Der krasseste B2B-Onlinehändler den ich kenne, DigiKey auf die 1
Wie baut man einen globalen E-Commerce-Player im B2B-Handel auf, komplett ohne Außendienst, ohne stationäre Niederlassungen und aus einem einzigen Logistikzentrum mitten in der amerikanischen Prärie?
In dieser Folge von warenausgang spreche ich mit Hermann Reiter, Senior Director Supplier Business Development bei DigiKey. DigiKey ist einer der weltweit größten Distributoren für elektronische Bauteile und Automatisierungsprodukte. Hermann gewährt exklusive Einblicke in ein kompromissloses „Rigid Digital“-Geschäftsmodell, das die traditionelle B2B-Distribution komplett auf den Kopf stellt.
Das DigiKey-Prinzip: Warum das inhabergeführte Unternehmen voll auf Lagerbestand setzt („Inventory generates revenue“) und das Sortiment „a mile wide and an inch deep“ sein muss.
Logistik im Formel-1-Tempo: Wie Pakete aus Minnesota mit einer rechnerischen Durchschnittsgeschwindigkeit von 150 km/h in 48 Stunden zollfrei beim europäischen Kunden landen.
Daten & KI im Realeinsatz: Warum Daten eher wie Fisch sind und nicht wie Wein – und wie DigiKey über 70 KI-gestützte Anwendungen in der Praxis nutzt.
Die neue Einkäufer-Generation: Wie die „Generation C“ das Beschaffungsverhalten im B2B revolutioniert und warum 70 % der Kaufentscheidung fallen, bevor der erste Mensch kontaktiert wird.
Angriffsziel Europa: Wie DigiKey die Umsatzmilliarde in Europa geknackt hat und warum die Automatisierung von Fabriken („Brownfields“) die nächste große Wachstumswelle auslöst.
Eine Pflichtfolge für alle, die sehen wollen, wie digitale DNA und radikale Prozessautomatisierung im B2B-Umfeld heute schon aussehen können.
Hermann auf LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/hermann-w-reiter-722393b/)
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27 May 2026
Marke allein reicht nicht: fischers Digital-Commerce-Erfahrungen in Fachhandel, Plattformen und KI
fischer ist in Deutschland längst Gattungsbegriff. Wer einen Dübel braucht, greift selbstverständlich zum fischer-Dübel. Champions League der Markenbekanntheit, gleichauf mit Tempo und Tesa. Genau aus dieser Pole Position muss fischer aber heute eine unangenehme Frage beantworten: Reicht eine starke Marke eigentlich noch, wenn Plattformen mächtiger werden, der Fachhandel sich transformiert und KI das Spielfeld neu vermisst? Die ehrliche Antwort lautet: nein.
In dieser Folge von warenausgang.com habe ich Jan Grosser zu Gast. Jan ist Leiter E-Commerce bei der fischer Group und seit fast 20 Jahren im Unternehmen. Datenmensch mit Algo-Trading-Hobby. Vom Produktdatenmanagement bis zu einer Digitalisierungsquote von über 80 Prozent in den Bestellkanälen hat er den Weg im Maschinenraum mitgestaltet.
Wir sprechen darüber, warum Geschwindigkeit heute wichtiger ist als schiere Größe („Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen"), wo der Schieberegler zwischen Reichweite auf Marktplätzen wie Amazon oder Mercateo und Kontrolle über die eigene Marke wirklich verläuft und an welchen Stellen das Modell „starker Markenhersteller im indirekten Vertrieb" 2026 nachjustiert werden muss.
Die Themen dieser Folge:
Brand vs. Algorithmus: Trägt der Markenbonus in SEO, SEA und LLMs, oder wird im Online-B2B doch alles zur Commodity?
B2C-Luxus im B2B: Warum gewerbliche Kunden heute die gleiche User Experience erwarten wie bei ihrem privaten Einkauf
Digitalisiert ist nicht automatisiert: Wo der wichtige Unterschied im Bestellprozess liegt und warum Prozesskosten der ehrlichere Maßstab sind
KI im Maschinenraum: Warum Jan KI bei Produktdaten längst als Standard sieht, und ab wann der Prompt mehr Zeit kostet, als er spart
Beyond the Dübel: Construction Monitoring, sensorische Anker und der Baubot als neue digitale Geschäftsmodelle auf der Baustelle
Ein Deep Dive für alle, die wissen wollen, wie ein globaler Hidden Champion aus dem Schwarzwald die digitale Transformation im B2B wirklich anpackt, wo es sauber läuft und welche ehrlichen Folgefragen offenbleiben.
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5 May 2026
Stahl as a Service mit Carl Brockmeyer, thyssenkrupp Materials Services
Der Stahl- und Werkstoffhandel ist im typischen B2B Großhandelsdilemma gefangen: Hoher Preisdruck, geringe Margen und eine DNA, die über Jahrzehnte auf Masse statt Klasse optimiert wurde. Doch was passiert, wenn sich das Spielfeld komplett verschiebt? Wenn Geopolitik, volatile Lieferketten und der Drang zur Nachhaltigkeit das alte Modell unter Druck setzen?
In dieser Folge von Warenausgang.com spreche ich mit Carl Brockmeier, der seit kurzem bei thyssenkrupp Materials Services die Business Unit Distribution and Trading verantwortet. Carl kommt mit einem unverstellten Blick aus dem Hightech-Maschinenbau und räumt mit dem Vorurteil auf, dass Stahlhandel nur „Boxenschieben“ ist.
Wir diskutieren unter anderem:
Dezentralisierung vs. Glashaus: Warum Carl ein Fan davon ist, Entscheidungen nah am Kunden zu treffen, statt in der Konzernzentrale.
Materials as a Service: Wie ThyssenKrupp den Anteil von Dienstleistungen massiv ausbaut und warum das Material selbst oft austauschbar, das Kundenerlebnis aber der entscheidende Differenzator ist.
Green Steel & Reshoring: Wie nachhaltig das Geschäft mit grünem Stahl wirklich ist und was die „Amazonisierung“ für komplexe B2B-Märkte bedeutet.
Ein spannender Deep Dive in eine Branche, die sich mitten in einer kulturellen und digitalen Transformation vom reinen Händler zum Systemintegrator befindet.
Was thyssenkrupp Materials Services mit KI vor hat und warum man sich dazu entschieden hat, ein Start-up zu übernehmen und
Ob Service nur ein Teil des Namens ist, oder ob die Transformation vom Tonnenschieber zum Service- und Systemlieferanten wirklich gelingt.
Viel Spaß beim Hören!
Kontakt via LinkedIn:
Gast: Carl Brockmeier auf LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/carlbrockmeyer/)
Lennart Paul auf LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/lennartpaul/)
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