
gfs.echo
Claim This Podcastby mit Lukas Golder und Jenny Roberts
Podcast Overview
<p><span><strong>gfs.echo ist der Politik-Podcast von gfs.bern</strong>. In 25–35 Minuten sprechen Lukas Golder und Jenny Roberts aus seinem Team mit Gästen aus Verwaltung, Verbänden, Parteien und NGOs. Locker im Ton, präzise in der Sache: Fakten einordnen, Annahmen testen, Konsequenzen für die Praxis benennen. Jede Folge liefert Zahlen aus aktuellen Studien, eine klare Einordnung und einen Blick nach vorn. <strong>Zweiwöchentlich – als Video und Audio</strong>.</span></p>
Language
🇩🇪
Publishing Since
11/12/2025
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Recent Episodes

May 6, 2026
Swissgrid über Solarboom, Netzausbau, Smart Grid und das EU-Stromabkommen als Schlüssel für Versorgungssicherheit
Solarboom, Netzausbau, Einsprachen und EU-Stromabkommen: In der Folge geht es darum, wo das Schweizer Stromnetz unter Druck gerät, weshalb Bewilligungsverfahren zum Engpass werden und welche Rolle europäische Vernetzung für Versorgungssicherheit und Netzbetrieb spielt. In der Folge erwähnte Studien: UBS Sorgenbarometer 2025 gfs.bern Monitor Versorgungsicherheit 2025 Bericht zu den Perspektiven der Atomkraft Politikfolgeabschätzung Schweizerische Energiestiftung Transkript zur Episode 00:00:03 Sprecher: gfs.echo, der Podcast von gfs.bern. Mit Lukas Golder und Jenny Roberts. 00:00:12 Lukas: Hallo zusammen, herzlich willkommen zur zweiten Staffel zur Energiepolitik bei gfs.echo. Die letzte Episode, jetzt reden wir über das Netz. Und nach all den Gesprächen, die wir jetzt über Energie geführt haben, Jenny, wenn du in Solarenergie investieren könntest, nach all diesen unsicheren Elementen, würdest du im Moment bereit sein, heute zu sagen: Wenn ich könnte, würde ich investieren? 00:00:35 Jenny: Ja, ich glaube, wir haben schon gesehen in den verschiedenen Gesprächen, die wir geführt haben, dass Solar für sich allein natürlich nicht ausreichen wird, um die Energiewende in der Schweiz abzudecken, aber dass es doch eine der wichtigen Technologien sein wird und tendenziell wichtiger wird. In diesem Sinne, für mich persönlich ist es eine etwas hypothetische Frage, weil ich sowieso in einer Mietwohnung lebe, aber grundsätzlich habe ich schon das Gefühl, dass das etwas ist, was ich mir durchaus überlegen könnte. 00:00:59 Lukas: Viele Private werden immer mehr zu Stromproduzentinnen und Stromproduzenten. Im Hintergrund geht es sehr stark ums Netz und darum freut es mich sehr, dass Thomas Reinthaler, Head of National & International Relations bei Swissgrid, heute zu Gast ist bei uns. Herzlich willkommen. 00:01:18 Thomas: Merci, dass ich hier sein darf. 00:01:20 Lukas: Wir sprechen über das Stromnetz, das sogenannte unsichtbare Rückgrat, von dem man spricht, wenn es um den Umbau in Richtung erneuerbare Energie geht. Hier sind die Stichworte Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung. Diese Stichworte stehen im Raum und wir sprechen davon, dass das Stromnetz der Flaschenhals der Energiewende ist. Ist das wirklich ein grosses Problem oder eine Herausforderung? 00:01:45 Thomas: Also Stromnetz ist wirklich die Drehscheibe, die eigentlich dann Produktion und Verbrauch verknüpft auf allen Ebenen. Von dem her ist das Bild des Rückgrats oder der Drehscheibe wirklich sehr passend. Swissgrid betreibt ja das Höchstspannungsnetz, das heisst, auch wenn man vor allem bei der Photovoltaik, vor allem von der Dezentralisierung spricht, braucht es auch dieses Rückgrat analog zu einer Autobahn, wo man über grosse Distanzen viel Kapazität transportieren kann. Und damit die Rolle von diesem Rückgrat auch wahrgenommen werden kann, muss man das natürlich auch ausbauen und instand halten und modernisieren können. Damit wir das auch in Zukunft wahrnehmen können und für einen sicheren, stabilen Netzbetrieb sorgen. 00:02:27 Jenny: Gerade bei dem Stichwort Dekarbonisierung, das ist auch etwas, was wir aus dem Versorgungssicherheitsmonitor von uns wissen, dass sehr viele Stimmenberechtigte sehen. Einerseits sind die Erneuerbaren natürlich eine Klimaschutzmassnahme, aber auch eine Möglichkeit, um die Energieabhängigkeit vom Ausland zu verringern, gerade bei den fossilen Energien. Jetzt aus Sicht von Swissgrid, wie stark muss das Netz eigentlich ausgebaut werden, um in Zukunft beispielsweise mit mehr Solar- oder Windenergie klarzukommen? 00:02:54 Thomas: Also ich glaube, in der Öffentlichkeit herrscht oft das Gefühl, dass wir überall ganz viele neue Leitungen bauen. In Wirklichkeit ist es eigentlich so, dass wir im Grossteil von unserem Netzausbau eigentlich bestehende Leitungen erneuern oder auf bestehenden Leitungen die Kapazität erhöhen. Das müssen wir machen. Wir haben letztes Jahr gerade unser sogenanntes strategisches N

April 22, 2026
Energieökonomin Regina Betz: Warum es für den Umbau des Energiesytems "Stick and Carrot" braucht
Warum scheitern Windprojekte genau dort, wo der Ausbau stattfinden soll? Wie gross ist die Winterstromlücke tatsächlich, und hilft die neue Kernkraftdebatte überhaupt weiter? Diese Folge dreht sich um Akzeptanz vor Ort, den Ersatz fossiler Heizungen und die Frage, welche Energiepolitik in der Schweiz praktisch umsetzbar ist. Aufgezeichnet am 2.3.2026 In der Folge erwähnte Studien: UBS Sorgenbarometer 2025 gfs.bern Monitor Versorgungsicherheit 2025 Bericht zu den Perspektiven der Atomkraft Politikfolgeabschätzung Schweizerische Energiestiftung Transkript zur Episode 00:00:02 Sprecher: gfs.echo, der Podcast von gfs.bern. Mit Lukas Golder und Jenny Roberts. 00:00:12 Lukas: GFS Echo, die zweite Staffel. Diesmal zur Energiepolitik. Wir wollen es akademisch genauer wissen. Was uns beschäftigt, mich wenigstens, Jenny, ist, dass es bei der Energiepolitik auf der Bundesebene viel Klimainnovation gibt. Man will mehr Erneuerbare, man will sogar beschleunigen. Und wenn man dann umsetzt, zum Beispiel in meinem Kanton Solothurn, 2018 und 2025, wurde die Umsetzung beide Male abgelehnt. Ich habe das Gefühl, da ist das NIMBY-Phänomen im Spiel. Je näher das kommt, desto kritischer und konkreter wird es. 00:00:44 Jenny: Ich denke, dein Eindruck täuscht nicht. Wir sehen es einfach auf dieser Grundsatzebene, gerade in unseren Umfragen, beispielsweise beim Versorgungssicherheitsmonitor. Es gibt viel grundsätzliche Zustimmung für ganz verschiedene Arten von erneuerbaren Energien, die man ausbauen möchte in der Schweiz. Aber ich sehe es wie du. Es gibt verschiedene Abstimmungen, zuletzt gerade in Solothurn, wo man sieht, sobald es um die konkreten Projekte geht, wird es viel schwieriger, eine mehrheitliche Zustimmung in der Bevölkerung zu bekommen. 00:01:12 Lukas: Wir wollen es genauer wissen. Dafür ist Professorin Regina Betz heute unser Gast. Herzlich willkommen. 00:01:19 Regina: Danke für die Einladung. Ich freue mich auch, hier zu sein. 00:01:21 Lukas: Super. Du bist für Klima- und Energieökonomie die Expertin der ZHAW. Die basale Frage, die naheliegende: Energie und Umwelt, Klimawirksamkeit, Umweltschutz – geht das überhaupt zusammen? 00:01:37 Regina: Ja, also im Strombereich geht es sehr gut zusammen. Also wenn wir angucken, in welche Richtung wir uns bewegen, die Erneuerbaren werden immer billiger. Und die Erneuerbaren sind die, die auch ökologisch und für den Klimaschutz am wichtigsten sind. Also insofern, das geht gut zusammen. 00:01:57 Lukas: Und die ganz grosse Frage, die sich dort anschliesst, eher Anreize setzen, Lenkungsabgaben machen oder mit Gebot und Verbot arbeiten? 00:02:06 Regina: Also ich würde sagen, das kommt drauf an. Wenn man die Technologien hat, dann kann man auch auf Verbote gehen. Wenn man aber die Technologie noch gar nicht hat, muss man erstmal vorsichtig mit Anreizen, Investitionen in diese Technologien fördern. Erst wenn man so weit ist, kann man sagen, und jetzt kommen die Elektroautos und jetzt kommt praktisch ein Phase-Out der fossilen Verbrennungsmotoren, weil ich einfach die Alternative schon da habe, aber das kann ich nicht von vornherein machen. Und natürlich dann kommen auch noch die Verteilungseffekte, also wer verliert, wer gewinnt, das ist natürlich politisch auch immer noch wichtig. 00:02:48 Lukas: Wir haben ja genau bei den Innovationen doch recht viele Unsicherheiten und unschärfere, graue Bereiche, auch bei den Umsetzungen in der Schweiz. Sind wir aber da grundsätzlich auf dem richtigen Weg oder gibt es Problembereiche, wo man genauer hinschauen müsste? 00:03:04 Regina: An welche Innovationen denkt ihr? 00:03:07 Lukas: Meine Meinung wäre, wenn du das Gefühl hast, mit Elektromobilität sind wir schon so weit, könnte man sogar schneller vorwärts gehen. Gibt es andere Bereiche, wo man sagt, da müssen wir wirklich noch abwarten? Windenergie wäre ein Beispiel, wo ich den Eindruck habe, in der Schweiz sind wir noch nicht so weit. 00:03:23 Regina: Also ich glaube, die Windenergie

April 8, 2026
Christoph Brand, Axpo-CEO, über Winterstrom, Windkraft, Gaskraft und die Frage, wie die Schweiz Versorgungslücken schliessen soll
Wie schliesst die Schweiz die Winterstromlücke: mit mehr Windkraft, Gaskraftwerken, neuen Kernkraftwerken oder Importen? In der Folge geht es um die Grenzen von Solar im Winter, den schweren Stand von Windturbinen und die Frage, wie stark die Schweiz beim Strom auf Europa angewiesen bleibt. In der Folge erwähnte Studien: UBS Sorgenbarometer 2025 Axpo Energy Reports gfs.bern Monitor Versorgungsicherheit 2025 https://www.gfsbern.ch/de/news/versorgungssicherheit-schweiz-2025/ Bericht zu den Perspektiven der Atomkraft Politikfolgeabschätzung Schweizerische Energiestiftung Transkript zur Episode 00:00:00 Sprecher: gfs.echo, der Podcast von gfs.bern. Mit Lukas Golder und Jenny Roberts. 00:00:12 Lukas: Herzlich willkommen in der zweiten Staffel von gfs.echo zur Energiepolitik. Heute sprechen wir von der Seite der Erzeuger. Heute wollen wir mehr erfahren, wie dort die Zukunft aussieht. Und in diesem Zusammenhang, Jenny, hat Axpo eine Studie veröffentlicht mit zwei Hauptszenarien. Was hat dich an dieser Studie am meisten überrascht? 00:00:34 Jenny: Ja, bei diesen zwei Szenarien, über die wir später noch im Detail sprechen werden, spielt bei beiden tatsächlich die Gaskraft eine wichtige Rolle. Wir haben jetzt viele Diskussionen über Netto-Null und die Erneuerbaren geführt, und dass hier die Gaskraft so prominent vorkommt, war für mich zumindest in den ersten Minuten eine Überraschung. 00:00:56 Lukas: Also einige Überraschungen zu diskutieren. Eben mit der Person, die die grösste Verantwortung bei der Axpo trägt, vom grössten Erzeuger auch. Und die Studie auch publiziert hat. Also wir waren zum Teil auch überrascht. Und das war zum Teil, glaube ich, eigentlich auch ein Ziel. Herzlich willkommen, Christoph Brand. 00:01:12 Christoph: Danke. 00:01:13 Lukas: Wir haben eigentlich so als Leitthema die Sorgen der Bevölkerung bei der Energie, bei der Energiepolitik, bei der Stromversorgung. Und dort ist uns aufgefallen in den Vorbereitungen, wir sprechen immer mehr über die Winterstromlücke, die Stromversorgung in 10, 20 Jahren. Muss man sich Sorgen machen um diese Versorgung? 00:01:31 Christoph: Ja und nein. Man muss sich nicht Sorgen machen, im Sinne von, dass wir keine Möglichkeiten hätten, sicherzustellen, dass wir immer genug Strom haben, die haben wir. Wir haben weder ein technisches noch ein monetäres Problem. Aber ja, man muss sich Sorgen machen, wenn die Blockadehaltung nach dem Motto «Ich will nichts sehen, will nichts hören, es darf nichts kosten» weitergeht, dann werden wir in ein Problem laufen. 00:01:51 Jenny: Von der Bevölkerung aus gesehen ist das ein Thema, das die Meinungen spaltet. Wir haben in unserem Versorgungssicherheitsmonitor etwa die Hälfte der Bevölkerung, die die Versorgungssicherheit durchaus mit Sorgen betrachtet, die andere Hälfte, die etwas entspannter ist in dieser Hinsicht. Sicher ist, dass es ein Thema ist, das grosse Priorität hat innerhalb der Energiefrage. Was mich sehr wundern würde, ist aus Sicht der Stromversorger: Was sind die grössten Risiken bezüglich der Versorgungssicherheit, die ihr in den nächsten Jahren vermutet? 00:02:19 Christoph: Ja, es gibt eigentlich, wenn man so will, ein grosses Risiko. Heute ist der Strom... Also, erstens geht es ja um Energie und zweitens geht es um Strom. Das ist mal nicht das Gleiche. Aber die Idee ist ja, dass wir elektrifizieren wollen. Das heisst, wegkommen von fossilen Brennstoffen. Das bedeutet mal a priori, dass wir mehr Strom brauchen. Und jeder, der zu Hause eine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, weiss, worüber ich rede. Das bedeutet, es braucht mehr Strom. Gleichzeitig gibt es ein Bevölkerungswachstum und, und, und. Wir gehen davon aus, dass der Stromverbrauch der Schweiz wachsen wird. Von vielleicht etwa 60 Terawattstunden heute auf etwa 90. Vielleicht etwas weniger. Jetzt gibt es Studien, die sprechen von 120. Es gibt Studien, die sprechen von nur 80. Aber dass es quasi flach bleibt, wenn plötzlich alle Elektroautos fahren und Wärme
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