Wie sorgt der Ruhrverband dafür, dass in trockenen Sommern genügend Wasser zur Verfügung steht? Was tun bei drohendem Hochwasser? Wie wird eigentlich Abwasser gereinigt und warum fahren die Fische im Baldeneysee mit einem Aufzug?
All diese Fragen und noch viele mehr werden im Podcast des Ruhrverbands absolut „wasserdicht“ beantwortet. Moderator Thorsten Schlautmann begrüßt in jeder Folge spannende Gäste, beleuchtet immer ein neues Wasserthema und stellt die Menschen hinter den Kulissen der Wasserwirtschaft vor.
Möglichkeiten zur Klimaanpassung gibt es einige. Ein spannendes Projekt verfolgt der Ruhrverband gerade unter anderem im Arnsberger Wald.
Dort setzt er gemeinsam mit dem Kreis Soest, Wald und Holz NRW und der Stadt Warstein auf ein Konzept, das den natürlichen Wasserhaushalt gezielt stärkt: den Schwammwald.
Ziel ist es, Wasser wieder im System zu halten, statt es schnell aus der Fläche abzuleiten. Dafür werden Entwässerungsstrukturen zurückgebaut und der Waldboden als natürlicher Speicher reaktiviert.
Mehr als zehn Kilometer Gräben sind bereits verschwunden, bis 2027 sollen insgesamt rund 48 Kilometer folgen.
Aber auch weitere waldbauliche Maßnahmen sorgen dafür, dass der Wald eine besondere Rolle vor dem Hintergrund des Klimawandels spielt.
Im Gespräch mit Arne Heck beleuchtet Thorsten die wasserwirtschaftliche Dimension dieses Ansatzes. Es bleibt die Frage: Müssen Forst- und Wasserwirtschaft heute zusammengedacht werden?
7 Sept 2026
#19 Unsichtbar, aber nicht egal – Wie wir Mikroschadstoffe aus der Ruhr holen
Arzneimittelrückstände, Industriechemikalien, organische Spurenstoffe: viele dieser Stoffe sind unsichtbar, wirken aber langfristig auf Gewässer und Ökosysteme. Gerade im Ruhreinzugsgebiet, wo die Ruhr nicht nur Lebensraum, sondern auch zentrale Trinkwasserressource ist, kommt der Reduktion von Mikroschadstoffen eine besondere Bedeutung zu.
In dieser Folge von Wasserdicht spricht Thorsten Schlautmann mit Jan Ruppelt über den aktuellen Stand der Mikroschadstoffreduktion im Ruhreinzugsgebiet. Im Fokus stehen neue Reinigungsverfahren, die vierte Reinigungsstufe, Übergangslösungen mit Pulveraktivkohle, strategische Entscheidungen zur Verfahrensauswahl und der Blick in die Zukunft der Kläranlagenlandschaft.
13 Jul 2026
#18 Laichkraut statt Bestzeit: Nutzungskonflikte an den Ruhrverbandsstauseen
Dichte grüne Teppiche unter der Wasseroberfläche, eingeschränkter Bade- und Wassersportbetrieb und jedes Jahr dieselbe Frage: Warum kommt die Wasserpest immer wieder und was hat es mit dem neuen Störenfried, dem Laichkraut auf sich?
In dieser Folge von „Wasserdicht” dreht sich alles um Elodea, Laichkraut und Co. Die Wasserpflanzen haben sich in den Ruhrstauseen fest etabliert und beschäftigen den Ruhrverband Jahr für Jahr, was teilweise verheerende Auswirkungen auf den Wassersport hat.
Thorsten Schlautmann spricht mit Dr. Christina Meinert-Berning und Matthäus Schallenberg darüber, woher Elodea kommt, was die Pflanze vom Laichkraut unterscheidet, wieso sich beide Wasserpflanzen in den Ruhrstauseen so wohlfühlen, weshalb ihr Auftreten paradox klingt – und warum Mähboote zwar helfen, aber keine Wunderwaffe sind.
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