Regalplatz – Der Podcast der Lebensmittel Praxis. In "Regalplatz" diskutiert LP-Redakteurin Elena Kuss gemeinsam mit Experten der Branche die aktuellen Trends im Lebensmitteleinzelhandel. Sie beleuchten Hintergründe und geben wertvolle Tipps für Handel und Hersteller.
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Influencer with a day job: Rewe-Creatorin „Flugsnack“ über TikToks aus dem Supermarkt
Sie arbeitet im Supermarkt und nimmt ihre Follower mit: Theodora Gelastopoulos ist stellvertretende Marktleiterin im Rewe am Flughafen Köln/Bonn. Auf TikTok und Instagram ist sie als „Flugsnack“ aktiv und gibt Einblicke in ihren Berufsalltag. Geld verdient sie mit TikTok nicht. Was motiviert sie trotzdem, Videos aus dem Supermarkt zu veröffentlichen?
In dieser Folge von Regalplatz, dem Podcast der Lebensmittel Praxis, spricht Elena Kuss mit Theodora über das Phänomen „Influencer with a day job“: Menschen, die neben ihrem Beruf eine Social-Media-Präsenz aufbauen. Theodora zeigt dabei ihren Arbeitsplatz und ihren Alltag im Handel. Als Teil der Rewe West Voices gehört sie außerdem zu einem Corporate-Influencer-Programm, in dem Mitarbeiter ihren Arbeitgeber sichtbar machen.
Sie spricht über TikTok, über Content aus dem Supermarkt und darüber, wie sich Beruf und öffentliche Präsenz verbinden lassen. Was macht den Arbeitsalltag für Zuschauer interessant? Und was bedeutet es, auf dem eigenen Kanal zugleich für ein Unternehmen zu stehen?
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum Mitarbeiter ihren Berufsalltag teilen und welche Rolle sie damit in der Kommunikation des Lebensmittelhandels übernehmen können.
21 Sept 2026
Warum derselbe Kunde heute spart und morgen Premium kauft – mit Marktforscherin Anna-Katharina Kraus
Der Kunde spart und gönnt sich gleichzeitig etwas. Er kauft Handelsmarke und Premium. Er achtet auf seine Gesundheit und will trotzdem genießen. Widersprüchlich? Nicht unbedingt.
Anna Kraus von YouGov sagt: Der Shopper ist nicht so fragmentiert, wie es auf den ersten Blick scheint. Vielmehr zeigt ein und derselbe Mensch je nach Situation eine andere Version seiner selbst. Entscheidend ist der Kontext, in dem eine Kaufentscheidung fällt.
Auf der ECR in Motion in Bonn hat Elena Kuss mit der Marktforscherin direkt nach ihrem Vortrag gesprochen, mitten im Trubel der Veranstaltung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können Händler und Hersteller diese unterschiedlichen Bedürfnisse erkennen und ihre Sortimente darauf ausrichten?
Denn der Markt verändert sich. Handelsmarken kommen inzwischen auf einen Umsatzanteil von 46 Prozent. Gleichzeitig wachsen gerade Premium-Handelsmarken stark. Gesundheitsorientierte Produkte legen zu, aber auch der Genuss bleibt wichtig. Und 29 Prozent der Kunden suchen aktiv nach Produkten, die besser zu ihren Bedürfnissen passen.
Im Podcast geht es deshalb um sogenannte Kontexträume: Muss der Handel Produkte künftig weniger nach klassischen Kategorien und stärker nach konkreten Situationen wie Feierabend, Energie oder Entspannung denken? Wie könnte eine solche Platzierung im Supermarkt aussehen, ohne dass der Kunde die Orientierung verliert?
Außerdem sprechen Anna Kraus und Elena Kuss über zwei Entwicklungen, die das Einkaufsverhalten weiter verändern könnten: Longevity und GLP-1. Laut den von YouGov präsentierten Daten nutzen bereits 1,7 Millionen Haushalte GLP-1-Präparate. Gemeinsam stehen sie für rund fünf Milliarden Euro FMCG-Ausgaben. Welche Produkte landen in diesen Haushalten im Einkaufswagen und welche Kategorien könnten davon profitieren?
Und schließlich geht es um KI. Schon heute nutzen Verbraucher künstliche Intelligenz im Zusammenhang mit Lebensmitteln und Konsumgütern. Was passiert, wenn künftig nicht mehr nur Regalplatzierung, Preis und Marke darüber entscheiden, welches Produkt in die engere Auswahl kommt, sondern auch die Empfehlung einer KI?
Eine Folge über den Shopper der Zukunft und darüber, was Händler und Hersteller heute über ihn wissen sollten.
8 Sept 2026
Aldi USA: Warum der wichtigste Wachstumsmarkt die ganze Gruppe verändert
Aldi ist seit 50 Jahren in den USA. Heute ist das US-Geschäft der größte Ländermarkt von Aldi Süd und der Discounter will weiter massiv wachsen: Bis Ende 2028 sollen es 3.200 Standorte sein. Doch selbst das könnte erst der Anfang sein.
Warum funktioniert Aldi ausgerechnet in den USA so gut? Wie schafft es der Discounter, in einem stark markengetriebenen Markt mit rund 90 Prozent Eigenmarken eine Fangemeinde aufzubauen? Und warum gelingt Lidl, das 2017 mit großen Ambitionen in den US-Markt gestartet ist, bislang nicht dasselbe?
Darüber spricht Elena Kuss in dieser Folge von „Regalplatz“ mit Markus Schröder. Der Handelsexperte kennt Aldi auch von innen: Er hat selbst als Einkäufer für den Discounter gearbeitet und sich zuletzt vor Ort angesehen, wie Aldi in den USA aufgestellt ist.
Schröder erklärt, warum das reduzierte Sortiment, die Eigenmarken, die kleinen Flächen und eine über Jahrzehnte aufgebaute Markenstärke zusammenspielen. Er nimmt die Hörer mit in einen Aldi-Markt in Las Vegas und zeigt am Beispiel des Käseregals, wie es Aldi gelingt, auf deutlich weniger Fläche ein aus seiner Sicht attraktiveres Sortiment zusammenzustellen als Walmart.
Auch Lidl USA kommt zur Sprache. Schröder analysiert, warum der Konkurrent trotz großer Investitionen bis heute Schwierigkeiten hat, in den USA ausreichend Größe aufzubauen und weshalb regionale Übernahmen zum entscheidenden Hebel werden könnten.
Der Blick geht aber auch zurück nach Europa und Deutschland. Denn während das US-Geschäft wächst, sieht Schröder Aldi in einigen europäischen Märkten unter Druck. Gleichzeitig versucht Aldi Süd, international stärker zu bündeln und Synergien zu heben. Genau darin sieht Schröder ein Risiko: Wenn lokale Geschmacksprofile bei den Eigenmarken verloren gehen, könnte Aldi an einer seiner wichtigsten Stärken rütteln.
Eine Folge über Aldis größten Wachstumsmarkt, den schwierigen US-Weg von Lidl und die Frage, welche Weichen Aldi Süd jetzt für die kommenden Jahre stellt.
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