

Innere Werte - Innere Medizin by Pin-Up-Docs
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About Innere Werte - Innere Medizin by Pin-Up-Docs
Innere Medizin by Pin-Up-Docs – aktuelle internistische Studien & Kochrezepte. Aktuell und kritisch aufbereitet mit unserer Prise Humor. Präsentiert von Basti, Johannes, Thorben und Timo.
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15 May 2022
Innere Werte – Mai 2022 – Risikostratifizierung bei V.a. Lungenembolie
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der dreizehnten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema Risikostratifizierung bei Verdacht auf Lungenembolie. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 31. Mai 2022 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/1YCWbKfILCNwX3s1S27aOV?si=00c214bd6dac4ac8 Timestamps - folgen - Punchlines Die gut validierten diagnostischen Tests (Wells, rGeneva, YEARS), kombiniert mit alters- bzw- vortestadaptiertem D-Dimer unterscheiden sich nicht so signifikant voneinander, dass man einen bestimmten Test anhand der Güte ihrer Effizienz oder Fehlerrate vermehrt empfehlen kann.Nie nur das Scoring alleine anwenden - wenn ein geringgradiger V.a. LAE besteht, muss das Scoring auch mit D-Dimer-Bestimmung kombiniert werden, sonst beschreibt der Score lediglich die Härte des Verdachts.Die Bestimmung von D-Dimeren ist nur sinnvoll, wenn eine niedrige Vortestwahrscheinlichkeit (beim 3-stufigen Wells-Score auch bis mittlere Vortestwahrscheinlichkeit) besteht, bei hoher klinischer Wahrscheinlichkeit sollte direkt das thorakale Angio-CT erfolgen.Die Vortestwahrscheinlichkeit kann mit diversen gut validierten Scores ermittelt werden, der revidierte Geneva-Score ist für uns am besten anwendbar, weil er kein subjektives Kriterium enthält.Bei niedriger angenommener Vortestwahrscheinlichkeit kann mittels PERC-Kriterien sogar ein Ausschluss ohne Bestimmung von D-Dimeren erfolgen.Für PERC-positive Betroffene kann ein YEARS-Score erhoben werden und eine LAE ausgeschlossen werden wenn:YEARS = 0 und D-Dimere 70-80 Jahre gibt es einen Anstieg in der Fehlerrate, noch aggraviert wenn zusätzlich ein Malignom vorliegt.Sehr alte Betroffene mit onkologischen Erkrankungen und Menschen mit Z.n. thromboembolischen Ereignissen können bei diesem Vorgehen nur mit einem erhöhtem Risiko für Fehler (2,5-4%) evaluiert werden, hier lohnt sich ggf. ein Abweichen vom Schema und niederschwelligere CT-Diagnostik.Jede ZNA/Klinik sollte sich möglichst für ein standardisiertes Vorgehen entscheiden. Quellen Freund et al., Effect of a Diagnostic Strategy Using an Elevated and Age-Adjusted D-Dimer Threshold on Thromboembolic Events in Emergency Department Patients With Suspected Pulmonary Embolism: A Randomized Clinical Trial, JAMA, 2021 Dec 7;326(21):2141-2149. doi: 10.1001/jama.2021.20750 Stals MAM et al., Safety and Efficiency of Diagnostic Strategies for Ruling Out Pulmonary Embolism in Clinically Relevant Patient Subgroups : A Systematic Review and Individual-Patient Data Meta-analysis, Ann Intern Med, 2022 Feb;175(2):244-255. doi: 10.7326/M21-2625. Epub 2021 Dec 14. Konstantinides, S. et al, 2019 ESC Guidelines for the diagnosis and management of acute pulmonary embolism developed in collaboration with the European Respiratory Society (ERS), Practice Guideline Eur Heart J, 2020 Jan 21;41(4):543-603.doi: 10.1093/eurheartj/ehz405 Jaureguizar, A. et al, Heart Rate and Mortality in Patients With Acute Symptomatic Pulmonary Embolism,

15 Apr 2022
Innere Werte – April 2022 – Sarkoidose
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der zwölften Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema Sarkoidose. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 30. April 2022 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/2dBHt19aq9IyLZklcG3zHd?si=59f21d29c53f4621 Timestamps 00:00:00 - Intro und Vermischtes00:05:55 - Sarkoidose: Einleitung00:10:26 - Sarkoidose: Epidemiologie00:14:55 - Sarkoidose: Pathophysiologie00:21:42 - Sarkoidose: Klinik 00:33:23 - Sarkoidose: Diagnostik00:57:16 - Sarkoidose: Therapie01:16:36 - Fazit/Punchlines01:22:39 - Abmoderation und Outro Punchlines Seltene systemische Erkrankung, die potenziell jedes Organ betreffen kannUnbekannte Faktoren induzieren bei genetischer Prädisposition eine Immunreaktion mit Granulombildung, v.a. mykobakterielle Antigene spielen wahrscheinlich eine große Rolle.Neben der Bestätigung der Diagnose ist insbesondere das Ausmaß der Organbeteiligung und die Granulomlast zu ermitteln.Nur 15% der Diagnosen werden i.R. des ersten ärztlichen Kontakts gestellt.Die Erkrankung ist selten - habt sie trotzdem auf dem Schirm, damit die Betroffenen keine Odyssee ärztlicher Kontakte durchleben müssen.Besonders bei Betroffenen hellhörig werden, die mehrfach antimikrobiell wegen Pneumonie/Bronchitis behandelt wurden und trotzdem pulmonale und systemische Symptome haben.Dabei aber auch die DD einer Immundefizienz im Kopf behalten!Wichtige DD sind TBC, CVID, HIV, Lymphome, pulmonale Pilzinfektionen, Vaskulitiden und Lungencarcinome.Granulomnachweis bedeutet nicht zwangsläufig auch SarkoidoseEvaluation des Organbefalls gehört bei V.a. Sarkoidose immer zur BasisdiagnostikBei pulmonaler Sarkoidose bestenfalls Bildgebung mittels HRCTMöglichst immer bioptische Sicherung, meist durch bronchoskopische VerfahrenBAL liefert nützlichen Mehrwert zur Prognose und zum Ausschluss infektiöser DifferenzialdiagnosenBiomarker:ACE: Von den Epitheloidzellen direkt produziert, kein hoher diagnostischer Wert und auch bei vielen anderen Krankheitszuständen erhöht. Bildet die Granulomlast ab. Bestenfalls geeignet zur Verlaufsbeurteilung, eher nicht als Screeninginstrument.Neopterin und sIL2-Rezeptor eignen sich zur Verlaufskontrolle.Ein Großteil der Betroffenen braucht keine Therapie: Häufig Spontanremission, ggf. symptomatische TherapieKlare Therapieindikation bei progredienter Schädigung oder Funktionseinschränkung von Organen, in unklaren Fällen ggf. watch-and-wait Prednisolon (initial 0,5 mg/kgKG/d), Reduktion über 6 MonateDosis und Dauer können der klinischen Situation angepasst werdenNeben Organmanifestation kann v.a. Fatigue ein Problem darstellen, supportive Maßnahmen können helfenEin wesentlicher Punkt bei Sarkoidose ist die schlechte Vorhersagbarkeit des weiteren Verlaufs, deswegen sind regelmäßige Follow-Ups unabdingbar, auch um sekundäre Folgeschäden (z.B. pulmonale Hypertonie) zu vermeiden und rechtzeitig die Therapie zu einzuleiten oder zu eskalierenAufgrund der vielfältigen Organmanifestationen sollte die Therapie multidisziplinär z.B. unter internistischer, pulmologischer oder rheumatologischer Führung erfolgen und die verschiedenen fachärztlichen Befunde dort zusammenlaufen. Exkurs: Steroiddauertherapie Ab >5 mg Prednisolonäquivalent und >3 Wochen Therap...

15 Feb 2022
Innere Werte – Februar 2022 – Divertikulose und Divertikulitis
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der elften Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema Divertikulose und Divertikulitis. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 28. Februar 2022 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/2Pd83v9Ztbm5z4rTUVaJlI?si=b8be20d5c0fc4dae Timestamps 00:00:00 - Intro und Poem00:04:11 - Vermischtes und Kommentare00:15:05 - Divertikulose: Einleitung00:17:59 - Divertikulose: Epidemiologie, Prävention, Verlaufsformen00:23:03 - Divertikulose: Mythbusting00:26:50 - Divertikelkrankheit: Symptome00:27:51 - Divertikulitis: Einleitung und Epidemiologie00:30:14 - Divertikulitis: Pathophysiologie, Komplikationen,00:37:35 - Divertikelkrankheit: CDD-Klassifikation00:42:33 - Divertikelkrankheit: Diagnostik00:56:34 - Divertikulitis: Therapie01:13:06 - Fazit01:17:32 - Abmoderation und Outro Punchlines Der Begriff "Divertikelkrankheit" fasst alle symptomatischen Zustände inkl. der Divertikulitis und all ihrer Komplikationen und Chronifizierungen zusammen. Treten Symptome im divertikel-tragenden Colon-Abschnitt ohne fassbare Entzündung auf, nennt man dies Symptomatic uncomplicated diverticular disease (SUDD)Pressen beim Stuhlgang führt nicht zu vermehrter Divertikelbildung (hat aber andere ungünstige Folgen :D).Die Divertikelkrankheit wird nach CDD klassifiziert:Stadium 1 bezeichnet die SUDD, Stadium 2 die unkomplizierte Divertikulitis, Stadium 3 die komplizierte Divertikulitis, Stadium 4 die Divertikelblutung.Wichtige Änderung: Stadium 2a und 2b werden mittlerweile durch neuen Grenzwert der Abszessgröße unterschieden. Dieser liegt nun bei einem Cutoff von 3 cm. >3 cm Asbzessgröße (CDD 2b) sollte eine bildgebend kontrollierte Drainage erwogen werden.Je früher im Leben die Divertikel im Darm entstehen, desto höher die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Divertikulitis, durchschnittlich dauert es ca. 7 Jahre bis zur ersten Episode.10-20% (je nach Population) aller Betroffenen kriegen nach der ersten Divertikulitis 1 oder mehr Rezidive, mit jedem Rezidiv steigt das Risiko für ein weiteres späteres Rezidiv. Das Risiko ist im 1. Jahr nach Erstmanifestation am höchsten.Das Perforationsrisiko sinkt von Rezidiv zu Rezidiv, beim 5. Schub liegt es nur noch bei 1% - warum das so ist, ist nicht restlos geklärt, vermutet werden entzündlich bedingte Adhäsionen durch die vorausgegangenen Schübe, die stabilisierend wirken.Risikofaktoren senken lohnt sich lebenslang, da weiterhin neue Divertikel entstehen können.Popcorn/Körner/Saaten erhöhen nicht das Risiko für eine Divertikulitis.Nicht jede Divertikulitis oder jedes Rezidiv einer solchen muss operiert werden.OP-Kriterien sind z.B. ein komplikativer Akutverlauf, ein chronischer Verlauf mit Komplikationen wie Fisteln oder eine Einschränkung der Lebensqualität nach rezidivierenden Divertikulitiden.Sonographie ist ein nützliches Tool für die Primärdiagnostik, insbesondere die komplizierte Divertikulitis (ab Stadium 2) kann sonographisch abhängig vom Erfahrungsschatz und den Untersuchungsbedingungen mglw. fehleingeschätzt werden.Bei stark ausgeprägten Symptomen (Peritonitis, hohes Fieber, Symptomatik >5 Tage) sowie hohen CRP-Werten und/oder schlechter Darstellbarkeit sollte ein CT erfolgen.PCT ist aufgrund des lokalisierten Befundes (mit Ausnahme der freien Perforation...

15 Jan 2022
Innere Werte – Januar 2022 – Blutkulturen, RV-Infarkt
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der zehnten Folge beschäftigen wir uns mit Blutkulturen und dem Myokardinfarkt des rechten Ventrikels. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 31. Januar 2022 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/3BN0a2jfJ0jZSYDPpYlsNG?si=59a7b68cf9ed406f Timestamps 00:00:00 - Intro und Begrüßung 00:09:50 - Blutkulturen 00:35:50 - RV-Infarkt: Grundlagen & Pathophysiologie 00:46:15 - RV-Infarkt: EKG, klinisches Bild und Echo 01:01:24 - RV-Infarkt: Therapeutische Implikationen 01:14:30 - Schnack und Verabschiedung Punchlines Blutkulturen RV-Infarkt Bei der Behandlung von Myokardinfarkten ist es wichtig, eine rechtsventrikuläre Beteiligung zu erkennen. Daher immer zusätzlich rechtsventrikuläre Ableitungen beiInferioren Myokardinfarkten (STE in II, III, aVF)Vermeintlich anteroseptalen Myokardinfarkten (STE in V1–V3) Signifikante ST-Hebungen in V1 und den rechtsventrikulären Ableitungen (vor allem in V4r) beweisen eine rechtsventrikuläre BeteiligungKlinische Untersuchung und Echokardiografie können bei der Diagnosestellung helfenKlinische Trias: Hypotension, Halsvenenstauung (Kussmaul-Zeichen), Pulmo freiPOCUS: Dilatierter RV, reduzierte RV-Funktion, paradoxe SetpumbewegungBei Myokardinfarkten mit rechtsventrikulärer Dysfunktion sollten neben einer möglichst raschen Reperfusion des verschlossenen Koronargefäßes spezifische Maßnahmen erfolgen:Vermeidung medikamentöser Vorlastsenkung (insb. keine Vasodilatanzien und Diuretika)Volumengabe (initial 500–1.000ml VEL)Hohe Letalität v.a. in der Akutphase. Langzeitprognose ist nicht wesentlich eingeschränkt und hängt überwiegend von der linksventrikulären Funktion ab. Links RV-Infarkt Youtube - Kussmaul's sign Studien Blutkulturen Frota OP, Silva RM, Ruiz JS, Ferreira-Júnior MA, Hermann PRS. Impact of sterile gloves on blood-culture contamination rates: A randomized clinical trial. Am J Infect Control. 2022 Jan;50(1):49-53. doi: 10.1016/j.ajic.2021.08.030. Epub 2021 Sep 4. PMID: 34492326.Larsson A, Yu D, Dinnétz P, Nordqvist H, Özenci V. Single-site sampling versus multi-site sampling for blood cultures; A retrospective clinical study. J Clin Microbiol. 2021 Dec 1:JCM0193521. doi: 10.1128/JCM.01935-21. Epub ahead of print. PMID: 34851687. Quellen Blutkulturen Self WH, Mickanin J, Grijalva CG, Grant FH, Henderson MC, Corley G, Blaschke Ii DG, McNaughton CD, Barrett TW, Talbot TR, Paul BR. Reducing blood culture contamination in community hospital emergency departments: a multicenter evaluation of a quality improvement intervention. Acad Emerg Med. 2014 Mar;21(3):274-82. doi: 10.1111/acem.12337. PMID: 24628752; PMCID: PMC3984048.Brunkhorst, F. M., et al. "S3-Leitlinie Sepsis–Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge." Medizinische Klinik-Intensivmedizin und Notfallmedizin 115.2 (2020): 37-109.

15 Dec 2021
Innere Werte – Dezember 2021 – Blutbild und Entzündungsparameter
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der neunten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema 'Blutbild und Infektparameter'. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 31. Dezember 2021 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/2sdeu1ywkbfWiu2RLVRqmo?si=46ea4083a9ff4bab Timestamps 00:00:00 - Intro und Begrüßung00:03:51 - Kommentare00:06:51 - Einleitung00:12:28 - Was kann wann bestimmt werden?00:14:46 - Blutsenkung (BSG)00:21:23 - C-reaktives Protein (CRP)00:33:15 - Procalcitonin (PCT)00:53:58 - Weitere Akutphaseproteine00:55:45 - Interleukin-6 (IL-6)00:57:47 - Blutbild: Grundlagen01:04:20 - Blutbild: Exkurs01:25:43 - Immunglobuline01:27:54 - Punchlines01:31:09 - Abmoderation und Outro Punchlines Gabe von Antibiotika erfordert eine (Verdachts-)DiagnoseErhöhungen von CRP oder PCT sind keine Diagnose, sondern mehr oder weniger unspezifische EntzündungsparameterEs gibt keinen perfekten Biomarker und somit auch keine “Infektionsparameter” im engeren SinneBeweis einer Infektion weiterhin (fast) nur über direkten Erregernachweis möglichKlinische Symptome und klassische Infektionszeichen wegweisend für initialen VerdachtSpezifität allerdings sehr geringBiomarker ergänzen die klinische EntscheidungHinweis auf Ursache, Hinweis auf Schweregrad, Verlaufsbeurteilung und TherapiesteuerungCRP:Syntheseabhängig (Leberfunktion), Produktions-Beginn erst 4-6 h nach Stimulus, Höhepunkt erst nach 36-72h, HWZ 19 h - träges System! Distraktoren: Steroide, NikotinKaum spezifisch für bakterielle Infektionen, lediglich in großer Höhe mglw. hinweisgebendZwischen 10 und 50 mg/l eher lokale bakterielle Infekte, chronisch entzündliche Prozesse oder Erkrankungen des rheumatoiden Formenkreises sowie lokale Gewebsnekrosen (Myokardinfarkt).Über 50 mg/l eher hinweisend auf schwere bakterielle Infektionen, Schübe bei chronischen Entzündungen (z.B. CED) oder große Gewebsnekrosen (Pankreatitis, nekrotisierende Tumoren)Im Zusammenspiel mit Differentialblutbild, klinischen Symptomen und Vitalparametern hilfreich und etabliertCRP-Anstieg am 4. postoperativen Tag : Hinweis fürSuperinfektionAnastomoseninsuffizienzLAESekundäre Infektion (häufig: Pneumonie)PCT: Anstieg innerhalb 3-6 h, Zeit bis Peak: ca 24 Stunden - d.h. eine Kontrolle nach 24 Stunden kann uns viel Aufschluss darüber geben, ob wirklich eine bakterielle Organ- oder Blutstrominfektion vorliegt Eliminations-HWZ 24 StundenWird nicht “gespeichert”, sondern muss aktiv hergestellt werden, Toll-like-Rezeptoren und bakterielle Antigene starten die Kaskade (weiter über Interleukin/TNFa)Reagiert nicht auf Kolonisation (z.B. Harntrakt, Lunge)Unterstützung bei der Differenzierung v. bakteriellen vs. viralen Infektionen vs SIRS anderer GeneseKann nicht blockiert werden, ist nicht Steroid- oder Immunstatus-abhängigSpezielle bradytrophe Foci wie Endokarditis oder Osteomyelitis können mit niedrigeren PCT-Anstiegen einhergehen, weil wenig PCT-produzierende Zellen vorhanden sind (anders, sobald die Infektion über die Blutbahn streut)Baseline-PCT, Kontrolle nach 24h, dann alle 72h als Verlaufsparameter und ggf. Steuerungsmaß eine Antibiotikatherapie zu beenden (entweder weil die Infektion kontrolliert ist oder weil nie eine bestanden hat) oder zu eskalieren.Korreliert im Gegensatz zu CRP in der Höhemit Schweregrad u...

15 Nov 2021
Innere Werte – November 2021 – Hyperurikämie und Gicht
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der achten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema 'Hyperurikämie und Gicht'. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 30. November 2021 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/6gKnbzBcSe3a6w6iCEQZHd?si=92021198a4a94e9c Timestamps 00:00:00 – Intro und Begrüßung00:03:01 – Kommentare 00:09:39 – Einleitung: Geschichtliches und lyrische Ergüsse00:13:54 – Epidemiologie00:15:32 – Pathophysiologie00:26:56 – Klinik00:48:49 – Therapie des Gichtanfalls01:02:27 – Harnsäuresenkende Langzeittherapie01:16:12 – Exkurs: Gicht und Niere01:18:26 – Exkurs: Gicht und kardiovaskuläres Risiko01:28:50 – Prävention01:37:23 – Punchlines Punchlines Pathognomonisch ist das rasche Erreichen des Schmerzmaximums innerhalb von Stunden einer Monarthritis des Großzehengrundgelenks (Podagra), seltener als Tarsitis, an Ellenbogen, Knien oder Mittelhandgelenken. Rötung ist i.d.R. auf das betroffene Gelenk begrenzt. Harnsäurebestimmung im Gichtanfall bringt uns am Ende nicht viel weiter, kann bei unklaren Fällen ggf. nützen. In Zweifelsfällen - insbesondere bei Arthritis der mittelgroßen Gelenke (Knie!) mit starker Rötung und systemischen Reaktionen / Fieber gilt: Gelenk punktieren und Aspirat untersuchen / mikroskopieren / kultivieren - septische Arthritis ausschließen, auch hier unter Berücksichtigung von Komorbiditäten (Diabetes mellitus) und Immunkompetenz. Als mögliche Differentialdiagnose auch die reaktive Arthritis im Kopf haben und an atypische Verläufe bei bereits langjähriger tophöser Gicht denken. Atypische Lokalisationen bei arthrotisch schwer vorgeschädigten Gelenken möglich. Akuttherapie mit NSAR, Colchicin oder Prednisolon, Entscheidung anhand von Kontraindikationen und Komorbiditäten. Bei Colchicin an CYP3A4 (insb. Cyclosporin und Makrolide) denken und LoDoCo (low dose colchicin) verwenden. Bei Vorstellung ≥36 h nach Beginn des Anfalls Colchicin eher zu vermeiden, da weniger effektiv und relevante UAW. IL-1-Blocker sind als Alternative denkbar, wenn Kontraindikationen bestehen oder mit den o.g. Wirkstoffen keine adäquate Therapie möglich ist. Gichtanfälle müssen so früh wie möglich behandelt werden. Für Rezidive bewährt sich bei mündigen Patient:innen mit entsprechender Krankheitseinsicht nach gründlicher Aufklärung v.a. über UAW (Colchicin wirkt mutagen) eine Pill-in-the-Pocket-Strategie. Harnsäuresenkende Therapie (Urate-lowering Therapy, ULT) erfolgt einschleichend und titrierend unter Laborkontrollen, ist indiziert je nach Guideline mindestens ab dem zweiten Anfall oder schon ab dem ersten Anfall, Komorbiditäten berücksichtigen (Urolithiasis, Niereninsuffizienz, Vorhandensein von Tophi). Die neuesten europäischen und deutschen Empfehlungen der rheumatologischen Fachgesellschaften sagen: ULT ab Anfall 1! Bei normaler GFR 100 - 150 mg/d Allopurinol, ab GFR ≤30 ml/min maximal 50 mg/d, Steigerung unter Harnsäurespiegelkontrollen. Keine anlasslose Bestimmung von Harnsäurespiegeln, keine ULT bei asymptomatischer Hyperurikämie

15 Oct 2021
Innere Werte – Oktober 2021 – Hyperthyreose und thyreotoxische Krise
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der siebten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema 'Hyperthyreose und thyreotoxische Krise'. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 31. Oktober 2021 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/4p03m9L63oMsiaz5YjlziL?si=0382f840b8fd47e7 Timestamps 00:00:00 – Intro und Begrüßung00:11:37 – Einführung und Regelkreislauf00:13:46 – latente und manifeste Hyperthyreose00:17:41 – Jodination und Jodisation00:21:25 – Differentialdiagnosen (Bildung vs. Freisetzung)00:34:55 – Symptomatik00:38:11 – Merseburger Trias und Exkurs Endokrine Orbitopathie00:44:59 – Anamnese und Diagnostik01:04:50 – Therapiegrundlagen01:19:06 – Therapie nach Differentialdiagnosen01:26:19 – Thyreotoxische Krise01:39:27 – Ausblick: „small molecules“ als inverse Agonisten01:41:53 – Punchlines Punchlines Morbus Basedow, Autonome Adenome (beide "Bildungshyperthyreosen) und die Thyreoiditis sind die häufigsten Auslöser Anamnestisch abzufragen sind: Jodexzess (Amiodaron, Jodhaltiges KM, jodhaltige Externa), insbesondere Kontrastmittelgabe bei durchgeführtem CT oder nach Coro, Infektsymptome (postvirale Genese der subakuten Thyreoiditis), Halsschmerzen, Checkpoint-Inhibitoren/Tyrosinkinsaeinhibitoren, Palpitationen, Augenprobleme (Trockenheit, reibendes Gefühl, Sehstörungen, Schmerzen, Rötungen), stattgehabtes Vorhofflimmern.Biotin interferiert mit den Labortests - fragt danach, insbesondere wenn nur die Laborkonstellation einer manif. Hyperthyreose vorliegt, aber keine Klinik - mind. 48 h Abstand zwischen Einnahme und Labor!Klin. Untersuchung (Struma/Schwirren, Tremor, Augen), Sonographie inkl. Doppler und die TSH-Bestimmung stehen im Mittelpunkt des Erst-AssessmentTyp. Symptome sind Tremor, Tachykardie, Hitzewallungen und Schwitzen, vermindertes Blinzeln, Lid Lag, Gewichtsverlust, Schwitzen, Diarrhö, “Manie”, schneller Redefluss, Augenreizungen-/Schmerzen und Sehstörungen, Großteil der Symptome ist bedingt durch die Hochregulation v. Betarezeptoren auf dem Großteil der KörperzellenWenn eine Hyperthyreose (auch latent) vorliegt: CRP/BSG, TRAK und TPO-AK bestimmenBei Verdacht auf Schilddrüsenautonomie oder unklaren Befunden sollte eine Szintigraphie durchgeführt werden.Bei typischen Befunden für Morbus Basedow (erhöhter TRAK, diffuse Echoarmut im Sonogramm sowie eventuell eine Endokrine Orbitopathie) ist eine Szintigraphie zur Diagnosesicherung nicht erforderlich.Initial werden Patienten mit Bildungshyperthyreosen (Morbus Basedow oder Schilddrüsenautonomie) gleichsam thyreostatisch behandelt, wenn keine Unverträglichkeit besteht. Langfristig: ablative Therapie (Radiojodtherapie, Operation) vs Langzeit-Thyreostase / respektive Auslassversuch (Basedow), beim M. Basedow ist die thyreostatische Therapie die überbrückende Maßnahme bis zur möglichen Spontanremission der Antikörperbildung Eine deutliche Hyperthyreose bei subakuter Thyreoiditis wird nicht thyreostastisch, sondern mit Prednisolon (ggf. zusätzlich NSAR) behandelt.Nur symptomatisch, nicht ursächlich wirksam ist die begleitende Betablocker-Therapie, entweder nicht selektiv mit Propranolol oder mit AtenololPatienten unter thyreostatischer Therapie müssen Blutbild- und Leberwertkontrollen bekommen und über das K...

15 Sept 2021
Innere Werte – September 2021 – AVNRT
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der sechsten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema 'AV-Knoten-Reentry-Tachykardie'. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 30. September 2021 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de https://open.spotify.com/episode/1kO4iWPwqKpfz4qHX0k4yQ?si=yBgfoiILSbSQhuK_Y9Dszg&dl_branch=1 Timestamps 00:00:00 - Intro und Begrüßung 00:07:14 - Einleitung Thema und Definition 00:11:35 - Pathophysiologie 00:19:14 - Epidemiologie 00:21:57 - Klinische Symptomatik und Präsentation 00:42:32 - Therapeutische Ansätze 01:04:58 - Exkurs Lewis-Leads 01:09:49 - Ablationstherapie und Rezidivprophylaxe 01:21:12 - Punchlines 01:29:23 - Recap SGLT2-Inhibitoren bei Herzinsuffizienz: Emperor-Preserved-Trial Punchlines Bei präklinisch gestellter Diagnose "X" (wenn nicht nur als "tachykarde HRST" angekündigt wird) keinen Fixierungsfehler vollziehen. Immer zuerst ein 12 Kanal-EKG ableiten und ein eigenes Bild machen. In der Ersteinschätzung 2 wesentliche Punkte, weil diese das Vorgehen fundamental ändern würden:vor Therapieeinleitung immer eine VT/Breitkomplextachykardie und besonders FBI-Tachykardien (VHFli bei Präexitationssyndrom) ausschließenPatient:in bzgl. klinischer Stabilität, Schockzeichen, eingeschränkter Atmung und Vigilanz evaluieren Außerdem: vorbekannte Herzrhythmusstörungen (AVNRT? WPW-Syndrom?) abfragenBei Instabilität ist / wird ist die Kardioversion das erste Mittel der Wahl (im gesamten Pfad der Behandlung) Wird die Situation klinisch gut toleriert gehen wir in die Tiefe: Mittelpunkt der Anamnese: rapid onset und on-/off Phänomene. je nach Frequenz und kardialen Vorerkrankungen kann die Symptomatik von Unwohlsein bis Herzinsuffizienz alles bieten - die überwiegende Mehrheit der Pat. mit AVNRT ist aber nicht instabilEKG-Bild: Schmalkomplextachykardie ohne erkennbare P-Wellen mit Freq. 150-200 bei internistisch “jungen Menschen” zwischen 30 und 60J. ist a.e. eine AVNRT, DD: Atriale TachykardieLewis-Ableitungen kleben zur Bestätigung der Diagnose oder von DD (Detektierung z.B. von VHFla)Monitoring, i.v. Zugang, Basis-Labor, Vorerkrankungen mit Focus auf bronchospastische Grunderkrankungen abfragen - außerdem KHK & HerzinsuffizienzPrimärtherapie: Modif. vagale Maneuver mit Valsalva inkl. Lagerungsmaßnahmen (Oberkörper flach + leg raise nach Valsalva mit 10 ml Spritze über 15-20 Sekunden), mind 1x wiederholenwenn nicht erfolgreich: Adenosin als first line medik. Therapie6 / 12 / 18 mg i.v., vorherige Aufklärung, Monitoring, Defibr.bereitschaft, laufendes 12 Kanal-EKG, Sedierung erwägen, KI (WPW/FBI/Bronchospasmus) abklären, Antidota verfügbar habenwenn nicht erfolgreich: i.v. Verapamil oder Diltiazem oder Betablocker wenn nicht erfolgreich: frühelektive elektrische Kardioversion - wenn mittlerweile instabil: sofortLangfristig besteht insbes. bei symptomatischen Rezidiven die Möglichkeit und Empfehlung f. Ablation im Zentrum mit einer Erfolgsrate über 95%, geringes Risiko f.

15 Aug 2021
Innere Werte – August 2021 – Hepatorenales Syndrom
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der fünften Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema 'Hepatorenales Syndrom'. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 31. August 2021 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de Timestamps 00:00:00 - Intro und Begrüßung00:04:42 - Grundlagen, Nomenklatur, Definition00:17:30 - Epidemiologie00:18:23 - AKI bei Leberzirrhose00:28:32 - Diagnostik und initiale Therapie Teil 100:36:01 - Pathophysiologie00:49:28 - Diagnostik und initiale Therapie Teil 200:56:21 - Therapie01:15:58 - CONFIRM-Trial01:36:31 - Punchlines01:40:37 - Abmoderation und Outro Punchlines HRS = Ausschlussdiagnose, die grundsätzliche Diagnose ist immer 'AKI beim Leberzirrhotiker' und zunächst müssen wir immer andere Ursachen d. AKI klären (früh POCUS)HRS macht nur ca 10% der Ursachen beim Nierenversagen unter Zirrhotikern aus, evaluiert immer auch die häufigeren Gründe, Volumenexpansion bei Volumenmangel ab AKIN Stadium >1A mit Albumin, 1g pro kg Körpergewicht, auch bei 1A erwägen, kaum Indikationen für VEL alleine wegen der Wahrscheinlichkeit eines extravasalen Verlusts, Kombination mit Albumin erwägen (zB bei starkem gastrointestinalen Verlust)Bei Patient:innen mit Leberzirrhose wird das AKI-Stadium 1 unterteilt in die Subgruppen 1A (Serum-Kreatinin 1,5 mg/dl). Diese Differenzierung wurde durch eine prospektive Studie validiert, die für diese Subgruppen ein unterschiedliches Outcome gezeigt hatte.Labor-Vorwerte, außerdem gründliche Anamnese bzgl. Diuretika/Medikationswechsel nephrologische Expertise wenn vorhanden mit einbeziehen, Urindiagnostik + Mikroskopie häufigste Ursache sind Infektionen, gründlich suchen, diagnostische Aszitespunktion!bei Zirrhose + Aszites: ACEI/AT1-Antagonisten absetzen (Filtrationsdruck!)sollte sich die Diagnose eines HRS bestätigen frühzeitig Kontakt mit Zentrum aufnehmen, da sowohl TIPS als auch Transplantationslistung notwendig sind. Ein HRS definiert eine Zäsur im Fortschreiten einer Leberzirrhose, die Wahrscheinlichkeit eines Versterbens ohne Transplantation ist deutlich erhöht, sodass diese nun dringend evaluiert werden mussauch wenn eine Transplantation möglich ist, Therapie mit Albumin/Terlipressin um die perioperative Mortalität zu senken und eine Dialysepflicht postoperativ abzuwendenDialyse/RRT ist als überbrückendes Verfahren zur Leber-Tx (bridge to transplant) geeignet, sonst aber nicht sinnvollum das Nebenwirkungsprofil gering zu halten ist eine kontinuierliche Terlipressin-Infusion anzustrebenaufgrund der hohen Letalität und des unter Terlipressin insbesondere früh (im Mittel in den ersten 5 Tagen) auftretenden respiratorischen Versagens ist eine Behandlung auf einer Monitoring-Einheit sinnvoll, aber lt. Leitlinie für den Einsatz von Terlipressin nicht obligat.im Falle eines Einsatzes von Terlipressin auf periphere, gastrointestinale und kardiale Ischämiezeichen achtenVolumenstatus möglichst 1x / Schicht oder mind. 2x tgl evaluieren, insbesondere pulmonale Dekompensation früh erkennen (Röntgen, Thoraxsonographie, Monitoring)Sollte sich unter Terlipressin eine Besserung d. Nierenfunktion (Urin-Output, Krea) unter Therapie andeuten, jedoch eine pulmonale Verschlechterung eintreten, muss auch erwogen werden, ob wieder i.v. Diuretika eingesetzt werden, um die pulmonale Kongestion zu verringern (das Absetzen der Di...

15 Jul 2021
Innere Werte – Juli 2021 – Akute Herzinsuffizienz
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der vierten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema 'Akute Herzinsuffizienz'. CME-Punkte könnt Ihr bis einschließlich 31. Juli 2021 erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Wir freuen uns immer über Feedback via Kontaktformular oder eMail: innere-werte@pin-up-docs.de Timestamps 00:00:00 - Intro und Einleitung 00:06:10 - Grundlagen, Nomenklatur und Epidemiologie 00:11:14 - Klinische Symptomatik 00:14:56 - Einleitung Pathophysiologie 00:17:18 - Systolische und diastolische Dysfunktion 00:23:17 - Neuroendokrines System, Flüssigkeitshaushalt 00:28:13 - Stauung und Organdysfunktion 00:30:20 - Exkurs: Niere bei Herzinsuffizienz 00:41:44 - Auslösende Faktoren 00:49:15 - Diagnostik und Phänotypen 01:14:11 - Therapiegrundlagen 01:23:44 - Dekongestion 01:35:57 - Vasodilatatoren, Inotropika und Vasopressoren 01:42:27 - Kardiale Devices, Analgesie, VTE-Prophylaxe, SGLT2i 01:48:58 - Punchlines und Entlassung 02:01:17 - Abmoderation und Outro Eselsbrücken für auslösende Faktoren ADHF / AHF: FAILURESF Forgetting – fehlende Medikamenteneinnahme, insbesondere DiuretikaA Arrhythmie, insbesondere tachykardes VorhofflimmernI Infarkt/IschämieL Lifestyle: Nicht-Einhalten einer TrinkmengenbeschränkungU Upregulation of cardiac demand (Hyperthyreose, Infekt, Schwangerschaft)R Renal failure → NierenversagenE EmbolieS Stenosen der Herzklappen und andere Vitien CHAMPITC Coronary (akutes Koronarsyndrom)H Hypertension (hypertensiver Notfall)A ArrhythmieM Mechanik (akute mechanische Ursache)z. B. Ruptur Papillarmuskel, freie LV-Wand oder VSD bei InfarktP Pulmonary (Embolism)I InfectionsT Tamponade Punchlines in der Aufnahmesituation je akut kränker die Patient:innen, desto eher gilt: nutzt die Echtzeit-Informationsquelle einer kapillären oder arteriellen BGA zur Stratifizierung eines Schock-Geschehens, einer hypoxischen Insuffizienz, von Elektrolytstörungen.Erkennt einen kardiogenen Schock rechtzeitig! Kümmert euch früh um ein Monitorbett mit Möglichkeit des invasiven Monitorings, Vasopressor- / Inotropika-Therapie.Identifiziert ein Lungenödem rasch mittels Lungensonographie, Röntgen und Auskultation, startet früh mit diuretischer i.v-Therapie, Nachlastsenkung und NIV.Es lohnt sich eigentlich immer, direkt ein Sonographie-Assessment zu machen. Stichworte: intravasaler Volumenstatus, Pleuraergüsse, Lungensonographie, Nierenmorphe / Harnstau / Blasenfülle, Pumpfunktion und Rechtsherzbelastungszeichen. Der Informationsgewinn ergänzt den klinischen Eindruck immens.Verzögert mögliche Diagnostik nicht, insbesondere eine Thorax-CT-Angiographie hat ggf. massive therapeutische Konsequenzen, sie sollte nicht erst zweizeitig im Verlauf des Aufnahmetages oder bei Verschlechterung sondern entsprechend der klinischen Wahrscheinlichkeit direkt im Aufnahmesetting durchgeführt werden.Therapiert zeitnah Herzrhythmusstörungen,

15 Jun 2021
Innere Werte – Juni 2021 – Akute Pankreatitis
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. In der dritten Folge widmen wir uns umfassend dem internistischen Evergreen 'Akute Pankreatitis'. Wir beleuchten für Euch Ursachen, die Pathophysiologie, Diagnostik, Therapie und Verläufe, berichten Euch außerdem von einer spannenden Studie aus China. Auch in diesem Monat können wir Euch wieder die Möglichkeit anbieten CME-Punkte zu erwerben. Um diese zu beantragen, könnt Ihr bis einschließlich 30. Juni 2021 die in der Folge genannten Codewörter im CME-Formular eintragen. Hier geht's zum CME-Formular. Feedback über das Kontaktformular oder via eMail: innere-werte@pin-up-docs.de Timestamps 00:00:00 - Intro und Einleitung 00:08:46 - Grundlagen Pankreatitis 00:27:42 - Zelluläre Pathophysiologie 00:34:25 - Klinische Symptomatik 00:44:02 - Diagnostik 00:48:45 - Exkurs Leber-Enzyme 00:58:56 - Risiko-Scoring 01:04:34 - Bildgebung 01:11:25 - Therapie 01:27:49 - Zusammenfassung 01:33:29 - Studie Cox2-Hemmer bei Pankreatitis 01:43:35 - Abspann Punchlines: Unverzügliche Volumentherapie mit 5-10 ml/kgKG/h Kristalloid essentiell Beginn immer in der ZNA bei >10 ml/kgKG/h drohen Komplikationen durch rasche Rehydrierung mit erhöhter Mortalität Re-Evaluation z.B. mit initial täglicher bedside-Sonographie auf einer IMC bzgl. retroperitonealen, intraperitonealen, pleuralen Flüssigkeitsansammlungen sowie intravasalem Volumenstatus Enterale Ernährungstherapie so früh wie möglich und sobald tolerabel, um den hoch-katabolen Zustand zu durchbrechen Bei mangelnder Einsicht/Intolerabilität enterale Sondenkost spätestens nach 72 h Jejunale Ernährungs-Sonden in Erwägung ziehen bei Erbrechen. Analgesie als Grundvoraussetzung der oralen Ernährungsversuche. Ätiologie in der Notaufnahme klären, bzw. biliäre Genese frühzeitig sicher ausschließen bei Cholangitis ERCP innerhalb von 24 h (so früh wie möglich)insbesondere zur Verhinderung einer Cholangitis früher Einsatz der ERC mit bei biliärer Genese Abklärung Alkoholabusus, Nikotinabusus, Medikamentenanamnesebei idopathischer Genese EUS oder MRCP als Bildgebung (Mikrolithiasis? chronische Pankreatitis? Pankreasanomalien? Gangaufstau? Raumforderung?) klinisch engmaschige Kontrolle, je älter und multimorbider sowie je heftiger die initial sichtbare extravasale Flüssigkeitslast, desto wichtiger wird ein Monitoring Niederschwellige Aufnahme auf Überwachungsstationen, die Vorhersagekraft schwerer Verläufe mittels Risiko-Scores ist begrenzt. Trotzdem: Nutzung von Surrogatparametern für einen Kritischen Verlauf, Organversagen sowie für Hypovolämie, z.B. war jeder Anstieg des BUN level 24 h nach Aufnahme assoziiert mit einer Odds Ratio von 4.3 (95% CI, 2.3- 7.9) für das Versterben des Patienten Organversagen und schwere Lokalkomplikationen rechtzeitig erkennen wiederholte / ergänzende Bildgebung, initial sonographisch, bei stagnierendem / verschlechtertem Verlauf CT Abdomen multidisziplinäre interventionelle Therapie mit Gewinn von Aspiraten für Kultur (CT-gestützt / endoskopisch transkutan / transgastral)Nekrosektomie und Debridement,

1 May 2021
Innere Werte – Mai 2021 – SGLT2-Hemmer
Pin-Up-Docs Innere Werte: Jeden Monat sezieren wir für euch ein Thema aus dem weiten Feld der Inneren Medizin, berichten von unseren Praxiserfahrungen, verknüpfen mit aktueller Forschung und möchten euch kurzweilig Handlungsempfehlungen für euren medizinischen Alltag vermitteln. Die zweite Folge steht ganz im Zeichen der SGLT2-Hemmer. Wir besprechen Grundlegendes, berichten über Effekte bei Herz- und Niereninsuffizienz und beleuchten eine wichtige Nebenwirkung, die uns in Zukunft wohl häufiger beschäftigen wird. Wir können Euch diesen Monat erstmals die Möglichkeit anbieten, CME-Punkte zu erwerben. Wir wollen zunächst eine dreimonatige Testphase durchführen, um den Aufwand einschätzen zu lernen. Für den Anfang wären wir daher dankbar, wenn nur Anträge von Zuhörer:innen kämen, die die Punkte auch wirklich anrechnen können. Hier geht's zum CME-Formular. Feedback über das Kontaktformular oder via eMail: innere-werte@pin-up-docs.de Grundlagen https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=SGLT2-Hemmer https://flexikon.doccheck.com/de/SGLT-2-Inhibitor https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RV_STP/s-z/sglt2-hemmer.html https://www.aerzteblatt.de/archiv/203529/Sterblichkeitsrisiko-bei-Typ-2-Diabetes-SGLT2-Hemmer-und-GLP-1-Agonisten-verlaengern-Ueberleben-DPP-4-Inhibitoren-nicht https://www.aerzteblatt.de/archiv/207343/SGLT2-Hemmer-Nephroprotektion-bewiesen Seferović, Petar M., et al. "Heart Failure Association of the European Society of Cardiology update on sodium–glucose co‐transporter 2 inhibitors in heart failure." European Journal of Heart Failure 22.11 (2020): 1984-1986. Studien McMurray JJV, Solomon SD, Inzucchi SE, Køber L, Kosiborod MN, Martinez FA, Ponikowski P, Sabatine MS, Anand IS, Bělohlávek J, Böhm M, Chiang CE, Chopra VK, de Boer RA, Desai AS, Diez M, Drozdz J, Dukát A, Ge J, Howlett JG, Katova T, Kitakaze M, Ljungman CEA, Merkely B, Nicolau JC, O'Meara E, Petrie MC, Vinh PN, Schou M, Tereshchenko S, Verma S, Held C, DeMets DL, Docherty KF, Jhund PS, Bengtsson O, Sjöstrand M, Langkilde AM; DAPA-HF Trial Committees and Investigators. Dapagliflozin in Patients with Heart Failure and Reduced Ejection Fraction. N Engl J Med. 2019 Nov 21;381(21):1995-2008. doi: 10.1056/NEJMoa1911303. Epub 2019 Sep 19.PMID: 31535829 Packer M, Anker SD, Butler J, Filippatos G, Pocock SJ, Carson P, Januzzi J, Verma S, Tsutsui H, Brueckmann M, Jamal W, Kimura K, Schnee J, Zeller C, Cotton D, Bocchi E, Böhm M, Choi DJ, Chopra V, Chuquiure E, Giannetti N, Janssens S, Zhang J, Gonzalez Juanatey JR, Kaul S, Brunner-La Rocca HP, Merkely B, Nicholls SJ, Perrone S, Pina I, Ponikowski P, Sattar N, Senni M, Seronde MF, Spinar J, Squire I, Taddei S, Wanner C, Zannad F; EMPEROR-Reduced Trial Investigators. Cardiovascular and Renal Outcomes with Empagliflozin in Heart Failure. N Engl J Med. 2020 Oct 8;383(15):1413-1424. doi: 10.1056/NEJMoa2022190. Epub 2020 Aug 28.PMID: 32865377 Zannad F, Ferreira JP, Pocock SJ, Anker SD, Butler J, Filippatos G, Brueckmann M, Ofstad AP, Pfarr E, Jamal W, Packer M. SGLT2 inhibitors in patients with heart failure with reduced ejection fraction: a meta-analysis of the EMPEROR-Reduced and DAPA-HF trials. Lancet. 2020 Sep 19;396(10254):819-829. doi: 10.1016/S0140-6736(20)31824-9. Epub 2020 Aug 30.PMID: 32877652 Bhatt DL, Szarek M, Steg PG, Cannon CP, Leiter LA, McGuire DK, Lewis JB, Riddle MC, Voors AA, Metra M, Lund LH, Komajda M, Testani JM, Wilcox CS, Ponikowski P, Lopes RD, Verma S, Lapuerta P, Pitt B; SOLOIST-WHF Trial Investigators.

1 Apr 2021
Innere Werte – April 2021 – Premiere
Die Premierenfolge von Pin-Up-Docs Innere Werte. Wir besprechen für euch monatlich Studien aus der Inneren Medizin, geben euch Kochrezepte mit auf den Weg und versuchen, Euch etwas kurzweiligen Wissenstransfer zu bieten. In unserer ersten Folge stellen wir euch den HEAR-Score vor, besprechen Diagnostik und Therapie der oberen GI-Blutung und beschäftigen uns mit dem Einsatz der CT-Angiographie zur Blutungsquellendiagnostik bei GI-Blutung. Viel Spaß und gebt uns Feedback. Unten stehend findet ihr Time-Stamps zur Orientierung innerhalb der Podcast-Folge: 00:03:37 - Studie 1: Identification of very low-risk acute chest pain patients without troponin testing 00:17:16 - Studie 2: Timing of Endoscopy for Acute Upper Gastrointestinal Bleeding 00:34:41 - Studie 3: The utilization of CTA in management of gastrointestinal bleeding in a tertiary care center ED. Are we using it enough? 00:58:45 - Checkliste GI-Blutung Feedback: innere-werte@pin-up-docs.de Studien Smith LM, Ashburn NP, Snavely AC, Stopyra JP, Lenoir KM, Wells BJ, Hiestand BC, Herrington DM, Miller CD, Mahler SA. Identification of very low-risk acute chest pain patients without troponin testing. Emerg Med J. 2020 Nov;37(11):690-695. doi: 10.1136/emermed-2020-209698. Epub 2020 Aug 4. PMID: 32753395; PMCID: PMC7952041. Lau JYW, Yu Y, Tang RSY, Chan HCH, Yip HC, Chan SM, Luk SWY, Wong SH, Lau LHS, Lui RN, Chan TT, Mak JWY, Chan FKL, Sung JJY. Timing of Endoscopy for Acute Upper Gastrointestinal Bleeding. N Engl J Med. 2020 Apr 2;382(14):1299-1308. doi: 10.1056/NEJMoa1912484. PMID: 32242355. Stewart K, Sharma AK. The utilization of CTA in management of gastrointestinal bleeding in a tertiary care center ED. Are we using it enough? Am J Emerg Med. 2021 Jan;39:60-64. doi: 10.1016/j.ajem.2020.01.015. Epub 2020 Jan 11. PMID: 31987743. https://dasfoam.org/2019/09/07/heart-score-das-werkzeug-fuer-brustschmerz-in-der-notaufnahme-supported-by-dasfoam/ dasFOAM - Heart Score Kochrezept GI-Blutung DGVS – Empfehlungen für nicht-variköse OGI-B: Für hämorrhagischen Schock ohnehin Endoskopie dringlich (<12 h) empfohlen ohne Schock bei Hochrisikosituation zeitnah (<24 h)ohne Schock, ohne Hochrisiko frühelektiv (<72h) Datenbasis für Hochrisiko-Vorgehen: Bei 97 Patienten mit einem Glasgow-Blatchford-Score GBS ≥12 konnte in einer retrospektiven Analyse die Mortalität mittels Endoskopie mit erfolgreicher Blutstillung innerhalb der ersten 13 Stunden signifikant gesenkt werden (0 vs. 44%, P< 0,001), sodass eine ÖGD in einem Zeitfenster <24 h erfolgen sollte. DGVS – Empfehlungen für vermutete variköse OGI-B: Zirrhose, bekannte portale Hypertension, bekannte Varizen, Z.n Varizenblutung mit Schock: ASAPohne Schock: Monitoring und Endoskopie in <12 hbei Verdacht immer Vasopressin-Analoga (z.B. Terlipressin 1-2 mg alle 6 h) + antimikrobielle Therapie (z.B. Ceftriaxon 2g iv. 1-0-0 für 7 Tage, alternativ Ciprofloxacin oder Norfloxacin), hohes Risiko für SBP (spontan bakterielle Peritonis), Harnwegsinfektionen, Pneumonien, Blustrominfektionen Zur Identifikation von Hochrisikopatienten können neben klassischen anamnestischen Parametern (bekanntes Ulkusleiden, vorangegangene gastrointestinale Blutungen, gastrointestinales Tumorleiden,
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