Auf Anraten eines Freundes der Familie wählte Dance als Zwölfjährige in Tokio den Schwertweg. Als es die Familie kurze Zeit später nach Deutschland verschlug, trainierte sie in mit ihrem Bruder in Braunschweig gemütlich weiter. Aber spätestens nach einem inspirierenden Sensei-Besuch aus Japan wurde klar: Nur unter Druck entstehen Diamanten. Der Grundstein für eine erfolgreiche Kendo-Karriere war gelegt!
Auch während der coronaren Dojopause zieht Dance (im Gegensatz zu ihrem Mitbewohner) ein straffes Trainingsprogramm per Videokonferenz durch. Der ein oder die andere wird da vermutlich schon beim Zuhören ins Schwitzen kommen. Aber der 7. Dan besteht sich in Japan eben nicht von alleine.
Im Interview verrät Dance zudem, wann man das Nationalteam-Zekken entspannt an den Nagel hängen kann und mit wem sie gern Prüfungen absolviert hat. Apropos: Ausgehend von der Frage, wann eigentlich die erste Frau den 8. Dan besteht, sprechen wir auch über Geschlechterrollen im Kendo. Wie bei allem rund ums Shinai gilt auch hier: Alles nicht so einfach und klar, wie manche das vielleicht gerne hätten.
14 May 2021
#10 Sascha P. Yokoo
Sascha hat in jungen Jahren mit Kendo begonnen, weil er lieber cool als olympisch sein wollte. Danach ging alles sehr schnell und er wurde mit Delikatessen zu spektakulären Siegen gelockt. Irgendwann veranlasste ihn die demonstrativ zur Schau gestellte Fidelität eines juvenilen Teamkameraden zum Perspektivwechsel und er übernahm das Amt des Nationalteamtrainers. Rückblickend stellt er fest, dass auch dort die Sitten weniger rau sind als noch vor zwanzig Jahren. Immer auf der Suche nach schönem Kendo versucht er sich pandemiebedingt primär mental auf die nächste Prüfung zum 7. Dan vorzubereiten. Und fragt sich dabei permanent, welche Köder er seinen Gegner:nnen am besten auslegt.
Was ist die große Kunst im Kendo und warum gehören Trinken und Rauchen (noch) dazu? All dies und noch viel mehr in den nächsten anderthalb Stunden!
30 Apr 2021
#8.9 Is there anybody out there?
Zeit die Kopfhörer aufzusetzen, das Shinai zu entspreißeln und die Kote zu ölen!
22 Aug 2020
#8 Joern Barthel
Joern hat (noch) den 4. Dan, soviel ist klar. Doch allein wann er anfing bleibt zu Beginn im Halbdunkel. Alles begann mit ATK doch entdeckte er Anfang der 2000er im Vorlesungsverzeichnis der FU Berlin die Kampfkunst die ihn für die nächsten Jahrzehnte fesseln sollte. Er berichtet in den nächsten anderthalb Stunden davon wie er mit Featurephone fahrerlose Züge besteigt und japanische Studenten überrascht weil er ihre Einladungen annimmt. Viel hält er davon in Trainingssituationen eine Atmosphäre für das allgemeine Exzellieren zu schaffen.
Das Gespräch fand zu einer Zeit statt als die Corona-Maßnahmen noch relativ frisch die Räume schrumpfen ließen und wird veröffentlicht zu einem Moment als die Lockerungen das Training in der Halle wieder erlauben.
Wie Joern das findet? Nun…
21 Jul 2020
#7 Sebastian Bläser
Sebastian Bläser (3. Dan, Kokugikan) teilt im letzten Teil der ersten Interviewrunde detaillierte Einblicke in japanisches Kendo und echte Weisheiten: von Kangeiko-Gelagen unter Student:innen bis zu High-Class-Ausscheidungswettkämpfen unter Polizisten, zu denen nur geladen Gäste als Zuschauer:innen akzpetiert werden. Sebastian war einer von ihnen. Außerdem erklärt er, warum jeder nur sein eigenes Kendo machen kann, was ein 8. Dan Hanshi im frühen Morgenlicht in Lindow macht und was das mit Verantwortung zu tun hat und nicht zuletzt bekennt er sich zu Richard Chamberlaine gegenüber Tom Cruise.
13 Jul 2020
#6 Dirk Wippermann
Dirk Wippermann (2. Dan, Kobukai) hat zu einer Zeit mit Kendo begonnen als Grenzkontrollen noch zum Alltag zählten und man direkt von einem Bundestrainer unterwiesen werden konnte. Um seinen zweiten Kendofrühling zu erleben bedurfte es allerdings der Ansprache in der U-Bahn. Er war im Auftrag der Jugend in Schulen unterwegs und konnte mit seinen Motivationsstrategien dabei auch Sportlehrer:nnen verblüffen. Welche Spiele sich (nicht) für's Aufwärmen eignen und warum ein paar Schritte rückwärts plötzlich sehr überzeugend wirken können hört ihr in Episode 6!
4 Jul 2020
#5 Henning Schulz
Henning Schulz (3. Dan, EDKG) hat viel zu erzählen und Ali und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus: Ein selbst gebasteltes Shinai (in der Schule stibitzt er 10 cm dicken Bambus, Fensterleder und eine lose Schnur) war der Anfang, eine Shopping-Tour in Japan der Grund für den Neuanfang und das Nito-Kämpfen aus purem Ennui. Ausserdem sind da die „Schlotter, Schlotter“-Momente, Situationen, in denen sich der 1,90-Mann klitzeklein fühlt und ein „sachter Wind über Kyotos Flusslandschaft“, eine Definition von „traurigem Training“ und Alis philosophische Frage: „Ist das schon Erkenntnis?“ Hört selbst!
23 Jun 2020
#4 Alexander Jakupović
Alexander Jakupović (4. Dan) hat mit Kendo eigentlich angefangen, weil er die Klamotten in einem Anime so geil fand. Im Gespräch erzählt er von ersten eigenen Trainings mit Faxen, Keksen und selbst ausgedachte Kendo-Regeln; von wem er den „Pain Train“ gelernt hat und von wem die besten Motivationstricks. Außerdem nehmen wir Teil an einem einschneidenden Moment, in dem Alex nach zwei Jahren im Verein endlich lebensentscheidend wahrgenommen wurde. Warum man die Akropolis vielleicht meiden sollte und dass die schlimmsten Verletzungen beim Kendo die Verletzungen des Egos sind. Außerdem findet er Gefallen an einem Kugelschreiber, den er zwischendrin verliert.
8 Jun 2020
#3 Ariane vom Tekkeikan
In Teil 3 unserer Podcast-Serie erzählt uns Ariane (Tekkeikan, 1. Dan), wie sie es in weniger als vier Jahren vom Anfängerkurs ins Nationalteam geschafft hat. Sie lädt uns in ihre Alpträume ein, wo sie dem Tod im Treppenhaus von Lindow begegnet ist, erklärt ihre Abneigung gegenüber „Schwertballett“ und lüftet den Schleier über dem Käfig, in dem sie ihre schönsten Ippon-Erinnerungen mästet.
6 Jun 2020
#2 Stepan Baronin
In Teil 2 unserer Podcast-Serie denkt Stepan Baronin (Kenshinkai, 4. Dan) über Vertrauen und Verantwortung nach, darüber, wie ein Trainer seine Gemeinde in und durch hartes Training führen kann und blickt zurück auf die Zeit, bevor er Kendo gemacht hat: „Schon als kleiner Junge habe ich Schwerter aus Holz geschnitzt.“ Außerdem gibt es Einblicke ins Kendo in Russland!
4 Jun 2020
#1 Sven Schabram
Im ersten Gespräch unserer Podcastreihe präsentiert Sven Schabram (Tegel, 3. Dan) ungewöhnliche Shiai-Trainingsmethoden, erzählt von dunklen Lindow-Träumen, von seinen zwei Anfängen ins Kendo-Leben und von seinem besten oder aber zweifelhaftesten Ippon, mit dem er gewonnen hat ohne zu schlagen - und es waren nicht zwei halbe Strafpunkte des Gegners!
3 Jun 2020
#0 Was ist hier los?
Es geht um Ideen, Reichweiten und den Anlass dieser Veranstaltungsreihe.
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