In den Tagen nach der Landtagswahl gibt sich die AfD selbstbewusst: Sie will den nächsten Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt stellen. Doch für eine absolute Mehrheit fehlen ihr drei Stimmen. Deshalb versucht sie derzeit, einzelne CDU-Abgeordnete auf ihre Seite zu ziehen, und spricht zugleich mit dem BSW über mögliche Formen der Zusammenarbeit. Von ihren zentralen Positionen will sie dabei allerdings nicht abrücken.Wie realistisch ist es also, dass Ulrich Siegmund tatsächlich Ministerpräsident wird? Setzt die AfD auf Abweichler aus der CDU, auf eine Verständigung mit dem BSW oder auf eine Minderheitsregierung? Und will sie überhaupt um jeden Preis regieren?In dieser Solo-Folge schaut Sebastian auf die Aussagen führender AfD-Politiker seit der Wahl und versucht, zwischen den Zeilen zu lesen. Denn öffentliche Auftritte, Interviews und Botschaften an die eigene Anhängerschaft ergeben nicht immer dasselbe Bild.Es geht um Regierungslust und Regierungsangst – und mit Blick auf die noch anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auch um strategische Kommunikation.Dies ist eine von mindestens zwei Podcast-Folgen, die wir jeden Monat produzieren. Eine Folge beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema, in einer weiteren Bonusfolge lesen wir gemeinsam ein Buch und sprechen über die Theorien der Rechten. Da wir Podcast und Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen. Ab 5 Euro im Monat erhältst du Zugriff auf alle Folgen: This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe (https://www.ueberrechts.de/subscribe?utm_medium=podcast&utm_campaign=CTA_2)
7 Sept 2026
Nach dem AfD-Sieg: Was lernen wir aus Sachsen-Anhalt?
43,8 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt sind weit mehr als ein außergewöhnlicher Wahlerfolg. Die politische Ordnung der ganzen Republik ist ins Rutschen geraten.Wie konnte die AfD so stark werden? Welche Rolle spielen ostdeutsche Erfahrungen, die Entfremdung vom politischen System und das Verschwinden früherer politischer Bindungen? Wie wichtig war Ulrich Siegmunds emotionalisierter Wahlkampf – und inwiefern nutzte den Rechten die Polarisierung zwischen AfD und den „demokratischen Parteien“?Sebastian spricht in dieser Folge mit dem Sozialwissenschaftler und Theologen David Begrich von Miteinander e.V. über die Ursachen des AfD-Erfolgs, die Grenzen einer vor allem moralischen Auseinandersetzung mit der extremen Rechten und darüber, was das Ergebnis für Vereine, Beratungsstellen und andere zivilgesellschaftliche Akteure bedeutet.Dies ist eine von zwei Podcast-Folgen, die wir jeden Monat produzieren. Eine Folge beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema, in einer weiteren Bonusfolge lesen wir gemeinsam ein Buch und sprechen über die Theorien der Rechten. Da wir Podcast und Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen. Ab 5 Euro im Monat erhältst du Zugriff auf alle Folgen. This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe (https://www.ueberrechts.de/subscribe?utm_medium=podcast&utm_campaign=CTA_2)
29 Aug 2026
Der radikale Denker hinter Ulrich Siegmund | Hans-Thomas Tillschneider: Kulturpolitik (Kaderschmiede)
This is a free preview of a paid episode. To hear more, visit www.ueberrechts.de (https://www.ueberrechts.de?utm_medium=podcast&utm_campaign=CTA_7)Für die meisten Parteien ist Kulturpolitik ein Nebenschauplatz. Nicht so für Hans-Thomas Tillschneider. Der kulturpolitischer Sprecher der AfD in Sachsen-Anhalt und einer der maßgeblichen Autoren des AfD-Wahlprogramms erklärt in seinem kurz vor der Landtagswahl veröffentlichten Buch, warum das so ist. Es geht ihm um weit mehr als Theaterförderung, Museen oder Denkmalschutz.Tillschneider entwirft einen allumfassenden-allunterscheidenden Kulturbegriff, nach dem nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Kultur sind. Im Zentrum steht dabei die Nationalkultur: Sie sei die Grundlage dafür, überhaupt zu sich selbst zu finden. Mit Arnold Gehlen, Ferdinand de Saussure und vor allem Martin Heidegger versucht Tillschneider, diesem Nationalismus eine philosophische Letztbegründung zu geben.Wir diskutieren, was hinter diesem Kulturbegriff steckt und warum Tillschneiders Vorstellungen teilweise noch radikaler ausfallen als vieles, was wir bislang aus der Neuen Rechten gelesen haben. Kulturen erscheinen bei ihm als weitgehend voneinander abgeschlossene Welten, zwischen denen wirkliche Verständigung kaum möglich ist. Wer sich der eigenen Nationalkultur verweigert, vertritt damit nicht bloß eine andere politische Position, sondern verfehlt die Möglichkeit zu eigentlichen Sein im Heideggerschen Sinne.In der zweiten Hälfte des Buches wird aus der Theorie konkrete Politik. Tillschneider beschreibt darin Kulturpolitik vor allem als eine Art Wächterin der nationalen Identität. Gefördert werden soll, was diese Identität stärkt. Dazu gehören ein neuer positiver Kanon deutscher Geschichte, Veränderungen in Schulen und Universitäten und eine Kulturförderung, die sich nicht länger inhaltlich zurückhalten soll.Mehrmals im Monat erscheinen neue Folgen unseres Podcasts. Dies ist eine neue Folge des Formats Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit einem Buch auseinandersetzen. Da wir Podcast und Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Bereits ab fünf Euro im Monat könnt ihr uns unterstützen und erhaltet Zugriff auf alle Folgen der Kaderschmiede: www.ueberrechts.de (http://www.ueberrechts.de)
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