5 Jun 2020
S09E12: Finale der 9. Staffel - Rückblick und Ausblick (#98)
Worum geht's in dieser Folge?
Diese Folge ist das Staffelfinale dieser 9. Staffel von [Projekt: Leben]. In dieser Folge möchte ich wie in jedem Staffelfinale einen kurzen Rückblick auf die abgelaufene Staffel machen, einen Blick auf die Zukunft des Podcasts werfen und auch ein bisschen darüber reden, was sich sonst so tut.
1. Rückblick
Werfen wir einen kurzen Blick zurück auf diese abgelaufene neunte Staffel von [Projekt: Leben].
In dieser neunten Staffel ging es ja um unsere „dunklen und düsteren Projekte”. Ich verstehe darunter all jene unserer Personal Projects, die irgendwie im Schatten oder Halbschatten unseres Lebens leben. Es sind Projekte, die meist hinter dem Vorhang bleiben, über die wir nicht reden, von denen wir nicht wollen, dass andere von ihnen wissen.
Was ich an diesen Projekten so interessant finde, ist, dass wir uns zwar meisten so wenig wie nur irgendwie möglich mit ihnen beschäftigen wollen, aber gleichzeitig treiben uns diese Projekte stärker an als alle anderen Projekte in unserem Leben. Das, was uns im Leben motiviert, kommt oft aus sehr dunklen Quellen, und umso wichtiger wäre es, dass wir besonders in diese dunklen Ecken ab und zu mal hineinleuchten und schauen, was da alles so kreucht und fleucht.
Aber angenehm ist das nicht gerade, und deswegen habe ich auch das Gefühl, dass diese neunte Staffel ein bisschen „schwer” war. Zwar wichtig, über diese Projekte zu reden, aber die Leichtigkeit, die der Podcast vielleicht in anderen Staffeln hatte, war in dieser Staffel definitiv nicht vorhanden. Das habe ich auch beim Schreiben und beim Aufnehmen der Folgen gemerkt.
Interessant ist ja der Zufall, dass diese Staffel genau mit der Corona-Krise zusammengefallen ist. Das war beim Start der Staffel für mich überhaupt nicht absehbar, aber im Nachhinein denke ich mir, dass es wahrscheinlich keine bessere Zeit als eine Krise gibt, um sich mit dunklen und düsteren Projekte zu beschäftigen. Oder, anders gesagt: Gerade in Krisen blubbern diese dunklen und düsteren Projekte besonders oft an die Oberfläche, und man muss sich mit ihnen auseinandersetzen, ob man will oder nicht, weil sie sich einfach nicht mehr länger unter den Teppich kehren lassen. Und obwohl ich versuche, dass meine Podcast-Folgen immer Evergreen-Content sind (also dass man sie jederzeit hören kann, dass sie kein Ablaufdatum haben), glaube ich doch, dass sie gerade jetzt eine besondere Wirkung haben. Zumindest ist es mir so gegangen mit ihnen.
Was waren so die Themen dieser Staffel?
Es ging um unsere Inneren Dämonen, um Selbstsabotage-Projekte, um Projekte, die wir hassen, um Trennungsprojekte, um Hilflosigkeit und sogar über den eigenen Tod. Es gab einen Buchclub, in dem Martin und ich über die Geschichte eines Massenmörders gesprochen haben, und dann gab es noch zwei Philosophicume, Philosophica, auch eine Premiere. Insgesamt bin ich zufrieden mit der Staffel und den Themen, die ich ausgewählt und besprochen habe. Und gleichzeitig bin ich wie nach jeder Staffel froh, dass das Thema jetzt mal für’s Erste durch ist. Aber wie gesagt, dieses Gefühl habe ich nach jeder Staffel, und das passt auch gut so.
Damit sind wir auch schon bei der nächsten Frage:
2. Wie geht es denn eigentlich dem Podcast?
Zuerst einmal gab’s eine große organisatorische Veränderung. Es war nämlich die erste Staffel, wo der Ausstrahlungstag durchgängig