"Mitbestraft - Im Gespräch mit Angehörigen von Inhaftierten" ist ein Podcast, der darauf abzielt, das Bewusstsein für die Herausforderungen und die emotionale Belastung der Familien inhaftierter Personen zu schärfen. Jede Folge bietet einen tiefen Einblick in die individuellen Geschichten und Erfahrungen, um ein Tabuthema in die Gesellschaft zu tragen und Unterstützung zu bieten. Wir begrüßen Gäste, die offen über ihre Erlebnisse sprechen. Freuen Sie sich mit uns auf spannende und aufschlussreiche Themen rund um die Situation von Angehörigen Inhaftierter.

Mitbestraft - Im Gespräch mit Angehörigen von Inhaftierten
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Podcast Overview
"Mitbestraft - Im Gespräch mit Angehörigen von Inhaftierten" ist ein Podcast, der darauf abzielt, das Bewusstsein für die Herausforderungen und die emotionale Belastung der Familien inhaftierter Personen zu schärfen. Jede Folge bietet einen tiefen Einblick in die individuellen Geschichten und Erfahrungen, um ein Tabuthema in die Gesellschaft zu tragen und Unterstützung zu bieten. Wir begrüßen Gäste, die offen über ihre Erlebnisse sprechen. Freuen Sie sich mit uns auf spannende und aufschlussreiche Themen rund um die Situation von Angehörigen Inhaftierter.
Language
🇩🇪
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6/5/2025
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Recent Episodes

August 3, 2026
Folge 13: Festnahme durch das SEK – Eine Familie unter Schock
<p>Ein Polizeieinsatz um sechs Uhr morgens verändert von einer Minute auf die andere das Leben einer ganzen Familie. In dieser Folge von <strong>Mitbestraft</strong>, dem Podcast der Straffälligenhilfe des SKM Freiburg, spricht Monika Fröwis mit Frau N., deren Sohn inhaftiert wurde. Es geht um den Schock der Festnahme durch das SEK, die ersten Tage in Untersuchungshaft, Besuchsschein, Haftkonto, Telefonate aus der JVA, den Übergang von U Haft in Strafhaft und die Frage, wie Angehörige von Inhaftierten mit Schuld, Scham, Sorge und Bürokratie umgehen können. Die Folge zeigt eindrücklich, wie wichtig Kontakt, Offenheit und Unterstützung für Familien sind, die plötzlich Teil eines ihnen völlig fremden Systems werden.<br><strong>Frau N.: Eine Mutter, die nicht verstummt</strong><br>Frau N. lebt in Berlin und erzählt offen von der Inhaftierung ihres Sohnes, der zuvor nicht vorbestraft war, in Ausbildung stand und nun zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Sie beschreibt sich als jemand, der telefoniert, nachfragt, sich durch Zuständigkeiten kämpft und versucht, aus der Ohnmacht ins Handeln zu kommen. Gemeinsam mit ihrer Tochter besucht sie ihren Sohn regelmäßig in der JVA, hält engen Kontakt und sucht den Austausch mit anderen betroffenen Müttern. Aus dieser Erfahrung heraus beteiligt sie sich am Aufbau einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Inhaftierten in Berlin.<br><strong>Zwischen Schock, Scham und dem festen Entschluss, dranzubleiben</strong><br>Besonders eindringlich schildert Frau N. den Moment der Festnahme: „Bei uns wurde nicht geklingelt, bei uns wurde die Tür eingetreten mit einer Ramme." Die Aktion habe sich für sie wie ein Überfall angefühlt, auch weil sie sich nicht von ihrem Sohn verabschieden durfte: „Er war dann halt plötzlich weg." Später musste die Familie selbst sehen, wie sie mit der eingetretenen Tür und der durchsuchten Wohnung zurechtkommt. Als belastend beschreibt sie auch die ersten Tage ohne klare Informationen, bis der Sozialdienst der JVA Kontakt aufnahm und erklärte, wie Geld auf das Haftkonto überwiesen werden kann. Zugleich macht Frau N. deutlich, dass sie ihren Sohn nicht auf seine Straftat reduziert: „Das, was er gemacht hat, ist kein Grund, ein Kind fallen zu lassen." Ihr wichtigster Rat an andere Angehörige lautet, den Kontakt nicht abbrechen zu lassen: Briefe, Karten, Fotos, Besuche und Telefonate seien für Inhaftierte oft von unschätzbarem Wert. „Die freuen sich über alles", sagt sie, und fasst ihre Haltung in einem Satz zusammen: „Nie aufgeben."<br><strong>Was Angehörige in der Praxis wissen müssen</strong><br>Die Folge macht deutlich, wie viele organisatorische Fragen nach einer Inhaftierung sofort auf Angehörige zukommen: Wo ist die inhaftierte Person untergebracht? Wie funktioniert ein Haftkonto? Wer beantragt einen Besuchsschein oder Dauersprechschein? Welche Regeln gelten für Haftbesuch, Telefonate, Wäsche und Geldbeträge? Frau N. berichtet, dass viele Informationen im Internet veraltet oder schwer verständlich seien und dass jede JVA eigene Abläufe haben kann. Gerade deshalb sind Austausch, Selbsthilfe und niedrigschwellige Angebote wie dieser Podcast für Angehörige von Inhaftierten so wichtig.<br><strong>Erwähnte Bücher, Veranstaltungen und Anlaufstellen</strong><br>1. Buch: <strong>Das Leben nach der Straftat eines Kindes. Im Schatten der Schuld</strong> von Claudia Terporten. Das Buch versammelt Perspektiven von Eltern straffällig gewordener Kinder und wurde in der Folge als hilfreich und bewegend beschrieben.</p><p>2. Fachveranstaltung: <strong>Wenn Familien mitverurteilt werden</strong>, eine Veranstaltung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin zum Thema Angehörige von Straffälligen zwischen Schuld, Verantwortung und gesellschaftlichem Urteil.</p><p>3. Selbsthilfe in Berlin: Frau N. berichtet von einer entstehenden Selbsthilfegruppe für Angehörige von Inhaftierten in Berlin. Interessierte aus dem Raum Berlin können sich über den Podcast beziehungsweise den SKM Freiburg melden, damit ein Kontakt hergestellt werden kann.</p>

July 15, 2026
Folge 12: Kinder im Blick - Was bedeutet familienfreundliche Vollzugsgestaltung?
<p>Was passiert mit Kindern, wenn ein Elternteil in Haft kommt? In dieser Folge von <strong>Mitbestraft</strong>, dem Podcast der Straffälligenhilfe des SKM Freiburg, spricht Monika Fröwis mit Lea aus dem Sozialdienst einer JVA über <strong>familienfreundlichen Vollzug</strong>, Besuchskontakte, Vater-Kind-Beziehung und die besonderen Belastungen von <strong>Kindern inhaftierter Eltern</strong>. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Justizvollzugsanstalten Kinder besser schützen, Elternschaft in Haft unterstützen und Angehörige entlasten können. Denn der Freiheitsentzug betrifft nicht nur die inhaftierte Person, sondern auch Partnerinnen, Partner, Kinder und Familien, die oft mit Scham, Unsicherheit und vielen praktischen Hürden leben müssen.</p><p>Lea arbeitet im Sozialdienst einer JVA und bringt einen besonderen Blick auf Kinder und Familien mit: Vor ihrem Studium der Sozialen Arbeit war sie als Erzieherin tätig. Im Studium entdeckte sie ihr Interesse an der Sozialarbeit mit straffällig gewordenen Menschen und wechselte nach dem Abschluss in die JVA. Heute ist sie dort unter anderem als <strong>Familienbeauftragte</strong> tätig. Ihre Aufgabe ist es, das Thema <strong>familienfreundliche Vollzugsgestaltung </strong>in der Anstalt zu verankern, Angebote für inhaftierte Elternteile zu begleiten und als Schnittstelle zwischen drinnen und draußen zu arbeiten.</p><p><strong>Warum der Besuch schon am Tor beginnt</strong></p><p>Ein Schwerpunkt der Folge ist die Frage, wie Kinder einen Besuch in der JVA erleben. Lea beschreibt, dass ein kindgerechter Familienbesuchsraum wichtig ist, aber nicht ausreicht. Schon die Anmeldung am Tor, Schleusen, Kontrollen, uniformiertes Personal und die Anspannung der Begleitperson prägen den Besuch. In Baden Württemberg wurde das Projekt <strong>familienfreundliche Vollzugsgestaltung </strong>durch das Justizministerium angestoßen. Dazu gehören unter anderem familienfreundlich eingerichtete Besuchsräume mit Spielmaterial, Büchern, Kuscheltieren, Spielmatten und einer Atmosphäre, die Kindern so viel Sicherheit wie möglich geben soll. Lea betont: Kinder können nichts für die Situation, in der sie sich befinden. Genau deshalb brauche es Sensibilität, Erklärung und eine Haltung, die Kinder ernst nimmt.</p><p><strong>Kontakt halten trotz Haft</strong></p><p>Lea stellt verschiedene Angebote vor, die Eltern Kind Beziehungen während der Haft stärken können. Neben dem Regelbesuch gibt es in ihrer JVA zusätzlichen Familienbesuch im Familienzimmer. Besonders wertvoll ist der Vater Kind Besuch: Mehrere Male im Jahr verbringen Väter und ihre Kinder zwei Stunden miteinander, ohne weitere Angehörige. Es wird gespielt, gegessen und Zeit miteinander geteilt. Für manche Familien ist dieses Angebot auch dann hilfreich, wenn die Mutter keinen Kontakt zum Vater möchte, dem Kind den Umgang aber ermöglichen will. Außerdem gibt es eine Vätergruppe, ein Familienseminar zur Vorbereitung auf die Zeit nach der Haft sowie in vielen Anstalten Vorleseprojekte, bei denen inhaftierte Eltern eine Geschichte aufnehmen, damit Kinder zu Hause die Stimme von Mama oder Papa hören können.</p><p><strong>Weiterführende Hinweise</strong></p><p>Viele JVAs informieren auf ihren Webseiten über Besuchsregelungen, Angehörigeninformationen und Kontaktmöglichkeiten zum Sozialdienst.</p><p>Familienbeauftragte in Baden Württemberg: Angehörige können sich, sofern auf der jeweiligen JVA Seite ersichtlich, direkt an die familienbeauftragte Person wenden.</p><p>Bilderbücher, Materialien und Videos: Im Gespräch werden kindgerechte Materialien erwähnt, die erklären, was Haft bedeutet und wie der Alltag in einer JVA aussehen kann.</p><p>Vorleseprojekte in JVAs: In vielen Anstalten können inhaftierte Eltern Geschichten aufnehmen, die ihren Kindern zugeschickt werden.</p><p>UN Kinderrechtskonvention: Genannt wird das Recht von Kindern auf Umgang mit beiden Elternteilen, sofern es dem Kindeswohl entspricht.</p><p>Online Beratung und Austauschgruppen: Es gibt anonyme Beratungsangebote per Text oder Chat sowie Austauschmöglichkeiten für Angehörige im Internet.</p><p>Podcast-Kontakt: Rückmeldungen und Fragen können an den Podcast der Straffälligenhilfe des SKM Freiburg gerichtet werden.</p>

May 5, 2026
Folge 11: Verurteilt ohne Knast - Auf Bewährung
<p><strong>Bewährung statt Knast: Wie Bewährungshilfe undTäter-Opfer-Ausgleich wirklich wirken</strong></p><p>Bewährung ist mehr als ein juristischer Begriff, sie entscheidet oft darüber, ob ein Leben stabil bleibt oder endgültig aus der Spur gerät. In dieser Folge von <strong>Mitbestraft</strong> spricht Monika Fröwis mit einem Experten der <strong>Bewährungs- und Gerichtshilfe Freiburg</strong> über die <strong>Bewährungsstrafe</strong>, den Alltag der <strong>Bewährungshilfe</strong> und die Frage, was passiert, wenn Auflagen nicht eingehalten werden. Es geht um <strong>Kriminalprognose </strong>und <strong>Sozialprognose</strong>, um Rückfallrisiken, Widerruf und darum, warum Täterarbeit immer auch <strong>Opferschutz</strong> bedeutet. Dazu gibt es Einblicke in das <strong>Entlassmanagement</strong> nach der Haft und warum Resozialisierung häufig schon vor der Entlassung beginnt.</p><p><strong>Zu Gast: Herr Topolic von der Bewährungs- und Gerichtshilfe Freiburg</strong><br />Herr Topolic arbeitet seit 2009 in der Bewährungshilfe und ist damit seit vielen Jahren nah dran an den Bruchstellen und Chancen im Leben Verurteilter. Er ist nicht nur in der <strong>Bewährungshilfe</strong> tätig, sondern auch in der <strong>Gerichtshilfe</strong>, im <strong>Täter-Opfer-Ausgleich</strong> und war zeitweise in einem Projekt zur <strong>Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafen </strong>eingebunden. Als Multiplikator verantwortet er zudem das Thema <strong>Schuldenregulierung</strong>, ein Bereich, der in vielen Bewährungsverläufen eine zentrale Rolle spielt. Sein Arbeitsalltag: viele Gespräche, ein klarer Rahmen und der ständige Balanceakt zwischen Hilfe und Kontrolle.</p><p><strong>Was Bewährung leistet und wo es kritisch wird</strong></p><p>Klar wird: Eine Freiheitsstrafe kann nur dann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn sie <strong>nicht über zwei Jahre</strong> liegt, alles darüber muss in der Regel vollstreckt werden. Entscheidend ist die Prognose des Gerichts, also ob jemand sich künftig straffrei führen wird. Herr Topolic beschreibt die Bewährungshilfe als Spagat zwischen Unterstützung und Berichtspflicht an das Gericht, setzt aber auf Transparenz, damit Verantwortung beim Klienten bleibt. Besonders eindrücklich ist seine Einordnung: <strong>"Wenn wir Täterarbeitbetreiben, betreiben wir gleichzeitig damit auch immer automatisch einen gewissen Teil an Opferschutz."</strong> Auch Zahlen werden genannt: In Baden-Württemberg lag die <strong>Widerrufsquote</strong> 2024 bei <strong>17,1 Prozent</strong>, also schaffen es über 80 von 100 Bewährungsprobanden, die Bewährungszeit ohneWiderruf zu bestehen. Gleichzeitig wird deutlich, wie riskant mehrere parallele Bewährungen sein können, weil bei Widerruf schnell ein Dominoeffekt entsteht und aus wenigen Monaten Haft mehrere Jahre werden.</p><p><strong>Weiterdenken: Täter-Opfer-Ausgleich, Entlassmanagement und Ehrenamt</strong></p><p>Die Folge gibt außerdem einen praxisnahen Einblick in den <strong>Täter-Opfer-Ausgleich </strong>als freiwilliges Verfahren, meist beauftragt durch die Staatsanwaltschaft. Ziel ist eine außergerichtliche Einigung, Verantwortungsübernahme und Wiedergutmachung, im besten Fall kann das Verfahren eingestellt oder strafmildernd berücksichtigt werden. Thema ist auch das <strong>Entlassmanagement </strong>mit der JVA Freiburg, um Übergänge aus der Haft in Wohnen, Beratung und Alltag besser zu organisieren. Zum Schluss weist Herr Topolic auf die <strong>ehrenamtliche Bewährungshilfe</strong> hin: In Baden-Württemberg gibt es fast so viele Ehrenamtliche wie Hauptamtliche, sie übernehmen echte Fallverantwortung und werden dafür sorgfältig ausgewählt und begleitet.</p><p><strong>Erwähnte Kontakte und Verweise aus der Folge</strong></p><p>- Podcast-E-Mail für Rückmeldungen: <a href="mailto:Podcast@skm-freiburg.de" rel="ugc noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Podcast@skm-freiburg.de</strong></a></p><p>- Bewährungs- und Gerichtshilfe Freiburg (Anlaufstelle und Infos, unter anderemzu Außenstellen und Aufgabenbereichen): <strong>Homepage der Bewährungs- und Gerichtshilfe Freiburg</strong></p><p>- Hinweis aus dem Gespräch: Kontakt zur ehrenamtlichen Bewährungshilfe kann über die Einrichtung hergestellt werden: <a href="mailto:freiburg@bgbw.bwl.de" rel="ugc noopener noreferrer" target="_blank">freiburg@bgbw.bwl.de</a> Einrichtungsleiter Herr Markus Lausch</p>
13 total episodes available
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