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Sei doch nicht besteuert!

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by Fabian Walter & Christian Gebert

4.7(366 reviews)
203 episodes
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Podcast Overview

Fabian Walter, alias "Steuerfabi" und Steuerberater Christian Gebert, gehören zweifellos zu den Steuerexperten des Landes. Fabian begeistert seit Jahren Millionen Menschen über die sozialen Netzwerke mit steuerlichen Inhalten. Christian ist Steuerberater und geschäftsführender Gesellschafter bei steuerberaten.de, der Steuerkanzlei für digitale Unternehmen. In dem Podcastformat "Sei doch nicht besteuert!", besprechen und diskutieren Fabian und Christian aktuelle steuerliche Themen. Langweilig wird es trotzdem nicht. Du hast Fragen oder Anmerkungen zu dem Podcast? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an: podcast@steuerversum.de

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8/31/2022

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Recent Episodes

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July 14, 2026

#203: 15 Lohnbestandteile zum Steuern sparen für mehr Gehalt

640 Euro Steuerentlastung versprochen – am Ende bleiben nur 60 Euro übrig. Was nach Rechenfehler klingt, ist die reale Lohnabrechnung eines verheirateten Ehepaars mit zwei Kindern und 6.500 Euro Bruttoeinkommen, wie das Handelsblatt vorgerechnet hat. Der Grund: Während die Politik mit Steuersenkungen wirbt, steigen parallel die Sozialversicherungsbeiträge – die Rentenversicherung um einen Prozentpunkt, der durchschnittliche GKV-Zusatzbeitrag von 2,0 auf 2,2 Prozent. Ein Single mit 4.000 Euro brutto zahlt schon heute Sozialabgaben, die rund 66 % höher liegen als die Lohnsteuer – ab 2027 könnte netto sogar weniger ankommen als heute, bei gleichem Gehalt. Auch Minijobs werden teurer: Die Pauschalsteuer steigt von 2 auf 5 %, der KV-Pauschalbeitrag von 13 auf bis zu 17,5 %. Wer unter diesen Vorzeichen trotzdem mehr Netto vom Brutto herausholen will, muss nicht auf die nächste Reform warten – das deutsche Steuerrecht hält über zwanzig steuerbegünstigte Gehaltsbestandteile bereit, die in der Praxis oft ungenutzt bleiben. Wir gehen sie im Detail durch: Der monatliche Sachbezug bis 50 Euro funktioniert unkompliziert über Akzeptanzstellen-Karten mit Postleitzahlen-Begrenzung (BMF-Schreiben vom 15. März 2022), Aufmerksamkeiten bis 60 Euro sind bei persönlichen Anlässen wie Hochzeit oder Geburt mehrfach im Jahr steuerfrei möglich (R 19.6 Abs. 1 LStR 2023). Für größere Sachzuwendungen bis 10.000 Euro lohnt sich die Pauschalversteuerung mit 33,75 % – ein durchgerechnetes GmbH-Beispiel zeigt eine Steuerersparnis von über 4.000 Euro. Dazu kommen Betriebsveranstaltungen (110 Euro steuerfrei, 25 % Pauschalsteuer darüber hinaus) und die Erholungsbeihilfe, die bei Ehepartnern und Kindern schnell auf mehrere hundert Euro steuerfrei anwächst. Beim Thema Mobilität wird's besonders spannend: Essensmarken bringen 2026 bis zu 115 Euro im Monat steuerbegünstigt (16. Verordnung zur Änderung der SvEV), das Dienstfahrrad läuft über die 0,25-Prozent-Regelung, und beim Jobticket nach § 3 Nr. 15 EStG steckt der Haken in der Anrechnung auf die Entfernungspauschale – weshalb sich die 15-prozentige Pauschalversteuerung nach § 40 Abs. 2 EStG oft mehr lohnt. Auch das Laden von E-Autos und E-Bikes im Betrieb bleibt bis Ende 2030 steuerfrei (§ 3 Nr. 46 EStG). Weitere Schwerpunkte: Kinderbetreuungskosten (§ 3 Nr. 33 EStG) und Gesundheitsförderung bis 600 Euro jährlich (§ 3 Nr. 34 EStG) – wobei das klassische Fitnessstudio-Abo NICHT begünstigt ist. Handy, Laptop und Tablet sind nach § 3 Nr. 45 EStG komplett steuerfrei nutzbar und funktionieren dank eines BFH-Urteils vom 23. November 2022 (VI R 50/20) sogar per Gehaltsumwandlung. Wir sprechen außerdem über die Vermietung des Arbeitszimmers an den eigenen Chef – ein Modell, das laut BMF-Schreiben vom 18. April 2019 und BFH-Urteil vom 17. April 2018 (IX R 9/17) einem Fremdvergleich standhalten muss – sowie über Personalrabatte bis 1.080 Euro (§ 8 Abs. 3 EStG) und die nach wie vor größten steuerfreien Zuschläge überhaupt: Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit nach § 3b EStG mit bis zu 150 % Aufschlag an Weihnachten und am 1. Mai. Zum Abschluss geht's um Fort- und Weiterbildung (§ 3 Nr. 19 EStG), die betriebliche Altersvorsorge mit einem steuerfreien Höchstbetrag von 338 Euro im Monat für 2026 sowie Mitarbeiterbeteiligungen bis 2.000 Euro jährlich nach § 3 Nr. 39 EStG – inklusive der Besonderheit, dass hier sogar eine Gehaltsumwandlung ohne Zusätzlichkeitserfordernis möglich ist. Nähere Informationen zum Podcast und alle bisherigen Folgen findest Du auf unserer neuen Website: https://www.steuer-podcast.de/ Schau gern mal vorbei und stell uns Deine Frage! Du willst deine Einkommensteuererklärung selbst über ELSTER machen, aber dabei keinen Cent liegen lassen? Dann sicher dir das neues Buch: „Sei doch nicht besteuert“ (Erweiterte & aktualisierte Ausgabe 2026) https://amzn.eu/d/0aKeCQmB Mit Widmung: www.rombach.de/steuerfabi Hier findest Du unsere Kontaktdaten, um bei steuerberaten.de Mandant zu werden oder eine einmalige Steuerfrage zu stellen: https://www.steuerberaten.de/kontakt/ Du hast Fragen oder Anmerkungen zum Podcast? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an: podcast@steuerversum.de

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July 7, 2026

#202: Steuerreform: Diese Änderungen können ab 2027 kommen

Die Bundesregierung verkauft ihr „Programm für Aufschwung und Beschäftigung" als große Entlastung – tatsächlich stehen dem aber neue Schulden von rund 118,7 Mrd. Euro allein im Kernhaushalt für 2027 gegenüber, zusammen mit den Sondervermögen sogar rund 203,7 Mrd. Euro. Selbst die eigentlich zu schonende Rücklage muss angetastet werden, während die Zinsausgaben bis 2030 auf rund 80 Mrd. Euro jährlich steigen. In dieser Episode rechnen wir vor, was von der versprochenen Entlastung tatsächlich übrig bleibt: Der Grundfreibetrag steigt in zwei Stufen von 12.348 auf 12.900 Euro bis 2028, der Kinderfreibetrag von 9756 auf 10.236 Euro, das Kindergeld von 259 auf 272 Euro. Der Arbeitnehmerpauschbetrag wächst um 200 auf 1430 Euro. Beim Spitzensteuersatz von 42 Prozent bleibt es dagegen bei einer nur leichten Verschiebung der Grenze auf 70.600 Euro, der Reichensteuersatz von 45 Prozent greift künftig schon ab 250.000 Euro – ab 280.000 Euro sogar mit 47 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen von 20 auf 15 Prozent, und der Pauschalsteuersatz bei Minijobs steigt von zwei auf fünf Prozent. Unterm Strich bleiben von der Reform gerade einmal zehn Milliarden Euro Entlastung ab 2028 übrig – während allein der Ausgleich der kalten Progression den Fiskus im kommenden Jahr 8,8 Mrd. Euro kosten würde. Auch beim Thema Krankschreibung wird's kontrovers: Die telefonische Krankschreibung soll abgeschafft werden, die Arbeitsunfähigkeit künftig ab dem ersten statt bisher vierten Tag gelten – sofern der Arbeitsvertrag nichts anderes regelt. Dabei zahlen Unternehmen laut BDA schon heute zwischen 82 und 85 Mrd. Euro jährlich für die Lohnfortzahlung, und ein wissenschaftlicher Nachweis, dass die telefonische Krankschreibung den Krankenstand erhöht hat, fehlt bislang. Wir diskutieren, ob eine Kürzung der sechswöchigen Lohnfortzahlung oder eine Teilzeit-Krankschreibung nicht die sinnvollere Lösung wäre. Bei der Krankenkasse kommt ab 2028 ein Beitragszuschlag von 2,5 Prozent für bislang beitragsfrei mitversicherte Partner hinzu, die Bemessungsgrenze steigt von 70.000 auf 85.000 Euro. Im Arbeitsrecht sollen sachgrundlose Befristungen künftig bis zu vier statt zwei Jahre und sechsmalige Verlängerungen möglich sein, während der Kündigungsschutz für Besserverdiener oberhalb des 1,75-fachen der Beitragsbemessungsgrenze – aktuell ab 177.450 Euro – entfallen soll. Wir ordnen ein, was internationale Studien über den Zusammenhang von Kündigungsschutz und Innovationskraft sagen, und warum viele Ökonomen die Reform trotzdem für zu zaghaft halten. Abgerundet wird das Paket durch den pauschalen Wegfall gesetzlicher Berichtspflichten, eine Genehmigungsfiktion nach vier Monaten und die vorausgefüllte Steuererklärung, die Arbeitnehmern die Abgabe künftig ersparen soll. Beim Wohnungsbau sollen ein Enteignungsverbot und eine neue staatliche Baugesellschaft den Mangel beheben. Am Ende bleibt die Frage, wie viel von den versprochenen 600 Euro Entlastung wirklich neu ist – und warum echte Einsparungen bei einer Staatsquote von 50 Prozent weiterhin fehlen. Nähere Informationen zum Podcast und alle bisherigen Folgen findest Du auf unserer neuen Website: https://www.steuer-podcast.de/ Schau gern mal vorbei und stell uns Deine Frage! Du willst deine Einkommensteuererklärung selbst über ELSTER machen, aber dabei keinen Cent liegen lassen? Dann sicher dir das neues Buch: „Sei doch nicht besteuert“ (Erweiterte & aktualisierte Ausgabe 2026) https://amzn.eu/d/0aKeCQmB Mit Widmung: www.rombach.de/steuerfabi Hier findest Du unsere Kontaktdaten, um bei steuerberaten.de Mandant zu werden oder eine einmalige Steuerfrage zu stellen: https://www.steuerberaten.de/kontakt/ Du hast Fragen oder Anmerkungen zum Podcast? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an: podcast@steuerversum.de

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June 30, 2026

#201: Die Minijob-Reform 2027 geplant: 900 € zahlen, damit 603 € ankommen

Die Rentenkommission will Minijobs in ihrer jetzigen Form abschaffen und vollständig in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen – der Bundeskanzler hat angekündigt, die Vorschläge zu übernehmen. Betroffen wären rund 7 Millionen Beschäftigte, davon 3,5 Millionen im Zweitjob. In dieser Episode erklären wir den aktuellen Status quo und warum die Reform für so viel Diskussion sorgt. Die Geringfügigkeitsgrenze liegt aktuell bei 603 Euro im Monat, orientiert sich am gesetzlichen Mindestlohn und steigt 2027 mit der Mindestlohnerhöhung auf 14,60 Euro voraussichtlich auf 633 Euro. Arbeitgeber zahlen für Minijobber pauschal 13 % Krankenversicherung, 15 % Rentenversicherung sowie 2 % pauschale Lohnsteuer – macht den Minijob für Arbeitgeber unterm Strich rund 10 Prozentpunkte teurer als eine reguläre Beschäftigung. Arbeitnehmer dagegen profitieren von brutto gleich netto, sofern sie sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen; sonst bleiben durch den Eigenanteil von den 603 Euro nur etwa 404 Euro netto übrig. Wir gehen außerdem auf Sonderfälle ein: Minijobs neben einer Ausbildung (möglich seit 1.10.2022, sofern ein eigener Arbeitsvertrag vorliegt), Minijobs für Ehepartner im Betrieb (steuerlich vorteilhaft, aber mit VGA-Risiko laut BFH-Urteil vom 10.10.2018, X R 44-45/17) sowie die Abgrenzung zum Midijob im Übergangsbereich von 603,01 bis 2.000 Euro mit gleitend ansteigenden Sozialversicherungsbeiträgen. Abschließend ordnen wir die Argumente beider Seiten ein: Befürworter der Reform verweisen auf rund 4,5 Mrd. Euro erwartete Mehreinnahmen für die Rentenversicherung und das Risiko der "Minijob-Falle" in die Altersarmut; Gegner warnen vor Stundenkürzungen in Branchen wie der Gastronomie und einer möglichen Zunahme von Schwarzarbeit. Nähere Informationen zum Podcast und alle bisherigen Folgen findest Du auf unserer neuen Website: https://www.steuer-podcast.de/ Schau gern mal vorbei und stell uns Deine Frage! Du willst deine Einkommensteuererklärung selbst über ELSTER machen, aber dabei keinen Cent liegen lassen? Dann sicher dir das neues Buch: „Sei doch nicht besteuert“ (Erweiterte & aktualisierte Ausgabe 2026) https://amzn.eu/d/0aKeCQmB Mit Widmung: www.rombach.de/steuerfabi Hier findest Du unsere Kontaktdaten, um bei steuerberaten.de Mandant zu werden oder eine einmalige Steuerfrage zu stellen: https://www.steuerberaten.de/kontakt/ Du hast Fragen oder Anmerkungen zum Podcast? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an: podcast@steuerversum.de

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Fabian Walter, alias "Steuerfabi" und Steuerberater Christian Gebert, gehören zweifellos zu den Steuerexperten des Landes.

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