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Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?
Claim This Podcastby Max Sauber
Podcast Overview
Substack zum Podcast "Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?" Ich beschäftige mich mit der Frage wie junge Menschen ermächtigt werden können ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, frei von Zwang, so dass das Recht auf Bildung erfüllt wird. <br/><br/><a href="https://selbstbestimmtsichbilden.substack.com?utm_medium=podcast">selbstbestimmtsichbilden.substack.com</a>
Language
🇩🇪
Publishing Since
5/5/2020
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Recent Episodes

March 28, 2025
Was würdest du tun wenn alle dein Grundbedürfnisse gedeckt wären?
<p>In dieser Episode erzählt Elia von seinem Bildungsweg ohne Schule.</p><p>Wie kommen Menschen aus den Ängsten heraus, hin zum “frei sich bilden”, zur Selbstbestimmten Bildung?</p><p>Wie lebe ich diese Autonomie draußen in der Welt?</p><p>Was ist mit der Zeit nach der Schule?</p><p>Was wäre, wenn unsere Grundbedürfnisse erfüllt wären? Und wie könnten wir das erreichen?</p><p>Was denkst du über die Themen, die wir im Podcast besprechen? Hinterlasse einen Kommentar auf Substack. Wir freuen uns auf deinen Beitrag!</p><p>Hier findest du die Kanäle von Elia:</p><p><a target="_blank" href="https://www.instagram.com/elia_stein/">Instagram</a></p><p><a target="_blank" href="http://t.me/EliaInAction">Telegram</a></p><p>Like and Subscribe 💫</p><p><p>“Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?” ist eine von Lesern und Hörern unterstützte Publikation. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, kannst du ein kostenloses oder kostenpflichtiges Abonnement in Betracht ziehen.</p></p><p></p> <br/><br/>This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit <a href="https://selbstbestimmtsichbilden.substack.com/subscribe?utm_medium=podcast&utm_campaign=CTA_2">selbstbestimmtsichbilden.substack.com/subscribe</a>

February 2, 2025
Bildung darf nicht auf Schulbildung reduziert werden!
<p>Zitate aus der Episode:</p><p>Securing the right to education: advances and critical challenges</p><p>Report of the Special Rapporteur on the right to education,</p><p>Farida Shaheed, 27 June 2023</p><p><strong>H.</strong> <strong>Bildung darf nicht auf Schulbildung reduziert werden</strong>59. <strong>Bildung darf</strong> jedoch <strong>nicht auf den Schulbesuch reduziert werden</strong>. <strong>Lernen muss anerkannt werden unabhängig davon, wo und wie es stattfindet.</strong> <strong>Zahlreiche andere Räume, darunter kulturelle Zentren, Bibliotheken, Familien und Gemeinden, sind an der Bildung beteiligt und müssen unterstützt werden. </strong>Wie die Internationale Kommission für die Zukunft der Bildung berichtet, besteht eine wichtige Aufgabe darin, das Denken darüber, wo und wann Bildung stattfindet, zu erweitern und auf mehr Zeiten, Räume und Lebensabschnitte auszudehnen, wobei man sich auf so genannte „Bildungsökosysteme“ stützt, die natürliche, gebaute und virtuelle Lernorte miteinander verbinden.60. <strong>Das Mandat empfiehlt seit langem, die nicht-formale Bildung als ein wichtiges Mittel zur Verwirklichung des Rechts auf Bildung anzuerkennen.</strong> Sie kann Kindern außerhalb der Schule und erwachsenen Menschen eine „zweite Chance“ Bildung bieten, indem sie die Bildungsmöglichkeiten jenseits der regulären öffentlichen Schulsysteme erweitert und zahlreiche weitere Vorteile bietet. <strong>Im Rahmen des lebenslangen Lernens ist es wichtig, Lernen anzuerkennen, zu validieren und zu akkreditieren, wo auch immer es stattgefunden hat.</strong> Wie bei allen Formen der Bildung müssen Menschenrechtsaspekte bei der Gestaltung und Überwachung von Programmen der nicht-formalen Bildung berücksichtigt werden.Die Bildungssysteme sollten so reformiert werden, dass ein fließender Übergang zwischen nicht-formalen und formalen Programmen möglich ist.61. <strong>Nach Artikel 13 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelleRechte ist die Primarbildung und nicht die Schulbildung Pflicht.</strong> Der "häusliche Unterricht"kann daher als Teil der Bildungsfreiheit betrachtet werden, wobei es den Familien freigestellt bleibt,die Bildung ihrer Kinder zu Hause zu gewährleisten. Dennoch müssen für das Recht auf Bildung in allen Dimensionen die gleichen Garantien gelten.</p><p>Bericht des Sonderberichterstatters,</p><p>Vernor Muñoz Addendum DEUTSCHLANDBESUCH</p><p>(13. – 21. Februar 2006)</p><p>Aus der Arbeitsübersetzung des Sekretariats der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder</p><p>in der Bundesrepublik Deutschland - IVC/ÜD -</p><p>62. N<strong>ach den vorliegenden Informationen könnte es sein, dass in manchen Bundesländern Bildung ausschließlich als "Schulbesuch" verstanden wird.</strong> Auch wenn der Sonderberichterstatter ein Verfechter der unentgeltlichen und obligatorischen öffentlichen Schule ist, muss daran erinnert werden, <strong>dass Bildung nicht auf "school attendance” (den Schulbesuch) reduziert werden kann und stets auf das Wohl des Kindes ausgerichtet sein muss.</strong> Alternativen wie Fernunterricht und "homeschooling" sind mögliche Optionen, die unter gewissen Umständen in Betracht kommen können, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass nach Artikel 13 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte Eltern das Recht zukommt, die angemessene Bildung für ihre Kinder zu bestimmen. <strong>Die Förderung und Stärkung des öffentlichen und staatlich finanzierten Bildungssystems darf nicht dazu führen, Modelle ohne physische Präsenz im Schulgebäude anzuprangern.</strong> In diesem Sinne wurden dem Sonderberichterstatter Klagen über Drohungen mit dem Entzug des elterlichen Sorgerechts zur Kenntnis gebracht, weil Kinder in "homeschooling"-Modellen unterrichtet werden.</p><p>29. <strong>Lehrpläne, Pädagogik und Leistungen müssen mit den Zielen der Bildung als Menschenrecht und dem Grundsatz „Niemanden zurücklassen“ in Einklang stehen.</strong> Im Jahr 2014 wurde im Mandat die Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die vorherrschenden internationalen Bewertungen der Leistung von Schülern auf einer eher instrumentellen Rolle der Bildung basieren, die von dem Konzept der Entwicklung in rein wirtschaftlicher Hinsicht angetrieben wird und <strong>die Lernergebnisse in Mathematik und Sprachkenntnissen überbetont</strong>, zum Nachteil anderer Fähigkeiten und Talente, beispielsweise in den kreativen Künsten und anderen nicht-akademischen Bereichen. <strong>Ein solch engstirniger Ansatz steht im Widerspruch zu den Zielen, die der Bildung auf internationaler Ebene zugewiesen werden.</strong> Bewertungen sollten die Hauptziele des Rechts auf Bildung in vollem Umfang berücksichtigen.</p><p>30. <strong>Insgesamt gesehen erfüllen die Bildungssysteme die Ziele der Bildung nicht und verfolgen sie oft nicht wirklich oder, schlimmer noch, bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung.</strong> Der vorherige Mandatsträger bedauerte, dass einige Bildungssysteme Diskriminierung, Ausgrenzung und Segregation sowie Assimilation mit reduzierenden Zielen fortführen, die den Bedürfnissen multikultureller Gesellschaften nicht gerecht werden. Wie die Internationale Kommission für die Zukunft der Bildung feststellte, vermitteln einige Bildungssysteme fälschlicherweise den Eindruck, dass kurzfristige Ziele wichtiger sind als langfristige Nachhaltigkeit, und betonen die Werte des individuellen Erfolgs, des nationalen Wettbewerbs und der wirtschaftlichen Entwicklung, was zu Lasten von Solidarität, Verständnis für gegenseitige Abhängigkeiten und Fürsorge für einander und den Planeten geht.</p><p><strong>Darüber hinaus ist es notwendig, dass wir lernen, zu verlernen und etabliertes, vorherrschendes Wissen kritisch hinterfragen.</strong></p><p><strong>Einige Beitragende berichteten, dass die Ziele der Bildung weiterhin im uneingeschränkten Ermessen der Bildungsministerien liegen, ohne dass es einen Mechanismus zur Überwachung oder Bewertung gibt.</strong></p><p>Der Sonderberichterstatter ist der Ansicht, dass diese Fragen bei den Bemühungen zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen von entscheidender Bedeutung sind.</p><p>Aus der Antwort des Kultusministeriums Niedersachsen an einen Jungen Menschen zum <strong>Antrag auf Ruhen der Schulpflicht/ Beurlaubung/ Ende der Schulpflicht in besonderen Fällen</strong>:</p><p>Eine Befreiung von der Schulpflicht über die Tatbestände des § 70 NSchG hinaus ist lediglich auf Einzelfälle begrenzt, sofern dieses bei Vorliegen eines wichtigen Grundes geboten ist. Der Wunsch der Erziehungsberechtigten und der Schülerinnen und Schüler, eigene Erziehungsziele und Berufswünsche unabhängig vom bestehenden Bildungssystem zu verfolgen, hat hinter <strong>dem Bildungsauftrag</strong> zurückzustehen. Der Schulpflicht kommt ein hoher Stellenwert zu.</p><p>Die auf Art. 4 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung beruhende Schulpflicht wurde durch die §$ 63 ff. NSchG näher ausgestaltet. Gemäß § 63 Abs. 5 NSchG besteht für alle Kinder, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Niedersachsen haben, eine Schulpflicht.</p><p><strong>Die Schulpflicht ist eine Schulbesuchspflicht.</strong> Die Schülerinnen und Schüler sind grundsätzlich verpflichtet, zu einer Schule zu kommen und dort am Unterricht teilzunehmen. Wer der Schulpflicht nicht nachkommt handelt ordnungswidrig.</p><p></p><p>Vielen Dank für das Lesen und hören von "Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?"! Dieser Beitrag ist öffentlich, also kannst du ihn gerne teilen.</p><p></p><p></p> <br/><br/>This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit <a href="https://selbstbestimmtsichbilden.substack.com/subscribe?utm_medium=podcast&utm_campaign=CTA_2">selbstbestimmtsichbilden.substack.com/subscribe</a>

January 5, 2025
Bildungskrise! Ein System am Abgrund!
<p>Viele Menschen, die diesen Substack lesen, denke ich wollen das Bildungsystem verbessern, weil sie sehen, dass es “kaputt” ist, aber man kann etwas, das kaputt ist, nicht reparieren, wenn man nicht weiß, was man will.</p><p>Welche Dinge kommen dir in den Sinn, was haben dir Menschen gesagt, warum du eine gute Bildung brauchst? Vielleicht haben die meisten gar nicht von Bildung gesprochen, sondern von Beschulung?</p><p>Was mir sofort einfällt, ist die Erzählung, dass du eine gute (Schul-)Bildung brauchst, um später einen guten Job zu bekommen. Aber was ist, wenn das, was der Lehrplan verlangt, nicht deine Stärke ist? Wie Sifaan Zavahir kürzlich in einem Vortrag sagte: </p><p>... Ich sollte gut lernen um einen guten Job zu bekommen, und als ich fragte, was mit den Leuten ist, die nicht gut lernen können, sagen wir, dass es für sie keine guten Jobs gibt, oder werden sie in schlechten Jobs stecken bleiben, wurde mir gesagt, ich solle keine unnötigen Fragen stellen...”.</p><p>Wer legt eigentlich fest, was gelernt werden soll? Was ist wichtig und was nicht? Und warum sollten wir dem Urteil dieser Leute vertrauen?</p><p>Wir müssen uns also zunächst die Frage stellen, <strong>was Bildung überhaupt ist</strong>, um sie “verbessern” zu können. Das ist gar nicht so einfach, denn meistens stellt sich die Frage erst, wenn wir merken, dass etwas verdammt schief läuft. Vielleicht haben wir in der Zwischenzeit selbst einen jungen Menschen in unserem Leben, der nicht 10 Jahre warten kann, bis wir herausfinden, worum es hier eigentlich geht.</p><p>Ich würde behaupten, dass die meisten freien Schulen, Lernorte immer noch auf den gleichen Zielen der Mainstream-Schulbildung basieren, die heutzutage hauptsächlich Menschen auf die Arbeitswelt vorbereiten und zu braven Staatsbürgern erziehen soll. (Zumindest wollen wir diesen Zielen entsprechen und vergleichen oft nur die akademische Leistung).</p><p>Meistens ändern wir nur die Methoden, um dies zu erreichen, aber nicht wirklich die Ziele selbst.</p><p>In Bezug auf diese Ziele gibt es eine wichtige Nuance in der Frage, wofür Bildung gut ist, die oft übersehen wird. Wenn wir nämlich fragen, wofür Bildung gut ist, antworten wir normalerweise nicht, wofür ich selbst Bildung will. Sondern welche Bildung wir uns für andere wünschen.</p><p>Was passiert aber, wenn wir “besser zu wissen glauben”, welche Bildung andere Menschen brauchen?</p><p>Wenn es also um Bildung geht, haben wir es mit zwei konkurrierenden Ideologien zu tun.</p><p>Die eine ist die Liberations-Ideologie, die besagt, dass wir alle frei sind, dass wir alle Würde haben und dass wir alle es verdienen, gut behandelt zu werden. </p><p>Die andere ist die repressive Ideologie, die besagt, dass es völlig in Ordnung und sogar notwendig ist, dass einige Menschen von der Ausbeutung und Unterdrückung anderer profitieren. Auch wenn dies uns in der nachhaltigsten Art der Unterdrückung verkauft wird, nämlich jemanden davon zu überzeugen, dass es zu seinem eigenen Besten ist.</p><p>Ob dieser Vektor der Unterdrückung das Geschlecht, die Vergangenheit, das Alter, das Blut, die soziale oder wirtschaftliche Klasse oder etwas anderes ist, wenn einige gewinnen, verlieren andere.</p><p>Diese repressive Ideologie erleben wir heute überall auf der Welt. Das heißt nicht, dass es in der Vergangenheit keine Kulturen gegeben hat, die gleichberechtigt und in Frieden erfolgreich zusammengelebt haben. (siehe z.B. diesen Artikel von Peter Gray)</p><p>Natürlich werden friedliche Kulturen wenig Ressourcen in Armeen investieren und wurden daher in der Vergangenheit sehr leicht von repressiven Kulturen (wahrscheinlich unseren Vorfahren) überrannt. </p><p>Heute finden wir diese Befreiungsideologie in Form der Menschenrechte ausgedrückt. Aber kennen die Menschen diese Rechte? Werden sie in unserer Kultur, in unserem Umfeld, in unseren Schulen, an unseren Lernorten und in unseren Familien gelebt?</p><p>Doch zurück zu den Fragen:</p><p><strong>Was ist Bildung?</strong></p><p><strong>Was ist das Ziel von Bildung?</strong></p><p>Ich freue mich auf Eure Kommentare. Ich wünsche mir, dass wir diese Plattform nutzen können, um uns auszutauschen und neue Gedanken und Ideen zu entwickeln, wie wir Bildung und Menschenrechte in Einklang bringen können. Meiner Meinung nach liegt es in unserer Verantwortung, das Recht auf Bildung für alle zu verwirklichen und nicht auf die Politik zu warten.</p><p>mit besten Grüßen,</p><p>Max Sauber</p><p><p>"Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?" ist eine Publikation, die von Lesern unterstützt wird. Wenn dir diese Artikel gefallen und du einen Wert in meiner Arbeit siehst, wäre ein bezahltes Abonnement vielleicht etwas für dich.</p></p><p>Dieser Artikel ist inspiriert vom Vortrags: <a target="_blank" href="https://www.youtube.com/watch?v=nn21dQosbGg"><strong>Choosing the 'Rights' Direction - Using the UNCRC To Steer Education</strong></a></p><p></p> <br/><br/>This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit <a href="https://selbstbestimmtsichbilden.substack.com/subscribe?utm_medium=podcast&utm_campaign=CTA_2">selbstbestimmtsichbilden.substack.com/subscribe</a>
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