Hinter jeder Erkrankung steckt eine ganz persönliche, bewegende Geschichte, hinter jedem Forschungsprojekt ein engagierter Mensch, der ein klares Ziel verfolgt. Mit der Podcast-Serie «Wissen gegen Krebs» bringt die Journalistin Rebekka Haefeli diese beiden Pole zusammen: eine Person mit Krebsdiagnose und ein Vis-à-vis in der Forschung, das alles daransetzt, dass Heilung nach einem Krebsbefall zur Regel wird.
Die Podcast-Serie sendet direkt aus dem trauten Heim, dem Spital, dem Labor oder dem Behandlungszimmer. Sie gibt Einblick in die von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Projekte, die in der Forschungsdatenbank lediglich eine Nummer tragen, im echten Leben aber schicksalsweisend sind. Authentisch, packend, bewegend. Und immer voller Hoffnung. Doch hören Sie selbst.
www.krebsforschung.ch/podcast
Musik: Jim & Pete Thuli und Audiohub.de
Krebstherapie - warum die Uhrzeit wichtig sein könnte
Unser Körper folgt einer inneren Uhr, dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Der sogenannte zirkadiane Rhythmus beeinflusst viele Körperfunktionen, darunter auch das Immunsystem. Die Chrono-Medizin erforscht, ob der Zeitpunkt einer Behandlung eine Rolle für ihre Wirksamkeit spielt. Die Onkologin, Gender-Medizinerin und Forscherin Berna Özdemir vom Inselspital Bern untersucht, ob eine Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs, der bereits Metastasen in anderen Organen gebildet hat, am Vormittag besser wirkt als am Nachmittag. In einer Studie mit 108 Patientinnen und Patienten geht sie dieser Frage nach. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass der Zeitpunkt tatsächlich eine Rolle spielen könnte. Ob dies tatsächlich so ist und ob der Zeitpunkt bei Frauen und Männern eine unterschiedliche Rolle spielt, ist jedoch noch offen. Auch der Grundlagenforscher Christoph Scheiermann von der Universität Genf erforscht, warum der Körper zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich auf eine Immuntherapie reagiert. Könnte die richtige Uhrzeit künftig helfen, Krebs wirksamer zu behandeln und Nebenwirkungen zu verringern? Ein spannender Einblick in ein Forschungsfeld, das die Krebsmedizin bald verändern könnte.
30 Sept 2026
Erbliches Risiko – wenn Krebs in der Familie liegt
«Ich versuche, das Leben zu geniessen», sagt Nadja (49). Seit sie weiss, dass sie das Lynch-Syndrom hat, gilt das umso mehr: Die erbliche Genmutation erhöht das Risiko für bestimmte Krebsarten. Auch ihre Mutter trägt diese in sich. Sie erkrankte bereits an Gebärmutterschleimhaut- und Darmkrebs und liess sich als Erste in der Familie testen. Nach dem Schock entschied sich Nadja, Gebärmutter und Eierstöcke vorsorglich entfernen zu lassen. «Forschung ist die Zukunft. Wir sind heute da, wo wir sind, weil andere vor uns geforscht haben», sagt Gynäkologin Nicole Bürki vom Universitätsspital Basel. Gemeinsam mit Ursina Zürrer, Nadjas Onkologin am Kantonsspital Winterthur, ist sie an der schweizweiten Studie «Cascade» beteiligt. Die Studie untersucht, wie Familien mit erblich bedingtem Krebs besser unterstützt werden können. Denn am Anfang steht meist nur eine Person, die sich testen lässt. Danach stellt sich jedoch auch die Frage, wie möglicherweise betroffene Angehörige Zugang zu Beratung, Gentest und früher Vorsorge erhalten.
26 Aug 2026
Forschung für die Kleinsten – Hirntumoren bei Kindern
Mit nur drei Monaten wurde bei einem kleinen Jungen ein Hirntumor entdeckt. Heute erzählen seine Eltern, wie sie diese schwere Zeit erlebt haben und warum Forschung für sie so wichtig ist. Beim Treffen im Universitäts-Kinderspital Zürich ist auch die behandelnde Neuro-Onkologin Ana Stücklin dabei. Mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz untersucht sie, warum manche kindlichen Hirntumoren nicht oder nur vorübergehend auf Therapien ansprechen. Denn auch wenn diese Erkrankungen selten sind, sterben noch immer Kinder an Hirntumoren. Gerade deshalb ist die Forschung so dringend. Die Familie des Jungen weiss aus eigener Erfahrung, wie wichtig Fortschritte in der Behandlung sind: «Dank der Forschung haben wir immer die bestmöglichen Therapien für unseren Sohn bekommen.» Welche ersten Anzeichen auf einen Hirntumor hindeuten können, wodurch der Tumor bei dem Jungen entdeckt wurde und wie es ihm heute geht, jetzt in der aktuellen Folge von «Wissen gegen Krebs» anhören.
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