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Willkommen bei NOTARISIERT! Dem Podcast von Heckschen & Salomon, Notare in Dresden.
Wir sprechen über Rechtsfragen, die im Leben wirklich auftauchen: Erben & Schenken, Immobilien, Eheverträge, Unternehmensnachfolge, Vollmachten und Formulierungen, die klein wirken, aber große Folgen haben. Verständlich, praxisnah und ohne Juristendeutsch. In jeder Folge ordnen wir ein Thema verständlich ein, erklären die wichtigsten Begriffe und zeigen, worauf es in der Praxis wirklich ankommt.
Wir freuen uns auf Feedback & Themenwünsche unter: podcast@heckschen-salomon.de
§8 „Europa-Inc.“: Wirtschaftsturbo oder Paradies für Geldwäsche?
Einheitlich, digital, in 48 Stunden gegründet und ohne Mindeststammkapital: Die Europäische Kommission plant mit einer neuen Verordnung eine supranationale Rechtsform, die sogenannte EU-Inc. (Europa-GmbH). Was nach einem modernen Wirtschaftsturbo für europäische Gründer und Start-ups klingt, offenbart bei genauerem Hinsehen massive Lücken.
In Folge 8 von Notarisiert analysieren die Notare Heckschen und Salomon die Pläne aus Brüssel kritisch auf Herz und Nieren. Ist die geplante EU-Inc. das versprochene Weihnachtsgeschenk für den Mittelstand oder wird hier der roten Teppich für Geldwäsche, fehlende Identitätskontrollen und den Abbau von Gläubigerschutz ausgerollt?
Erfahrt in dieser Episode, warum die Abschaffung der präventiven Notarkontrolle Risiken für Handelsregister und Investoren birgt, weshalb das eigenhändig geführte Gesellschafterregister den Minderheitenschutz gefährdet und wie das sogenannte Sitzspaltungs-Prinzip den Missbrauch von Arbeitnehmer- und Gläubigerrechten begünstigen könnte.
⏱️ Kapitelmarken:
00:00 – Zaubertrank oder Giftpille? Der neue Verordnungsvorschlag aus Brüssel
01:03 – Der 3. Anlauf zur Europa-GmbH: Was unterscheidet die EU-Inc. von SPE & SUP?
02:13 – Wirtschaftswachstum durch Digitalisierung oder Illusion?
04:04 – Der Vergleich mit den USA: Warum es auch dort keine „US-Inc.“ gibt
05:27 – Die Rechtsgrundlage: Wie das Einstimmigkeitsprinzip umgangen wird
07:36 – Online-Gründung & Identifizierung: Die Gefahr von Geldwäsche & Identitätsdiebstahl
10:38 – Wo Gründungen wirklich hängen: Geschäftskonto & Steuernummer statt Notar
13:56 – Das Märchen der 48-Stunden-Gründung & Handelsregister als „One-Stop-Shop“
15:03 – Mangelnder Gläubigerschutz: „Solvenztest“ vs. Stammkapital
16:54 – Anteilsübertragung ohne Notar: Warum Due-Diligence-Kosten explodieren könnten
20:43 – Börsengängigkeit der EU-Inc.: Sinnvoll oder gefährlicher Schnellschuss?
23:04 – Sitzspaltung & Rosinenpickerei: Missbrauch bei Mitbestimmung & Gläubigerrechten
25:22 – Fazit & Ausblick auf das Trilogverfahren in Brüssel
1 Sept 2026
§7 Vermögen schützen per Stiftung: Macht das wirklich Sinn?
Vermögen vor dem schnellen Verbrauch schützen, den Nachlass über Generationen sichern oder das eigene Lebenswerk verewigen: Das Thema Stiftung boomt in Deutschland. Doch ist die Stiftungsgründung wirklich das Allheilmittel für die Vermögens- und Unternehmensnachfolge?
In Folge 7 von Notarisiert tauchen die Notare Heckschen und Salomon tief in die Welt des Stiftungsrechts ein. Sie räumen mit gängigen Mythen auf und klären auf: Was unterscheidet eine gemeinnützige Stiftung von einer Familienstiftung? Wann ist eine Verbrauchsstiftung sinnvoll? Und warum bedeutet eine Übertragung ins Stiftungsvermögen, dass das Geld endgültig „weg“ ist?
Zudem sprechen sie über die Steuerfallen bei unbedachten Schenkungen, warum das Aushebeln von Pflichtteilsansprüchen über eine Stiftung oft scheitert und wie Unternehmer ihr Betriebsvermögen über kluge Holding-Strukturen flexibel und rechtssicher aufstellen.
Stiftungsrecht, Erbrecht und Vermögensnachfolge – verständlich auf den Punkt gebracht.
Kapitelmarken:
00:00 – Stiftungsboom in Deutschland: Zahlen, Fakten & Potenzial
02:44 – Selbstständige, unselbstständige & private Familienstiftungen
04:14 – Wie entsteht eine rechtsfähige Stiftung? (Stiftungsgeschäft & Aufsicht)
05:44 – Der wichtigste Grundsatz: Warum das eingebrachte Vermögen „weg“ ist
07:26 – Motive für die Gründung: Unternehmensnachfolge & Zersplitterung verhindern
08:25 – Ewigkeitsstiftung vs. Verbrauchsstiftung erklärt
09:36 – Vermögensschutz vor Kindern oder Verwandten (Destinäre)
11:48 – Steuerliche Vorteile gemeinnütziger Stiftungen vs. Familienstiftungen
13:48 – Bürokratie & Dauer der Stiftungsgründung
15:08 – Die Stiftungssatzung: Warum zu viel Konkretisierung gefährlich ist
17:24 – Die Stiftung als Pflichtteilsfalle: Funktioniert die 10-Jahres-Frist?
19:48 – Wie viel Startkapital braucht man wirklich?
20:43 – Unternehmen in die Stiftung einbringen? Die Holding-Lösung
1 Aug 2026
§6 Immobilienkauf: Die teuersten Fehler im Vertrag
Eine Immobilie kaufen klingt einfach: Kaufvertrag unterschreiben, Kaufpreis zahlen, Schlüssel bekommen. Doch beim Immobilienkauf können schon kleine Details große rechtliche und steuerliche Folgen haben.
In Folge 6 von Notarisiert sprechen die Notare Heckschen und Salomon über die wichtigsten Punkte im Immobilienkaufvertrag. Wem gehört das Grundstück wirklich? Welche Belastungen stehen im Grundbuch? Wann wird der Kaufpreis fällig? Und warum kann die Zahlung auf ein Gemeinschaftskonto zur Schenkungssteuerfalle werden?
Außerdem erfahrt ihr, weshalb ein zu niedrig beurkundeter Kaufpreis den gesamten Immobilienkauf gefährden kann, warum Mobiliar und Einbauküche in den Vertrag gehören und welche Mängel Verkäufer offenlegen müssen.
Immobilienkauf, Grundbuch und Kaufvertrag, verständlich auf den Punkt gebracht.
⏱️ Kapitelmarken:
00:00 – Warum der Immobilienkaufvertrag kein Standardvertrag ist
00:52 – Käufer, Ehe und internationaler Güterstand
02:52 – Wann muss der Ehepartner zustimmen?
04:20 – Ist der Verkäufer wirklich Eigentümer?
05:11 – Belastungen und Grundschulden im Grundbuch
08:18 – Flurkarte, Zufahrt und Kaufgegenstand
09:21 – Einbauküche und Mobiliar richtig mitverkaufen
11:43 – Falscher Kaufpreis und Steuerhinterziehung
12:39 – Kaufpreisfälligkeit und Notaranderkonto
14:52 – Gemeinschaftskonto als Schenkungssteuerfalle
16:07 – Besitz, Eigentum und Schlüsselübergabe
17:34 – Haftung und Mängel bei gebrauchten Immobilien
20:43 – Finanzierung und Grundschuld
21:16 – Was der Notar nach der Beurkundung übernimmt
1 Jul 2026
§5 Hauskauf ohne Ehering
Gemeinsam ein Haus kaufen ohne Trauschein? Was nach der perfekten Lebensplanung klingt, entpuppt sich im rechtlichen und steuerlichen Alltag ohne Absicherung oft als riskante Steuerfalle.
In Folge 5 von Notarisiert sprechen die Notare Heckschen und Salomon über die drängendsten Fragen für unverheiratete Paare beim Immobilienerwerb.
Denn das deutsche Steuerrecht kennt bei wilden Ehen keine Romantik: Ohne einen notariellen Partnerschaftsvertrag werden nicht verheiratete Partner vom Finanzamt wie Fremde behandelt. Wer zahlt wie viel vom Kredit ab? Droht bei ungleichen Finanzierungsbeiträgen die Schenkungssteuer? Und was passiert mit der gemeinsamen Immobilie bei einer plötzlichen Trennung, Geschäftsunfähigkeit oder im Todesfall?
Erfahrt in dieser Episode, warum die gesetzliche Erbfolge unverheiratete Partner komplett übergeht, wie eine Vorsorgevollmacht existenzielle Konflikte verhindert und warum ein Immobilienkauf über eine GbR eine flexible, steuerlich charmante Alternative sein kann.
Erbrecht, Immobilienrecht und Kanzleialltag, verständlich auf den Punkt gebracht.
⏱️ Kapitelmarken:
00:00 – Hauskauf mit der Freundin: Traum oder Risiko?
00:56 – Was ist ein Partnerschaftsvertrag und warum braucht man ihn?
02:55 – Die Steuerfalle: Schenkungssteuer & ungleiche Finanzierung bei „halbe-halbe“
04:47 – Strategien zur Vermeidung der Steuerfalle (70/30-Regelung & Darlehen)
06:38 – Immobilien-Auseinandersetzung bei Trennung: Wer bekommt das Haus?
09:10 – Achtung Grunderwerbsteuer: Der gravierende Unterschied zur Scheidung
10:26 – Plötzliche Geschäftsunfähigkeit: Die Brisanz der Vorsorgevollmacht
13:22 – Was passiert im Todesfall? Warum der Lebenspartner gesetzlich leer ausgeht
15:00 – Das handschriftliche Testament und seine dramatischen Erbschaftssteuer-Folgen
18:27 – Steuerliche Privilegien der Ehe beim selbstgenutzten Familienheim
20:06 – Die GbR-Lösung: Immobilien flexibel erwerben nach Finanzierungsanteil
1 Jun 2026
§4 Testierfreiheit oder Sittenwidrigkeit: Wo liegt die Grenze?
Wann wird ein Testament sittenwidrig?
In unserer neuen Folge geht es um eine Frage, die auf den ersten Blick absurd klingt, in der Praxis aber immer wieder Gerichte beschäftigt: Wie weit darf jemand in seinem Testament gehen?
Darf man Enkel nur dann zu Erben einsetzen, wenn sie regelmäßig zu Besuch kommen? Darf ein Vater seinen Sohn enterben, wenn dieser eine bestimmte Person heiratet? Und was passiert, wenn ein Arzt, eine Betreuerin oder eine andere Vertrauensperson plötzlich im Testament bedacht wird?
Im Mittelpunkt stehen aktuelle und besonders anschauliche Fälle rund um sittenwidrige Testamente. Wir sprechen darüber, warum die Testierfreiheit ein hohes Gut ist, weshalb Gerichte nicht einfach jede moralisch fragwürdige Regelung kippen dürfen und wo trotzdem Grenzen erreicht sein können.
Besonders spannend: Wann ist ein Testament vielleicht menschlich schwierig, aber juristisch wirksam? Und wann wird aus dem letzten Willen eine unzulässige „Herrschaft der Toten über die Lebenden“?
Außerdem geht es um die besondere Rolle von Ärzten, Berufsbetreuern und anderen Vertrauenspersonen. Denn selbst wenn eine Erbeinsetzung zivilrechtlich wirksam sein kann, können berufsrechtliche Risiken bestehen.
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1 May 2026
§3 Verglichen, verborgen, angefochten
Was der VW-Dieselkomplex über Vergleiche, Haftung und Transparenz lehrt.
In unserer neuen Folge geht es um den VW-Dieselskandal – jedoch nicht strafrechtlich, sondern aus aktienrechtlicher Sicht: Was passiert, wenn ein Konzern milliardenschwere Schäden aufarbeiten muss und dabei Vergleiche mit ehemaligen Vertretungsorganen schließt, häufig unter Einbeziehung einer D&O-Versicherung?
Im Mittelpunkt steht ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs, das für die Praxis weit über diesen Einzelfall hinaus relevant ist. Wir sprechen darüber, unter welchen Voraussetzungen solche Vergleiche zulässig und „marktüblich“ sind, wie weit Gerichte diese Entscheidungen später kontrollieren, und welche Rolle die Hauptversammlung dabei spielt.
Besonders spannend: Wie konkret muss eine Tagesordnung formuliert sein, damit ein Beschluss anfechtungsfest ist – vor allem dann, wenn ein Vergleich nicht nur einzelne Personen betrifft, sondern einen deutlich größeren Personenkreis? Und welche Informationspflichten entstehen, wenn Aktionäre vorab gezielt nachfragen, um die Angemessenheit eines Vergleichs überhaupt beurteilen zu können?
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1 Apr 2026
§2 Gevestet, gebunden, verloren
Was Vesting für Gründer, Mitarbeitende und Investoren bedeutet.
In unserer zweiten Folge geht es um ein Thema, das vor allem in der Start-up-Welt eine große Rolle spielt: Vesting. Also um die Frage, unter welchen Bedingungen Gesellschaftsanteile oder virtuelle Beteiligungen verdient, behalten oder wieder verloren werden können.
Anhand typischer Konstellationen aus der Gründungspraxis sprechen wir darüber, warum Vesting wirtschaftlich sinnvoll sein kann, wo die rechtlichen Grenzen liegen und weshalb eine saubere Gestaltung von Anfang an entscheidend ist.
Dabei geht es um Gründerteams, Investoren, Mitarbeiterbeteiligungen, virtuelle Anteile sowie um Begriffe wie Cliff, Good Leaver und Bad Leaver.
Außerdem werfen wir einen Blick auf aktuelle Gerichtsentscheidungen und erklären, was Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Steuerrecht mit Vesting zu tun haben und warum junge Unternehmen gut beraten sind, solche Modelle nicht ohne rechtliche Begleitung aufzusetzen.
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13 Mar 2026
§1 Enterbt, verjährt, verloren
Was der Veltins-Prozess Erben mit Familienunternehmen lehrt.
In unserer ersten Folge geht es um einen Klassiker im Erbrecht: den Pflichtteil, den Pflichtteilsverzicht und um die Frage, warum „enterbt“ nicht automatisch bedeutet, dass
Ansprüche endgültig ausgeschlossen sind.
Als Beispiel nehmen wir einen prominenten Erbstreit rund um ein bekanntes Familienunternehmen: Ein Sohn erklärt notariell den Pflichtteilsverzicht, später werden die
Töchter als Erbinnen eingesetzt und Jahrzehnte danach kommt es dennoch zum Verfahren. Im Mittelpunkt stehen dabei Vorwürfe wie Überrumpelung, fehlende Aufklärung oder Testierunfähigkeit.
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12 Mar 2026
§0 Prolog: Damit Sie wissen, was Sie unterschreiben
Willkommen bei NOTARISIERT. Wir sind Pascal Salomon und Heribert Heckschen, Notare in Dresden.
Rechtliche Entscheidungen treffen viele nicht „irgendwann“, sondern plötzlich: beim Hauskauf, in der Familie, im Unternehmen oder wenn es um Vorsorge geht. Und dann stellen sich schnell ganz praktische Fragen: Was bedeutet das konkret? Was sind die Risiken? Und was sollte ich unbedingt beachten?
Genau hier setzt dieser Podcast an: mit verständlicher Einordnung, klaren Worten und Einblicken aus unserem Notariatsalltag. Gelegentlich greifen wir auch Fälle auf, die aktuell diskutiert werden und zeigen, welche rechtlichen Punkte dabei wirklich entscheidend sind.
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