About Grüezi Amerika. Views from the Sister Republic
Since January 20, 2025, we are officially in the era of Trump 2.0. But is it, will it be any different from Trump 1.0? And what do the events across the Atlantic mean for us in Europe?
My name is Claudia Franziska Brühwiler, and I am a professor of American Political Thought and Culture at the University of St.Gallen.
This podcast will take a closer look at current events through the lens of American history, politics, and culture. Sometimes, I will keep it short and share with you my analysis, thoughts, or some background story to what is happening. At other occasions, we will hear from guests from across the HSG community and beyond, who give us new insights into US politics, business, culture, and society.
We will look at the US from the perspective of its sister republic Switzerland. We often get hung up on what separates the US from Switzerland, while in fact we share not only great economic relations. Did you know, for instance, that America’s longest serving finance minister was born in Geneva – and one of our past Federal Councillors had fought in the Civil War?
There’s a lot to discover – so I hope you’ll join us!
Cover Art: Anne Fritsch
Episode 53 – MedicAid & Co. Der amerikanische Wohlfahrtsstaat
TANF, Chip, MedicAid und SNAP: Wer den amerikanischen Sozialstaat verstehen will, muss sich – wie einst beim New Deal – durch eine Buchstabensuppe von Akronymen löffeln. Nicht nur das Geflecht an unterschiedlichen Sozialprogrammen ist schwer zu verstehen, sondern insgesamt auch die Logik dahinter. Immer wieder stellt sich zudem die Frage nach der Wirkung: Auch wenn 2025 wiederum die Armutsrate leicht gefallen ist, leben derzeit 34,5 Millionen Amerikaner:innen unterhalb der Armutsgrenze. Die Sozialausgaben und Gesundheitskosten steigen stetig, während gleichzeitig die Arbeitsmarktbeteiligung sinkt. Wie gut fängt Amerikas Sozialnetz tatsächlich? Und wie kann respektive sollte der amerikanische Sozialstaat reformiert werden?
Darüber sprechen wir mit Professor Christian Lammert, der sich wie kaum ein anderer im deutschsprachigen Raum mit der US-Sozialpolitik auseinandergesetzt hat. Der Politikwissenschaftler lehrt seit 2010 am John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien (JFKI) der Freien Universität Berlin. Er hat die Entwicklung der Amerikastudien in Deutschland massgeblich geprägt, unter anderem als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien. Zu seinen zahlreichen Publikationen zählen die zuletzt erschienenen Bücher Jenseits von Demokratie und liberaler Ordnung: Wie Trump die USA verändert (https://buchshop.bod.de/jenseits-von-demokratie-und-liberaler-ordnung-christian-lammert-9783695188475?utm_source=saleswidget&utm_medium=referral&utm_campaign=saleswidget_large) und Das Versprechen der Gleichheit: Legitimation und die Grenzen der Demokratie (https://campus.de/wissenschaft/politikwissenschaft/das-versprechen-der-gleichheit/CAM51447?srsltid=AU7gw4UF1SsYtsWd9pvNbWLm1Q0YYoo7cVOrctl7QmpZ4yKxso1WtYcI) (gemeinsam mit Boris Vormann).
Tipps:
Handbuch Politik USA (https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-39686-2)
KFF (https://www.kff.org/)
Brookings Institution zu Health Care (https://www.brookings.edu/topics/health-care-2/)
Cato Institute zu Health Care (https://www.cato.org/health-care)
20 Sept 2026
Episode 52 – «Founding Frenemies». Gründerväter im Zwiegespräch
Wäre es Fiktion, fänden wir es kitschig: Am 4. Juli 1826, dem 50. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung, sterben der zweite und der dritte Präsident der Vereinigten Staaten. Die Gründerväter John Adams (1735-1826) und Thomas Jefferson (1743-1826) waren einst im gemeinsamen Kampf für die amerikanische Unabhängigkeit und die Verfassung. Doch als sie im ersten Kabinett George Washingtons dienen, entwickeln sie sich zu politischen Gegnern, die sich 1800 einen der gehässigsten und hässlichsten Präsidentschaftswahlkämpfe der US-Geschichte liefern sollten. Wie konnte es zu einem solchen Bruderzwist kommen? Was können wir aus ihren Streitigkeiten für die heutige US-Politik lernen?
HSG-Alumnus Dr. Daniel Brühlmeier (https://bruehlmeier-beratung.ch/) ist in die «Beziehungsgeschichte» der beiden eingetaucht und hat den Briefwechsel mit «So viele Themen bedrängen mich (https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1080513511)» zwischen ihnen übersetzt und kommentiert. Dr. Brühlmeier studierte ursprünglich Philosophie an der Universität Genf und doktorierte an der HSG zur Rechts- und Staatslehre von Adam Smith. Er war mehr als zwei Jahrzehnte lang beratend für die Zürcher Kantonsregierung tätig, unter anderem als Leiter der Aussenbeziehungen des Kantons. Daneben unterrichtete er immer wieder an unterschiedlichen Universitäten, darunter natürlich auch an seiner Alma Mater in St.Gallen.
Lesetipp: «American Politics. The Promise of Disharmony» von Samuel P. Huntington (https://www.hup.harvard.edu/books/9780674030213)
3 Sept 2026
Episode 51 – Glaube und Macht. Amerikas Katholiken
Noch zur Gründungszeit waren Amerikas Katholiken eine Minderheit, die in vielen der ehemaligen Kolonien von der politischen Teilhabe ausgeschlossen waren. Doch schon im frühen 19. Jahrhundert wurde ihre Kirche zur mitgliederstärksten im Land, was sie bis heute geblieben ist: Rund ein Fünftel der Amerikaner sind römisch-katholisch (https://www.pewresearch.org/religious-landscape-study/). Allerdings spiegelte sich dies lange nicht in politischer Macht: John F. Kennedy kämpfte bei seiner Wahl zum ersten katholischen Präsidenten noch gegen Vorurteile, er würde sich mehr dem Vatikan denn der amerikanischen Verfassung verpflichtet fühlen. Als mit Joe Biden der zweite Katholik ins Oval Office gewählt wurde, hatten sich die Verhältnisse grundlegend geändert. Mittlerweile ist die Rede von einem «Catholic moment» (https://static1.squarespace.com/static/5c6bca3f0b77bde28679d229/t/6870cc0bde7e261692760f03/1752222731818/Claudia+Franziska+Br%C3%BChwiler+In+God+They+Trust+Understanding+the+Catholic+Moment+in+American+Politics.pdf), in dem so viele Katholiken wie nie zentrale Machtpositionen besetzen: Die Mehrheit des Supreme Courts ist katholisch oder katholisch sozialisiert, ebenso der Aussenminister Marco Rubio und der Vizepräsident, der Konvertit JD Vance.
Dem Verhältnis zwischen katholischer Kirche und der US-Politik widmet sich Professor Benjamin Dahlke (https://www.ku.de/thf/dogmatik-und-dogmengeschichte/mitarbeitende/univ-prof-dr-benjamin-dahlke) in seinem jüngsten Buch One Nation under God (https://www.herder.de/politik-wirtschaft/shop/p4/98266-one-nation-under-god-gebundene-ausgabe/) (Herder, 2026). Der Theologe und Priester hat seit 2021 die Professur für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt inne. Studium, Doktorat und Habilitation führten ihn an die Universitäten Paderborn, München, Mainz und Princeton. Zudem war er Gastforscher respektive -professor am Boston College und an der University of Notre Dame.
Buchtipp: «Furious Minds. The Making of the MAGA New Right» (https://press.princeton.edu/books/hardcover/9780691255262/furious-minds?srsltid=AfmBOorXWOAhVEn7Ucc47wiXnNrovT2sF9UZObsDGcla491Z0hYfUC2h) von Laura K. Field (Princeton University Press, 2025)
Who has been a guest on Grüezi Amerika. Views from the Sister Republic
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Matías Dewey
Dr Rahul Sahgal
Suzanne Enzerink
Michael Butter
Jacob Soll
Reach and audience
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