Im Podcast "Thoughts to Go – Gedanken zum Mitnehmen" führt die Künstlerin Simone Zaugg mit ausgewählten Gästen Gespräche zu Aktionen und Visionen, wie wir unsere Welt und unser Handeln beeinflussen und ändern können, um eine lebenswerte Welt mitzugestalten. Im Dialog werden Erfahrungen und persönliche Erkenntnisse besprochen und Projekte und Interessen von Gästen und der Künstlerin selbst vorgestellt. Im Austausch mit den Gästen begibt sie sich auf die Suche und hinterfragt auch ihre eigenen Projekte und Aktionen in Bezug auf ihre mögliche Wirkung.
Mit Joachim Huber, Architekt und Professor an der Berner Fachhochschule am Institut für Siedlungsentwicklung und Infrastruktur
Diese Episode fragt und hinterfragt die Übergänge zwischen Stadt zu Natur. Oder warum die Kohabitation von Mensch und Natur wichtig ist. Simone Zaugg und Joachim Huber diskutieren über die Herausforderungen, die sich auf dem Weg zur Stadt der Zukunft stellen werden. Und ergründen, wie wir mit neuen Methoden wie der 15-Minuten-Stadt oder Kunstaktionen wie der Green Collection unsere Wahrnehmung und unser Handeln ändern können.
Die beiden Gesprächspartner verbindet die ganz elementare Frage nach Raum und die damit verbundenen interdisziplinären Strategien, urbane Räume zu formen, umzuformen und weiter zu entwickeln. Beide arbeiten daran, die Stadt aus ihrer Perspektive als Lebensraum weiterzudenken.
7 Sept 2023
Site Specifity im Spannungsfeld von Kunst und Architektur
Mit Joachim Huber, Architekt und Professor an der Berner Fachhochschule am Institut für Siedlungsentwicklung und Infrastruktur.
In dieser Episode befragen und untersuchen der Architekt und die Künstlerin den Begriff der site specifity aus ihren jeweiligen Handlungsfeldern und Kontexten heraus. Ihr Diskurs pendelt zwischen dem Schaffen und Bauen von Räumen bei den Architekt*innen und dem Befragen von Orten und dem Entwerfen von Möglichkeitsräumen in Form von „site specific interventions“ bei den Künstler*innen. Ein für unsere Zukunft sinnstiftendes Moment mit Potential für den klimabedingten Systemwechsel finden der Architekt und die Künstlerin gleichermaßen in der Kreislaufwirtschaft und im zirkulären Bauen.
7 Aug 2023
Absteigen und die Welt von unten betrachten
Thema in dieser Episode ist einerseits das Absteigen im wortwörtlichen und physischen Sinne: die Höhlenforschung. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Thomas Kesselring ein leidenschaftlicher Höhlenforscher. Er erkundet die Welt ober- und unterirdisch.
Es geht aber auch darum, das Potential des Perspektivwechsels in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und auch in der Kunst zu ergründen. Was sehen und verstehen wir, wenn wir ungewohnte Standpunkte einnehmen, wie z.B. die Sichtweisen von Kindern oder von Ländern des Südens, um so unsere Welt mit anderen „Augen“ und anderen Vorzeichen zu betrachten.
7 Jul 2023
Dezentrieren: Warum wir manchmal die Mitte verlassen sollten
In dieser Episode pendeln die Künstlerin Simone Zaugg und der Professor für Philosophie und Ethik Thomas Kesselring im Gespräch zwischen Zentrum und Peripherie und untersuchen den Begriff des Dezentrierens ausgehend von Piaget. Warum ist es gerade heute wichtig das Zentrum zu verlassen und aus anderen Blickwinkeln neue, fremde und ungewohnte Standpunkte einzuordnen und zu koordinieren? Im Spannungsfeld von philosophischen Ansätzen, wissenschaftlicher Annäherung und künstlerischem Handeln untersucht das Gespräch, wie der Weg aus der Mitte heraus aussehen könnte und wohin er uns führen kann.
15 Nov 2021
Sprechen ohne Sprache oder Sprache ohne Worte
Podcast mit Robin Mallick, Leiter des Goethe-Instituts in Peking, 2015-2022 Leiter Goethe-Instituts in Rio de Janeiro, 2009 bis 2015 Leiter der Programmarbeit in Südasien am Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan in New Delhi, 2000 bis 2009 Festivalleiter des Filmfests Dresden
Robin Mallick und Simone Zaugg sprechen über Sprache, das Spielen mit Sprache und die Rolle der Sprache in künstlerischen Prozessen. Die Kunst liegt darin, neue Formate zu schaffen, die die Grenzen der Sprache überwinden. Als Leiter des Goethe-Instituts Rio de Janeiro favorisiert Robin Mallick Projekte, bei denen der künstlerische Prozess mit dem Austausch und der Kommunikation verbunden wird.
Am Beispiel der Werke Road Movie und A WAY wird aufgezeigt, wie sich das Arbeiten vor Ort und der Austausch mit den Menschen, die an diesen Orten leben, in der künstlerischen Auseinandersetzung manifestiert. Darüberhinaus verdeutlichen die beiden Interventionen im öffentlichen Raum unterschiedliche künstlerische Strategien in Bezug auf Sprache.
1 Nov 2021
Just Transformation: Ein Credo für die Zukunft
Podcast mit Peter Messerli, Direktor der Wyss Academy for Nature und Professor für nachhaltige Entwicklung an der Universität Bern
Im Gespräch mit Peter Messerli wird über das Potential, über die Verantwortung und über neue Wege und kreative Strategien in Wissenschaft und Kunst diskutiert.
Kreativität ist die unverzichtbare Voraussetzung, die uns hilft die Schlucht zwischen Wissen und Handeln zu überbrücken. Für eine grundlegende und nachhaltige Veränderung unserer Systeme sind Kooperationen mit allen Akteuren – Kunst, Wissenschaft aber auch Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Industrie – unabdingbar. System- und disziplinübergreifende Projekte z.B. zwischen Kunst und Wissenschaft werden zum Transportmittel, um Vorstellungen von Zukunft und Strategien des globalen Handelns zu schaffen, ohne die das Wissen und die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht in unseren Alltag und in unser Leben integriert werden können.
15 Oct 2021
Stadt, ein endloses Netzwerk sich stetig verändernder Konstellationen
Podcast mit Jan Tolga Busche, Urbanist und Architekt (B.A.) mit Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkten in der Reflektion von Stadtraum, Stadtgesellschaft und ihren Verhältnissen zueinander
Jan Tolga Busche und Simone Zaugg sprechen über das sinnliche Erleben und Wahrnehmen von Stadt als einem Prozess sich fortlaufend verändernder Räume. Kunstprojekte wie Green Collection sind Ausgangspunkte, um über die unterschiedlichen und teilweise auch ähnlichen Perspektiven und Methoden von Urbanist*innen und Künstler*innen in der Stadterforschung zu diskutieren.
Abschließend stellt Jan Tolga Busche dar, dass wir den Einklang von Natur und Stadt brauchen, um Herausforderungen wie z.B. dem Klimawandel zu begegnen. Seine Stadt der Zukunft lebt mit weniger domestizierter Natur und mehr Prozesshaftigkeit, Eigeninitiative und Kohabitation von Mensch und Natur.
1 Oct 2021
Ein neuer Arbeitsbegriff im Zeitalter der Algorithmen
Podcast mit Adrienne Goehler, Kuratorin, Autorin, Dozentin, Publizistin und Initiatorin von verschiedenen Projekten wie z.B. aktuell dem Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit | FÄN.
Das Gespräch zeigt auf, wie ein Grundein- oder nach Adrienne Goehler treffender gesagt Grundauskommen nicht losgelöst betrachtet und diskutiert werden kann, sondern verbunden ist mit anderen aktuellen Themen. Ein Grundauskommen ermöglicht Entschleunigung und Nachhaltigkeit. Oder umgekehrt Nachhaltigkeit braucht Entschleunigung braucht Grundauskommen. Die Forschung zeigt, dass ein Grundauskommen Freiräume schafft und keineswegs Stillstand erzeugt, sondern zu selbstbestimmten Handlungsspielräumen führt. Für Künstler*innen kann dies auch bedeuten, dass sie mit einem Grundauskommen konzentrierter arbeiten, weil sie nicht mehr auf die produktionsorientierte Förderlandschaft angewiesen sind.
Ein neuer Arbeitsbegriff im Zeitalter der Algorithmen und ein Grundauskommen sind nötig, weil sie die Menschen dazu ermächtigen, Verantwortung zu übernehmen.
15 Sept 2021
Lost Places oder Kunst als Weg in die Geschichte
Podcast mit Urte Evert, Militärhistorikerin, Volkskundlerin und Leiterin der historischen Museen der Zitadelle Spandau in Berlin.
Die Künstlerin Simone Zaugg diskutiert mit Urte Evert über historisch aufgeladene Orte und Situationen. Es treffen sich zwei unterschiedliche Herangehensweisen an historische Themen und komplexe Fragen. Wie und warum Kunst im Gegensatz zu Wissenschaft und Forschung Distanzebenen aufheben und emotionale Situationen in die Gegenwart übersetzen kann und darf, sind zwei der zentralen Fragen, denen dieses Gespräch nachgeht.
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