Warum sind Genossenschaften heute wichtiger denn je?
Ob beim Wohnen, bei Unternehmensnachfolgen oder in der regionalen Entwicklung – Genossenschaften verbinden weltweit über eine Milliarde Menschen und sie haben auch in Südtirol eine lange Tradition. In Zeiten großer sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen rücken genossenschaftliche Modelle wieder stärker als Antwort auf drängende Fragen unserer Gesellschaft ins Rampenlicht. Sie beruhen auf Zusammenarbeit, Verantwortung und gemeinschaftlicher Gestaltung. Dabei geht es jedoch nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um Inklusion, soziale Teilhabe und die Stärkung regionaler Strukturen.
Doch wie funktionieren Genossenschaften heute konkret? Welche Antworten bieten sie auf aktuelle Herausforderungen wie leistbaren Wohnraum, soziale Integration oder die Unternehmensnachfolge? Welche Chancen eröffnen Bürgergenossenschaften? Und vor allem: Wie können jüngere Generationen für dieses Modell begeistert werden?
Darüber sprechen wir in dieser Folge von unibz insight mit Prof. Richard Lang, dem Direktor des Kompetenzzentrums für das Management von Genossenschaften an der Freien Universität Bozen. Er erklärt, wie wissenschaftliche Forschung und Praxis eng verzahnt werden können, um innovative Modelle voranzutreiben – etwa im Bereich des gemeinschaftlichen Wohnens, bei der Unternehmensnachfolge oder für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.
Genossenschaften sind keine Nischenlösung, sondern ein zukunftsweisender Ansatz, um große gesellschaftliche Fragen gemeinsam anzugehen. Sie eröffnen Räume für Zusammenarbeit, fördern Resilienz und bringen neue Impulse in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Prof. Richard Lang ist seit 2024 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und als Direktor des Kompetenzzentrums für das Management von Genossenschaften an der Freien Universität Bozen tätig. Zuvor hat er an der Berta von Suttner Privatuniversität in Sankt Pölten, an der Wirtschaftsuniversität Wien und der University of Birmingham geforscht und gelehrt.
4 Sept 2025
Vielfalt in der Klasse: Gefahr für Leistung oder Chance fürs Lernen?
Das neue Schuljahr beginnt – mit alten ungelösten Fragen. Einer der Dauerbrenner: Wie kann guter Unterricht in immer heterogeneren Klassen gelingen? Und wie sehr leidet die Leistung, wenn die Unterschiede in den Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu groß werden?
Antworten darauf liefert die Inklusionsforschung – oft konträr zur öffentlichen Diskussion. „Guter Unterricht macht Heterogenität zum Programm“, sagt Prof.in Simone Seitz, Leiterin des Kompetenzzentrums für Inklusion im Bildungsbereich. Was die Professorin für Allgemeine Didaktik und Inklusion damit meint, erklärt sie in einer weiteren Folge unserer Podcast-Reihe zu den Kompetenzzentren der unibz.
Eine kleine Vorschau? „Die alte Idee von Schule, in der alle zum gleichen Zeitpunkt im gleichen Tempo das Gleiche von der gleichen Lehrperson lernen, hat ausgedient“, betont Seitz. Leistung müsse individuell statt standardisiert gedacht werden: Jedes Kind solle am Maximum seiner Leistungsfähigkeit herausgefordert werden. Dafür brauche es allerdings hohe Professionalität und entsprechende Ressourcen.
Wo es gelingt, Verschiedenheit nicht als Hindernis, sondern als zentrale Ressource zu nutzen, gewinnen aber alle, ermutigt die Expertin. „Unterschiedliche Lernperspektiven machen den Unterricht reicher, ermöglichen forschendes und entdeckendes Lernen. Das motiviert auch Lehrkräfte, weil sie selbst neugierig und damit Forschende bleiben können.“
Ihre Karriere begann die heutige Leiterin des Kompetenzzentrums in der Praxis: Zunächst arbeitete sie als Lehrperson für Integration, bevor sie in den wissenschaftlichen Bereich wechselte. Sie promovierte über inklusive Didaktik, lehrte und forschte an mehreren deutschen Universitäten – bis sie 2020 an die Freie Universität Bozen berufen wurde. Auch hinter diesem Schritt stand Neugier: das Interesse am italienischen Inklusionsmodell, das europaweit als Vorbild gilt.
22 Aug 2025
La seconda vita degli scarti alimentari attraverso la fermentazione
Ogni anno, nell’Unione Europea, finiscono nella spazzatura oltre 59 milioni di tonnellate di cibo, con un costo stimato di 132 miliardi di euro. Ma quello che chiamiamo “scarto” non è sempre un vero rifiuto: spesso si tratta di sottoprodotti ricchi di valore nutrizionale che, se opportunamente trattati, possono trasformarsi in nuove risorse.
In questa puntata di unibz insight ne parliamo con Raffaella Di Cagno, professoressa di Microbiologia degli alimenti e direttrice del Centro di Competenza internazionale sulle Fermentazioni degli Alimenti (ICOFF). Con lei esploriamo il potenziale della fermentazione: un processo naturale e millenario che oggi, grazie alla ricerca, diventa una chiave strategica per ridurre lo spreco, creare alimenti funzionali e persino sviluppare ingredienti utili per la nutraceutica e la cosmetica.
Dal significato di “sottoprodotto alimentare” alle sfide della loro conservazione, fino alle possibilità della fermentazione di precisione, la professoressa Di Cagno ci guida in un viaggio tra microbi e innovazione. E non mancano spunti pratici anche per chi vuole sperimentare la fermentazione in casa, riscoprendo i benefici che questi cibi hanno sul nostro microbioma.
Reach and audience
Public platform figures. Ratings count people who left a rating, not total listeners.
Spotify
4.8 / 5
5 ratings
Contact unibz insight
Guest appearances
Books guests
Based on episode analysis; this does not confirm that the show is currently accepting guests.
Host of unibz insight?
Claim your podcast to manage its listing and keep your show details accurate.
Pod Engine is an independent podcast discovery and analytics service and is not affiliated with or endorsed by this podcast. Artwork and show content belong to their owners. Full legal notice.
Explore this show Podcast research with Pod Engine