Im Podcast „Kunststoff DIALOG“ kommen Interviewpartner aus der Industrie, aus der Forschung oder aus Verbänden zu Wort und diskutieren mit den Moderatoren über Themen rund um die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen und den Lebenszyklus von Kunststoffprodukten. Von der Entwicklung angepasster Werkstoff- und ressourcenschonender Verfahrenslösungen über disruptive Technologien beim 3D-Druck und der Digitalisierung des Produktionsumfelds bis hin zur Wiederverwertung von Kunststoffabfällen.
Wie viel Innovation steckt in der Kunststoffherstellung? In der Produktion kommen sehr häufig alt bekannte Verfahren zum Einsatz. Diese sind optimiert und deshalb sehr gut beherrschbar. Ein neues Verfahren für die MMA-Herstellung, das Monomer für PMMA, hat nun das Kunststoffunternehmen Röhm entwickelt. Und eine erste kommerzielle Anlage damit gebaut.
Erfunden und zur Marktreife gebracht hat Röhm das sogenannte LiMA-Verfahren dabei in Deutschland, die Anlage steht nun aber in den USA. Was der Grund dafür ist, darüber spricht Kunststoffe-Redakteur Florian Streifinger mit Röhm-COO Dr. Hans-Peter Hauck. Dieser erklärt auch, wie sich mit dem LiMA-Prozess etwa 40 Prozent Energie einsparen lassen bei gleichzeitig größerer MMA-Ausbeute. Und er berichtet über spannende Nachbarn: Alligatoren.
Mehr zu dem Thema
Einen kurzen Überblick über den LiMA-Prozess gibt es auf der Webseite von Röhm. (https://www.roehm.com/de/unternehmen/lima-technologie)
Trends und Daten zum PMMA-Markt zeigt die Marktübersicht von Kunststoffe. (https://www.kunststoffe.de/a/fachartikel/nachhaltigkeit-und-designtrends-stabilis-7145814)
5 Oct 2026
Überdauern in Krisenzeiten
Wie kommt man vom Zinnkrug zum Augenspeer? Warum ist beim Kundenauftrag die Branche nebensächlich? Und wie wächst man an einer zu komplexen Automatisierung? Das wollen wir doch genau wissen!
Hintergrund
150-jähriges Gründungsjubiläum: Die Geschichte von Hoefer & Sohn beginnt im Jahr 1876. Mit einer Gravieranstalt legt Johann Hoefer den Grundstein für das Unternehmen, das sich seitdem im Familienbesitz befindet – inzwischen in der fünften Generation. Nach mehreren Häutungen ist der Kunststoffspezialist heute bekannt für präzise Werkzeugfertigung und vollautomatisierte Großserien-Spritzgießprozesse. Doch es ist keine einfache Zeit: Das Umfeld "rutscht von einer Krise in die nächste". Da ist ein gutes Navigationssystem gefragt.
Host & Gäste
Folge 43: Kunststoffe-Redakteur Clemens Doriat begrüßt das Ehepaar Martina und Christoph Badock – sie geschäftsführende Gesellschafterin des Familienunternehmens Hoefer & Sohn, er „angeheirateter“ Geschäftsführer. Seit 2008 leiten sie die Firma gemeinsam.
Link zur Webseite (https://www.hoefer-und-sohn.de/de/)
Mehr zum Thema
In Kunststoffe, der Mutterzeitschrift dieses Podcasts, sind einige Artikel über anspruchsvolle Produktionslösungen und die Transformation des Unternehmens erschienen:
Die Präzision fängt vor dem Spritzgießen an (https://www.kunststoffe.de/a/fachartikel/die-praezision-faengt-vor-dem-spritzgies-5577266)
Einstieg in die Medizintechnik (https://www.kunststoffe.de/a/fachartikel/einstieg-in-die-medizintechnik-152899)
29 Jun 2026
„Der Rezyklatmarkt ist eine Katastrophe“
Wer ist schuld an der Rezyklatlücke? Wieso wird zu wenig in zirkuläre Technologien investiert? Und warum soll Kunststoff nur noch verliehen werden? Das wollen wir doch genau wissen!
Hintergrund
„Optionen für einen funktionsfähigen Markt für Kunststoffrezyklate“ – so lautet der Titel eines Positionspapiers, das im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) aufgesetzt und im Mai 2026 auf der Fachmesse IFAT vorgestellt wurde. Mit sechs Handlungsansätzen wollen die Herausgeber den darniederliegenden Rezyklatmarkt beleben – Voraussetzung, um die am 12. August 2026 in Kraft tretende Verordnung der EU für Verpackungen und Verpackungsabfälle (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR), die auch Mindestquoten für den Rezyklateinsatz vorsieht, erfüllen zu können. Es droht eine erhebliche „Rezyklatlücke“, mit weitreichenden Folgen.
Host & Gäste
Kunststoffe-Redakteur Clemens Doriat begrüßt Prof. Dr. Henning Wilts, den Autor dieses Papiers. Er ist Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und seit 2025 auch Universitäts-Professor für Circular Society an der FernUniversität Hagen. Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre soz. Ausrichtung an der Universität zu Köln wurde Wilts am Institut IWAR der TU Darmstadt zum Dr. rer. pol. promoviert.
Link zu seiner Kontaktseite (https://wupperinst.org/c/wi/c/s/cd/818/)
Mehr zum Thema
Das erwähnte Positionspapier (siehe oben) ist hier (https://www.dbu.de/app/uploads/dbu-media-2026-positionspapier-rezyklatmarkt-final-2.pdf)abrufbar.
In Kunststoffe, der Mutterzeitschrift dieses Podcasts, ist passend zum Thema in diesem Jahr eine informative Artikelserie erschienen. Titel: Europäische Gesetzgebung zur Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen. Im Online-Archiv (https://www.kunststoffe.de/onlinearchiv) sind unter dem Suchbegriff „Nitschke“ alle sieben Folgen frei zugänglich.
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