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Netzwerk - Der Podcast vom Netz E

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by Netzwerk Erinnerungsarbeit

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14 episodes
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Podcast Overview

Das Netzwerk Erinnerungsarbeit (Netz E) ist ein Zusammenschluss von HSVer*innen mit dem Ziel, Erinnerungsarbeit, NS-Aufarbeitung und Projekte gegen Diskriminierung voranzubringen. Mit „Netzwerk – Der Podcast vom Netz E“ bietet das Netz E ein eigenes Podcast-Format an. In unregelmäßigen Abständen wird sich unser Moderations-Team mit Gästen zu den vielfältigsten Themen rund um Antidiskriminierungs- und Erinnerungsarbeit im Fußballkontext – natürlich mit speziellem Fokus auf unseren HSV - austauschen.

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🇩🇪

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5/18/2020

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Recent Episodes

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June 11, 2026

Folge 13: Die Raute unterm Hakenkreuz

<p>Anfang April 2026 ist der neue Sammelband über den HSV im Nationalsozialismus endlich erschienen. Der Herausgeber Werner Skrentny behandelt zusammen mit weiteren Autor*innen sehr detailreich ganz unterschiedliche Themen rund um unsere Raute unterm Hakenkreuz. </p><p>Zusammen mit dem Förderkreis Nordtribüne e. V. veranstalteten wir am 7. Mai 2026 ein Podiumsgespräch in der Zentralbibliothek, bei dem zahlreiche Aspekte des Buchs vorgestellt und diskutiert wurden. Wie verhielt sich der HSV im Nationalsozialismus? Welche Geschichten erzählen wir heute und welche wurden lange nicht erzählt? Und was bedeutet es, sich aktuell unserer Vergangenheit zu stellen?</p><p>Über diese Fragen kamen auf dem Podium Werner Skrentny (Herausgeber), Paula Scholz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Netz E), Jürgen Kowalewski (Autor der Asbjørn Halvorsen-Biografie), Niko Stövhase (HSV-Museum) und Svea Gruber (Netz E) mit der Moderatorin Pauli (Förderkreis Nordtribüne e. V.) ins Gespräch.</p><p>Den Mitschnitt des Podiums stellen wir euch hiermit als 13. Folge zur Verfügung – viel Spaß beim Hören und Lesen!</p><p>Links:</p><p>Sammelband „Die Raute unterm Hakenkreuz – Der HSV im Nationalsozialismus“ bestellbar beim Delius Klasing – Verlag: https://shop.delius-klasing.de/die-raute-unterm-hakenkreuz-p-2003134/?srsltid=AfmBOorrxYPrUSRLqTO2mr_0MCt1_g2JnNstkEG_3pkvhbsbjHVhB-tb</p><p>Taz-Interview mit Werner Skrentny über das Buch vom 3.5.2026: https://taz.de/Chronist-ueber-HSV-in-der-NS-Zeit/!6171622/</p>

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January 27, 2026

Folge 12: Kühne und der HSV (mit Henning Bleyl)

<p>Klaus-Michael Kühne – HSV-Aktionär und Geldgeber – dürfte insgesamt einen neunstelligen Betrag in den HSV investiert haben.</p><p>In Hamburg auch bekannt durch die Kühne-Stiftung, investiert Kühne in die in der Hafencity ansässige Kühne Logistics University oder in die Elbphilharmonie. Jüngstes Prestigeprojekt ist der Bau einer neuen Oper, für das die Stiftung bis zu 340 Millionen Euro bereitstellt.</p><p>Kühnes Vermögen wird auf ca. 38,9 Milliarden Dollar geschätzt. Damit ist er der zweitreichste Deutsche. Doch wo kommt all das Geld her?</p><p>Kühne ist Mehrheitsgesellschafter der Kühne + Nagel Gruppe, einem der größten Transport- und Logistikunternehmen der Welt. 1890 gegründet, stieg das Speditionsunternehmen im 20. Jh. rasant auf. Strukturell wichtig für die heutige Stellung ist ausgerechnet: die Zeit des Nationalsozialismus.</p><p>Als NS-Musterbetrieb ausgezeichnet, stellte sich Kühne + Nagel unter der Leitung von Kühnes Vater Alfred und seinem Onkel Werner in den Dienst des NS-Regimes. Die Brüder Kühne traten bereits am 1. Mai 1933 in die NSDAP ein und drängten im selben Jahr den jüdischen Hauptanteilseigner Adolf Maass aus der Firma. Adolf Maass wurde in Auschwitz ermordet.</p><p>Kühne + Nagel profitierte von der Verwertung Eigentums jüdischer Deportierter aus den besetzten Gebieten – der sogenannten M-Aktion. Mit logistischer Unterstützung der Firma wurden ab 1942 die Besitztümer zehntausender deportierter Jüdinnen und Juden nach Deutschland transportiert. Die Möbel wurden unter Wert auktioniert oder an Ausgebombte verteilt, um die Kriegsmoral der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.</p><p>Alfred und Werner Kühne wurden auch deshalb nach dem 2. Weltkrieg im Prozess der “Entnazifizierung” Westdeutschlands in der zweithöchsten Belastungskategorie als “Aktivist und Nutznießer” geführt, ehe sie auf Initiative der US-Militärregierung als “Mitläufer” entlastet wurden. Schon 1948 durften sie wieder ihre Firma führen und die Internationalisierung des Unternehmens auf Grundlage der zur NS-Zeit geschaffenen Infrastruktur vorantreiben.</p><p>Die Firma Kühne + Nagel war damit einer der Hauptprofiteure der sog. „Arisierungs“-Politik der Nazis, hat an der massenhaften Verfolgung, dem Raub und der letztendlichen Ermordung von Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit verdient und war somit Mittäter.</p><p>Und was sagt Klaus-Michael Kühne dazu? Bis heute gibt es nur zaghafte Bekundungen zur Rolle des Unternehmens in der NS-Zeit. Eine angemessene Aufarbeitung fand bislang nicht statt.</p><p>Was folgt daraus? Es stellt sich explizit nicht die Frage, welche Schuld Klaus-Michael Kühne an den Verbrechen der Nazis trägt. Hierfür trägt er selbstverständlich keine Schuld, er war zur NS-Zeit noch ein Kind. Es geht um seine Verantwortung in der heutigen Zeit, mit der Schuld seines Vaters, Onkels und Unternehmens und seinem maßgeblich auch hieraus folgenden Wohlstand umzugehen. Und es geht darum, was das für uns als Hamburger Zivilgesellschaft und den HSV und seine Fans bedeutet.</p><p><br></p><p> “(00:00) Einleitung”</p><p>&quot;(05:14) Gespräch mit Henning Bleyl&quot;</p><p>&quot;(07:00) NS-Vergangenheit Kühne + Nagel&quot;</p><p>&quot;(13:00) Adolf Maass&quot;</p><p>&quot;(22:56) Kühne-Oper&quot;</p><p>&quot;(26:34) Kühne und der HSV (inkl. Interview HSV))&quot;</p><p>&quot;(48:50) Lehren aus anderen erinnerungspolitischen „Kämpfen“&quot;</p><p>&quot;(54:26) Abschließende Worte&quot;</p><p><br></p><p>Moderation: Freddy, Ulrike und Jakob</p><p>Gesprächspartner: Henning Bleyl (Journalist) und Cornelius Göbel (HSV)</p><p>Schnitt: Ole</p><p><br></p><p>Anmerkung: Adolf Maass wurde 1944 nach Auschwitz deportiert. Ob er bereits 1944 oder erst 1945 ermordet wurde, ist ungeklärt.</p><p><br></p><p>Text von Forza Hamburg: <a href="https://nordtribuene-hamburg.de/alt-reich-uneinsichtig-der-fall-kuehnenagel-und-der-nationalsozialismus/" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">https://nordtribuene-hamburg.de/alt-reich-uneinsichtig-der-fall-kuehnenagel-und-der-nationalsozialismus/</a></p><p><br></p><p>Interview der TAZ mit Henning Bleyl: <a href="https://taz.de/Journalist-Henning-Bleyl-ueber-Kuehne-Oper/!6101732/" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">https://taz.de/Journalist-Henning-Bleyl-ueber-Kuehne-Oper/!6101732/</a></p><p><br></p><p>Jingle: slow groove.wav by THE_bizniss -- https://freesound.org/s/58193/ -- License: Attribution 3.0</p>

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January 27, 2025

Folge 11: Nie wieder ist jetzt - Erinnerungsarbeit im HSV

<p>Folge 11: Nie wieder ist jetzt - Erinnerungsarbeit beim HSV</p> <p>Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Dieser Tag ist in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, und auch im Fußball findet seit einigen Jahren rund um das Datum von Fußballvereinen und Fanszenen ein Gedenken statt. Das war nicht immer so. Jahrzehntelang wurde die Geschichte verdrängt und Biografien von Verfolgten gerieten in Vergessenheit. Wir schauen in dieser Folge auf unseren Verein: Was ist in den letzten 80 Jahre Erinnerungsarbeit beim HSV passiert? Wir haben uns dafür mit verschiedenen Person vom Verein, aus Gremien und von der Fanszene getroffen, aber hört am besten selbst!</p> <p>(00:00) Einleitung</p> <p>(07:00) Kriegerdenkmal</p> <p>(16:52) Traditionspflege</p> <p>(22:28) Politische Situation in den 1980ern</p> <p>(25:35) Fanprojekt als wichtiger Akteur</p> <p>(28:24) Gründung Supporters Club</p> <p>(31:40) HSV-Museum</p> <p>(37:08) Gründung Netz E</p> <p>(40:14) Gedenktafel</p> <p>(45:23) Antidiskriminierungsparagraph</p> <p>(48:32) Aktuelle Situation</p> <p>(56:54) Wie geht es weiter?</p> <p><br></p> <p>Nie Wieder ist jetzt - Ankündigung der Förderkreis Nordtribüne:</p> <p><a href="https://nordtribuene-hamburg.de/nie-wieder-ist-jetzt-erinnerungstag-beim-hsv/" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">https://nordtribuene-hamburg.de/nie-wieder-ist-jetzt-erinnerungstag-beim-hsv/</a></p> <p>Kampagnentext zum 21. Erinnerungstag von !Nie Wieder:</p> <p><a href="https://niewieder.info/aktivieren/download/Erinnerungstag20250127_Kampagnentext" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">https://niewieder.info/aktivieren/download/Erinnerungstag20250127_Kampagnentext</a></p> <p>Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zum Hamburger Fußball im Nationalsozialismus:</p> <p><a href="https://www.lernwerkstatt-neuengamme.de/de/weitereausstellungen/weitereausstellungen_rathausausstellungen_startseite/rathausausstellung_2016_fussball_startseite" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">https://www.lernwerkstatt-neuengamme.de/de/weitereausstellungen/weitereausstellungen_rathausausstellungen_startseite/rathausausstellung_2016_fussball_startseite</a></p> <p>Ankündigung zur Ausstellung “Ins rechte Licht gerückt - Der Einfluss von rechts auf die HSV-Fanszene der 1980er Jahre”:</p> <p><a href="https://www.hsv.de/news/eroeffnung-der-sonderausstellung-ins-rechte-licht-gerueckt" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">https://www.hsv.de/news/eroeffnung-der-sonderausstellung-ins-rechte-licht-gerueckt</a></p> <p>Mehr zur Geschichte des HSV im Nationalsozialismus erfahrt ihr unter anderem in der Vereinschronik „Mit der Raute im Herzen“ von Werner Skrentny und Jens R. Prüß und im (leider vergriffenen) Ausstellungskatalog „Die Raute unter dem Hakenkreuz“.</p> <p>Jingle: slow groove.wav by THE_bizniss -- <a href="https://freesound.org/s/58193/" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">https://freesound.org/s/58193/</a> -- License: Attribution 3.0</p> <p><br><a href="https://freesound.org/s/58193/" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer"><br></a><br></p> <p><br></p>

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