Ich bin Thomas, zweifacher Krebsüberlebender nach R-CHOP, Matrix- und CAR-T-Zelltherapie. Die ersten 15 Folgen unter dem alten Titel erzählen meine Geschichte – von Diagnose, Chemo und Klinikalltag bis zu den psychischen Nachwirkungen. Mit Hirnbruch geht es weiter: Wie lebt man danach? Panikattacken, Dissoziation, Trauma, Identität – und wie sich durch Aha-Momente plötzlich neue Klarheit und Leistungsfähigkeit entwickeln. Offen, direkt und mit schwarzem Humor, aus der Innenperspektive eines Menschen, der seine Psyche Stück für Stück neu zusammensetzt.

Antikörper für die Psyche - Ein Krebspodcast
Claim This Podcastby Thomas Tikko
Podcast Overview
Ich bin Thomas, zweifacher Krebsüberlebender nach R-CHOP, Matrix- und CAR-T-Zelltherapie. Die ersten 15 Folgen unter dem alten Titel erzählen meine Geschichte – von Diagnose, Chemo und Klinikalltag bis zu den psychischen Nachwirkungen. Mit Hirnbruch geht es weiter: Wie lebt man danach? Panikattacken, Dissoziation, Trauma, Identität – und wie sich durch Aha-Momente plötzlich neue Klarheit und Leistungsfähigkeit entwickeln. Offen, direkt und mit schwarzem Humor, aus der Innenperspektive eines Menschen, der seine Psyche Stück für Stück neu zusammensetzt.
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🇩🇪
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3/19/2025
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Recent Episodes

May 25, 2026
Sertralin zum Schreiben 2: Was sich nach fast zwei Jahren verändert hat
<p>In meiner ersten Folge zu Sertralin ging es vor allem darum, wie ich überhaupt angefangen habe, das Medikament zu nehmen und was sich am Anfang verändert hat.</p><p>In dieser Fortsetzung erzähle ich, was danach passiert ist.</p><p>Sertralin hat bei mir nicht einfach „alles besser“ gemacht. Ich leide weiterhin, bin nicht einfach gesund und auch nicht plötzlich normal belastbar. Aber etwas Grundlegendes hat sich verändert: Ich habe heute Zugriff auf ein Ruhegefühl, das ich vorher kaum erreichen konnte.</p><p>Ich meine damit diesen parasympathischen Zustand, in dem der Körper nicht dauerhaft im Alarm ist. Einfach sitzen. Atmen. Existieren. Nicht ständig angespannt sein, nicht sofort in Panik oder Reizüberflutung rutschen.</p><p>Genau dieser Abstand hat bei mir vieles möglich gemacht: Schreiben, Konzentration, Schach, Körperarbeit, Zwerchfelldehnung, Traumaverarbeitung und ein besseres Verständnis meiner Neurodivergenz.</p><p>Es geht in dieser Folge um Sertralin, Schlaf, Appetit, Libido, Hypervigilanz, Körperhaltung, Reizverarbeitung und die Frage, warum ich heute sagen kann, dass es mir psychisch besser geht als je zuvor — nicht weil alles gut ist, sondern weil ich zum ersten Mal einen ruhigen Grundzustand überhaupt wieder erreichen kann.</p><p>Für mich war Sertralin kein Ersatz für Verarbeitung.<br>Es war eher der Zustand, in dem Verarbeitung überhaupt möglich wurde.</p><p>Das ist keine medizinische Empfehlung und keine Dosieranleitung, sondern nur mein persönlicher Erfahrungsbericht.</p><p>#Sertralin #SSRI #Trauma #Neurodivergenz #Krebs #PTBS #Konzentration #Hirnbruch</p>

May 17, 2026
Erst als Krebs mir die Kraft nahm, verstand ich die Maske
<p>Ich nenne es für mich gerade krebsinduzierte Neurodivergenz.</p><p>Nicht, weil Krebs aus einem Menschen einfach einen anderen Neurotyp macht. Sondern weil eine schwere Erkrankung, Todesangst, Entzündung, Chemotherapie, Medikamente, Steroide, Kontrollverlust und die Angst vor einem Rezidiv das Nervensystem so belasten können, dass in der Akutzeit plötzlich keine Kapazität mehr übrig bleibt.</p><p>Bei mir war diese Kapazität vor allem während der Therapien weg. Ich hatte keine Kraft mehr, souverän zu wirken, Gespräche auszuhalten, Rollen zu erfüllen oder weiter so zu funktionieren, als wäre ich noch derselbe Mensch wie vorher.</p><p>Erst später, während der Traumaverarbeitung, habe ich verstanden, woran das eigentlich lag.</p><p>Diese fehlende Kraft war nicht nur eine Folge von Krebs. Sie hat sichtbar gemacht, wie viel Energie ich schon vorher dafür verbraucht hatte, zu maskieren, mich anzupassen und gegen meine eigene Wahrnehmung zu leben.</p><p>Krebs hat das nicht erfunden. Krebs hat mir in der Akutzeit nur die Kapazität genommen, es weiter zu überspielen.</p><p>Ein paar Gedanken über krebsinduzierte Neurodivergenz, Maskieren, Sinnlosigkeit, Akuttherapie, Trauma, Sympathikus, Parasympathikus und die Frage, warum man nach so einem Kollaps vielleicht gar nicht mehr ins alte Leben zurück sollte. 🧠</p>

April 22, 2026
Dieses grundlegende Unwohlsein als neurodivergenter Mensch
<p>Schule, sinnlose Anforderungen, Demand-Probleme, Hierarchie und dieses Gefühl, innerlich gegen etwas anzulaufen, das für andere völlig normal wirkt.Das hier ist kein glatt ausformulierter Vortrag, sondern eher eine Art spontanes Live-Denken. Mein Versuch, den Gründen für dieses Unwohlsein und für mein Demand-Erleben auf den Grund zu gehen und etwas in Worte zu fassen, das ich schon sehr lange gespürt habe, aber nie richtig benennen konnte.Je weiter ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, dass mein Widerstand nicht nur mit einzelnen Situationen zu tun hat, sondern mit etwas Grundsätzlicherem.Warum sich manche Anforderungen für mich nicht einfach nur nervig, sondern existenziell falsch anfühlen. Warum ich in bestimmten Hierarchien und Systemen nie wirklich Logik erkennen konnte. Und warum mein eigentlicher Kampf vielleicht nie nur gegen Schule, einzelne Menschen oder bestimmte Situationen ging, sondern gegen etwas, das sich für mich insgesamt falsch und entkoppelt angefühlt hat.Es geht um Neurodivergenz, Demand, Hierarchie, Bewusstsein, Sinnlosigkeit und den Versuch, einem tiefen Unwohlsein endlich eine Sprache zu geben.Wenn du dich in Teilen davon wiederfindest, schreib es gern in die Kommentare.</p>
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