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VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

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by Christopher Funk – Headhunter und Vertriebsspezialist

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DER B2B Sales Podcast im deutschsprachigen Raum! Über 800 Folgen, mehr als 2 Mio. Downloads Hier findest du alle Informationen, um deinen Vertrieb auf das nächste Level zu bringen und selber zum Top Verkäufer zu werden. Jede Woche bekommst du: Tipps und Insights von den besten Vertriebsexperten der Welt Anleitungen und Inspirationen, um jeden Tag ein wenig besser zu werden Du willst mehr? Ich helfe und begleite ausgewählte Vertriebsleiter und Unternehmer auf das nächste Level: Planbare, steigende Umsätze und solide Margen. Der beste Vertrieb, den deine Produkte und Services verdienen. Es ist so viel Potenzial in deinem Vertrieb, in deinem Unternehmen - es wird Zeit, dass wir es gemeinsam aktivieren. Mehr Infos: https://christopher-funk.de/ Termin: https://calendly.com/chrisfunk/nextlevel-sales-analyse-gesprach

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June 24, 2026

#1036 - Den Rabatt für deinen Kunden zahlt der Staat – dein neues CRM gleich mit. Mit Fördermittel-Experte Markus Milz

<p><span class="yoast-reading-time__wrapper"><span class= "yoast-reading-time__reading-time">12</span> <span class= "yoast-reading-time__label">Minuten Lesezeit</span></span></p> <!-- /wp:yoast-seo/estimated-reading-time --> <!-- wp:yoast-seo/breadcrumbs /--> <p>Stell dir vor, du sitzt im Preisgespräch mit deinem Wunschkunden. Chemie stimmt, Bedarf ist da. Und dann kommt er — der Satz, den jeder Vertriebler kennt: „Geht da preislich noch was?"</p> <p>Früher hattest du zwei Optionen. Entweder du gibst Rabatt und verbrennst Marge. Oder du bleibst stur — und riskierst, dass der Deal platzt.</p> <p>Doch es gibt eine dritte Option. Und die ist so absurd gut, dass kaum ein Vertriebler sie kennt. <strong>„Klar geht da preislich noch was. Und zwar 30 %. Die übernimmt der Staat für dich."</strong></p> <p>Klingt zu schön, um wahr zu sein? Genau das dachte ich auch — bis ich Markus Milz im Studio hatte. Markus beschäftigt sich seit 26 Jahren mit nichts anderem als <strong>Fördermitteln für Vertrieb und Mittelstand</strong>. Seine Zahlen sind brutal: Jedes Jahr bleiben Milliarden Euro an Fördermitteln liegen, weil Unternehmen sich nicht damit beschäftigen. Ausreden gibt es viele: zu bürokratisch, zu aufwendig, klappt eh nicht. Aber die Realität: Mit dem richtigen Partner liegt die Erfolgsquote bei 95 Prozent.</p> <p>Was das konkret für deinen Vertrieb bedeutet? Wie du Fördermittel nutzt, um Kunden zu gewinnen. Wie du dein CRM digitalisierst. Und wie du sogar altes Geld zurückholst. Genau darum geht es in dieser Episode.</p> <h2>Fördermittel für Vertrieb: Der Staat als stiller Teilhaber deines Deals.</h2> <p>Die Grundidee ist simpel — und genial: Es gibt zwischen 3.000 und 5.000 verschiedene Förderrichtlinien in Deutschland. EU, Bund, Länder, Stiftungen, Kommunen — alle schütten Geld aus. Und das in vier zentralen Kategorien, die für deinen Vertrieb hochrelevant sind:</p> <p><strong>Erstens: Investitionszuschüsse.</strong> Je nach Fördergebiet kannst du Maschinen, Anlagen oder Software massiv bezuschussen lassen. Für den Vertrieb bedeutet das: Dein Kunde kauft deine energieeffiziente Anlage und bekommt 25 bis 45 Prozent vom Staat zurück. Du verkaufst zum vollen Preis, dein Kunde spart trotzdem — und deine Marge bleibt unangetastet.</p> <p><strong>Zweitens: Digitalisierungsförderung.</strong> Genau hier wird es für Vertriebsteams richtig spannend. Ein neues CRM-System anschaffen? Die Implementierung bezuschussen lassen? KI auf das CRM aufsetzen? Alles förderfähig — wenn du weißt, wie du das Projekt formulierst.</p> <p><strong>Drittens: Qualifizierung.</strong> Du willst deine Mannschaft im Umgang mit KI fit machen? Deine Vertriebler in Social Selling schulen? Bildungsgutscheine, Potenzialberatung, Chancenqualifizierungsgesetz — es gibt unzählige Wege, Qualifizierungsmaßnahmen fördern zu lassen. Teilweise übernimmt der Staat sogar das Gehalt deiner Leute für die Weiterbildungszeit.</p> <p><strong>Viertens: Forschungszulage.</strong> Und das ist der echte Gamechanger. Denn die Forschungszulage wirkt <strong>rückwirkend</strong>. Du kannst dir bis zu vier Jahre in die Vergangenheit anschauen: Was hast du an Entwicklung betrieben? Wo hast du innoviert? Personalkosten für Entwickler, neue Prozesse, KI-Implementierungen — zwischen 20 und 45 Prozent dieser Kosten holst du dir zurück.</p> <p>Markus brachte ein verrücktes Beispiel mit: Ein Rolladenhersteller brauchte eine Spezial-Sägemaschine. Normalerweise hätte der Kunde 350.000 Euro gezahlt. Stattdessen haben sie gemeinsam ein Entwicklungsprojekt daraus gemacht — und am Ende haben <strong>beide</strong> eine hohe sechsstellige Fördersumme bekommen. Aus einer Kostenfrage wurde eine Einnahmequelle.</p> <h2>So nutzt du Fördermittel für Vertrieb als Türöffner.</h2> <p>Die meisten Vertriebler denken bei Fördermitteln an Steuerberater-Kram. Bürokratie. Papierkram. Aber Markus hat mir eine völlig andere Perspektive gezeigt. <strong>Fördermittel für deinen Vertrieb sind das beste Sales-Argument, von dem du noch nie gehört hast.</strong></p> <p>Stell dir vor, du verkaufst erklärungsbedürftige Produkte — Maschinen, Software, Beratung. Der Kunde zögert wegen des Preises. Und dann sagst du nicht: „Ich kann dir 10 % Rabatt geben." Sondern: „Unsere Kunden bezuschussen dieses Produkt mit 30 bis 40 Prozent Förderung. Dafür haben wir einen Partner. Der wickelt alles ab. Und arbeitet erfolgsabhängig."</p> <p>Plötzlich geht es nicht mehr um deinen Preis. Es geht darum, wie viel Geld dein Kunde <strong>geschenkt bekommt</strong>.</p> <p>Und nein, das ist nicht zu gut, um wahr zu sein. Markus berichtet von einer Erfolgsquote von 95 Prozent bei den Projekten, die seine Agentur begleitet. Der entscheidende Faktor ist das „Wording" — also wie du dein Vorhaben beschreibst, damit es unter eine Förderrichtlinie fällt. Du baust keinen Prototyp (das wird nicht gefördert), sondern du führst Versuche durch. Du schaffst kein CRM an, sondern du digitalisierst deine Vertriebsprozesse mit KI-Unterstützung.</p> <p>Das ist der kreative Part. Den übernehmen Profis. Und genau deshalb lohnt es sich, nicht allein durch den Förderdschungel zu stapfen.</p> <h2>CRM mit Fördermitteln finanzieren: Warum die Implementierung entscheidend ist.</h2> <p>Ein Missverständnis, das viele haben: „Die monatlichen SaaS-Gebühren für mein CRM werden doch eh nicht gefördert." Das stimmt — aber es ist auch am Thema vorbei.</p> <p>Die wahren Kosten eines CRM liegen nicht in den Lizenzgebühren. Sondern in der <strong>Implementierung, Customization, KI-Integration und Mitarbeiterschulung</strong>. Und genau diese Kosten sind es, die du dir fördern lassen kannst:</p> <ul> <li>Du passt das CRM an deine Vertriebsprozesse an? → <strong>Digitalisierungsförderung.</strong></li> <li>Du integrierst KI-gestützte Lead-Scoring-Modelle? → <strong>Innovationsförderung oder Forschungszulage.</strong></li> <li>Du schulst dein Team im Umgang mit dem neuen System? → <strong>Qualifizierungsförderung.</strong></li> <li>Du entwickelst Schnittstellen, die es so am Markt noch nicht gibt? → <strong>Forschungszulage.</strong></li> </ul> <p>Der Trick liegt darin, große Vorhaben clever aufzuteilen. Markus hat das im Gespräch mehrfach betont. Eine große Investition wird in vier kleinere Maßnahmen zerlegt. Das ist dann gleichzeitig Digitalisierung, Innovation, Qualifizierung und Investition. Und jedes Teilprojekt fällt unter eine andere Förderrichtlinie.</p> <p>Oder umgekehrt: Kleinere Maßnahmen werden zu einem Paket gebündelt, das dann als Ganzes förderfähig wird. Das ist keine Zauberei. Das ist Erfahrungswissen. Und genau deshalb erreichen Profis eine 95-Prozent-Erfolgsquote. Der allein kämpfende Mittelständler verzweifelt an der Bürokratie.</p> <h2>Internationaler Vertrieb: Warum KI die Spielregeln ändert.</h2> <p>Ein Punkt von Markus hat mich elektrisiert. Durch KI-Übersetzungstools schrumpft die Sprachbarriere im internationalen Vertrieb massiv. Du steckst dir einen Ohrstöpsel rein. Du verstehst 164 Sprachen. In Echtzeit.</p> <p>Das bedeutet: Deine gesamte internationale Vertriebsstrategie steht vor einem fundamentalen Wandel. Und genau diesen Wandel kannst du dir fördern lassen. Über Programme zur Markterschließung und Internationalisierung. Oder über die Forschungszulage — für die KI-gestützte Neustrukturierung deiner Exportabteilung.</p> <p>Die Großen unterhalten ganze Stäbe für Fördermittel. Sie betreiben Lobbyarbeit in Brüssel. Die drei Millionen Mittelständler in Deutschland dagegen lassen Milliarden liegen. Nicht weil das Geld nicht da wäre. Sondern weil niemand den Antrag stellt.</p> <h2>Die vier Killer-Argumente gegen Fördermittel — und warum sie falsch sind.</h2> <p>Markus hört seit 20 Jahren dieselben Einwände. Lass mich sie dir kurz entkräften. Damit du sie bei deinem Chef aus dem Weg räumen kannst. Oder bei dir selbst:</p> <p><strong>„Das klappt doch sowieso nicht."</strong> → 95 Prozent Erfolgsquote mit professioneller Begleitung. Der Rest scheitert meist am falschen Wording. Genau deshalb arbeitest du mit Profis.</p> <p><strong>„Der Aufwand ist viel zu groß."</strong> → Stimmt — wenn du es selbst machst. Aber dafür gibt es Dienstleister, die erfolgsabhängig arbeiten. Du zahlst nur, wenn die Förderung bewilligt wird. Dein Aufwand: ein unverbindliches Erstgespräch.</p> <p><strong>„Wo ist der Haken? Das kann doch nicht so attraktiv sein."</strong> → Ehrlich gesagt: Kein Haken. Das Geld ist da. Es wird jedes Jahr ausgeschüttet. Wenn du es nicht nimmst, nimmt es jemand anders. Vielleicht dein Wettbewerber. Der kann seine Produkte dann günstiger anbieten als du.</p> <p><strong>„Ich finde das unethisch — Subventionen ausnutzen."</strong> → Fair enough. Aber dein Wettbewerber hat diese Skrupel nicht. Und der Staat nimmt dir über Steuern Geld weg. Warum holst du dir nicht einen Teil zurück? Vor allem, wenn du es in Innovation, Wachstum und bessere Kundenlösungen investierst.</p> <p>Denn am Ende geht es nicht darum, das System auszunutzen. Sondern darum, vorhandene Mittel sinnvoll einzusetzen — für ein besseres CRM, ein geschulteres Team und zufriedenere Kunden.</p> <!-- wp:yoast/faq-block {"questions":[{"id":"faq-1","question":"Was sind Fördermittel für Vertrieb konkret?","answer":"Fördermittel für Vertrieb sind staatliche Zuschüsse aus EU-, Bundes- und Landesprogrammen, mit denen du Investitionen, Digitalisierung, Qualifizierung und Innovation in deinem Vertrieb finanzieren kannst. Konkret bedeutet das: CRM-Implementierungen, KI-Integrationen, Vertriebstrainings oder die Erschließung neuer Märkte werden mit 20 bis 80 Prozent bezuschusst. Neu ist auch die Forschungszulage, die rückwirkend bis zu vier Jahre gilt."},{"id":"faq-2","question":"Kann ich CRM-Lizenzkosten mit Fördermitteln bezahlen?","answer":"Die reinen SaaS-Lizenzgebühren werden in der Regel nicht gefördert. Aber die Implementierung, Customization, Anpassung an deine Vertriebsprozesse, KI-Integration und Mitarbeiterschulung sind sehr wohl förderfähig. Und das sind oft die deutlich größeren Kostenblöcke. Der Schlüssel ist, dein CRM-Projekt clever in mehrere förderfähige Teilmaßnahmen aufzuteilen — Digitalisierung hier, Qualifizierung dort, Innovation obendrauf."},{"id":"faq-3","question":"Wie funktioniert die Forschungszulage rückwirkend?","answer":"Die Forschungszulage ist eines der wenigen Förderprogramme, das rückwirkend gilt. Du kannst deine Gewinn- und Verlustrechnung der letzten vier Jahre prüfen lassen: Wo hast du Personal- und Entwicklungskosten für innovative Projekte gehabt? Je nach Unternehmensgröße und Förderfähigkeit bekommst du zwischen 20 und 45 Prozent dieser Kosten erstattet. Voraussetzung: Das Projekt übersteigt den aktuellen Stand der Technik — also keine Standardanpassung, sondern echte Innovation."},{"id":"faq-4","question":"Lohnt sich Fördermittel-Beratung auch für kleine Unternehmen?","answer":"Ja, absolut. Gerade für Soloselbstständige und kleine Unternehmen gibt es passgenaue Programme: Qualifizierungsgutscheine, Potenzialberatung (500 Euro pro Beratertag) oder Bildungsgutscheine. Die Anträge sind oft schlank, der Nutzen hoch. Bei größeren Projekten ab sechsstelligen Summen empfiehlt sich ein Profi — allein schon wegen des richtigen Wordings. Die meisten Förderberater arbeiten erfolgsabhängig, du hast also kein finanzielles Risiko."},{"id":"faq-5","question":"Wie viel Prozent Förderung sind für mein Projekt realistisch?","answer":"Das hängt vom Programm, Bundesland und Projekttyp ab. Bei Investitionen in Fördergebieten sind 25 bis 45 Prozent Zuschuss realistisch. Digitalisierungsprojekte werden mit 30 bis 80 Prozent bezuschusst. Qualifizierungsmaßnahmen können bei 100 Prozent liegen — inklusive Gehaltskompensation. Die Forschungszulage deckt 25 bis 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Entscheidend ist die richtige Zuordnung deines Vorhabens zu den passenden Richtlinien. Ein unverbindliches Erstgespräch mit einem Fördermittel-Berater schafft Klarheit."}]} --><!-- /wp:yoast/faq-block --> <h2>Fördermittel für Vertrieb und Mittelstand: So gehst du in 6 Schritten vor.</h2> <p>Zum Abschluss die Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der du heute startest:</p> <!-- wp:yoast/how-to-block --><!-- /wp:yoast/how-to-block --> <h2>🔊🔊 Schon gehört?</h2> <p>Dich interessiert Preisverhandlung und smarter Verkauf? Dann hör dir unbedingt <a href= "https://christopher-funk.de/vertriebsfunk/der-preis-ist-super-heiss-preisverhandlung-mit-markus-haerlin/"> diese Episode mit Markus Härlin</a> an. „Der Preis ist super-heiß" — Markus zeigt darin, wie du Preise verteidigst. Ohne den Kunden zu verlieren. Die perfekte Ergänzung zu den Fördermittel-Strategien aus dieser Folge.</p> <h2>Ausgewählte Links zur Episode</h2> <ul> <li><a href= "https://christopher-funk.de/markusmilz">Strategiegespräch mit Markus Milz buchen (mit Buchgeschenk für die ersten 3)</a></li> <li><a href="https://www.markusmilz.de/">Markus Milz – Speaker- und Expertenseite</a></li> <li><a href="https://www.milz-comp.de/">Milz & Comp. – Beratung, Akademie, Netzwerk</a></li> <li><a href= "https://www.amazon.de/Professionelles-Pricing-turbulenten-Zeiten-Praxiskompendium/dp/3648175068/ref=tmm_hrd_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1698222386&sr=8-8"> Professionelles Pricing in turbulenten Zeiten – das Buch von Markus Milz</a></li> <li><a href= "https://calendly.com/chrisfunk/dein-strategiegesprach-mit-chris-vertriebsfunk-hp"> Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk</a></li> <li><a href= "https://christopher-funk.de/dein-vertrieb-auf-dem-naechsten-level/"> Dein Vertrieb auf dem nächsten Level – NXTLVL Sales</a></li> </ul> <h2>Personen in dieser Folge</h2> <ul> <li><a href= "https://www.linkedin.com/in/christopher-funk-vertriebs-wachstumscoach/"> Christopher Funk auf LinkedIn</a></li> <li><a href="https://www.linkedin.com/in/markus-milz/">Markus Milz auf LinkedIn</a></li> </ul>

Episode thumbnail for #1035 - Autoresponder im Vertrieb - "Bin dann mal weg" – und der Kunde auch.

June 17, 2026

#1035 - Autoresponder im Vertrieb - "Bin dann mal weg" – und der Kunde auch.

<p class= "wp-block-yoast-seo-estimated-reading-time yoast-reading-time__wrapper"> <span class="yoast-reading-time__descriptive-text">Geschätzte Lesedauer:</span> <span class= "yoast-reading-time__reading-time">8</span> <span class= "yoast-reading-time__time-unit">Minuten</span></p> <!-- /wp:yoast-seo/estimated-reading-time --> <!-- wp:yoast-seo/breadcrumbs /--> <p>Es gibt Vertriebsfehler, die Aufträge kosten — und einer davon ist so alltäglich, dass ihn fast jeder täglich begeht. Hunderte Male. Ohne es zu merken. Genauer gesagt: Es ist eine einzige Nachricht. Sie killt mehr Deals als jeder Preiseinwand. Mehr als jeder Wettbewerber. Mehr als jede verpatzte Kaltakquise. Und zwar alle zusammen.</p> <p>Ich spreche konkret vom Autoresponder. Der klassischen „Bin dann mal weg"-Mail.</p> <p>Vielleicht denkst du jetzt: „Christopher, das ist doch Standard. Jeder hat eine Abwesenheitsnotiz." Genau das ist aber das Problem. Weil sie Standard ist, denkt niemand darüber nach. Was sie eigentlich kommuniziert. Und vor allem: was sie kostet.</p> <h2>Eine Geschichte, die sich so zugetragen hat</h2> <p>Um Ostern herum hat mich ein Kunde um Hilfe gebeten. Es ging um die Auswahl eines CRM-Systems. Wer sowas schon mal gemacht hat, weiß: Das ist nervenaufreibend. Und verdammt wichtig. Schließlich ist das CRM das digitale Rückgrat deines gesamten Vertriebs.</p> <p>Wir hatten zwei Anbieter in der engeren Auswahl. Zwei starke Lösungen. Zwei motivierte Sales-Teams. Vor Ostern liefen die Drähte heiß. Denn es ging auf eine Entscheidung zu. Die Nerven waren blank.</p> <p>Kurz vor dem Finale schickte der Projektleiter noch eine letzte Frage. Gleiche Mail. Gleiche Uhrzeit. An beide Anbieter.</p> <p>Bei Anbieter A kam zurück: ein Autoresponder. „Ich bin bis zum 30. im Urlaub. In dringenden Fällen wenden Sie sich an meinen Kollegen XY."</p> <p>Der Projektleiter war fassungslos. Der Vertriebler war einfach weg. Ohne Vorankündigung. Ohne Übergabe. Er schrieb den Vertriebsleiter an. Auch von dem: Autoresponder. „Bin ebenfalls nicht erreichbar. Meine Assistentin hilft weiter."</p> <p>In diesem Moment klingelte sein Handy. Mitten in die Wut hinein. Anbieter B. Jemand sagte: „Herr Mayer hier. Mein Kollege ist heute leider nicht da — aber ich habe Ihre Nachricht gesehen und bin direkt ins System. Ihre Antwort habe ich vorbereitet. Wollen wir kurz sprechen?"</p> <p>Die Entscheidung war damit gefallen. Nicht wegen des Preises. Nicht wegen der Features. Sondern weil einer einfach da war. Der andere nicht.</p> <p><strong>Ein Autoresponder hat diesen Deal gekillt.</strong> Und das in weniger als fünf Sekunden. Daran siehst du also: Es geht nicht um große Strategie — sondern um solche kleinen, alltäglichen Vertriebsfehler die Aufträge kosten.</p> <h2>Was dein Kunde wirklich will — und was ihn zum Abbruch bringt</h2> <p>McKinsey hat Ende 2025 über 3.600 B2B-Einkäufer befragt. Das Ergebnis ist brutal ehrlich. Die wichtigsten Gründe, warum Einkäufer einen Lieferanten verlassen:</p> <ul> <li><strong>52 %:</strong> Verschiedene Teams geben widersprüchliche Informationen zu Preis, Verfügbarkeit oder Lieferzeit.</li> <li><strong>52 %:</strong> Ich kann die Person mit dem richtigen Wissen nicht erreichen.</li> <li><strong>51 %:</strong> Der Lieferant kann nicht kanalübergreifend kommunizieren.</li> <li><strong>50 %:</strong> Keine auf mein Geschäft zugeschnittene Vertriebserfahrung.</li> </ul> <p>Merkst du was? Keiner dieser Gründe hat mit Preis oder Produkt zu tun. Es geht ausschließlich um <strong>Erreichbarkeit und Reibungslosigkeit</strong>. Das nennt man Customer Effort. Der Kunde will nämlich gar nicht „begeistert" werden. Er will einfach keine Steine im Weg.</p> <p>Die Harvard Business Review hat das schon 2010 gezeigt. Nicht Begeisterung treibt Loyalität. Sondern wie einfach der Kunde sein Problem lösen kann. Deshalb bestätigt Gartner das auch: Kunden mit nur einer schwierigen Interaktion haben eine <strong>viermal niedrigere Loyalität</strong>. Schlimmer noch: 81 Prozent verbreiten danach negative Mundpropaganda.</p> <p>Ein Autoresponder ist die Definition einer schwierigen Interaktion.</p> <h2>Vertriebsfehler die Aufträge kosten: Die drei Szenarien, in denen dein Autoresponder zuschlägt</h2> <h3>1. Der Neukunde</h3> <p>Stell dir vor: Jemand wurde dir empfohlen. „Sprich mal mit dem Account Manager da. Der ist super." Der Interessent schreibt dir eine Mail. Vielleicht der wichtigste Neukunde des Jahres. Und was kommt zurück? „Bin im Urlaub. Melden Sie sich bei..."</p> <p>Glaubst du wirklich, der ruft jetzt einen fremden Kollegen an? Und erklärt dem alles nochmal von vorne?</p> <p>Vergiss es. Der hat nämlich nicht nur dich angeschrieben. Sondern zwei, drei andere auch. Außerdem zeigt die Studie von Drift: Wer zuerst antwortet, hat eine <strong>über 50 Prozent höhere Chance</strong> auf den Auftrag. Völlig unabhängig von Preis und Leistung.</p> <p>Dein Autoresponder hat dir diesen Vorsprung genommen. Und zwar endgültig.</p> <h3>2. Der Kunde im Angebotsprozess</h3> <p>Noch schmerzhafter. Du hast Wochen investiert. Präsentationen gehalten. Referenzen geschickt. Der Kunde ist heiß. Er will abschließen. Und hat noch eine letzte Frage. Du bist im Urlaub. Dein Autoresponder sagt: „Kümmer dich selbst."</p> <p>Zwei Wochen später fragst du dich: „Was ist eigentlich aus dem Angebot geworden? Der Kunde meldet sich einfach nicht mehr."</p> <p>Doch. Hat er. Du hast nur nicht geantwortet.</p> <h3>3. Der treue Bestandskunde</h3> <p>Der, der seit Jahren bei dir kauft. Der ein Problem hat und schnell Hilfe braucht. Dein Autoresponder signalisiert ihm: „Meine Freizeit ist wichtiger als dein Problem."</p> <p>Dazu fällt mir Anthony Iannarino ein. Einer der klügsten Sales-Köpfe der USA. Er bringt es auf den Punkt: <strong>„Abwesenheit lässt die Zuneigung nicht wachsen. Sie lässt sie abwandern. Mehr Kunden gehen durch Vernachlässigung verloren als durch jede andere Ursache."</strong></p> <p>Vernachlässigung. Genau das tut dein Autoresponder.</p> <h2>„Aber ich habe doch ein Recht auf Urlaub!"</h2> <p>Ja, hast du. Absolut. Darum geht es aber gar nicht.</p> <p>Es geht nämlich um den Unterschied zwischen Person und Firma. Dein Kunde will etwas von deinem Unternehmen. Und dein Unternehmen muss dafür sorgen, dass seine Customer Experience einfach und schnell ist. Völlig egal, ob du gerade am Strand liegst.</p> <p>Sam Walton, der Gründer von Walmart, hat es einmal so gesagt: <strong>„Es gibt nur einen Chef — den Kunden. Und der kann jeden im Unternehmen feuern. Vom Vorstand abwärts. Einfach indem er sein Geld woanders ausgibt."</strong></p> <p>Der Kunde muss sich nicht um deine interne Organisation kümmern. Er muss nicht warten. Und vor allem: Er muss nicht dreimal nachfragen. Im Gegenteil: Seine Aufgabe endet, sobald er auf „Senden" klickt. Ab da ist es <strong>deine Bringschuld</strong>. Punkt.</p> <h2>So machst du es besser: Drei Stufen der Vertriebs-Erreichbarkeit</h2> <h3>Stufe 1: Proaktiv kommunizieren (kostet nichts)</h3> <p>Wenn du länger als zwei, drei Tage weg bist: Informiere deine wichtigsten Kunden. Und zwar vor deiner Abreise. Nicht durch einen Autoresponder — sondern proaktiv.</p> <p>„Hallo Herr Kunde, ich bin von Donnerstag bis Dienstag auf einer Familienfeier. Kein Problem — mein Kollege Peter Mayer übernimmt. Er ist komplett eingearbeitet und kann jede Frage sofort beantworten. Sie erreichen ihn unter [Durchwahl/Mail]."</p> <p>Am besten stellst du den Kollegen vorher schon vor. In einem gemeinsamen Call oder per Mail. Dann kennt der Kunde ihn nämlich. Und fühlt sich nicht abgeschoben.</p> <h3>Stufe 2: Echte Übergabe mit Substanz (braucht Struktur)</h3> <p>Telefon umstellen. E-Mail-Zugriff für die Vertretung. Und vor allem: Das CRM so pflegen, dass jeder Kollege innerhalb von 30 Sekunden versteht, was Phase ist.</p> <p>Wenn ein Kunde anruft und du nicht da bist, sollte nicht der Praktikant rangehen. Der dann sagt: „Äh, der Herr Müller ist nicht da. Keine Ahnung, worum es geht. Soll er zurückrufen?"</p> <p>Besser so: „Herr Mayer hier, Kollege von Herrn Müller. Ich sehe gerade im System: Es geht um den Projektabschluss Phase 2. Angebot vom 12. Juni. Hier ist Ihre Antwort. Wollen wir's kurz besprechen?"</p> <p>Das ist 2026 übrigens kein Hexenwerk mehr. CRM-Systeme. Cloud-Telefonanlagen. Shared Inboxes. Das kostet nämlich nur ein paar Euro im Monat. Und spart dir hunderttausende an verlorenen Deals.</p> <h3>Stufe 3: Hyperpersonalisierung (der echte Wettbewerbsvorteil)</h3> <p>Die Top-Performer im B2B-Vertrieb gehen noch weiter. McKinsey zeigt nämlich: Diese Unternehmen wachsen 15 Prozent schneller als der Durchschnitt. Die anderen schaffen nur 7 Prozent.</p> <p>Was heißt das konkret? Ein Dealroom für jeden Kunden. Eine gemeinsame Projektseite. Alle Ansprechpartner sichtbar — inklusive Verfügbarkeitsstatus. Alle Dokumente und der aktuelle Stand an einem Ort.</p> <p>Der Kunde sieht sofort: Wer ist da? Wen spreche ich an? Und für Routinefragen findet er die Antwort vielleicht sogar direkt auf der Seite. Ohne überhaupt jemanden zu kontaktieren.</p> <p>Das ist längst keine Science-Fiction mehr. Es gibt Standardsoftware, die das abbildet. Und Kunden lieben es. Denn sie bekommen damit endlich, was sie wirklich wollen: <strong>Kontrolle und Geschwindigkeit</strong>.</p> <h2>Quick Takeaways</h2> <ul> <li><strong>Dein Autoresponder tötet Deals.</strong> Jeden Tag. Auch wenn du es nicht mitbekommst.</li> <li>Der Kunde will keine Begeisterung — er will keine Hindernisse. Customer Effort ist der Loyalitätstreiber Nr. 1.</li> <li>Jeder Kundenkontakt ist ein „Moment der Wahrheit" (Jan Carlzon). Ein Autoresponder ist immer ein negativer Moment.</li> <li>50 % der Einkäufer verlassen einen Lieferanten, weil sie die richtige Person nicht erreichen (McKinsey 2025).</li> <li>Proaktive Abwesenheits-Kommunikation kostet dich 2 Minuten. Einen verlorenen Kunden reinzuholen kostet dich dagegen Wochen.</li> <li>Eine echte Urlaubsvertretung braucht CRM-Zugriff und Telefonumstellung. Nicht „ruf doch mal den Soundso an".</li> <li>Dealrooms und Hyperpersonalisierung sind keine Spielerei — sie bringen 15 % mehr Wachstum als der Durchschnitt.</li> </ul> <h3>FAQ: Häufige Fragen zum Autoresponder</h3> <!-- wp:yoast/faq-block --> <div class="schema-faq wp-block-yoast-faq-block"> <p class="schema-faq-question"><strong>Warum ist ein Autoresponder schädlich für den Vertrieb?</strong></p> <p class="schema-faq-answer">Er signalisiert: „Meine Abwesenheit ist wichtiger als dein Anliegen." Der Kunde soll einen fremden Kollegen anrufen und alles nochmal erklären. Die meisten tun das nicht. Sie gehen zum Wettbewerber. Schnelle Reaktion ist der wichtigste Conversion-Faktor — ein Autoresponder macht das unmöglich.</p> <p class="schema-faq-question"><strong>Was ist die beste Alternative zur klassischen Abwesenheitsnotiz?</strong></p> <p class="schema-faq-answer">Die proaktive Kommunikation vor der Abwesenheit. Informiere aktive Kunden und Interessenten, bevor du gehst. Stelle außerdem eine echte Vertretung vor — jemanden, der das CRM kennt und sofort antworten kann. Ideal ist ein Dealroom. Oder eine Projektseite. Dort sehen Kunden, wer verfügbar ist. Und finden direkt Antworten.</p> <p class="schema-faq-question"><strong>Wie richte ich eine professionelle Urlaubsvertretung im Vertrieb ein?</strong></p> <p class="schema-faq-answer">Erstens: CRM und E-Mail-Zugriff für die Vertretung sicherstellen. Zweitens: Telefon auf den Kollegen umstellen. Drittens: Die Vertretung proaktiv beim Kunden vorstellen — am besten noch vor der Abreise. Außerdem alle offenen Vorgänge dokumentieren. Mit Status und nächsten Schritten. So kann der Vertreter selbstständig antworten.</p> <p class="schema-faq-question"><strong>Was kostet ein verlorener Kunde durch schlechte Erreichbarkeit?</strong></p> <p class="schema-faq-answer">McKinsey beziffert die Wahrscheinlichkeit eines Lieferantenwechsels bei schlechter Erreichbarkeit auf über 50 Prozent. Dazu kommt nämlich: Negative Kundenerfahrungen führen zu viermal niedrigerer Loyalität. Und 81 Prozent verbreiten danach negative Mundpropaganda. Ein verpasster Anruf kostet also nicht nur den aktuellen Deal. Sondern auch zukünftige — durch Reputationsverlust.</p> <p class="schema-faq-question"><strong>Kann ich im Urlaub komplett abschalten, ohne Kunden zu verlieren?</strong></p> <p class="schema-faq-answer">Ja — mit dem richtigen System. Der Schlüssel: Das Unternehmen bleibt erreichbar, nicht die Person. Dafür brauchst du drei Dinge. Erstens: einen gut eingearbeiteten Vertreter. Zweitens: ein CRM mit vollständiger Dokumentation. Drittens: eine gemeinsame Projektseite als Dealroom. So bekommen Kunden jederzeit Antworten — während du völlig offline bist. Entscheidend ist die Vorbereitung. Wer im CRM nur Stichworte hinterlässt, kann keine saubere Übergabe erwarten.</p> </div> <!-- /wp:yoast/faq-block --> <h3>Anleitung: Bessere Erreichbarkeit in 6 Schritten</h3> <!-- wp:yoast/how-to-block --> <div class="schema-how-to wp-block-yoast-how-to-block"> <p class="schema-how-to-description">So verhinderst du ab sofort, dass deine Abwesenheit Kunden kostet.</p> <ol class="schema-how-to-steps"> <li class="schema-how-to-step"><strong>CRM-Check:</strong> Sind alle offenen Vorgänge aktuell dokumentiert? Kann ein Kollege innerhalb von 30 Sekunden verstehen, was Phase ist? Wenn nicht: nacharbeiten.</li> <li class="schema-how-to-step"><strong>Telefonanlage prüfen:</strong> Rufumleitung auf Vertretung einrichten. Keine Weiterleitung ins Leere. Idealerweise mit Rufnummernerkennung, die sofort den Kundendatensatz öffnet.</li> <li class="schema-how-to-step"><strong>Proaktiv informieren:</strong> Drei Tage vor Abwesenheit alle aktiven Kontakte per Mail anschreiben. Vertretung namentlich vorstellen. Erreichbarkeit nennen. Übergabestatus bestätigen. Außerdem: ruhig auch anrufen, nicht nur mailen.</li> <li class="schema-how-to-step"><strong>Vertretung briefen:</strong> 30-Minuten-Call mit dem Kollegen. Durchgehen: Welche Deals sind heiß? Welche Kunden brauchen besondere Aufmerksamkeit? Wo liegen die Antworten?</li> <li class="schema-how-to-step"><strong>Eigene Abwesenheitsnotiz optimieren:</strong> Falls du doch eine brauchst: Kein „ich bin nicht da". Sondern konkrete Vertretung mit Namen und Durchwahl. Mit dem Hinweis, dass die Vertretung bereits informiert ist.</li> <li class="schema-how-to-step"><strong>Rückkehr-Check:</strong> Nach dem Urlaub prüfen: Welche Kunden haben sich gemeldet? Wurden alle Anfragen beantwortet? Was kannst du beim nächsten Mal noch besser machen? Schließlich geht es um kontinuierliche Verbesserung.</li> </ol> </div> <!-- /wp:yoast/how-to-block --> <hr /> <h2>🔊🔊 Schon gehört?</h2> <p>Wenn du nach dieser Folge das Gefühl hast, dass in deinem Vertrieb noch mehr im Argen liegt: Hör dir unbedingt <a href= "https://christopher-funk.de/vertriebsfunk/notfallkoffer-fuer-den-vertrieb/"> Notfallkoffer für den Vertrieb: Was tun, wenn die Pipeline leer ist? Mit Dirk Zupancic</a> an. Der perfekte nächste Schritt. Denn es geht nicht nur ums Löcher stopfen. Sondern darum, das ganze System zu stabilisieren.</p> <hr /> <h2>Ausgewählte Links zur Episode</h2> <ul> <li>🎯 <a href= "https://calendly.com/chrisfunk/dein-strategiegesprach-mit-chris-vertriebsfunk-hp"> Dein kostenloses Strategiegespräch mit Chris</a> — Gemeinsam finden wir die Vertriebsfehler, die dich Aufträge kosten</li> <li>📊 <a href= "https://www.mckinsey.com/capabilities/growth-marketing-and-sales/our-insights/the-surprising-economics-of-b2b-growth-the-new-survival-threshold-and-what-it-takes-to-thrive"> McKinsey Global B2B Pulse Survey (Dez 2025)</a> — Die aktuellsten Daten zu B2B-Kaufverhalten</li> <li>📈 <a href= "https://www.emarketer.com/content/b2b-growth-leaders-pull-ahead-with-hyperpersonalization"> eMarketer: B2B Growth Leaders & Hyperpersonalization</a></li> <li>🔬 <a href= "https://hbr.org/2010/07/stop-trying-to-delight-your-customers">HBR: Stop Trying to Delight Your Customers</a> — Der Klassiker zum Customer Effort Score</li> <li>⚡ <a href= "https://hbr.org/2011/03/the-short-life-of-online-sales-leads">HBR: The Short Life of Online Sales Leads</a> — Warum Speed-to-Lead alles ist</li> <li>📚 <a href="https://www.thesalesblog.com">Anthony Iannarino: The Only Sales Guide You'll Ever Need</a></li> <li>✈️ <a href= "https://customerthink.com/jan_carlzon_moments_of_truth/">Jan Carlzon: Moments of Truth</a></li> </ul> <h2>Personen in dieser Folge</h2> <ul> <li>👤 <a href= "https://www.linkedin.com/in/christopher-funk-vertriebs-wachstumscoach/"> Christopher Funk: Vertrieb löst alle Probleme. Und wir lösen dein Vertriebsproblem 🚀</a></li> </ul> <hr /> <p><strong>Wenn du wissen willst, wie viele ungenutzte Chancen in deinem Vertrieb stecken — lass uns sprechen.</strong> Schreib mir an funk@vertriebsfunk.de oder buche dir direkt einen Termin für ein Strategiegespräch. Übrigens habe ich schon einigen Unternehmen geholfen. Ihre Vertriebsprozesse so aufzustellen, dass kein Kunde mehr durchs Raster fällt. Low-Tech und High-Tech — für jedes Budget gibt es nämlich eine Lösung.</p> <p>Und wenn du direkt loslegen willst: Unter <a href= "https://christopher-funk.de/dein-vertrieb-auf-dem-naechsten-level/"> Dein Vertrieb auf dem nächsten Level</a> findest du alles, was du für einen systematisch guten Vertrieb brauchst — von der ersten Analyse bis zur laufenden Betreuung.</p> <p>Und jetzt: Gib alles. Mach was draus. Kein Kunde wartet.</p> <p>Dein Christopher Funk 🚀</p>

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June 10, 2026

#1034 - Florett statt Säbel: Moderner Solution Sales auf drei Kontinenten. Mit Olaf Detlef

<p class= "wp-block-yoast-seo-estimated-reading-time yoast-reading-time__wrapper"> <span class="yoast-reading-time__descriptive-text">Geschätzte Lesedauer:</span> <span class= "yoast-reading-time__reading-time">14</span> <span class= "yoast-reading-time__time-unit">Minuten</span></p> <!-- /wp:yoast-seo/estimated-reading-time --> <!-- wp:yoast-seo/breadcrumbs /--> <p>Was unterscheidet einen deutschen Vertriebsingenieur von einem amerikanischen Sales-Profi – und was kann der deutsche Mittelstand aus fast zwei Jahrzehnten internationalem B2B-Vertrieb lernen? Genau darum geht es in dieser Folge. Mein Gast Olaf Detlef hat acht Jahre in Shanghai verbracht, dann elf Jahre in den USA – und ist seit Anfang 2025 zurück in Deutschland. Als Geschäftsführer von Kendrion Industrial Brakes bringt er Erfahrungen mit, die kaum jemand im deutschsprachigen Mittelstand so gesammelt hat. Und ich sage dir: Es lohnt sich, genau hinzuhören.</p> <h2>Internationaler B2B Vertrieb: Drei Kontinente, drei Lektionen</h2> <p>Olaf ist kein Vertriebstheoretiker. Er hat als junger Vertriebler den Finger gehoben, als sein damaliger Arbeitgeber – ein Mittelständler mit 300 Mitarbeitern – einen Aufbau in China suchte. Kein Netzwerk, keine China-Erfahrung und außerdem keine Sprachkenntnisse. Aber er war der Einzige, der sich gemeldet hat. Folglich wurden aus geplanten drei Jahren acht. Danach folgte Amerika – auch dort sollte es drei Jahre werden, doch es wurden elf. Wer in zwei Märkten, die kaum unterschiedlicher sein könnten, erfolgreich Vertrieb aufgebaut hat, der sieht danach das Geschäft in Deutschland mit ganz anderen Augen.</p> <p>Was Olaf mitgebracht hat, ist kein Handbuch. Es ist ein Mindset – und eine Menge konkreter Beobachtungen, die direkt auf den deutschen Mittelstand übertragbar sind. Lass uns die wichtigsten durchgehen.</p> <h2>China: Zustimmung im Meeting ist keine Zustimmung im System</h2> <p>Die erste große Lektion aus dem internationalen B2B Vertrieb kommt aus Shanghai. Olaf hatte ein vielversprechendes Projekt im Bereich Windkraft. Die Meetings liefen gut, die Stimmung war positiv, der CFO war dabei. Beim anschließenden Abendessen fehlte dieser plötzlich. Und am Ende wurde nicht das komplette System bestellt – sondern nur eine Komponente.</p> <p>Was war passiert? Olaf hatte die Zustimmung im Meeting mit einer echten Entscheidung verwechselt. In China läuft vieles über Gesichtswahrung. Ein „Ja" im Gespräch bedeutet oft nicht mehr als: Ich möchte dich nicht in Verlegenheit bringen. Die eigentlichen Entscheider sitzen im Hintergrund – die sogenannte unbekannte Einkäufergruppe. Und die hat niemand auf dem Schirm gehabt.</p> <p>Das klingt zunächst wie ein China-spezifisches Problem. Tatsächlich ist es das aber nicht. Denn genau dasselbe passiert täglich in deutschen Vertriebsgesprächen. Der Kunde sagt: „Schick mir mal ein Angebot." Daraufhin denkt der Verkäufer: Auftrag in Sicht. Was der Kunde gemeint hat: Ich habe keine Zeit mehr für dieses Gespräch. Der Unterschied ist also nur, dass in Deutschland niemand so höflich ist, es nicht zu sagen – und dass in China niemand so direkt ist, es auszusprechen.</p> <blockquote> <p>„Eine Zustimmung im Meeting bedeutet noch lange keine Zustimmung im System." – Olaf Detlef</p> </blockquote> <h2>Stakeholder-Management: Der Spaghetti-Ball, den du verstehen musst</h2> <p>Eine der wertvollsten Erkenntnisse aus dem internationalen B2B Vertrieb – und gleichzeitig eine, die im deutschen Mittelstand noch viel zu selten gelebt wird – ist das konsequente Stakeholder-Mapping. Olaf beschreibt, wie sein Team eine Kundenorganisation aufgezeichnet hat und am Ende vor einem Bild stand, das aussah wie ein Spaghetti-Ball. Verwirrend. Undurchsichtig. Kaum zu entwirren.</p> <p>Die entscheidende Frage dabei: Wer muss diesen Spaghetti-Ball eigentlich verstehen? Der Kunde selbst? Meistens weiß der nicht mal genau, wer bei ihm intern alles mitentscheidet. Es ist unsere Aufgabe als Vertrieb, das herauszufinden – und zwar bevor wir in den ersten echten Discovery Call gehen.</p> <p>Ein konkretes Beispiel: Olaf hatte ein Projekt, das praktisch abgeschlossen war. Doch kurz vor Projektabschluss meldete sich plötzlich der Produktionsleiter – den niemand auf dem Schirm hatte, nicht einmal der Kunde selbst. Sein Urteil: So geht das nicht. Folglich kam es zu über einem Jahr Verzögerung.</p> <p>Mein Tipp dazu, den ich auch in Workshops immer wieder bringe: Mach eine Stakeholder-Map. Wie in einem Tatort-Krimi – Fotos an die Wand, Fäden ziehen, fragen: Wen kennen wir noch gar nicht? Wer könnte noch mitentscheiden? Wo fehlen uns Informationen? Tools wie LinkedIn Sales Navigator helfen dabei, Entscheidungsstrukturen zu recherchieren – und gezielt Fragen zu stellen, die den richtigen Ansprechpartner ins Spiel bringen.</p> <h3>So baust du deine Stakeholder-Map auf</h3> <!-- wp:yoast/how-to-block --> <div class="schema-how-to wp-block-yoast-how-to-block"> <p class="schema-how-to-description">So erstellst du eine Stakeholder-Map für komplexe B2B-Deals</p> <ol class="schema-how-to-steps"> <li class="schema-how-to-step"><strong class= "schema-how-to-step-name">Bekannte Kontakte auflisten</strong> <p class="schema-how-to-step-text">Notiere alle Personen, mit denen du bereits Kontakt hattest – Name, Rolle, Abteilung.</p> </li> <li class="schema-how-to-step"><strong class= "schema-how-to-step-name">Entscheidungsstruktur recherchieren</strong> <p class="schema-how-to-step-text">Nutze LinkedIn Sales Navigator, um herauszufinden, wer an wen berichtet und welche Rollen noch relevant sein könnten.</p> </li> <li class="schema-how-to-step"><strong class= "schema-how-to-step-name">Weiße Flecken markieren</strong> <p class="schema-how-to-step-text">Wo fehlen Kontakte? Einkauf, Produktion, Qualität, Geschäftsführung – welche Ebenen hast du noch nicht erreicht?</p> </li> <li class="schema-how-to-step"><strong class= "schema-how-to-step-name">Gezielte Fragen im nächsten Gespräch stellen</strong> <p class="schema-how-to-step-text">Frag deinen Ansprechpartner aktiv: „Sollten wir auch Herrn Müller aus der Qualitätssicherung einbeziehen?" – so eröffnest du Türen, ohne aufdringlich zu wirken.</p> </li> <li class="schema-how-to-step"><strong class= "schema-how-to-step-name">Map laufend aktualisieren</strong> <p class="schema-how-to-step-text">Stakeholder-Maps sind keine einmalige Übung. Aktualisiere sie mit jeder neuen Information aus Gesprächen, E-Mails und Recherchen.</p> </li> </ol> </div> <!-- /wp:yoast/how-to-block --> <h2>Vom Problem hinter dem Problem: Was chinesische Verhandlungsstrategien uns lehren</h2> <p>Olaf hatte in China das Glück, einen Mentor zu finden – einen Deutschen, der in Aachen studiert hatte, fließend Deutsch sprach und beide Kulturen wirklich kannte. Dieser Mentor machte ihn auf eine alte chinesische Verhandlungsstrategie aufmerksam, die heute noch im internationalen B2B Vertrieb angewendet wird: das Feuer vom Kochtopf entziehen.</p> <p>Gemeint ist: Das Wasser kocht – aber du musst nicht das Wasser abkühlen, du musst die Flamme wegnehmen. Übertragen auf den Vertrieb: Was ist wirklich die Ursache des Problems? Was will der Kunde wirklich erreichen? Will er Preisführer werden? Nach Europa exportieren? Netzwerk aufbauen? Die Symptome sind sichtbar – die eigentlichen Ursachen liegen tiefer.</p> <p>Das ist im Grunde das, was ich immer als „Problem hinter dem Problem" bezeichne. Ein Kunde sagt, er braucht eine neue Industriebremse. Okay. Aber warum? Was läuft mit dem aktuellen Lieferanten nicht? Welche Herausforderungen hat er? Und wenn er sagt, er ist mit dem aktuellen Lieferanten super zufrieden – was steckt dann wirklich dahinter?</p> <p>Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Vertriebsingenieur, der Features erklärt, und einem Verkäufer, der wirklich versteht, was der Kunde braucht.</p> <h2>Amerika: Geschwindigkeit, Klarheit und der erste Call entscheidet alles</h2> <p>Nach acht Jahren China kam für Olaf Amerika. Und der Kulturschock war in gewisser Weise noch größer – weil man glaubt, Amerika zu kennen. Tut man aber nicht.</p> <p>Die USA haben Olaf gelehrt: Im internationalen B2B Vertrieb zählt Geschwindigkeit. Amerikanische Kunden wollen früh wissen, ob eine Lösung grundsätzlich passt. Kein vollständiges Konzept, keine fertige Zeichnung – eine Skizze und eine grobe Preiseinschätzung reichen für einen ersten Orientierungspunkt. Während ein deutscher Ingenieur sagt „Das kann man nicht schätzen, das müssen wir genau berechnen", antwortet der amerikanische Einkäufer innerlich bereits: „Nächster Bitte."</p> <p>Noch entscheidender: In den USA gilt – wenn der erste Call nicht sitzt, bist du raus. Nicht etwa nach dem zweiten oder dritten Gespräch, sondern bereits nach dem ersten. Keine zweite Chance, kein Wiederanlauf. Das klingt zwar hart, bringt aber eine wichtige Konsequenz mit sich: Der Discovery Call muss so vorbereitet sein wie eine Präsentation vor dem Vorstand.</p> <p>Dazu kommt: Eine freundliche Gesprächsatmosphäre in den USA bedeutet keine Verbindlichkeit. Amerikaner sind von Natur aus freundlich und offen – das ist kulturell bedingt, aber kein Kaufsignal. Olaf hat das selbst schmerzhaft erlebt: Ein Meeting verlief bestens, er war am Ende überzeugend, aber er hatte das eigentliche Signal – es geht auch um einen Preisvorteil – überhört. Danach kam nichts mehr.</p> <h2>Der Discovery Call: Das wichtigste Meeting im internationalen B2B Vertrieb</h2> <p>Was Olaf aus Amerika mitgenommen hat und jetzt in Deutschland umsetzt, ist eine neue Ernsthaftigkeit gegenüber dem Discovery Call. Früher, als man sich noch persönlich getroffen hat, gab es ein Warm-up, ein paar Minuten Smalltalk, man konnte die Körpersprache des Gegenübers lesen. Heute hat man 30 bis 45 Minuten – manchmal mit Kameras aus, manchmal kommen kurzfristig unbekannte Teilnehmer dazu. Und in dieser Zeit soll man sich vorstellen, den Kunden verstehen, seinen Nutzen zeigen und die nächsten Schritte klären.</p> <p>Das ist kein Meeting mehr – das ist ein Sprint. Und wer unvorbereitet reingeht, verliert.</p> <h3>Cross-funktionale Teams statt Einzelkämpfer</h3> <p>Olafs Ansatz: Cross-funktionale Teams für wichtige Discovery Calls. Nicht einer geht alleine rein, sondern zwei bis drei Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Ein Techniker, ein Kaufmann und außerdem jemand, der gut zuhört und nachfragt. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen kannst du das Playbook wechseln, wenn sich herausstellt, dass auf der anderen Seite plötzlich ein CFO statt eines Ingenieurs sitzt. Zum anderen zeigst du Kompetenz durch Professionalität. Und schließlich kannst du auf fast jede Frage sofort antworten.</p> <p>Dazu hat Olaf bei Kendrion ein Setup gebaut, das einem kleinen Nachrichtenstudio ähnelt: mehrere Kameras, professionelle Beleuchtung, ein Setup, das Professionalität ausstrahlt. Im klassischen Maschinenbau ist das noch die Ausnahme – genau deshalb fällt es auf. Und genau deshalb funktioniert es.</p> <h2>Deutschland: Ingenieure im Vertrieb – Stärke und Schwäche zugleich</h2> <p>Seit Anfang 2025 ist Olaf wieder in Deutschland. Und was er sieht, klingt vertraut – vielleicht zu vertraut. Deutsche Vertriebsingenieure sind tief in der Technik. Sie können erklären, wie ein Produkt funktioniert, welche Toleranzen es hat, welche Zulassungen vorliegen. Das ist ein echtes Asset. Aber es ist eben auch eine Falle.</p> <p>Denn während der deutsche Vertriebsingenieur noch erklärt, hat der amerikanische Einkäufer schon innerlich aufgehört zuzuhören. Olaf beschreibt das sehr treffend: In China waren deutsche Ingenieure noch bewundert – die Präzision, die Tiefe, das Fachwissen haben Eindruck gemacht. In Amerika hat er manchmal erlebt, wie die Augen seiner Gesprächspartner schon an die Decke wanderten. Die Botschaft: Komm auf den Punkt.</p> <p>Das bedeutet allerdings nicht, dass Fachwissen wertlos ist. Im Gegenteil. Aber es muss in den Dienst des Kunden gestellt werden, anstatt als Selbstzweck präsentiert zu werden. Denn der Kunde will nicht wissen, wie eine Industriebremse funktioniert. Vielmehr will er wissen, was sie für sein konkretes Problem bedeutet.</p> <h2>Der informierte Kunde: 60 bis 80 Prozent des Kaufprozesses sind bereits gelaufen</h2> <p>Ein weiterer wichtiger Punkt aus der Praxis des internationalen B2B Vertriebs: Der Kunde kommt heute nicht mehr unwissend ins Gespräch. Er hat recherchiert, er hat 3D-Zeichnungen heruntergeladen und außerdem Wettbewerber verglichen – vielleicht hat er sogar schon fünf Pitches gehört. Folglich weiß er in vielen Fällen mehr als mancher Vertriebsmitarbeiter, zumindest über die Marktoptionen.</p> <p>Was bedeutet das für den Vertrieb? Olaf bringt es auf den Punkt: Eine Company-Presentation zu zeigen ist heute irrelevant. Der Einstieg in ein Gespräch über die eigene Geschichte, die eigenen Awards und die eigene Unternehmensphilosophie kostet wertvolle Minuten – und die hat man nicht mehr.</p> <p>Was der Kunde wirklich braucht: Jemanden, der die vielen Informationen, die er bereits hat, in eine sinnvolle Reihenfolge bringt. Der sagt: Das ist zwar interessant, aber das brauchst du eigentlich nicht – weil dieses und jenes dein Problem bereits löst. Das ist echter Kundennutzen. Das ist der Moment, in dem ein Discovery Call nicht endet mit „Danke, wir melden uns" – sondern mit „Das war wirklich hilfreich."</p> <h2>Marketing und Vertrieb: Gemeinsam oder gar nicht</h2> <p>Wer im internationalen B2B Vertrieb Leads generieren will, kann sich nicht mehr leisten, Marketing und Vertrieb als getrennte Welten zu behandeln. Olaf setzt das konsequent um: Marketing sitzt bei Strategie-Meetings dabei, ist verpflichtet, Content zu liefern, der den Kunden bereits vor dem ersten Kontakt informiert und qualifiziert. Denn wenn 60 bis 80 Prozent der Kaufentscheidung bereits gefallen sind, bevor der Vertrieb ins Spiel kommt, dann muss Marketing diese Phase aktiv gestalten – nicht nur hübsche Broschüren produzieren.</p> <p>Das bedeutet konkret: technische Inhalte, die echte Fragen beantworten. Dazu Case Studies, die zeigen, wie das Problem tatsächlich gelöst wurde. Außerdem 3D-Zeichnungen, die der Kunde direkt verwenden kann. Und schließlich eine Website, die nicht über das Unternehmen redet, sondern über den Kunden und seine Herausforderungen.</p> <h2>Mindset-Change statt Training: Der Challenger-Club als Modell</h2> <p>Wie überträgt man all diese Erkenntnisse aus dem internationalen B2B Vertrieb auf ein deutsches Team? Olaf hat bei Kendrion einen Weg gewählt, den ich wirklich spannend finde: keinen Frontalunterricht, kein externes Training, das nach zwei Tagen vergessen ist. Stattdessen: einen Club.</p> <p>Erst gab es eine Verhandlungsgruppe – ein freiwilliger Zusammenschluss, der Vertrieblern hilft, schwierige Verhandlungen zu meistern. Das Format: Man liest Bücher, trifft sich, diskutiert – und hilft anderen in der Gruppe mit echten, laufenden Verhandlungen. Als Olaf den Zugang begrenzte und Bewerbungen verlangte, war der Club innerhalb von 24 Stunden ausgebucht.</p> <p>Dieses Prinzip hat er auf den Challenger-Sale-Ansatz übertragen. Eine gemischte Gruppe – Vertrieb, Konstruktion, Logistik – arbeitet gemeinsam daran, echte Fälle zu analysieren und Playbooks für unterschiedliche Stakeholder-Konstellationen zu entwickeln. Kein Lehrbuch, gelebte Praxis. Und der Sog-Effekt funktioniert: Andere Mitarbeiter fragen inzwischen, warum sie nicht dabei sein dürfen.</p> <h3>Warum der Chef selbst mitmachen muss</h3> <p>Das Wichtigste dabei: Olaf macht selbst mit. Denn er ist nicht der Chef, der von oben anordnet. Vielmehr ist er ein Teil des Teams – angreifbar, offen für Fragen und außerdem bereit zuzugeben, dass er selbst nicht immer alle Antworten hat. Genau dieser Führungsstil ist es, der echten Wandel überhaupt erst möglich macht.</p> <blockquote> <p>„Erst verstehen, dann verstanden werden." – Olaf Detlef</p> </blockquote> <h2>KI im internationalen B2B Vertrieb: Noch am Anfang, aber unverzichtbar</h2> <p>Auch das Thema KI kommt nicht zu kurz. Bei Kendrion ist man gerade dabei, die richtigen Tools auszuwählen – Enterprise-Versionen, die datenschutzkonform in einem börsennotierten Unternehmen eingesetzt werden können. Ein konkretes Problem, das gelöst werden soll: Informationen wiederfinden. Was früher auf dem Server lag, dann in Teams, dann im SharePoint, dann in der Cloud – und was jetzt niemand mehr findet, wenn ein Kunde fünf Jahre später auf eine damalige Vereinbarung verweist.</p> <p>Parallel läuft der Wechsel aller CRM-Systeme auf SAP Cloud for Customer – mit allen Schmerzen einer Übergangsphase, in der man gleichzeitig das alte System herunterfährt und das neue aufbaut. Das kostet Kraft. Aber wer diese Phase nicht konsequent durchzieht, hat danach keine belastbare Datenbasis – und ohne Datenbasis kein vernünftiger Vertrieb.</p> <h2>Der Vertriebsleiter als Ermöglicher, nicht als Aufpasser</h2> <p>Einer der wichtigsten Punkte, die Olaf mitbringt, ist sein Führungsverständnis. Ein guter Vertriebsleiter im internationalen B2B Vertrieb – oder auch im rein deutschen Markt – ist kein Händchenhalter und kein Kontrolleur. Vielmehr ist er derjenige, der seine Leute befähigt. Er findet heraus, was im Werkzeugkasten fehlt, und ist bei wichtigen Calls dabei – nicht um zu übernehmen, sondern um zu unterstützen. Außerdem steht er bei schwierigen Situationen als Gesprächspartner zur Verfügung, ohne gleich eine fertige Lösung zu diktieren.</p> <p>Empathieverständnis ist dabei das Schlüsselwort. Wer an der Basis versteht, welchen Druck die Vertriebsmitarbeiter haben – und diesen Druck wirklich ernst nimmt, anstatt ihn weiterzugeben –, schafft ein Klima, in dem Menschen wachsen wollen. Und das ist am Ende das, was Unternehmen langfristig besser macht.</p> <h2>Key Takeaways: Was du aus dem internationalen B2B Vertrieb mitnehmen kannst</h2> <ul> <li><strong>Zustimmung im Gespräch ist kein Kaufsignal</strong> – weder in China noch in Deutschland. Hinterfrage immer, welche Stakeholder noch involviert sind.</li> <li><strong>Kenne deine unbekannte Einkäufergruppe</strong> – erstelle vor jedem wichtigen Deal eine Stakeholder-Map und mache weiße Flecken sichtbar.</li> <li><strong>Suche das Problem hinter dem Problem</strong> – der Kunde nennt dir ein Symptom. Deine Aufgabe ist es, die eigentliche Ursache zu verstehen.</li> <li><strong>Der Discovery Call entscheidet alles</strong> – bereite ihn so vor wie ein Vorstandspräsentation. In 30 bis 45 Minuten musst du liefern.</li> <li><strong>Fachwissen ist kein Selbstzweck</strong> – stelle dein Wissen in den Dienst des Kunden, nicht in den Dienst deiner eigenen Präsentation.</li> <li><strong>Marketing gehört in den Vertriebsprozess</strong> – nicht davor, nicht daneben, sondern mittendrin.</li> <li><strong>Kulturwandel funktioniert nicht per Anweisung</strong> – schaffe Sog, nicht Druck. Mach selbst mit.</li> </ul> <h2>Häufige Fragen zum internationalen B2B Vertrieb (FAQ)</h2> <!-- wp:yoast/faq-block --> <div class="schema-faq wp-block-yoast-faq-block"> <div class="schema-faq-section"><strong class= "schema-faq-question">Was ist der größte Unterschied zwischen amerikanischem und deutschem B2B Vertrieb?</strong> <p class="schema-faq-answer">Der größte Unterschied liegt in der Geschwindigkeit und Direktheit. Amerikanische Kunden wollen früh eine grobe Einschätzung – Skizze und Preisgefühl reichen als ersten Orientierungspunkt. Deutsche Ingenieure neigen dazu, erst vollständige Konzepte zu erstellen, bevor sie antworten. Dazu kommt: In den USA entscheidet der erste Call. Wer dort nicht überzeugt, bekommt keine zweite Chance.</p> </div> <div class="schema-faq-section"><strong class= "schema-faq-question">Was ist die unbekannte Einkäufergruppe im B2B Vertrieb?</strong> <p class="schema-faq-answer">Die unbekannte Einkäufergruppe bezeichnet alle Stakeholder, die Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben, aber im Verlauf des Vertriebsprozesses nicht sichtbar sind. Das können Produktionsleiter, Qualitätsverantwortliche, CFOs oder andere interne Entscheider sein, die im Hintergrund agieren und eine Entscheidung kippen können – auch wenn alle sichtbaren Gesprächspartner bereits zugestimmt haben.</p> </div> </div> <!-- /wp:yoast/faq-block --> <h3>Discovery Call, Kultur und Führung – die wichtigsten Praxisfragen</h3> <!-- wp:yoast/faq-block --> <div class="schema-faq wp-block-yoast-faq-block"> <div class="schema-faq-section"><strong class= "schema-faq-question">Wie bereite ich einen Discovery Call im internationalen B2B Vertrieb richtig vor?</strong> <p class="schema-faq-answer">Recherchiere vorab alle bekannten Stakeholder, erstelle eine Stakeholder-Map und identifiziere weiße Flecken. Plane, was du in 30 bis 45 Minuten wirklich erreichen willst. Definiere, welche Informationen du brauchst – und welche Fragen dich dorthin führen. Überlege, welche Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fähigkeiten du mitbringen kannst, um flexibel auf verschiedene Gesprächspartner reagieren zu können.</p> </div> <div class="schema-faq-section"><strong class= "schema-faq-question">Warum ist Kulturkompetenz im internationalen B2B Vertrieb so wichtig?</strong> <p class="schema-faq-answer">Weil Kaufsignale, Kommunikationsstile und Entscheidungsprozesse in verschiedenen Kulturen völlig unterschiedlich funktionieren. Was in Deutschland als Zustimmung gilt, kann in China höfliche Zurückhaltung bedeuten. Was in Amerika als freundlich wahrgenommen wird, ist nicht zwangsläufig Verbindlichkeit. Wer diese Unterschiede nicht kennt, interpretiert Signale falsch – und verliert Deals, ohne zu verstehen, warum.</p> </div> <div class="schema-faq-section"><strong class= "schema-faq-question">Wie kann ich als Vertriebsleiter im Mittelstand eine echte Veränderungskultur aufbauen?</strong> <p class="schema-faq-answer">Nicht durch Anordnung, sondern durch Vorbildwirkung und Sog. Mach selbst mit – sei angreifbar, gib zu, wenn du etwas nicht weißt, und zeige deinem Team, dass du Teil der Veränderung bist und nicht ihr Auftraggeber. Begrenze den Zugang zu neuen Formaten und Gruppen, um natürliche Neugierde zu wecken. Und: Schaffe ein Klima ohne Angst, damit echte Fragen gestellt werden können.</p> </div> </div> <!-- /wp:yoast/faq-block --> <h2>Fazit: Internationaler B2B Vertrieb als Spiegel für den deutschen Mittelstand</h2> <p>Was ich an diesem Gespräch mit Olaf so wertvoll finde: Er spricht nicht über Theorie. Er spricht über das, was er selbst falsch gemacht hat, daraus gelernt hat – und was er jetzt anders macht. Und die meisten dieser Lektionen haben nichts mit China oder Amerika zu tun. Sie haben mit gutem Vertrieb zu tun: mit Vorbereitung, mit echtem Zuhören und außerdem mit dem Mut, Dinge zu hinterfragen, auch wenn die Antwort unbequem ist.</p> <p>Der internationale B2B Vertrieb hält einen Spiegel vor den deutschen Mittelstand. Und was wir darin sehen, sollte uns antreiben – nicht entmutigen. Denn die Grundlagen sind da. Das Fachwissen, die Ingenieurskultur, die Qualität der Produkte – das ist alles vorhanden. Was fehlt, sind die richtigen Fragen, das richtige Timing und die Bereitschaft, sich zu verändern. Und genau das lässt sich lernen.</p> <p>Wie seht ihr das? Was sind eure Erfahrungen mit internationalem Vertrieb – oder mit kulturellen Unterschieden in deutschen Kundengesprächen? Schreibt es in die Kommentare. Ich bin gespannt.</p> <h2>🔊🔊 Schon gehört?</h2> <p><a href= "https://christopher-funk.de/vertriebsfunk/komplexe-b2b-deals-gewinnen/" target="_blank" rel="noopener">Vom ahnungslosen Hoffnungsverkäufer zum gefragten Entscheidungsarchitekten: So gewinnt man heute komplexe Deals im Mittelstand</a></p> <h2>Ausgewählte Links zur Episode</h2> <ul> <li><a href="https://www.kendrion.com/de" target="_blank" rel= "noopener">Kendrion Industrial Brakes</a></li> <li><a href= "https://calendly.com/chrisfunk/dein-strategiegesprach-mit-chris-vertriebsfunk-hp" target="_blank" rel="noopener">Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk</a></li> </ul> <h2>Personen in dieser Folge</h2> <ul> <li><a href="https://www.linkedin.com/in/olaf-detlef-82195932/" target="_blank" rel="noopener">Olaf Detlef auf LinkedIn</a> – Geschäftsführer Kendrion Industrial Brakes</li> <li><a href= "https://www.linkedin.com/in/christopher-funk-vertriebs-wachstumscoach/" target="_blank" rel="noopener">Christopher Funk auf LinkedIn</a></li> </ul>

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