Bonjour, ich bin Karin Landolt, Journalistin und Moderatorin. Auf diesem Kanal stelle ich Menschen vor, die mir und meinem Publikum helfen, Aktualitäten und Ereignisse einzuordnen, damit wir uns eine fundierte Meinung bilden können. Abwechselnd diskutieren wir mit Menschen, die in unserer Gesellschaft hohe Glaubwürdigkeit geniessen, eine Haltung vertreten, und über einen grossen persönlichen und beruflichen Erfahrungshintergrund verfügen. Sie machen sich Gedanken über politische Ereignisse, unser Bildungssystem, den sozialen Zusammenhalt, die Bedeutung von Kulturwandel und viele andere spannende Dinge, die unser Leben und unsere Entscheidungen prägen. Ich freue mich, zusammen mit ihnen und ihren vielfältigen Perspektiven zu deiner Meinungsbildung beitragen zu dürfen.
Hast du Anregungen oder Fragen? Melde dich auf willkommen@gespraechskultur.ch.
Wie sagen, dass einen die Zuwanderung manchmal beunruhigt, ohne damit in den rechtspopulistischen Kanon einzustimmen? Eine schwierige Frage, die ich in dieser Folge mit Islamismuskennerin Saïda Keller-Messahli diskutiere. Sie selbst kennt die Schubladisierung aus eigener Erfahrung, weil sie unbequeme Fragen zum Umgang mit problematischen Fällen von Gewalt und Geldflüssen in Schweizer Moscheen stellt.
Sie findet aber, dass jeder und jede in sich einen Kompass hat, der die Grenzen des Respekts aufzeigt, aber auch hindeutet, wann etwas gesagt werden muss. Saïda Keller-Messahli ist überzeugt: Schweigen und Wegschauen hilft nur rechtspopulistischen Stimmen, die Themenführerschaft zu übernehmen, und schadet der gelebten Demokratie, die nach Ursachen und Lösungen sucht. Ein wahrlich schwieriges, aber wichtiges Thema. Wir wagen uns heran.
5 Oct 2026
Gespräch mit Mike Künzle (ehem. Stadtpräsident Winterthur)
Drei Monate nach seinem Rücktritt aus dem Winterthurer Stadtrat erzählt uns alt Stadtpräsident Mike Künzle, wie er seine Amtszeit erlebt hat, und wie er sie in Erinnerung behalten wird. Wir erfahren, was der Bürgerliche mit sozialem Gewissen den Liegenschaftenbesitzenden ans Herz legen möchte.
Wir sprechen über den umstrittenen Namen «House of Winterthur», der aus der Fusion von Standortförderung und Winterthur Tourismus vor bald zehn Jahren (sein Baby) hervorgegangen ist.
Mike Künzle gefällt sich übrigens als Stadtvater, als der er gerne weiter zum Wohle Winterthurs stehen möchte.
13 Aug 2026
Gespräch mit Simon Jacoby von tsüri.ch
Wieder einmal durfte ich mich mit tsüri.ch-Unternehmer SimonJacoby austauschen, nicht über Gott und die Welt, sondern über das «Klima-Desaster», den Anti-Züri-Reflex und natürlich die erodierende Medienlandschaft. Aber Simon ist alles andere als ein Jammeri, sondern denkt progressiv und bereits ans «tsüri» der Zukunft. Für mich ist 37-Jährige ein Pionier, der es versteht, Chancen zu nutzen und mutig auf Themen zu setzen, welche die Menschen beschäftigen.
1 Jul 2026
Saïda Keller-Messahli zu aktuellen Ereignissen durch radikalisierte junge Muslime
Angriffe auf Unbeteiligte im Namen Allahs besorgen unsere Gesellschaft – auch die muslimische notabene. Was sind die Ursachen? Braucht es schärfere Gesetze? Und welche präventiven Hebel haben wir als Zivilgesellschaft in der Hand? Ein vertiefendes Gespräch mit der Islamismus-Expertin Saïda Keller-Messahli liefert Informationen zum besseren Verständnis des Phänomens der religiösen Radikalisierung. Die Auseinandersetzung von uns allen mit dem schwierigen Thema ist für sie Grundvoraussetzung, um die Lage zu entschärfen.
4 Jun 2026
Moritz Leuenbergers Plädoyer für weniger Bürokratie und mehr gesunden Menschenverstand
Der ehemalige Bundesrat spricht erfrischend offen über die negativen Auswirkungen von Bürokratie, sein Unverständnis dafür, dass die EU als Bürokratiemonster anstatt als Friedensprojekt wahrgenommen wird. Und er erzählt, wie sich Bundesräte bei Staatsbesuchen übers Protokoll hinweggesetzt haben.
15 Apr 2026
Gespräch mit Simon Jacoby
In dieser Folge beschäftigen wir uns über die Zukunft des Lokaljournalismus in der Schweiz. tsüri.ch-Gründer Simon Jacoby schöpft aus 11 Jahren Erfahrung und hat herausgefunden, was funktioniert. Wie gelingt es, eine jüngere Generation mit spannenden News an der Stange zu halten, ohne sich von Social Media-Algorithmen abhängig zu machen? Und was treibt den jungen Medienunternehmer an, Journalismus zu betreiben?
28 Feb 2026
Gespräch mit Moritz Leuenberger
Der frühere Bundesrat Moritz Leuenberger spricht in unserem ersten Gespräch über Glaubwürdigkeit in der Politik und was sie für ihn persönlich bedeutet. Warum er seine Dilemmata im eigenen Meinungsbildungsprozess transparent macht, und wie der Egoismus der Stimmbevölkerung unsere Demokratie prägt.
27 Nov 2024
Gespräch mit Saïda Keller-Messahli
Unerschrocken tritt sie an, um nichts weniger zu erreichen als die Reformation des Islam. Dafür erntet sie einerseits Respekt und Bewunderung und wird europaweit als Expertin für Extremismus oder den Nahostkonflikt eingeladen, wo sie ihre Stimme einbringt.
Saïda Keller-Messahli wird aber auch angefeindet, unter anderem von islamistischen, aber auch von linken Kreisen hierzulande, weil sie ein härteres Durchgreifen und genaueres Hinschauen der Behörden fordert, wenn es um die Finanzierung von Moscheen geht.Was treibt die durch und durch weltlich orientierte Schweiz-Tunesierin an? Und warum hat sie selbst in Berlin eine Moschee mitbegründet?
Soundsupport: Bensound, Benjamin TissotTechnischer Support: Stadtbibliothek Winterthur
26 Nov 2024
Gespräch mit Silvan Gisler
Wer hat Operation Libero geprägt? Die unerschrockene Bewegung, welche die politischen Parteien, allen voran die SVP, das Fürchten lehren sollte, fiel 2014 mit neuen Denkmustern und neuen liberalen, europafreundlichen Rezepten auf. «Chancenland statt Freilichtmuseum», heisst es bei der Operation zum 10-Jahr-Jubiläum noch immer. Hinter dem Aufsehen erregenden Auftritt steht ein zurückhaltender junger Mann mit Schalk, der sich selbst auch Kindskopf nennt – er heisst @Silvan Gisler und er verrät uns im Gespräch die Bad Ass-Attitude und sein Geheimnis, wie man alte Zöpfe und fest verankerte Wertehaltungen durchbrechen und auch mal über den Haufen werfen kann.
26 Nov 2024
Gespräch mit Fritz Lehmann
Der ehemalige Kommandant der Stadtpolizei Winterthur reflektiert die Ereignisse von 2021 und 2022, als zwei Polizisten Suizid begingen, es zu einer Administrativuntersuchung kam, und er in der Folge freigestellt wurde.
Er habe zu wenig hingeschaut, sagt er. Er trage die Mitverantwortung, doch macht ihm die Pauschalisierung der Schuld heute noch Mühe. Die Chemie mit der Departementsvorsteherin habe zudem nicht gestimmt.
Der Uno-Militärbeobachter, der sich «genetisch gesehen nicht so sehr als Polizist» sieht, und sich – wie er sagt – in seiner Rolle ab und an verbiegen musste, äussert sich in diesem Podcast.
26 Nov 2024
Gespräch mit Antoinette Hunziker-Ebneter
Sie war die erste Börsenchefin der Schweiz und hat 2006 die Forma Futura Invest AG mitgegründet. Ausserdem ist sie VR-Präsidentin der Berner Kantonalbank, in deren Stiftung sie eine Art Kulturprozent nach dem Vorbild der Migros eingeführt hat. Antoinette Hunziker-Ebneter möchte Menschen dazu inspirieren, mit Geldanlagen nicht nur zu verdienen, sondern sie so zu gestalten, dass sie kommenden Generationen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen. Als Frau in der männerdominierten Finanzwelt, in welche sie zufällig gelandet sei, freue sie sich, anderen Frauen ein gutes Vorbild zu sein, sagt sie im Podcast.
26 Nov 2024
Gespräch mit Bettina Stefanini
Was sie früher beengt hat – nämlich die Tochter des berühmten und geheimnisvollen Immobilienkönigs und Kunstsammlers Bruno Stefanini zu sein – hat sie inzwischen zur Lebensrolle gemacht, in welcher sie sich puddelwohlfühlt. Heute ist Bettina Stefanini die Direktorin der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte und modelliert diese zusammen mit ihrem Team zu einem Partizipations-Experiment, das für die Stiftungslandschaft Schweiz wegweisend sein könnte.
26 Nov 2024
Gespräch mit Bruno Steiner
Er ist ein anständiger Rebell - oder wie er sich selbst nennt: ein Schwächling, der gerne nachfragt. Bruno Steiner (54) ist bildender Künstler, der mit seiner Hartnäckigkeit die Kulturförderung im Kanton Schwyz in Frage stellt und mit öffentlichen Debatten erste Steine ins Rollen bringt. Steiner erzählt uns, was ihn antreibt und warum er das Bild des «kiffenden Künstlers mit der hohlen Hand» ebenso überholt findet wie das Fehlen eines gesamtheitlichen Kulturverständnisses, in dem nicht nur der Brauchtum der Urschweiz seinen verdienten Platz hat.
Foto: Claude Hofer
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