About Klima-Labor von ntv - wie retten wir die Erde?
Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Funktioniert Klimaschutz auch ohne Job-Abbau und wütende Bevölkerung? Das "Klima-Labor" ist der ntv-Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, Lösungen und Behauptungen der unterschiedlichsten Akteure auf Herz und Nieren prüfen.
Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende schön? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitsplätze oder schaffen sie welche? Warum wählen Städte wie Gartz die AfD - und gleichzeitig einen jungen Windkraft-Bürgermeister?
Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spaß macht und aufräumt - ohne Streit, in ausführlichen Gesprächen mit führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.
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Gurkenglas in den Pfandautomaten: Läutet der Ukraine-Krieg das Ende der Einwegflasche ein? | Veronika Pfender (Dotch)
Vor gut 20 Jahren will die Politik Einwegverpackungen mit dem Dosenpfand vom Markt drängen. Doch der Handel hat andere Pläne. Speziell Discounter wie Aldi und Lidl steigen nicht um, sondern verzichten komplett auf Mehrweg und setzen stattdessen voll auf Einweg.
Durch den Ukraine-Krieg sind Einweggläser allerdings zum Kostenrisiko geworden. Glaswerke wurden zerstört, der Gaspreis stieg. Die Glasherstellung wurde teuer und unberechenbar. "Beim Iran-Krieg sehen wir dieselbe Entwicklung", sagt Veronika Pfender. Die Sandmafia tut ihr Übriges.
Pfender steuert das Unternehmen Dotch. Das Geschäftsmodell: Mehrweggläser für Essiggurken, Grillsoßen und Olivenöle entwerfen, verkaufen, einsammeln und reinigen.
Eine Allianz von 25 Unternehmen möchten ihr Angebot nutzen, darunter Kühne oder Feinkost Dittmann. Die Infrastruktur ist dank der deutschen Liebe zum Bier größtenteils vorhanden. Kunden sollen die Gurkengläser in Supermärkten und Discountern an denselben Pfandautomaten zurückgeben können wie Bier- und Wasserflaschen. Die entscheidende Frage ist: Spielt der Handel dieses Mal mit?
Das schlagende Argument könnte sinkende Preise sein. "Sobald der Prozess steht, ist Mehrweg für den Handel genauso teuer wie Einweg und potenziell sogar günstiger", sagt Pfender. "Die Kosten für neue Einweggläser steigen ja."
Gast: Veronika Pfender, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin des Mehrweg-Dienstleisters Dotch
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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10 Sept 2026
"Die Energiewirtschaft sagt, das Ortsnetz sei überlastet - das stimmt nicht" | Andreas Piepenbrink (E3/DC)
An sonnigen Feiertagen wie Pfingsten fliegt uns das Stromnetz um die Ohren? Der Solarzubau ist kritisch? Von diesem Narrativ hat Andreas Piepenbrink die Nase voll. Er betreibt mit seinem Energieunternehmen E3/DC über ganz Deutschland verteilt 190.000 Solaranlagen und hat nachgerechnet: "Es stimmt nicht", sagt Piepenbrink im Podcast.
Ihm zufolge überlastet der Solarstrom weder an heißesten Sommertagen noch an sonnigen Feiertagen das Netz, sondern versickert vor Ort - bei den Nachbarn ohne Solaranlage. "Das ist das perfekte Energiesharing."
Das Problem ist Piepenbrink zufolge ein ganz anderes: Viele Netzbetreiber wissen schlicht nicht, wie stark ihr Stromnetz ausgelastet ist. Andere haben kein Interesse daran, dass die Erneuerbaren erfolgreich sind. Sie möchten die günstigere Konkurrenz loswerden. "Im Stromvertrieb gehen die Margen runter. Das möchte man durch Netzausbau und steigende Netzentgelte kompensieren."
Seine Warnung: Energieversorger und Katherina Reiche wissen nicht, was sie in Netzpaket und EEG-Novelle beschlossen haben. Die Stadtwerke werden Kunden und Einnahmen verlieren. Frau Reiche erweist ihnen einen Bärendienst.
Gast: Dr. Andreas Piepenbrink, Studium der Elektrotechnik und Promotion in Regelungstechnik. Seit 2010 leitet er E3/DC. Das Unternehmen für Stromspeichertechnik bietet intelligente Speichersysteme und Ladetechnologien an.
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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3 Sept 2026
Orbans ungeplanter Solarboom: "Kein Land hat einen Sprung wie Ungarn hingelegt" | Maike Kirsch (E3G)
Als im August das ungarische Atomkraftwerk Paks ausfällt, springen Solaranlagen in die Bresche. Ungarn gehört zur globalen Solarspitze, obwohl sich der abgewählte Ministerpräsident Viktor Orbán nie sonderlich für Klimawandel und Energiewende interessiert hat.
Doch die eigene Solaranlage wurde für viele Haushalte durch eine unbedachte Strompreisregelung zum Muss. "Alle wussten: Wenn ich mir eine Solaranlage anschaffe, werde ich de facto von den Systemkosten befreit", sagt Osteuropa-Analystin Maike Kirsch von der Denkfabrik E3G.
2023 zog Orbán die Subventions-Notbremse, doch der Solarboom war vollbracht: Ungarn deckt inzwischen fast ein Drittel seines Strombedarfs mit der Sonne ab. Durch eine Windkraft-Blockade fehlt allerdings der Gegenpol, das Stromsystem ist nicht ausbalanciert.
"Das ist dem neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar bewusst", sagt Kirsch. Er will bei Netzausbau, Batteriespeichern und Windrädern ranklotzen.
Diese Pläne kollidieren jedoch mit der anderen großen ungarischen Stromquelle: Das Atomkraftwerk Paks stellt 45 Prozent des ungarischen Stroms bereit und soll ausgebaut werden - zusammen mit Russland.
Gast: Maike Kirsch, Analystin bei der unabhängigen internationalen Denkfabrik E3G. Ihr Schwerpunkt sind politische und regulatorische Fragen der Stromsektordekarbonisierung in Mittel- und Osteuropa.
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Who has been a guest on Klima-Labor von ntv - wie retten wir die Erde?
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Karina Würtz
Stefan Ehinger
Klaus Mindrup
Jennifer Morgan
Werner Götz
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Who hosts Klima-Labor von ntv - wie retten wir die Erde??
Christian Herrmann and Clara Pfeffer host the show. Published by ntv Nachrichten / RTL+.
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Does Klima-Labor von ntv - wie retten wir die Erde? take guests?
Yes. Guests have been identified in episode analyses.
Host of Klima-Labor von ntv - wie retten wir die Erde??
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