Chemie ist überall: Im All, wo eigentlich nichts ist. Auch zwischen den Zähnen und Zehen. Und natürlich im Verliebtsein.
Dokter und Peter erklären sie sich gegenseitig, diese Chemie. Wie kurios/schön/grausam/faszinierend/genial sie manchmal ist.
Darüber staunt man, und darüber lacht man. Mitunter vergisst man sogar, wie doof man Chemie eigentlich findet.
Faule Eier, heiße Quellen, Gold im Kraftwerk – in Rotorua (Neuseeland) ist Schwefelwasserstoff überall
Diesmal nimmt Peter Dokter mit nach Rotorua, eine Stadt in Neuseeland, in der es überall nach faulen Eiern riecht. Schuld ist Schwefelwasserstoff, das kleine Schwestermolekül von Wasser. Unsere Nase riecht es schon in winzigsten Mengen, ungefähr so viel wie ein Tropfen in einem Schwimmbecken. Aber genau hier wird es tückisch: Wenn es richtig gefährlich wird, riecht man es plötzlich nicht mehr.
Wir klären, warum H₂S uns ersticken lässt, obwohl genug Sauerstoff im Blut ist, wie man es misst und warum unser Körper es trotzdem selbst herstellt. Außerdem: wie der gelbe Schwefel an Vulkanen entsteht, warum Silberschmuck im Thermalbad schwarz wird, wie man ihn mit Alufolie wieder blank bekommt und wie Schwefelwasserstoff in der Tiefe Gold transportiert.
Zum Schluss geht es zu einem Kraftwerk, das aussieht wie ein AKW, um die Frage, warum Neuseeland fast ein Viertel seines Stroms aus Erdwärme holt und Deutschland nicht, und um eine Altstadt am Rand des Schwarzwalds, die sich um bis zu 65 Zentimeter gehoben hat.
Zum Weiterlesen: „Schwefelwasserstoff (H2S): Übler Geselle und lebenswichtiges Signalmolekül“ von Dr. Jörg Wetterau, Faszination Chemie (GDCh): https://www.faszinationchemie.de/wissen-und-fakten/news/schwefelwasserstoff-h2s-uebler-geselle-und-lebenswichtiges-signalmolekuel
15 Oct 2026
Wer hat's erfunden? – Über den Chemienobelpreis, der nie verliehen wurde.
Diesmal hat Dokter ein bisschen Geschichte mitgebracht, und zwar einen Nobelpreis, der nie verliehen wurde. 1944 bekam Otto Hahn den Chemie-Nobelpreis für die Entdeckung der Kernspaltung. Erklären konnte er seine Ergebnisse allerdings nicht. Das hat eine andere getan: die Physikerin Lise Meitner, ganze 49 mal für den Nobelpreis nominiert und nie ausgezeichnet.
Wir begleiten sie von Wien, wo Mädchen nicht einmal auf die Schulen durften, die zur Uni führen, über 30 Jahre Forschung mit Otto Hahn in Berlin bis zur Flucht nach Schweden, mit zehn Reichsmark und einem Diamantring im Gepäck. An Weihnachten 1938 rechnet sie bei einem Spaziergang im Schnee auf einem Baumstumpf aus, was in Hahns Experiment wirklich passiert ist.
Warum ging sie trotzdem leer aus?
Außerdem: wer mit 112 Nominierungen ohne Preis den traurigen Rekord hält, warum lange Haare mal ein Grund waren, nicht ins Labor zu dürfen, und welches Element heute ihren Namen trägt.
8 Oct 2026
Slip, Slap, Slop! Wie viel Ozon schafft ein Chloratom? – Unsere Sonnenbad-Chemie
In Australien beginnt der Sommer, und Peter hat sich zur Recherche gleich mal einen Sonnenbrand eingefangen. Diesmal geht es um alles, was die Sonne uns schickt und darum, was uns davor schützt.
Wir starten ganz oben: Warum die Ozonschicht kein fester Schild ist, sondern eine Reaktion, die ständig läuft. Wie viele Ozonmoleküle ein einziges Chloratom zerlegt, wann das Ozonloch wieder zu ist, und wonach Ozon eigentlich riecht. Dokter verrät Dir, woher auch du diesen Geruch wahrscheinlich kennst.
Und dann geht es unter die Haut: Warum Australien so gefährlich ist und das das nicht (nur) am Ozonloch liegt, was der Lichtschutzfaktor wirklich bedeutet, wie viel Sonnencreme man für einmal Eincremen braucht und was beim Sonnenbrand in der DNA passiert.
Zum Schluss hat sich Peter ein kleines Spiel überlegt: „Mythos oder Fakt, Dokter“.
Wenn Dich das Thema Sonnencreme und Sonnenbrand jetzt noch weiter interessiert, dann hör doch mal in die Folge „Sonnenvcreme: Must-Have oder Panikmache" von „Wissen Weekly" vom 01.06.2026 rein. Dort wird das Thema auch sehr interessant aufgearbeitet.
1 Oct 2026
Beton trocknet nicht! – Über die Chemie des härtesten Baustoffs der Welt, und warum der so eine miese CO2-Bilanz hat.
24 Sept 2026
Warum macht Kaffee wach? Und macht er das überhaupt? – Das Kaffeechemie Rabbithole.
Die weltweit am weitesten verbreitete Fest-Flüssig-Extraktion, täglich an Abermillionen Standorten durchgeführt, Extraktionsmittel ausschließlich Wasser. Genau so hochgestochen steigt Peter diesmal ins Thema ein, und Dokter darf raten.
Wir gehen den Weg der Bohne durch: Warum riecht roher Kaffee nach grünen Erbsen, und was passiert eigentlich im Röster? Über 1000 flüchtige Verbindungen entstehen dort, aber nur etwa 25 bis 40 davon schmecken wir überhaupt.
Danach räumen wir mit ein paar Mythen auf. Dunkler Kaffee ist nicht stärker, sondern nur bitterer. In hellem Kaffee steckt pro Tasse meistens sogar mehr Koffein, und daran ist ein Popcorn-Effekt schuld. Die Crema verrät nichts über die Qualität, dafür einiges über die Frische. Und Wasser ist eben nicht gleich Wasser.
Außerdem: Warum Hafermilch im Kaffee ausflockt, was die Barista-Version dagegen macht und warum sie deshalb das Doppelte kostet.
Zum Schluss klären wir, warum Kaffee uns wach macht. Kleiner Spoiler: Er weckt dich nicht. Er klebt nur die Motorkontrollleuchte ab.
17 Sept 2026
Ich will keine Schokolade! – Die Chemie des Verliebtseins.
Nach zwei Folgen kennen wir uns gut genug, um über Gefühle zu reden. Dokter bringt die Chemie des Verliebtseins mit, und Peter ist gespannt, ob das Thema danach noch genauso romantisch ist.
Entlang der drei Phasen von Lust, Anziehung und Bindung (nach der Anthropologin Helen Fisher, nicht zu verwechseln mit der deutschen Schlagerqueen) schauen wir uns an, was Testosteron, Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und Cortisol im verliebten Körper machen. Warum ähnelt ein verliebtes Gehirn dem von Kokainkonsumenten? Macht Schokolade wirklich verliebt? Was können uns monogame Präriewühlmäuse über Bindung verraten? Und warum hat man bis heute kein echtes Liebeshormon gefunden?
Ab jetzt gibt es jeden Freitag eine neue Folge.
16 Sept 2026
Chemie und Kalorien: Wie viele Erdnüsse stecken in deinem Handyakku?
Diesmal überrascht Peter Dokter mit einem Thema, das uns alle jeden Tag betrifft: Ernährung. Keine Ernährungsberatung, sondern der Blick durch die Chemiebrille.
Wir klären, warum „keine Chemie essen" nicht funktioniert, was das „Makro" in Makronährstoffe eigentlich bedeutet und wie viele Erdnüsse in einem Handyakku stecken. Warum kann der Körper aus Kohlenhydraten Fett machen, aber nicht umgekehrt? Warum ist Protein ein schlechter Brennstoff? Und stimmt es, dass nur Fleisch Fleisch macht?
Zum Schluss lösen wir auf, wohin das Fett beim Abnehmen wirklich verschwindet. Kleiner Spoiler: The answer is blowing in the wind.
Außerdem bekommt der Podcast offiziell seinen Namen.
16 Sept 2026
Am Anfang war die Chemie – nicht! Vom Urknall zu den ersten Molekülen.
Herzlich willkommen im Klugscheißer-Labor!
In der ersten Folge nimmt Dokter Peter mit an den Anfang von allem: den Urknall. Und dort gab es erstmal gar keine Chemie. Keine Atome, keine Atomkerne, nur ein extrem heißes Plasma aus Quarks und Gluonen.
Wir klären, wann die ersten Atomkerne entstanden sind, warum das Universum 380.000 Jahre lang undurchsichtig war und warum es uns nach den bekannten Naturgesetzen eigentlich gar nicht geben dürfte. Und Peter muss raten: Welches Molekül war das allererste im Universum?
Außerdem suchen wir live einen Namen für diesen Podcast. Wie er heißt, wisst ihr schon. Wir wussten es da noch nicht.
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