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OE3000 - Ein Podcast über die Organisationen von heute und morgen

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by Robin Julian Taylor

25 episodes
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Podcast Overview

Für wen funktionieren Organisationen? Wie könnten sie morgen aussehen? Ich bin Robin, Autor eines Sachbuchs über unsere Organisationen und Organisationsentwickler mit 15 Jahren Erfahrung. In diesem Podcast untersuche ich Organisationen als komplexe soziale Gebilde, in denen Macht ausgeübt wird, Konflikte ausgetragen werden und Veränderung möglich ist. Kein Management-Blabla, sondern kritische Analyse. Meine These: Organisationen sind veränderbar – wie wir sie gestalten, entscheidet über unsere Zukunft. Schreib mir: mail@robin-taylor.de Mehr Infos: www.robin-taylor.de

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🇩🇪

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1/2/2026

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Episode thumbnail for OE3000 - Episode 24 - Der Podcast entwickelt sich weiter! Drei Ankündigungen in eigener Sache!

June 18, 2026

OE3000 - Episode 24 - Der Podcast entwickelt sich weiter! Drei Ankündigungen in eigener Sache!

<p>OE3000 verändert sich, und diese kurze Folge in eigener Sache erklärt wie.</p><p>Es beginnt ein neuer Themenblock: Über Methoden und Werkzeuge. Nach dem bisherigen Blick auf Organisationen als Ganzes geht es nun um ihr Inventar, also um die Methoden und Werkzeuge, mit denen täglich gearbeitet wird. Scrum, OKR und Kanban auf der einen Seite, Jira, Notion und Asana auf der anderen. Die Leitfrage bleibt in jeder Folge dieselbe: Was wird versprochen, und was wird im organisationalen Alltag tatsächlich eingelöst?</p><p>Zugleich wechselt OE3000 ins Video. Ab der nächsten Folge zeigt Robin sein Gesicht und arbeitet mit Bildern, Screenshots und kleinen Touren durch die Programme, weil sich vieles über Werkzeuge besser zeigen als beschreiben lässt. Die erste Videofolge erscheint kommenden Freitag, zugleich die fünfundzwanzigste Episode und damit eine Art Jubiläum.</p><p>Dazu kommen gefilmte Interviews mit Intellektuellen und Personen des öffentlichen Interesses über die Kernthemen des Podcasts, teils aus der Ferne, teils persönlich vor Ort. Der Veröffentlichungsrhythmus ist noch offen, die Ankündigung erfolgt bewusst früh.</p><p>Unverändert bleibt der Rest: OE3000 bleibt OE3000, und die Hauptfolgen erscheinen weiterhin freitags um achtzehn Uhr.</p><p>Schreib mir: <a href="mailto:mail@robin-taylor.de" target="_blank" rel="noreferrer">mail@robin-taylor.de</a></p><p>Mehr Infos: <a href="http://www.robin-taylor.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.robin-taylor.de</a></p>

Episode thumbnail for OE3000 - Episode 23 - Organisationsentwicklung: Eine Kritik an meinem eigenen Berufsfeld

June 12, 2026

OE3000 - Episode 23 - Organisationsentwicklung: Eine Kritik an meinem eigenen Berufsfeld

<p>Der deutsche Beratungsmarkt ist 2025 ins Stocken geraten. 49 Milliarden Euro Umsatz, nur 0,5 Prozent Plus. Für 2026 erwartet die Branche einen Aufschwung, getragen vor allem von Künstlicher Intelligenz mit plus 22 Prozent. Boston Consulting hat fünf Milliarden Dollar in KI investiert und nennt das selbst die größte Transformation der eigenen 60-jährigen Geschichte. Die klassische Organisations- und Prozessberatung wächst nur um 3,5 Prozent.</p><p>Diese Episode richtet den Blick auf jenes Feld: die Organisationsentwicklung, kurz OE. Sie unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Unternehmensberatung. OE fragt offen, welche Veränderungen in dieser konkreten Organisation sinnvoll sind. Die Antwort soll von innen kommen.</p><p>Die Managementberatung funktioniert andersherum. Ein Vorstand kauft eine Lösung ein. Die Beratung kommt mit fertigen Frameworks und Best Practices, oft das Best-of, das gerade gehypt wird. Die Ökonomin Mariana Mazzucato hat das in „Die große Consulting-Show&quot; zugespitzt: Ein Geschäftsmodell, das Lösungen verkaufen muss, kann nicht ergebnisoffen prüfen, ob überhaupt eine gebraucht wird.</p><p>In der Theorie ist OE eine sympathische Haltung. In der Praxis hat sie ihre eigenen Tücken. Beteiligung als Manipulationstechnik. Workshops als Nebelkerze. Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. So entsteht die Alibi-OE: engagiert, um den Anschein von Veränderungsbereitschaft zu erwecken. David Graeber würde solche Organisationsentwickler als Flickschuster bezeichnen.</p><p>Die nachhaltigsten Veränderungen entstehen ohnehin woanders, dort, wo Menschen sich selbst als handlungsfähige Subjekte behandeln. Am 4. und 5. Juni ruft ver.di erneut bundesweit zum Streik im Handel. Genau dort knüpft die humanistische OE-Tradition seit Kurt Lewin im Kern an.</p><p><strong>Erwähnte Personen:</strong> Mariana Mazzucato, David Graeber, Kurt Lewin</p><p><strong>Schreib mir: </strong>mail@robin-taylor.de</p><p><strong>Mehr Infos:</strong> <a href="http://www.robin-taylor.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.robin-taylor.de</a></p>

Episode thumbnail for OE3000 - Episode 22 - Über Organisation als Tätigkeit: Ein Einblick in den Alltag von Schulen, Gewerkschaften und Vereinen

June 5, 2026

OE3000 - Episode 22 - Über Organisation als Tätigkeit: Ein Einblick in den Alltag von Schulen, Gewerkschaften und Vereinen

<p>Am 15. Mai 2026 sind in Deutschland über 5.000 Beschäftigte dem ersten bundesweiten Warnstreikaufruf von ver.di im Handel gefolgt. In mehr als 200 Filialen — von Edeka und REWE über Douglas und H&amp;M bis zu IKEA. Ab dem 21. Mai laufen weitere regionale Streiks, am 4. und 5. Juni ruft die Gewerkschaft erneut bundesweit auf. Hintergrund ist die Tarifrunde Handel, in der es um eine Lohnerhöhung für rund 5,2 Millionen Beschäftigte geht.</p><p>Das ist organisierte Tätigkeit im stärksten Sinne. Menschen verständigen sich über Filialgrenzen hinweg auf gemeinsame Forderungen, finden Sprecherinnen und Sprecher, wählen Termine, verteilen Aufgaben. Niemand hat sie dafür auf einen Workshop geschickt. Niemand hat es auf Ansage verordnet.</p><p>Diese Episode fragt, was Organisieren eigentlich ist — und warum es gleichzeitig so elementar wichtig und so frustrierend schwer ist. Schon das kleinste gemeinsame Vorhaben zerrt an unterschiedlichen Interessen. Sechs Leute wollen ein Wochenende an der Ostsee verbringen, und schon beginnt das Ringen: Eine möchte wandern, einer am Strand liegen, eine isst vegan, einer will unbedingt Fischbrötchen. Dazwischen mischt sich das Leben gnadenlos ein.</p><p>Genau dieselbe Dynamik durchzieht jede Organisation. Der IT-Leiter und die Marketingchefin lesen denselben Projektfortschritt unterschiedlich. Die Pflegekraft und der Verwaltungsdirektor haben verschiedene Vorstellungen vom Patientenwohl. Im Sportverein haben Hausmeister und Vorstandsvorsitzender selten dieselbe Idee davon, was in einer Umkleide als sauber durchgeht. Und doch wären wir ohne Organisation buchstäblich aufgeschmissen — von der spontanen Sandsackkette am Deich bis zur Versorgung einer Millionenstadt.</p><p>Für das Phänomen, das in vielen Organisationen entsteht, wenn Reden und Handeln auseinanderfallen, gibt es einen treffenden Begriff: Hyperpolitik. Der Historiker Anton Jäger hat ihn geprägt. Er beschreibt eine Kommunikation, die unablässig Meinungen, Aufbruchsstimmung und symbolische Akte produziert, ohne dauerhafte Strukturen aufzubauen. In Organisationen sieht das so aus: Strategieworkshops, deren Hochglanz-Ergebnis nach drei Wochen in der Schublade liegt. Reformprozesse, deren bleibendster Output die Pressemitteilung am Tag des Beschlusses ist.</p><p>Eine Schule am Montag: Dienstbesprechung über das neue Leitbild, alle nicken. Am Dienstag steht eine Lehrerin im Klassenraum vor 29 Kindern, drei sprechen kein Deutsch, zwei tragen gerade einen Konflikt aus, sie improvisiert. Ein Fußballverein in einer Kleinstadt: Jahreshauptversammlung mit Jugendförderungskonzept und Sponsoringplan. Am Samstagvormittag richtet derselbe Vorstand mit drei Vätern den Platz her, eine Mutter wäscht die Trikots, der Übungsleiter improvisiert eine Taktik. Beides ist Organisation. Aber das Leitbild und der Trikotsack auf der Rückbank haben nur lose miteinander zu tun.</p><p>Die Tarifrunde Handel zeigt das Gegenbild: organisierte Tätigkeit, in der sich tatsächlich etwas bewegt. Forderungen liegen auf dem Tisch, Filialen bleiben zu, am Ende kann sich der Lohnzettel verändern. In der Hyperpolitik-Variante bleibt das Wichtigste auf der Folie.</p><p>Wer wirklich verstehen will, wie organisiertes Miteinander funktioniert, lernt es selten im Seminarraum. Die aktive Mitarbeit in einem Verein, das Engagement in einer Gewerkschaft, die Beteiligung an einer Streikbewegung lehrt über Interessen, Aushandlung und Koordination mehr als jedes Teamtraining. Nur bekommt man dafür kein Zertifikat.</p><p><strong>Erwähnte Personen:</strong> Anton Jäger</p><p><strong>Schreib mir:</strong> mail@robin-taylor.de</p><p><strong>Mehr Infos:</strong> www.robin-taylor.de</p>

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