Der Journalist und langjährige Nahost-Experte Karim El-Gawhary nimmt euch mit, die arabische Welt hautnah zu erfahren. Er erzählt Geschichten aus dem Leben in der Region, analysiert kompakt aktuelle Ereignisse und hilft Konflikte einzuordnen. Dazu kommen inspirierende Gesprächspartner und ausführliche Talks. Dort ist genug Zeit, einmal länger als die üblichen kurzen Nachrichtenminuten in die Welt unserer unmittelbaren europäischen Nachbarn einzutauchen.
Ehemaliger AA-Spitzen-Diplomat kritisiert deutsche Nahost-Politik – Talk mit Martin Kobler
Der ehemalige deutsche Spitzen-Diplomat Martin Kobler geht im Gespräch mit Karim El-Gawhary hart ins Gericht mit der deutschen Nahostpolitik, den Doppelstandards und dem Umgang mit dem Völkerrecht. Kobler war lange Jahre in den palästinensischen Gebieten, in Afghanistan und in Kairo für das Auswärtige Amt tätig. Er leitete die UN-Mission im Kongo und war UN-Sonderbeauftragter für Libyen. Der krisenerfahrene Diplomat erklärt, warum er Sanktionen gegen Israel und eine Einschränkung der deutschen Rüstungsexporte befürwortet. Er steht für eine konsequente Verteidigung der internationalen Rechtsordnung. Außerdem spricht er über Europas schwindenden Einfluss im Nahen Osten und die fehlende offene Debatte im Auswärtigen Amt und seine Erfahrungen mit dem Auslanger der europäischen Grenzsicherung nach Libyen.
21 Oct 2026
Wie geht’s weiter am Golf, im Jemen, Syrien, dem Libanon und Gaza? Ein Austausch mit Journalisten-Kollegin Petra Ramsauer
In dieser Episode tauschen sich Karim El-Gawhary und sein Gast die Nahost- und Kriegsreporterin Petra Ramsauer, die hauptsächlich für die NZZ am Sonntag arbeitet, über die Entwicklungen im Konfliktherd Nahost aus. Im Gespräch versuchen sie die Lage am Golf, an der Straße von Hormus, im Iran, im Jemen, in Syrien, dem Libanon und am Ende in Gaza herunterzubrechen und auch analytisch gemeinsam mögliche weitere Szenarien herauszuarbeiten. Nicht immer sind sie sich einig, aber trotz Krisen, Repression und humanitärer Not richten beide den Blick auch auf gesellschaftliche Veränderungen und mögliche politische Auswege.
14 Oct 2026
Warum 73 Prozent der Deutschen der Nahost-Berichterstattung missvertrauen: Talk mit der Medienkritikerin Nadia Zaboura
Bei keinem Medien-Thema ist das Vertrauen so gering, wie in die deutsche Nahost-Berichterstattung, ist das Ergebnis der „Mainzer Langzeitstudie für Medienvertrauen 2026“ . Karim El-Gawhary spricht mit der Kommunikationswissenschaftlerin und Medienkritikerin Nadia Zaboura darüber, warum das Vertrauen so niedrig ist. Sie analysieren sprachliche und visuelle Muster, ungleiche Quellenbewertung, Kriegspropaganda sowie den Umgang mit Kritik und Diffamierungskampagnen in deutschen Medien. Im Zentrum steht die Frage, wie Journalismus Vertrauen zurückgewinnen kann, wenn Völkerrecht, Menschenrechte und journalistische Sorgfaltspflichten vernachlässigt werden.
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