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Das K - Der Tiroler Podcast für Kunst und Kultur

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by Kultur.Tirol

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Podcast Overview

Von MusikerInnen über SchauspielerInnen bis zum Bestseller-Autor: In diesem Interview-Podcast treffen sich Klaus Brunner und Benjamin Stolz mit den kreativsten Köpfen Tirols. Was treibt sie an? Wo stoßen sie auf Widerstände? Wie sieht ihr Alltag aus? Es kommen jene zu Wort, die in Tirol Kunst machen und die dafür verantwortlich sind, dass die Kultur in diesem Land lebt. Alle Folgen von "Das K - Der Tiroler Podcast für Kunst und Kultur": https://www.tirol.at/podcast

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🇩🇪

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10/12/2020

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Episode thumbnail for #33 Wie bleibt das Alltägliche spannend? Fotograf Jörg Koopmann zu Gast beim „K“

March 1, 2023

#33 Wie bleibt das Alltägliche spannend? Fotograf Jörg Koopmann zu Gast beim „K“

örg Koopmann ist seit Jahrzehnten mit seiner Kamera in Tirol und der ganzen Welt unterwegs. Sein Blick richtet sich dabei auf das Alltägliche, auf die Kleinigkeiten, die viele von uns gerne mal übersehen. So entstehen liebevoll-kritische Portraits, die das Land ungeschönt zeigen und ehrlicher nicht sein könnten. Seine Kamera hat der Fotograf fast immer bei sich, denn für Jörg Koopmann kann schon der kleinste Spaziergang zum Abenteuer werden - zum Beispiel wenn er im Alpbachtal an einer Garage vorbeigeht und sich die Frage aufdrängt, wie es sein muss, mit Hängen und Bergen zu leben. Aus der Frage wird schließlich die Bilderserie „Ganz schön schräg“, die im nächsten Mein Tirol zu sehen sein wird und in der er sich mit dem Talent der Tiroler auseinandersetzt, schräge Flächen immer wieder ins Lot zu bringen. Als Sohn einer Fotolaborantin und Enkel eines – wie er sagt – „fantastischen“ Hobbyfotografen kommt Koopmann schon in jungen Jahren mit dem Medium Bild in Kontakt und ist früh von dessen Möglichkeiten begeistert. „Ich habe als Schüler gemerkt: Fotografie ist dieses herrlich überschaubare Medium, wo du nicht viel brauchst und dich ausdrücken kannst. Von dieser Einfachheit und Reduktion, die die Fotografie bietet, bin ich immer noch überzeugt.“ Diese Überzeugung brachte er zusammen mit seinem Talent und dem geschulten Blick ein, um die Bildsprache im Tourismus weiterzudenken. Statt geschönten Hochglanzbildern wollte er Lebenswelten und Authentizität zeigen: „Wenn ich einem Nordeuropäer ein Bild von einem Berg und blauem Himmel zeige, wird dieser nicht wissen, ob das Nepal oder Tirol ist.“ So war er maßgeblich am Projekt „Sight-Seeing“ beteiligt, das unter der Leitung des Kulturwissenschafters Wolfgang Scheppe umgesetzt wurde. Für Sight-Seeing reisten neben Koopmann sechs weitere renommierte Fotografinnen und Fotografen durch Tirol, um das Land durch ihren ganz persönlichen Blick zu dokumentieren. Aus diesen mitunter eigenwilligen Perspektiven entstanden zwei Bildbände, die auch den Alltag hinter den Kulissen und die Verschmelzung von Tradition und Moderne zeigen: „Das, was uns umgibt, hat eine gewisse Normalität und das muss nichts Negatives sein. Es gab lange die Angst in der Werbung, dass alles, was normal ist und nicht überhöht oder geschönt, missverstanden werden kann“, erklärt Koopmann die Kraft der entstandenen Aufnahmen. Im Podcast erzählt er uns, warum es so wichtig ist, den eigenen Blick für vermeintlich Unbedeutendes zu schärfen und einfach mal kurz im Moment zu verweilen, um innezuhalten. Wir erfahren außerdem, warum es für kreative Menschen so schwer ist, mit Kritik umzugehen (und wie es trotzdem gelingen kann), was er meint, wenn er davon spricht, dass die Schule uns als „Bildlegastheniker“ hinterlässt und wie es sein kann, dass er sich als Münchner in Tirol manchmal so fremd fühlt wie in Japan. || Weiterführende Links || offizielle Website: https://nu-j.org | www.instagram.com/koopmannjoerg | www.tirol.at/blog/autoren/joerg-koopmann | www.tirol.at/blog/magazin | de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Koopmann | en.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Scheppe | www.wolfgangscheppe.com/articles/1/sight-seeing | www.hatjecantz.de/sight-_seeingbildwuerdigkeit-und-sehenswuerdigkeit-2846-0.html | www.tirol.at/reiseservice/broschueren | www.tirol.at/regionen/a-alpbachtal

Episode thumbnail for #32 Wie wirken die Berge auf unsere Psyche? Wissenschaftlerin Katharina Hüfner zu Gast beim „K“

February 7, 2023

#32 Wie wirken die Berge auf unsere Psyche? Wissenschaftlerin Katharina Hüfner zu Gast beim „K“

Vom guten Gefühl beim Blick auf eine Berglandschaft bis zur Halluzination beim Extrembergsteigen – die Psychiaterin Katharina Hüfner will herausfinden, was die Berge mit uns machen. Als Wissenschaftlerin ging sie den Abenteuergeschichten von berühmten Alpinisten nach, entdeckte ein neues Krankheitsbild und ist bei Medien aus der ganzen Welt als Interviewpartnerin gefragt. Katharina Hüfner haben die Berge schon sehr jung in ihren Bann gezogen. Als Kind wollte sie Skirennläuferin werden, heute ist sie Ärztin und steigt in ihrer Freizeit mit den Skiern auf Berge in Tirol, Chile oder Kirgistan. Einen 8.000er zu erklimmen ist dabei weniger ihr Ziel als der Weg: „Wenn man in den Bergen unterwegs ist, kommt man oft an sehr entlegene Plätze auf der Welt und hat die Möglichkeit dort Menschen kennenzulernen und zu erfahren, wie sie leben und auch wie sie bergsteigen.“ Als Wissenschaftlerin und Psychiaterin bekam Katharina Hüfner in Innsbruck die Möglichkeit, sich ihren Forschungsschwerpunkt selbst auszusuchen. Da war schnell klar, dass sie sich auch beruflich den Bergen zuwenden möchte. Einen „Typ Extrembergsteiger“ kann sie nach all ihren Untersuchungen aber nicht festmachen: „Genauso, wie wenn man ein guter Krankenpfleger oder eine gute Verkäuferin sein will, muss man seinen Beruf lieben und das ist auch beim Bergsteigen die wichtigste Eigenschaft.“ Beim Skibergsteigen in Kirgistan lernte Katharina Hüfner schließlich den Spezialisten für Alpine Notfallmedizin Hermann Brugger kennen. An einem Abend am Lagerfeuer tauschten sie sich über ihre Forschungsthemen aus und überlegten, wie sie ihre Fächer zusammenbringen könnten. Sie beschlossen, Halluzinationen, die in großen Höhen beim Extrembergsteigen auftreten können, gemeinsam zu untersuchen und entdecken ein Krankheitsbild, das bisher nicht definiert war: die Höhenpsychose. Für die Studie wälzen sie die Bücher berühmter Alpinisten wie Hermann Buhl und Reinhold Messner: „Am häufigsten ist das Dritte-Person-Phänomen, das zum Beispiel Hermann Buhl in seinem Bericht über die Erstbesteigung des Nanga Parbat beschreibt. Er harrte eine Nacht an einer Felswand aus und beschreibt das Gefühl, jemand wäre dort mit ihm gestanden.“ Diese und weitere Anekdoten erzählt uns Katharina Hüfner im Podcast. Sie berichtet außerdem wie überrascht sie über den großen medialen Anklang zu dieser Studie war. Wir fragen die Psychiaterin, warum uns das Bergsteigen gut tut, warum manche Menschen danach aber auch süchtig werden können und erfahren, wie sie selbst es schafft, genügend Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. || Weiterführende Links | de.wikipedia.org/wiki/Third-Person-Effekt | www.i-med.ac.at/mypoint/news/714330.html | de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Buhl | de.wikipedia.org/wiki/Reinhold_Messner

Episode thumbnail for #31 Was ist dein Erfolgsrezept? 5-Haubenkoch Benjamin Parth zu Gast beim „K“

January 1, 2023

#31 Was ist dein Erfolgsrezept? 5-Haubenkoch Benjamin Parth zu Gast beim „K“

Als Küchenchef bricht Benjamin Parth alle Rekorde. Mit 19 wird er zum jüngsten Haubenkoch Österreichs, mit Mitte 30 hat er die maximal mögliche Anzahl an Hauben erkocht. Wie das ehemalige Infant Terrible diese Erfolge erreichen konnte und warum er trotzdem nur der zweitbeste Koch seines Hauses ist, erzählt uns der legendäre Koch in dieser Episode von „das K“. Wir treffen Benjamin Parth in Ischgl im Yscla, dem Hotel seiner Familie. Daran angeschlossen ist das Gourmetrestaurant „Stüva“. Mit 5 Hauben (19 Punkten) im Gault&Millau ist es aktuell das höchstdekorierte Restaurant in Tirol. Am Eingang werden wir von Benjamins Mama und seiner kleinen Tochter begrüßt, als hätten wir bei Familie Parth zuhause an die Tür geklopft. „Der Tati“ wird von den beiden aus der Küche geholt und hilft uns erstmal, unser Podcast-Equipment aufzubauen. Vom Küchchef selbst designed, ist das Restaurant ebenso puristisch eingerichtet, wie seine Teller angerichtet sind. Die verliehenen fünf Hauben empfindet Benjamin Parth nicht als Druck, sondern als Befreiungsschlag: „Für uns ist es eine Bestätigung, ab sofort nur noch das zu kochen, was uns Spaß macht, denn das hat uns auch so weit gebracht.“ Angetrieben von seiner Leidenschaft für perfekte Produkte und mutige Kreationen überzeugte der Koch des Jahres 2019 die Kritiker durch seine reduzierte und klare Linie mit hoher Geschmacksdichte. Als guten Koch würde er sich selbst trotzdem nie bezeichnen: „Ich kenne meine Stärken, aber auch meine Schwächen und die gilt es jeden Tag zu korrigieren.“ Benjamin Parth wird 1988 in eine Hoteliersfamilie in Ischgl geboren. In die Hotelfachschule, wie von seinen Eltern vorgeschlagen, will er nach einer Extrarunde im Gymnasium in Landeck aber keinesfalls. Für ihn ist klar: „Ich wollte immer ein großer Koch werden und um der Beste zu werden, muss man bei einem der Besten lernen“. Mit seinem Nokia 3310 ruft er also bei der Südtiroler Kochlegende Heinz Winkler an und bittet um eine Lehrstelle. Am ersten Tag steht der damals 15-Jährige mit seinem Messerkoffer in der Küche und wird erstmal zwei Stunden lang nicht beachtet - bis sich ein Sous-Chef seiner erbarmt. Er selbst setzt heute auf einen familiären Umgang mit seinem Küchenteam: „Das ist 20 Jahre her. Der Ton in den Küchen hat sich total gewandelt. Die Leute müssen sich wohl fühlen und mit Freude zur Arbeit kommen können.“ Nachdem Benjamin Parth in Frankreich, Spanien und Dänemark Erfahrungen sammelt, kehrt er mit 19 in die Küche des eigenen Hotels zurück und will Küchenchef werden. Eine Idee, von der sein Vater zunächst nicht begeistert ist. Das spornt den Sohn nur noch mehr an: „Wenn zu mir jemand sagt, dass ich etwas nicht kann, dann muss ich es erst recht beweisen. Das ist heute noch so.“ Dass er mit 24, neben allen großen Erfolgen, einmal einen Punkt in der Gault&Millau Bewertung verloren hat, war für sein „Kochego“ nicht ganz einfach, aber wichtig. Neue Eindrücke für seine Gerichte sammelt Benjamin Parth auf Reisen, am liebsten in Metropolen wie Paris, London oder New York. Aber auch sein internationales Team, in dem aktuell Kolleg:innen mit Wurzeln aus Pakistan, Serbien oder Frankreich kochen, bringt immer wieder neue Geschmäcker und Ideen ein. „Dafür muss man offen sein. Ich kann auch noch von einem 19-Jährigen etwas lernen.“ Zum Feiern der 5. Haube ist das Team noch nicht richtig gekommen, denn im Stüva ist die Nachfrage groß. Die Feier soll in einer ruhigeren Zeit nachgeholt werden, die nächsten Ziele sind dagegen bereits gesetzt. Das Stüva wurde vom renommierten Französischen Restaurantführer La Liste zu einem der 100 besten Restaurants der Welt gekürt: „Da schauen wir jetzt natürlich, dass wir auf dieser Liste noch ein Stückchen weiter nach oben kommen!“ || Weiterführende Links || www.instagram.com/benjaminparth | www.falstaff.at/a/benjamin-parth | de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Parth | www.yscla.at | www.gaultmillau.at/restaurant/stuva | de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Winkler_(Koch)

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