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Wisskomm-Quartett – Nachdenken über Wissenschaftskommunikation

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by Rainer Bromme, Elisabeth Hoffmann, Hans-Peter Peters, Julia Serong und Rebecca Winkels

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Podcast Overview

Was genau ist Wissenschaftskommunikation, und wie verändert sie sich derzeit? Wo und in welchen Formen wird Wissenschaftskommunikation betrieben, und welche Rolle spielt sie im komplexen Wechselspiel zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Diese Fragen treiben Forschende und Praktiker*innen gleichermaßen um. Dabei bleiben die Vertreter*innen beider Seiten mit ihren Positionen und Erkenntnissen gern noch „unter sich“. Das Wisskomm-Quartett bringt sie ins Gespräch: Jeweils zwei Wissenschaftler*innen und zwei Kommunikator*innen denken gemeinsam über aktuelle Fragestellungen nach. Sie diskutieren Forschungsergebnisse vor dem Hintergrund der Praxis – und Praxisthemen vor dem Hintergrund von Forschungsergebnissen. Aufgezeichnet wird jeweils ein Gespräch zu viert, und es soll etwa monatlich eine neue Folge geben. Das Wisskomm Quartett wird gestaltet von Elisabeth Hoffmann (Braunschweig), Rebecca Winkels (Berlin) sowie Julia Serong (München), Hans-Peter Peters (Jülich) und Rainer Bromme (Münster). Gelegentlich laden wir auch weitere Gäste zum Gespräch. Der Podcast wird herausgegeben von Wissenschaft im Dialog (Berlin).

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3/3/2021

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Recent Episodes

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September 6, 2022

Folge 14: Wissenschaftler*innen in der Öffentlichkeit

Insbesondere in Forschungsbereichen mit unmittelbaren gesellschaftspolitischen Implikationen und damit besonders kontroversen Themen, wie beispielsweise der Forschung zum Klimawandel, der Genderforschung oder auch der Tierversuchsforschung, häufen sich die Fälle von (verbalen) Angriffen auf Wissenschaftler*innen. Eine nicht-repräsentative Umfrage des Nature Journals zeigte beispielsweise, dass viele Wissenschaftler*innen, die sich in Interviews über die Pandemie geäußert hatten, danach umfassende Erfahrungen mit Belästigung und Beschimpfungen machen mussten. Welche Auswirkungen das auf die Wissenschaft und die Wissenschaftskommunikation hat, beziehungsweise wie Wissenschaftler*innen damit umgehen können, darum geht es in einem Beitrag von Hannah Schmid-Petri. Das Wisskomm-Quartett diskutiert in dieser Folge unter dem Aspekt der Krisenkommunikation in der Wissenschaft, was passiert, wenn Wissenschaftlerinnen sich in die Öffentlichkeit begeben. Insbesondere vor welchen Schwierigkeiten Wissenschaftler*innen stehen können, wenn sie sich an öffentlichen Debatten beteiligen und warum Shitstorms manchmal auch berechtigten Ansatz zum Nachdenken liefern können. Es diskutieren: Julia Serong, Rebecca Winkels, Elisabeth Hoffmann und Friederike Hendriks Quellen: Nogrady, B. (2021). ‘I hope you die’: how the COVID pandemic unleashed attacks on scientists. Nature, 598(7880), 250–253. https://doi.org/10.1038/d41586-021-02741-x Hannah Schmid-Petri. (2021). Krisenkommunikation in der Wissenschaft – Die Reaktion auf Anschuldigungen und der Umgang mit Skandalen. Beiträge Zur Hochschulforschung, 43(1–2), 172–183. https://bit.ly/3AODbXr

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August 4, 2022

Folge 13: Wissenschaftskommunikation als Beruf

Was ist eigentlich Wissenschaftskommunikation als Beruf? Wie definieren Kommunikations-Verantwortliche in der Wissenschaft ihre Mission? Und welche Aufträge werden ihnen von oben/außen/innen erteilt? Marta Entradas und Kollegen haben sich dieser Frage in einer vergleichenden internationalen Studie gewidmet: Building Capacity for Engagement or Competing for Visibility?  Das Wisskomm-Quartett diskutiert die Motive wie auch Zielkonflikte und Rollenmodelle für Wissenschaftskommunikator*innen. Es geht dabei auch um die wachsende Zahl von PR-Aktiven im System, konkret die dezentralen Kommunikator*innen und deren Jobs mitten zwischen den Mahlsteinen.  Besondere Aufmerksamkeit widmet diese Folge einer existenziellen Frage, die mit den jeweiligen Rollenbildern einhergeht: Kann die Wissenschafts-PR die Wissenschaft kompromittieren? Und gefährdet sie womöglich somit das Vertrauen in die Wissenschaft, statt es zu stärken? Es diskutieren: Julia Serong, Hans Peter Peters, Rebecca Winkels und Elisabeth Hoffmann Quellen: Entradas M, Bauer MW, O’Muircheartaigh C, Marcinkowski F, Okamura A, Pellegrini G, et al. (2020) Public communication by research institutes compared across countries and sciences: Building capacity for engagement or competing for visibility? PLoS ONE 15(7): e0235191. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0235191 Entradas M (2022) Public communication at research universities: Moving towards (de)centralised communication of science? Public Understanding of Science 2022, Vol. 31(5) 634–647 © The Author(s) 2021 Article reuse guidelines: sagepub.com/journals-permissions httpDs:O//dIo: i1.o0r.g1/107.711/0797/603963662652251211005588309 journals.sagepub.com/home/pus Weingart P (2022) Trust or attention? Medialization of science revisited. Public Understanding of Science 2022, Vol. 31(3) 288–296 © The Author(s) 2022 Article reuse guidelines: sagepub.com/journals-permissions httpDs:O//dIo: i1.o0r.g1/107.711/0797/603963662652251211007700888 journals.sagepub.com/home/pus Falls Sie den Essay von Peter Weingart lesen möchten, aber selbst keinen Zugang zum Journal haben, schreiben Sie uns eine kurze E-Mail und wir senden wir Ihnen eine pdf-Kopie zu.

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June 3, 2022

Folge 12: Das „Defizit-Modell“ in der Wissenschaftskommunikation

Mit „Defizit-Modell“ wird die Annahme bezeichnet, dass die öffentliche Akzeptanz und Unterstützung von Wissenschaft dann gering sind, wenn es in der Öffentlichkeit nicht genug Wissen aus der Wissenschaft und über die Wissenschaft gibt. Dann lege ein Mangel an Wissen und Verständnis vor. Daraus folge für die Wissenschaft(-skommunikation) die Aufgabe, dieses Defizit zu reduzieren; etwa durch möglichst gute Wissenschaftsvermittlung an die Öffentlichkeit. Ein solcher unmittelbarer Zusammenhang zwischen wissenschaftlichem Wissen, Akzeptanz von Wissenschaft, Vertrauen in Wissenschaft und der Akzeptanz von praktischen Folgerungen aus wissenschaftlichem Wissen ist empirisch widerlegt. Ob Bürger*innen der Wissenschaft vertrauen, ob sie sich für wissenschaftliche Prozesse interessieren, und ob sie bereit sind, konkreten Handlungsempfehlungen zu folgen, die mit wissenschaftlichem Wissen begründet werden, hängt von vielen weiteren Bedingungen ab. Neben dem Wissen variiert dies auch für die einzelne Person abhängig vom jeweiligen Themenfeld. In der Forschung sowie in der Wissenschaftskommunikation wird deshalb seit längerem vehement das „Defizit-Modell“ abgelehnt. Viele Beiträge in Forschung und Praxis beginnen mit einem Verweis darauf, dass das (eigene) Verhältnis der Wissenschaftskommunikator*innen zur Öffentlichkeit nicht auf einer Defizit-Annahme beruhe. Aber ist diese, manchmal einem Vorabbekenntnis gleichende, Ablehnung des „Defizit-Modells“ gerechtfertigt? Ist sie zielführend? Darüber diskutieren in dieser Folge des Wisskomm-Quartetts Rainer Bromme, Elisabeth Hoffmann, Julia Serong und Rebecca Winkels. Weitere Hintergrundinformationen sowie Literaturempfehlungen zum „Defizit-Modell“ finden Sie in der Episodenbeschreibung via https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wisskomm-quartett/folge-12-das-defizit-modell-in-der-wissenschaftskommunikation/. In der Episode genannte Literatur: Krause, N. M., Scheufele, D. A., Freiling, I., & Brossard, D. (2021). The Trust Fallacy: Scientists' search for public pathologies is unhealthy, unhelpful, and ultimately unscientific. American Scientist, 109, 226+. Retrieved from https://link.gale.com/apps/doc/A669437356/AONE?u=anon~c698f8d3&sid=googleScholar&xid=8f1c6b39 Douglas, H. (2021). Lecture 3. Science communication: Beyond the deficit model. In H. Douglas (Ed.), The Rightful Place of Science: Science, Values, and Democracy: The 2016 Descartes Lectures. (pp. 121-151). Tempe, AZ: Consortium for Science, Policy & Outcomes. In dieser Folge wird auch 'Bogner' erwähnt. Dies bezieht sich auf die Folge 9 des Wisskomm-Quartetts, in der wir gesprochen haben über: Bogner, A. (2021). Die Epistemisierung des Politischen. Wie die Macht des Wissens die Demokratie gefährdet. Ditzingen: Reclam.

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What is Wisskomm-Quartett – Nachdenken über Wissenschaftskommunikation?

Was genau ist Wissenschaftskommunikation, und wie verändert sie sich derzeit? Wo und in welchen Formen wird Wissenschaftskommunikation betrieben, und welche Rolle spielt sie im komplexen Wechselspiel zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Diese Fragen treiben Forschende und Praktikerinnen gleichermaßen um. Dabei bleiben die Vertreterinnen beider Seiten mit ihren Positionen und Erkenntnissen gern noch „unter sich“. Das Wisskomm-Quartett bringt sie ins Gespräch: Jeweils zwei Wissenschaftlerinnen und zwei Kommunikatorinnen denken gemeinsam über aktuelle Fragestellungen nach. Sie diskutieren Forschungsergebnisse vor dem Hintergrund der Praxis – und Praxisthemen vor dem Hintergrund von Forschungsergebnissen. Aufgezeichnet wird jeweils ein Gespräch zu viert, und es soll etwa monatlich eine neue Folge geben. Das Wisskomm Quartett wird gestaltet von Elisabeth Hoffmann (Braunschweig), Rebecca Winkels (Berlin) sowie Julia Serong (München), Hans-Peter Peters (Jülich) und Rainer Bromme (Münster). Gelegentlich laden wir auch weitere Gäste zum Gespräch. Der Podcast wird herausgegeben von Wissenschaft im Dialog (Berlin).

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