Der Begriff Gulag ist zum Synonym für den sowjetischen Terror geworden, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen. Trotz schwerster körperlicher Arbeit, Hunger und Misshandlungen gab es Menschen, die das Straflager überlebten. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Historiker Dr. Meinhard Stark etwa 300 ehemalige Lagerhäftlinge bzw. ihre Kinder in Russland, Polen, der Ukraine, Kasachstan, Litauen und Deutschland interviewt.

Gulag-Zeitzeugen
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Der Begriff Gulag ist zum Synonym für den sowjetischen Terror geworden, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen. Trotz schwerster körperlicher Arbeit, Hunger und Misshandlungen gab es Menschen, die das Straflager überlebten. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Historiker Dr. Meinhard Stark etwa 300 ehemalige Lagerhäftlinge bzw. ihre Kinder in Russland, Polen, der Ukraine, Kasachstan, Litauen und Deutschland interviewt.
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1/22/2026
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February 22, 2026
Frauen in Workuta. 1948 bis 1955. Teil 1
Zwischen 1935 und 1955 waren in den Straflagern der UdSSR nicht nur Männer, sondern auch schätzungsweise fünf Millionen Frauen jeden Alters sowie der unterschiedlichsten sozialen Schichten und Nationalitäten inhaftiert. Die Frauen hatten nach den gleichen Normen wie die Männer zum Teil körperlich außerordentlich schwer zu arbeiten. Sie wurden im Hinblick auf Nahrung, Kleidung und Hygiene genauso schlecht versorgt. Das Überleben war ein täglicher Kampf, ein fortwährendes Ringen, um aus der Arbeit, der wenigen freien Zeit, aus der Erinnerung oder dem Gespräch mit Kameradinnen etwas Mut und Kraft zu schöpfen. Der Historiker Dr. Meinhard Stark hat vier Frauen interviewt, die über ihre Erfahrungen im Lager Workuta zwischen 1948 und 1955 berichten. <br /> <br /> Weiterführende Informationen: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/mediathek/frauen-workuta-1948-bis-1955

January 22, 2026
Gulag-Zeitzeugen: Heini Fritsche
Heini Fritsche wurde 1929 geboren und wuchs in Sachsen auf. 1945 trat er in die SPD ein und stimmte gegen die Vereinigung mit der Kommunistischen Partei und wurde zugleich Mitglied der SED. Um der Zwangsrekrutierung zur Wismut zu entgehen, meldete er sich 1949 freiwillig zur Deutschen Volkspolizei. Dort erlebte er die zunehmende Aufrüstung und Militarisierung der Polizeieinheiten. Daraufhin versorgte Heini Fritsche mit anderen oppositionell eingestellten Polizeikameraden den Radiosender RIAS in Westberlin mit Informationen.<br /> <br /> 1951 wurde Heini Fritsche von Angehörigen der Staatssicherheit festgenommen und dem sowjetischen Geheimdienst in Potsdam übergeben. Ein Sowjetisches Militärtribunal verurteilte den 22-Jährigen 1952 wegen Spionage, antisowjetischer Agitation und Sabotage zu 25 Jahren „Besserungsarbeitslager“. Er wurde ins nordrussische Workuta gebracht, wo er schwere Zwangsarbeit unter Tage leistete. 1953 nahm Heini Fritsche am Streik seines Lagers teil, wobei er durch einen Halsdurchschuss schwer verletzt wurde.<br /> <br /> Weitere Informationen: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/mediathek/gulag-zeitzeugen-heini-fritsche

January 22, 2026
Gulag-Zeitzeugen: Ernst-Friedrich Wirth
Ernst-Friedrich Wirth, 1932 in Meuselwitz geboren, bildete mit sieben Mitschülern einen lockeren Gesprächskreis, in dem sie sich mit Fragen der Demokratie und der aktuellen politischen Entwicklung in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. DDR beschäftigten. Nachdem ein Teilnehmer des Gesprächskreises bei einem Verhör die Namen der anderen Jugendlichen verriet, wurde Ernst-Friedrich Wirth 1952 verhaftet und von einem sowjetischen Militärtribunal wegen „bewaffnetem Aufstand“, „Spionage“, „Terrorakten“ sowie „Antisowjetischer Agitation und Propaganda“, gemeinsam mit drei anderen Teilnehmern zum Tode verurteilt, wobei er als einziger begnadigt wurde. Im Dezember 1952 erreichte er den Lagerkomplex von Workuta, wo er schwere Zwangsarbeit, u. a. beim Gleisbau, leisten musste. Anfang 1954 erfolgte die Verlegung in das Entlassungslager Suchobeswodnoe bei Gorki, von wo aus er im Januar 1956 die Rückfahrt in die Bundesrepublik Deutschland antreten konnte.<br /> <br /> Weitere Informationen: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/mediathek/gulag-zeitzeugen-ernst-friedrich-wirth
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