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auto:montage

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by Literaturforum im Brecht-Haus

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Podcast Overview

Literatur ist politisch, ob sie will oder nicht. Nach den jüngeren Debatten über Klasse, Identität und Autofiktion, Midcult, Neuen Realismus und Schreiben als Arbeit in Zeiten geringer Honorare und geteilter Preisgelder kann es daran keinen Zweifel mehr geben. Aber wie werden die Texte gemacht? Wer montiert hier was mit welchen Verfahren? Und wie werden Genres, Autor:innen und Bücher hergestellt? Welche Funktion hat das autobiografische Schreiben in der Gegenwart und wo kommt die Fiktion ins Spiel? Wer spricht dabei für wen und wovon kann noch immer nicht erzählt werden? Welche historischen Vorbilder sind für eine engagierte Gegenwartsliteratur relevant und wann wird sie tendenziös? Welche Theorien helfen bei der Einordnung literarischer Gegenwartsphänomene – und was lesen die Faschisten? Unter dem Titel auto:montage diskutiert der Podcast literarische Neuerscheinungen im Gespräch mit Gästen aus Wissenschaft und Literaturbetrieb. Der Podcast ist eine Initiative des Arbeitskreises Politische Ästhetiken am Literaturforum im Brecht-Haus und wird in Kooperation mit dem Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt produziert. Redaktion: Iuditha Balint, Barbara Bausch, Eva Blome, Diego León-Villagrá, Roman Widder

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🇩🇪

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9/30/2025

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Recent Episodes

Episode thumbnail for #5: Unmittelbarkeit. Mit Asmara Wibowo und Paul Krauße

May 28, 2026

#5: Unmittelbarkeit. Mit Asmara Wibowo und Paul Krauße

Anna Kornbluhs 2024 erschienenes Buch »Immediacy, or The Style of Too Late Capitalism« ist eine kritische Gegenwartsanalyse, die verschiedenen gesellschaftlichen Feldern wie Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft einen gemeinsamen Stil attestiert, der sich durch die Suggestion von Unmittelbarkeit auszeichnet. Wie Airbnb und Uber funktioniere auch die Gegenwartsliteratur nach einer Logik der Präsenz und Direktheit: Cutting out the middleman. Um die zahlreichen Krisen der Gegenwart zu lösen, so Kornbluh, brauche es jedoch Abstraktion, Repräsentation und Vermittlung. Was ist dran am Unmittelbarkeitsvorwurf? Welche Rolle spielt gerade die ich-erzählte Literatur dabei? Und welche Parallelen lassen sich zwischen Kornbluhs Unmittelbarkeit und dem Begriff des Midcult in den Texten von Moritz Baßler finden? Über diese und weitere Fragen spricht Paul Krauße mit der Literaturwissenschaftlerin Asmara Wibowo. Asmara Wibowo studierte Germanistik und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo sie anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete. Seit 2024 ist sie an der Humboldt-Universität zu Berlin angestellt. Sie promoviert zur Literatur der Mitte. Zu den Büchern: Anna Kornbluh »Immediacy, or The Style of Too Late Capitalism« (Verso, 2024) Moritz Baßler »Populärer Realismus. Vom Internation Style gegenwärtigen Erzählens« (C.H. Beck, 2022)

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March 31, 2026

Folge #4: Über den Umbau der Dinge. Mit Dorothee Elmiger und Barbara Bausch

Seit ihrem Debüt »Einladung an die Waghalsigen« findet Dorothee Elmiger in jedem Text zu einer neuen Form, um mit den Lücken, Abgründen und Rissen der Wirklichkeit umzugehen. Ihre Bücher sind an gesellschaftlichen Verhältnissen interessiert, zugleich stellen sie ihre eigenen Verfahren selbstreflexiv aus. Sie lassen sich als Suchbewegungen verstehen, wie sich unserer Gegenwart literarisch gerecht werden ließe. Vorsichtig und sprachlich präzise bewegen sie sich an den Grenzen des Erzählens und halten doch stets das Erfinden hoch.   Ausgangspunkt des Gesprächs ist Dorothee Elmigers letzter Roman »Die Holländerinnen«, für den die Autorin 2025 den Deutschen, den Schweizer und den Bayerischen Buchpreis erhielt. Mit Barbara Bausch spricht sie über ihr Verhältnis zum Erzählen von Geschichten und die Wichtigkeit des Nichtverstehens, über das Ich-Sagen und den Trend erfahrungsbasierten Schreibens, über das Verhältnis ihrer letzten beiden Bücher zueinander, sowie über Frage, wo das Politische der Literatur zu verorten sein könnte.  Zu den Büchern: Dorothee Elmiger »Die Holländerinnen« (Hanser, 2025) Dorothee Elmiger »Aus der Zuckerfabrik« (Hanser, 2020) Dorothee Elmiger »Schlafgänger« (Dumont, 2014)

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February 2, 2026

Folge #3: Narrative weiblicher Erschöpfung in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Mit Marcella Fassio und Diego León-Villagrá

Mit Daniela Dröschers autofiktionalen Romanen „Lügen über meine Mutter“ (2022) und „Junge Frau mit Katze“ (2025) sowie einem Seitenblick auf Christina Wesselys „Liebesmühe“ (2024) widmet sich die dritte Folge von auto:montage Narrativen weiblicher Erschöpfung in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Wie wird Erschöpfung erzählt, mit welchen literarischen Verfahren und Schreibweisen? In welchem Verhältnis stehen Erschöpfungsnarrative zu Fragen von Gender und Klasse, von Care- und anderen Arbeitsformen, etwa in der Wissenschaft? Und was ist das dezidiert Politische dieser Narrative? Diesen und weiteren Fragen geht Diego León-Villagrá im Gespräch mit Dr. Marcella Fassio nach.  Dr. Marcella Fassio studierte Germanistik und Anglistik in Oldenburg, wo sie 2020 mit einer Arbeit zu Praktiken, Poetiken und Autorschaften literarischer Weblogs promoviert wurde. Nach einem Forschungsaufenthalt am King’s College in London leitete sie von 2022–2024 ein Projekt zu „Narrativen weiblicher Erschöpfung um 1900 und 2000“ an der Freien Universität Berlin, gefördert im Walter Benjamin-Programm der DFG. Seit 2025 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Halle-Wittenberg.

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What is auto:montage?

Literatur ist politisch, ob sie will oder nicht. Nach den jüngeren Debatten über Klasse, Identität und Autofiktion, Midcult, Neuen Realismus und Schreiben als Arbeit in Zeiten geringer Honorare und geteilter Preisgelder kann es daran keinen Zweifel mehr geben. Aber wie werden die Texte gemacht? Wer montiert hier was mit welchen Verfahren? Und wie werden Genres, Autor:innen und Bücher hergestellt? Welche Funktion hat das autobiografische Schreiben in der Gegenwart und wo kommt die Fiktion ins Spiel? Wer spricht dabei für wen und wovon kann noch immer nicht erzählt werden? Welche historischen Vorbilder sind für eine engagierte Gegenwartsliteratur relevant und wann wird sie tendenziös? Welche Theorien helfen bei der Einordnung literarischer Gegenwartsphänomene – und was lesen die Faschisten?

Unter dem Titel auto:montage diskutiert der Podcast literarische Neuerscheinungen im Gespräch mit Gästen aus Wissenschaft und Literaturbetrieb.

Der Podcast ist eine Initiative des Arbeitskreises Politische Ästhetiken am Literaturforum im Brecht-Haus und wird in Kooperation mit dem Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt produziert.

Redaktion: Iuditha Balint, Barbara Bausch, Eva Blome, Diego León-Villagrá, Roman Widder

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