjiw und berichtet in dieser Folge von der Solidarität innerhalb der ukrainischen Gesellschaft, der Arbeit unserer Schwestergesellschaft und die Perspektiven, die es nach vier Jahren im Ausnahmezustand unbedingt braucht.
⛑ Unterstützt unsere Arbeit in der Ukraine hier:
https://www.drk.de/spenden/privatperson-spenden/jetzt-spenden/
🎨 Artwork: Carolin Fritzsche
🎼 Musik: Marius Gutowski
26 Nov 2025
ABSCHIED
Als Gerda Hasselfeldt 2017 das Ehrenamt der Präsidentin des DRK antritt ist die Welt eine andere: „Despacito“ steht an der Spitze der Deutschen Singlecharts, Fidget Spinner sind das Trend-Accessoire der Stunde und Angela Merkel ist Kanzlerin. Seitdem hat sich viel getan. Deutschland und die Welt haben mit Corona eine Pandemie erlebt, die das DRK zutiefst geprägt hat.
Die Flut im Ahrtal hat vielen Menschen das Leben gekostet und es gibt immer mehr bewaffnete Konflikte.
All das hat Gerda Hasselfeldt in den vergangenen acht Jahren hautnah an der Spitze eines der größten humanitären und sozialen Akteure des Landes erlebt. Wie sie heute auf ihre Amtszeit blickt, welche Songs bei einem fiktiven DRK-Zapfenstreich für Sie laufen würden und was Sie dem Deutschen Roten Kreuz für die Zukunft wünscht, hat Sie mit unserem Host Marius in ihrer Abschiedsfolge KAT-MODUS besprochen.
16 Sept 2025
HILFE
Wer hilft den Helfenden? Diese Frage drängt sich in den letzten Jahren förmlich auf, denn allein 2024 sind bei bewaffneten Konflikten auf der Welt 281 humanitäre Helfende ums Leben gekommen. So viele wie seit Anbeginn der Aufzeichnungen in den 1990er Jahren nicht.
Was kann man tun, um die Menschen zu schützen, die für andere in der größten Not da sind? Darüber hat unser Host Marius mit Hanna Kaade gesprochen. Hanna ist nicht nur Gesundheitsberater beim DRK und Chirurg, sondern für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auch federführend für die Kampagne „Health Care in Danger“ im Einsatz: Ein Engagement, das ihn kürzlich sogar vor die Generalversammlung der UN führte. Mehr über seine Rede vor den Vereinten Nationen und sein bewegtes Leben hört ihr in dieser Folge KAT-MODUS.
27 Jun 2025
KRISENGEBIETE
DRK's Christof Johnen discusses maintaining composure during global crises, drawing from his experience with international collaborations and humanitarian work in Gaza, Sudan, and Ukraine in an interview with host Marius.
18 Apr 2025
NOTSTAND
Doppelte Premiere zum Auftakt der zweiten Staffel: Nicht nur sprechen wir das erste Mal über ein Thema, das das DRK im Inland betrifft, sondern, wir haben auch gleich zwei Gäste vor den Mikrofonen. Zum einen die Regisseurin Petra Volpe, die mit HELDIN (in der Hauptrolle: Leonie Benesch) gerade einen aufrüttelnden Film über den Pflegenotstand in die deutschen Kinos gebracht hat. Zum anderen Dr. Joß Steinke, der im Bundesverband des DRK den Bereich Soziales & Wohlfahrt leitet.
Gemeinsam mit Host Marius sprechen sie über die Entstehung des Films, den gesellschaftlichen Blick auf Pflege – und darüber, warum der Notstand nicht nur ein Problem für Pflegende, sondern für uns alle ist. Was muss sich ändern? Und wo fangen wir an?
24 Feb 2025
05: SOLIDARITÄT
In diesen Tagen jährt sich die Eskalation des bewaffneten Konflikts in der Ukraine bereits zum dritten Mal. Das bedeutet: 3 Jahre Bombenalarm, Ungewissheit und Bangen um das eigene Leben. 3 Jahre im ständigen Ausnahmezustand. Wie gehen Menschen vor Ort damit um? Wie können wir Sie unterstützen? Und was gibt Hoffnung?
Das und viel Weiteres bespricht unser Host Marius im Finale der ersten Staffel von KAT-MODUS mit Lisa Taschler. Sie ist Delegierte des DRK und war über das sogenannte Surge Roster (mehr dazu in der Folge) schon mehrmals in der Ukraine, um humanitäre Hilfe zu koordinieren und Menschen vor Ort bedarfsgerecht zu unterstützen. Was ihr Hoffnung gibt: Die Solidarität und Unterstützung der ukrainischen Kolleginnen und Kollegen, gerade in der schwersten Zeit.
6 Feb 2025
04: ZUKUNFT
An Zukunftsaussichten denken, während sich das eigene Land in einem bewaffneten Konflikt befindet? Für viele Ukrainerinnen und Ukrainer seit 2022 trauriger Alltag. Doch: Ist es nicht widersprüchlich überhaupt an die Zukunft zu denken, während Kampfhandlungen, zerstörte Infrastruktur und stetige Ungewissheit das tägliche Leben prägen?
Nein, findet Felix Hegeler. Er ist Referent beim Auswärtigen Amt und für humanitäre Hilfe in Europa mit Fokus auf die Ukraine tätig. In dieser Folge spricht er gemeinsam mit unserem Host Marius über die Stärke der Zivilbevölkerung, seinen persönlichen Weg in die humanitäre Hilfe und die unterschiedlichen Bedarfe im Bereich humanitäre Hilfe im Land.
26 Dec 2024
SONDERFOLGE: 20 Jahre nach dem Tsunami
Am 26. Dezember 2004 bebt die Erde in Indonesien. Sie bebt auch in Sri Lanka. Und Indien. Und auf den Seychellen. Den Malediven, Thailand, Tansania, Somalia, Kenia, Malaysia und Myanmar. Durch Tsunamis, die infolge eines Seebebens im Indischen Ozean ausgelöst wurden, sterben vor zwanzig Jahren über 200.000 Menschen. 110.000 werden verletzt und 1,5 Millionen verlieren ihr Zuhause. Es ist eine der schlimmsten Naturkatastrophen aller Zeiten. Und es ist eine, die in der internationalen Katastrophenhilfe viel verändern wird.
Doch: Was ist damals genau passiert? Wie wurden die Menschen vor Ort unterstützt? Und was ist heute anders? Gemeinsam werfen unsere Hosts Lynn und Marius einen Blick zurück. Dafür haben Sie mit Expertinnen und Experten der humanitären Hilfe gesprochen. Auch Sie kommen in dieser Folge immer wieder zu Wort.
28 Nov 2024
03: UNTERSTÜTZUNG
DRK's Marius and Boehringer Ingelheim's Médard Schoenmaeckers discuss corporate social responsibility, humanitarian aid, and the importance of mental health in Ukraine's rebuilding process.
7 Aug 2024
02: TRAUMA
Triggern, Toxisch, Trauma: Therapiesprache ist 2024 wohl so allgegenwärtig wie noch nie. Doch ab wann spricht man von einem Trauma? Und welche Rolle spielen psychische Erkrankungen in der humanitären Arbeit, speziell während bewaffneter Konflikte, wie in der Ukraine?
Darüber hat unser Host Marius in der zweiten Folge „KAT-Modus: Der Katastrophenpodcast vom DRK“ mit Dr. Solveig Kemna, Psychiaterin der Berliner Charité gesprochen. Hier berichtet sie über die Zusammenarbeit mit Kliniken in der Ukraine, wie Chat-Bots bei mentaler Belastung helfen und was Hilfsorganisationen wie das DRK im Verbund mit dem Ukrainischen Roten Kreuz tun können, um Menschen auch im Bereich Psychosozialer Notfallversorgung bedarfsgerecht zu helfen.
10 Jun 2024
01: AUFTAKT
„Die Lage ist schlecht.“
Zum Auftakt unserer neuen Podcast-Reihe „KAT-MODUS: Der Katastrophenpodcast vom DRK“ gibt unsere Länderreferentin Kateryna Savina einen Überblick über die Situation in der Ukraine. Im Gespräch mit unserem Host Marius berichtet Sie als gebürtige Ukrainerin von ihrer eigenen Perspektive, dem humanitären Bedarf vor Ort und der Zusammenarbeit mit dem Ukrainischen Roten Kreuz.
Ihre persönliche Geschichte ist für sie eher Vorteil als Belastung: „So habe ich wenigstens das Gefühl mitgestalten zu können.“
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