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OrgAvantgarde - Intelligent organisieren in Kontingenz

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by Susanne Leithoff & Johann Scholten

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Podcast Overview

Susanne Leithoff und Johann Scholten sind davon überzeugt, dass es einer organisationalen Aufklärung bedarf. Organisation, Führung und Mitarbeiterschaft müssen neu gedacht werden, wenn eine Navigation und eine vitale Anpassung an sich schnell verändernde Bedingungen gelingen soll. Im gemeinsamen Dialog erkunden wir aktuelle Dysfunktionen und Kippunkte des Organisierens um neue Denkpfade auszuloten, die wirksamere Handlungsoptionen zu öffnen vermögen. Parallel veröffentlichen wir ein Dialogpapier in dem die zentralen Aussagen und Thesen zusammengefasst sind. Sie sind herzlich eingeladen hier in Schriftform am Dialog teilzunehmen.

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7/2/2022

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Episode thumbnail for OrgAvantgarde: Folge 6 Was ist ein Beratungsdesign und welche Auswirkungen hat dies auf den Prozess des Organisierens?

May 8, 2023

OrgAvantgarde: Folge 6 Was ist ein Beratungsdesign und welche Auswirkungen hat dies auf den Prozess des Organisierens?

Was ist ein Beratungsdesign und welche Auswirkungen hat dies auf den Prozess des Organisierens? Wir wollen an unseren letzten Podcast anknüpfen und heute über ein Beratungsdesign zur Umsetzung einer Richtungsentscheidung reden. Das dies in der Regel mit Veränderung zu tun hat; muss nicht nochmal ausführlich betont werden. Wir reden von einem Beratungsdesign und meinen damit eine Vorgehensweise zur Umsetzung einer Entscheidung. Ein Design ist nicht zu verwechseln mit dem klassischen Plan, der von der Festlegung von gezielten Aktionen lebt. Meisten sind  Pläne auf Businessthemen beschränkt, die im Rahmen von Meilensteinen abgearbeitet werden. Für unser Ansinnen der Synchronisierung von Businesssystem und sozialem System Organisation ist dies natürlich zu wenig. Denn alle unsere in den vorherigen Podcasts vorgestellten Themen wie Dysfunktionsforschung, Sichtbarmachung von Abwehrroutinen der lokalen Rationalitäten, agonales oder orthogonales Vorgehen und schließlich die zentrale Unterscheidung von Heuristik und Hermeneutik haben in den klassischen Projektplanungen keinen Platz.   Das heißt jetzt was? Ein Beratungsdesign ist ein kontextueller Rahmen für eine Richtungsentscheidung, der keine oder nur wenige Handlungsvorgaben macht. Ein Plan ist das Instrument der klassischen bürokratischen Organisation aus der Zeit der Nachfragemärkte als der Absatz der tayloristisch gefertigten Produkte relativ sicher war. Ein Design dient der Umsetzung von Entscheidungen in Angebotsmärkten und in moralischen von ökologischen und sozialen Aspekten geprägten Märkten. Und nicht zu vergessen: Dies Märkte fordern ein völlig neues Verständnis vom Prozess des Organisierens und von Kooperation und Serviceleistungen. Ein Design dient der Absicherung der Bewegungsfreiheit im Prozess des Organisieren in zwei Richtungen: Auf der Businessebene sind die inhaltlichen Themen zu erarbeiten und auf der Ebenen des sozialen Systems ist die Form der Arbeit ständig festzulegen und zu verbessern. Das sind Organisationen nach wie vor in der Regel nicht gewohnt.  These 1: Das Design der Selbstberatung im Prozess des Organisierens sichert die Gleichzeitigkeit und damit die Synchronisierung von Businesssystem und sozialem System. Die Arbeitsweise hat Werkstatt- und Reflexionscharakter. Die Ausprägungen des jeweiligen Schwerpunktes kann in der Designgestaltung variieren. Es spricht einiges dafür, den Reflexionscharakter sorgfältig zu dosieren. These 2: Das Design zur Selbstberatung eröffnet eine gewollte Veränderungsdynamik, die über das klassische Abarbeiten von Inhaltsthemen weit hinausgeht. These 3: Das Veränderungsdesign zur Selbstberatung schafft einen sicheren Rahmen zur Bearbeitung  der Kontingenz im Prozess des Organisierens. Es ist ein Konzept zur Etablierung einer Gesamtsteuerung in der Gleichzeitigkeit von top-down und bottom-up.

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October 21, 2022

OrgAvantgarde: Folge 5 Konkretisierung - Der Arbeitskontext im Prozess des Organisierens

Wie geht Veränderung im Prozess des Organisierens? Wir wollen heute den Konkretisierungsgrad erhöhen und über die Anwendung der bisherigen Themen sprechen. Wir reden dabei über die Gestaltung eines Beratungskontextes und über die Voraussetzungen der Synchronisierung von Businesssystem und sozialem System im Prozess des Organisierens. Hier gibt es unendlich viel Stoff und wir möchten uns im Podcast V vor allem mit der wohl wichtigsten und häufig schwierigsten Voraussetzung zur Gestaltung von Veränderung beschäftigen. Dabei spielen die Begriff Dysfunktion und Abwehrroutinen eine wesentliche Rolle. Wir steigen also nicht in die übliche Thematik der neuen Tools ein, sondern es geht hier vor allem um den blinden Fleck aller Organisationen, den Prozess des Organisierens reflexiv voranzutreiben. Dabei spielt die Unterscheidung von Heuristik (Systemdenken I) und Hermeneutik (Systemdenken II) eine wesentlichen Rolle.

Episode thumbnail for OrgAvantgarde: Folge 4 Kollektive hermeneutische Dysfunktionsforschung als radikal neuer Ansatz

September 22, 2022

OrgAvantgarde: Folge 4 Kollektive hermeneutische Dysfunktionsforschung als radikal neuer Ansatz

Systemdenken I Intuitiv / heuristisch: Das Denken funktioniert automatisch und schnell, weitgehend mühelos und ohne willentliche Steuerung. Wir wollen dieses Denken nicht nur bei Individuen verorten, sondern sehen hier auch eine Grundlage für die kooperative Organisation im Prozess des Organisierens. Hier entstehen die Routinen, Denk- und Handlungsmuster bis hin zum pfadabhängigen Denken über große Zeiträume. So läuft die Organisation auch dann, wenn das pfadabhängige Denken zu massiven Störungen und Dysfunktionen führt. Der Zustand des Lock-in ist erreicht, wenn der Denkpfad nicht hinterfragt wird, sondern die Gründe in einem mehr oder weniger zu suchen sind, gerne verbunden mit Personalisierungen und mehr vom Gleichen. Systemdenken I ist im Prozess des Organisierens unabdingbar schafft jedoch automatisch den blinden Fleck der nicht beabsichtigten Dysfunktionen.   Systemdenken II: Reflexiv /  hermeneutisch: Wir haben dazu schon einiges gesagt. Hier geht es um Nachdenken, und zwar auch hier wiederum nicht als Einzelleistung, sondern größeren Einheiten wie Gruppen, Bereiche, Organisationen insgesamt. Diese Art des Denkens dient dazu den blinden Flecken des Systemdenkens I auf die Spur zu kommen. Diese Art des Denkens ist anstrengend, weil sie die Aufmerksamkeit auf mentale Aktivitäten zur Erfassung komplexer Zusammenhänge  zirkuläre Wirkungen (wicked problems) und konkrete Berechnungen (Kennzahlen) richtet.  Systemdenken wird getragen vom subjektiven Erleben von Handlungsmacht (locus of control), Entscheidungsfreiheit und engagierter Konzentration. Systemdenken II ist kein einmaliger Vorgang, sondern kontextuell wie inhaltlich sorgfältig zu gestalten. Hier spielt das angewandte Design mit speziellen Instrumenten eine wesentliche Rolle. Die Frage ist dabei, wer zu welchen Themen mit welchem angestrebten Ergebnistyp in welcher Zeit zusammenkommt. Natürlich darf es auch freie Reflexionskontexte geben, jedoch dürfen diese keinesfalls die Regel sein.  Systemdenken II ist radikal, weil die hermeneutische Vorgehensweise an die Wurzel der bisherigen Überzeugungen (Muster, mentale Modelle, Pfade)  geht, die in diesem Forschungsprozess in Frage gestellt werden. Ein Lock-in ist ohne externe Unterstützung nur schwerlich möglich, weil intern daran nicht gerührt werden darf. Ein sehr zuverlässiger Indikator ist dabei, die Aufregung und Ablehnung von externer Unterstützung, wenn kollektive Abwehrroutinen ausgelöst werden. Kollektive Dysfunktionsforschung, also Systemdenken II, aktiviert Abwehrroutinen der Organisation. Für die Ausprägungen dieser Abwehrroutinen hatten wir bereits typische Kategorien definiert: 1.    Erkenntnis Ignoranz 2.    Gegenwartsverlängerung 3.    Verantwortungsverschiebung 4.    Tool-Beschwörung  So werden relevante, oft auch gravierende Probleme kollektiv invisibilisiert. …

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Susanne Leithoff und Johann Scholten sind davon überzeugt, dass es einer organisationalen Aufklärung bedarf. Organisation, Führung und Mitarbeiterschaft müssen neu gedacht werden, wenn eine Navigation und eine vitale Anpassung an sich schnell verändernde Bedingungen gelingen soll. Im gemeinsamen Dialog erkunden wir aktuelle Dysfunktionen und Kippunkte des Organisierens um neue Denkpfade auszuloten, die wirksamere Handlungsoptionen zu öffnen vermögen. Parallel veröffentlichen wir ein Dialogpapier in dem die zentralen Aussagen und Thesen zusammengefasst sind. Sie sind herzlich eingeladen hier in Schriftform am Dialog teilzunehmen.

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