Wo steht die Migrationsgesellschaft Schweiz heute, welchen Weg hat sie zurückgelegt in den letzten 50 Jahren? Und wohin führt uns die Zukunft? Eine Reise in 9 Stationen, von den Siebzigerjahren mit dem Saisonnierstatut, über die Personenfreizügigkeit hin zur heutigen Diskussion um die postmigrantische Gesellschaft. Mit Abstechern zum Konzept der «citoyenneté» in der Romandie, einem Ausblick auf die Grenzgänger im Tessin - mit vielen Geschichten, Hintergründen und Analysen. Aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Eidgenössischen Migrationskomission EKM.
Wer in der Schweiz eingebürgert werden will, muss einen langen Atem haben, um die unzähligen Hürden auf dem Weg zum Bürgerrecht zu überwinden. Ist dies der Grund dafür, dass ein Viertel der Schweizer Bevölkerung keinen Schweizer Pass hat? Anerkennt die Schweiz nicht, dass sie ein Einwanderungsland ist? Ist das System der Einbürgerung mehr auf Ausgrenzung als auf Integration ausgerichtet? Diesen Fragen gehen Arber Bullakaj, Mitinitiant der Aktion Vierviertel, Paul Rechsteiner, Ständerat und Christin Achermann, Professorin für Migration an der Universität Neuchâtel nach. Das Gespräch moderiert Christoph Keller.
1 Dec 2022
(20) Chancen(un)gerechtigkeit und Soziale Sicherheit
Nicht alle sind in der Schweiz gleichermassen abgesichert, wenn sie verunfallen, wenn sie krank werden oder arbeitslos sind. Menschen ohne Schweizer Pass müssen fürchten, dass sie ihr Aufenthaltsrecht verlieren, wenn sie Sozialhilfe beziehen. Und Sans Papiers zahlen in die Arbeitslosenkasse zwar ein, können die Gelder aber gar nie beziehen. Diese und andere markante Fälle sozialer Unsicherheit diskutieren Nicolas Galladé, Sozialvorsteher der Stadt Winterthur, Mustafa Atici, Nationalrat und Mandy Zeckra von der Gewerkschaft SYNA. Das Gespräch moderiert Christoph Keller.
1 Dec 2022
(19) Chancen(un)gerechtigkeit und Geschlechterrollen – Fokus Frauen
Migrierende Frauen müssen mit spezifischen Herausforderungen umgehen. So sind etwa geflüchtete Frauen bereits auf ihren Fluchtwegen verschiedenen Formen von Gewalt ausgesetzt. Auch im Aufnahmeland kommen sie noch immer kaum zur Ruhe, unter anderem, weil frauenspezifische Migrationsgründe nicht umfassend anerkannt werden. Zudem sind migrierte Frauen oft von Projektionen, Kolonisierungen und Ausgrenzungen betroffen. Es diskutieren die Rassismusexpertin Rahel El-Maawi, die Politikerin Edibe Gölgeli und Janine Dahinden, Professorin für Migrationsfragen an der Universität Neuchâtel. Das Gespräch moderiert Christoph Keller.
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