

Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast
Corni Winelover & Christoph Baumert
4.7from 13 ratings
- 84
- Episodes
- 13
- Ratings
- Weekly
- Cadence
- 2025
- First episode
About Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast
Jeden Sonntag um 8:00 laden Cornelia Becker aka Corni Winelover, eine der erfolgreichsten österreichischen Influencerinnen, und Christoph Baumert, Genussmensch, Event-Vagabund und Plattendreher, zu einer geschmackvollen Runde voller flüssiger, spritziger und schmackhafter Highlights ein. Ob edle Tropfen, spannende Food-Trends oder faszinierende Persönlichkeiten aus der Welt des Genusses – hier wird probiert, diskutiert und vor allem genossen! Mit einer Prise Humor, jeder Menge Know-how und lockeren Gesprächen servieren Corni & Christoph die perfekte Mischung für alle, die guten Wein und feines Essen lieben. 🎧 Immer Sonntags um 8:00 frisch auf allen gängigen Podcast-Plattformen! Prost & Mahlzeit! 🍷🥂🍽
- Publisher
- Corni Winelover & Christoph Baumert
- Category
- arts · leisure
- Language
- de
- Explicit
- No
- First episode
- 20 Mar 2025
- Latest episode
- 1 Nov 2026
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1 Nov 2026
#84 Alte Reben, neue Ideen - Florian Neunteufel
Prost Mahlzeit – Episode 84 mit Florian Neunteufl: „Alte Reben, neue Ideen – Handwerk, Herkunft & das Weinviertel von morgen“ In dieser Episode von Prost Mahlzeit führt uns unsere Reise ins südwestliche Weinviertel, genauer gesagt nach Viendorf am Fuße des Hundsbergs. Dort treffen wir Florian Neunteufl vom Weingut Neunteufl, einen jungen Winzer, der mit großer Leidenschaft, viel handwerklichem Können und einem klaren Fokus auf Grünen Veltliner die Zukunft seines Familienbetriebs gestaltet. Alte Reben, individuelle Herkunft und der Mut zu eigenen Ideen stehen dabei im Mittelpunkt. Wir beginnen bei der Geschichte der Familie Neunteufl. Seit 1984 befindet sich das Weingut im Familienbesitz und wird mittlerweile in vierter Generation geführt. Wir sprechen darüber, wie es ist, in einem Weinbaubetrieb aufzuwachsen, welche Werte Florian von seinen Eltern und Großeltern mitbekommen hat und ob für ihn schon immer feststand, eines Tages selbst Winzer zu werden. Dabei interessiert uns natürlich auch, wie die Zusammenarbeit zwischen den Generationen funktioniert und welche Traditionen Florian unbedingt bewahren möchte. Bevor er seine eigene Handschrift im Familienbetrieb entwickelte, sammelte Florian wertvolle Erfahrungen bei einigen der renommiertesten Weingüter im deutschsprachigen Raum. Er war unter anderem Kellermeister beim Weingut Allram und absolvierte Praktika bei Knoll in der Wachau und Keller in Rheinhessen. Wir sprechen darüber, welche Philosophien und Techniken ihn besonders geprägt haben, warum der Blick über den eigenen Tellerrand so wichtig ist und wie schwierig es manchmal sein kann, mit vielen neuen Ideen in den Familienbetrieb zurückzukehren. Eine besondere Rolle spielt natürlich die Herkunft. Das Weingut liegt am Fuße des Hundsbergs, einer Gegend des Weinviertels, die vielleicht nicht jeder sofort auf dem Radar hat. Doch gerade die unterschiedlichen Böden und die besonderen Bedingungen des südwestlichen Weinviertels bieten spannende Möglichkeiten. Florian erklärt, was diese Region auszeichnet, wie sich ihre Herkunft im Glas widerspiegelt und warum das Weinviertel weit mehr zu bieten hat als nur unkomplizierte Alltagsweine. Im Mittelpunkt steht dabei eine Rebsorte, für die Florians Herz ganz besonders schlägt: Grüner Veltliner. Was macht für ihn einen wirklich großen Veltliner aus? Wie deutlich soll man Boden und Herkunft schmecken können? Und wie verändert sich die Rebsorte durch den Klimawandel? Wir sprechen über unterschiedliche Stilistiken, persönliche Lieblingsweine und darüber, warum Grüner Veltliner für Florian so viel mehr ist als einfach nur die wichtigste Weißweinsorte Österreichs. Ein zentrales Thema unseres Gesprächs ist das Handwerk. Während im modernen Weinbau vieles immer schneller und technischer wird, setzt die Familie Neunteufl bei ihren alten Reben bewusst auf intensive Pflege und Handarbeit. Florian erzählt, warum diese Arbeit für ihn unverzichtbar ist, welche Rolle Geduld bei der Weinbereitung spielt und wann es besser ist, im Keller einzugreifen – oder einem Wein einfach die Zeit zu geben, die er braucht. Zum Weingut gehört außerdem ein Buschenschank, der für viele Gäste aus der Region längst ein beliebter Treffpunkt geworden ist. Hier treffen Wein, Kulinarik und persönliche Gastfreundschaft aufeinander. Wir sprechen darüber, welche Bedeutung der Buschenschank für die Familie hat, welche Speisen besonders gut zu den Grünen Veltlinern des Hauses passen und warum der direkte Kontakt zu den Gästen ein so wichtiger Bestandteil des Winzerlebens ist. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die Zukunft des Weinviertels. Florian gehört zu jener jungen Winzergeneration, die Herkunft und individuelle Lagen stärker in den Mittelpunkt rücken möchte. Wir diskutieren darüber, wie sich das Weinviertel DAC weiterentwickeln könnte, welche Chancen die Region international besitzt und was passieren muss, damit noch mehr Weinliebhaber das enorme Potenzial dieser Weinlandschaft erkennen. Besonders spannend sind auch Florians Pläne für den eigenen Betrieb. Ein neuer Keller und Verkostungsraum sollen zusätzliche Möglichkeiten schaffen, die Weine und die Philosophie des Hauses erlebbar zu machen. Wir sprechen darüber, welche Vision dahintersteckt, welche weiteren Projekte Florian im Kopf hat und wie er das Weingut Neunteufl in zehn Jahren sehen möchte. Dabei dürfen natürlich auch die großen Herausforderungen der Zukunft nicht fehlen: Klimawandel, Nachhaltigkeit und die wirtschaftlichen Veränderungen im Weinbau. Wie kann ein Familienbetrieb darauf reagieren, ohne seine Identität zu verlieren? Und wie gelingt es, traditionelle Handarbeit mit modernen Anforderungen zu verbinden? Zum Abschluss stellen wir Florian eine Frage, die sein gesamtes Schaffen auf den Punkt bringt: Wenn in zwanzig Jahren jemand eine Flasche Neunteufl öffnet – woran soll er denken? An den Wein, an die Herkunft oder an die Menschen dahinter? Und selbstverständlich wartet auch auf Florian unser „Cornis kleines Verhör“ – vom besten Weinmoment über das perfekte Katerfrühstück bis hin zur alles entscheidenden Frage nach seinem letzten Glas Wein. Wein der Episode: 🍷 Viendorf – Weingebirge Grüner Veltliner Weinviertel DAC Mit dem Grünen Veltliner Viendorf – Weingebirge steht genau jene Rebsorte im Mittelpunkt, die Florian Neunteufls Leidenschaft und die Philosophie seines Weinguts besonders gut verkörpert. Ein Wein aus dem südwestlichen Weinviertel, bei dem die Herkunft und der individuelle Charakter der Region im Vordergrund stehen. Passend zu unserem Gespräch über alte Reben, Handwerk und die Frage, was einen wirklich guten Grünen Veltliner ausmacht. Prost Mahlzeit! Mehr über Florian Neunteufl und das Weingut Neunteufl findet ihr unter: 👉 https://www.weingut-neunteufl.at/ (https://www.weingut-neunteufl.at/) Eine Episode über vier Generationen Familiengeschichte, alte Reben und echtes Winzerhandwerk, Grünen Veltliner und die besonderen Böden des südwestlichen Weinviertels – und über einen jungen Winzer, der mit Erfahrung, Leidenschaft und neuen Ideen die Zukunft seines Familienweinguts gestaltet.

25 Oct 2026
#83 Tradition trifft stille Revolution - Kati und Max Brustbauer
Prost Mahlzeit – Episode 83 mit Kati & Max Brustbauer: „Tradition trifft stille Revolution – Wein, Mut & 1.000 Jahre Geschichte“ In dieser Episode von Prost Mahlzeit führt uns unsere Reise in die Wachau, genauer gesagt nach Oberloiben zum Weinhauer Brustbauer. Dort treffen wir Kati und Max Brustbauer, die an einem ganz besonderen Ort leben und arbeiten: einem über 1.000 Jahre alten ehemaligen Salzburger Amtshof. Ein Familienbetrieb, in dem seit fünf Generationen Weinbau betrieben wird – und in dem Tradition auf eine Philosophie trifft, die durchaus einmal gegen den Strom schwimmt. Wir beginnen bei der beeindruckenden Geschichte des Hauses. Wie fühlt es sich an, an einem Ort zu leben, dessen Mauern bereits ein Jahrtausend Geschichte erlebt haben? Welche Werte und Erfahrungen wurden über Generationen weitergegeben? Und wie schafft man es, einerseits die Vergangenheit zu respektieren und andererseits den Mut aufzubringen, Dinge bewusst anders zu machen? Genau dieser Mut hat Kati und Max auch die Bezeichnung „stille Revolution im Weinbau“ eingebracht. Doch was bedeutet das eigentlich? Wir sprechen darüber, warum die beiden manche Konventionen hinterfragen, welche Entscheidungen ihren eigenen Weg geprägt haben und weshalb Innovation nicht immer laut sein muss, um etwas zu verändern. Ein zentrales Thema unseres Gesprächs ist die Nachhaltigkeit. Der Weinhauer Brustbauer ist Nachhaltig Austria zertifiziert und setzt im Weingarten auf artenreiche Begrünung, Biodiversität und den Verzicht auf Herbizide und Insektizide. Darüber hinaus befindet sich der Betrieb mittlerweile in der dreijährigen Umstellungsphase zur biologischen Zertifizierung. Kati und Max arbeiten bereits nach biologischen Grundsätzen und erzählen, warum dieser Schritt für sie eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Philosophie ist. Gerade in den anspruchsvollen Wachauer Steillagen bedeutet das viel Handarbeit, Aufmerksamkeit und Verantwortung gegenüber der Natur. Besonders spannend wird es beim Thema Low Intervention. Kati und Max möchten ihren Weinen möglichst viel Freiheit lassen und verzichten bewusst auf zahlreiche technische und önologische Eingriffe – darunter Schönungen, Aufsäuerung und technische Kühlung. Doch wie wenig Eingriff ist tatsächlich möglich? Wo liegt die Grenze zwischen dem Machen und dem Begleiten eines Weines? Und braucht es vielleicht sogar besonders viel Wissen und Erfahrung, um bewusst weniger zu tun? Dass Zeit und Geduld beim Weinhauer Brustbauer eine ganz besondere Rolle spielen, zeigt ein außergewöhnlicher Wein: der „Verkommen 2013“, den wir bereits in unserer Weihnachtsfolge verkosten durften. Ein gereifter Wachauer Smaragd, der eindrucksvoll die Frage aufwirft, warum hochwertige österreichische Weißweine häufig viel zu jung getrunken werden. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie sich große Weine über zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre entwickeln, welche Voraussetzungen sie dafür brauchen und warum Reife für Kati und Max weit mehr bedeutet als bloßes Warten. Natürlich widmen wir uns auch den berühmten Wachauer Rieden. Kellerberg, Loibenberg, Hollerin und Steinriegl sind nur einige der Herkünfte, mit denen die beiden arbeiten. Wir sprechen darüber, wie unterschiedlich sich diese Lagen im Glas zeigen, welche Bedeutung der Boden für den Charakter eines Weines hat und warum neben Grünem Veltliner und Riesling auch Weißburgunder und Gelber Muskateller ihren festen Platz im Sortiment haben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Handarbeit. Gerade in den steilen Weingärten der Wachau steckt hinter jeder Flasche ein enormer Aufwand. Für Kati und Max geht es dabei aber nicht nur um Qualität, sondern auch um eine grundlegende Haltung: dem Wein die Zeit, Ruhe und Aufmerksamkeit zu geben, die er braucht. Wir sprechen darüber, warum manche Arbeiten trotz aller technischen Möglichkeiten bewusst von Hand erledigt werden und was echte Reife für die beiden bedeutet. Zum Weinhauer Brustbauer gehört außerdem ein Heuriger, bei dem nicht nur der Wein, sondern auch die Küche eine besondere Rolle spielt. Vieles wird selbst gemacht – vom Brot über Fleischgerichte bis zum Strudel. Wir sprechen darüber, was für Kati und Max einen echten Wachauer Heurigen ausmacht, welche Speisen unbedingt dazugehören und warum der direkte Kontakt mit den Gästen für einen Familienbetrieb so wertvoll ist. Dass Wein nicht nur verkostet, sondern auch aktiv erlebt werden kann, zeigt das Projekt „Team Cuvée“. Bei diesem Cuvetier-Workshop dürfen Gäste selbst verschiedene Weine kennenlernen, Aromen entdecken und schließlich ihre eigene Cuvée kreieren. Wir erfahren, wie diese Idee entstanden ist und warum ein solcher Perspektivenwechsel oft mehr über Wein vermittelt als eine klassische Verkostung. Zum Abschluss blicken wir in die Zukunft. Wie geht ein bewusst handwerklich geführter Familienbetrieb mit Klimawandel, steigenden Kosten und wirtschaftlichen Herausforderungen um? Muss ein Weingut immer größer werden, um erfolgreich zu sein? Und was soll beim Weinhauer Brustbauer auch in zwanzig Jahren noch genauso sein wie heute? Unsere Abschlussfrage bringt schließlich die gesamte Philosophie auf den Punkt: Wenn Kati und Max die Wachau und ihre Art, Wein zu machen, in nur einem Glas zeigen müssten – welcher Brustbauer-Wein wäre es? Und selbstverständlich müssen sich auch die beiden unserem „Cornis kleinen Verhör“ stellen – vom besten Weinmoment über kulinarische Sünden bis hin zum allerletzten Glas Wein. Weine der Episode: 🍷 Rosé Loiben Federspiel DAC 2024 Ein Wachauer Rosé aus Loiben, der eine frische und unkomplizierte Seite des Weinhauers Brustbauer zeigt. Ein spannender Einstieg in die Weinwelt von Kati und Max und ein schöner Kontrast zu den großen, gereiften Smaragden des Hauses. 👉 Rosé Loiben Federspiel DAC 2024 – Weinhauer Brustbauer (https://2a667a-5.myshopify.com/products/rose-loiben-federspiel-dac-2024) 🍷 „Oma Emilie“ Riesling Smaragd DAC Ried Hollerin 2023 Mit dem Riesling Smaragd aus der Ried Hollerin steht eine der großen Wachauer Rebsorten im Mittelpunkt. Ein Wein, der Herkunft, Tradition und die Philosophie des Hauses miteinander verbindet. Schon der Name „Oma Emilie“ schlägt dabei eine Brücke zur Familiengeschichte – passend zu einem Betrieb, in dem Generationen und ihre Erfahrungen eine so wichtige Rolle spielen. 👉 Oma Emilie Riesling Smaragd DAC Ried Hollerin 2023 – Weinhauer Brustbauer (https://2a667a-5.myshopify.com/products/oma-emilie-riesling-smaragd-dac-ried-hollerin-2023) Prost Mahlzeit! Mehr über Kati und Max Brustbauer und den Weinhauer Brustbauer findet ihr unter: 👉 https://www.brustbauer.at/ (https://www.brustbauer.at/) Eine Episode über 1.000 Jahre Geschichte, Wachauer Steillagen, biologischen Weinbau und Low Intervention – und über zwei Menschen, die zeigen, dass man manchmal bewusst weniger machen muss, um einem großen Wein mehr Raum zu geben.

18 Oct 2026
#82 Kamptal im Glas - Johannes Haimerl
Prost Mahlzeit – Episode 82 mit Johannes Haimerl: „Kamptal im Glas – Herkunft, Feingefühl & die nächste Generation“ In dieser Episode von Prost Mahlzeit geht es ins Kamptal, genauer gesagt nach Gobelsburg zum Weingut Haimerl. Seit 1829 ist die Familie dort ansässig – und mit Johannes Haimerl steht bereits die nächste Generation bereit, um den Familienbetrieb weiterzuführen. Im Mittelpunkt stehen frische, lebendige Weine, Grüner Veltliner und Riesling – und ein junger Winzer, der gerne tüftelt, dabei aber Herkunft und klassisches Handwerk nie aus den Augen verliert. Wir beginnen bei Johannes selbst und seinem Weg zum Winzer. Nach seiner Ausbildung an der HBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg führte ihn 2020 ein Praktikum bis nach Neuseeland. Wir sprechen darüber, welche Erfahrungen er von dort mitgenommen hat, was ihn während seiner Ausbildung besonders geprägt hat und wie heute die Zusammenarbeit mit seinem Vater Karl Haimerl funktioniert. Dabei interessiert uns natürlich auch, wo Johannes bereits seine eigenen Wege geht – und wie viel Freiheit ihm die ältere Generation dabei lässt. Eine Zahl begegnet einem beim Weingut Haimerl immer wieder: 1829. Seit beinahe 200 Jahren ist die Familie in Gobelsburg verwurzelt. Was bedeutet eine solche Geschichte für einen jungen Winzer? Ist sie Motivation, Verpflichtung oder vielleicht ein bisschen von beidem? Johannes erzählt, welche Werte und Traditionen er unbedingt bewahren möchte und wie man ein Familienweingut weiterentwickelt, ohne dessen Wurzeln zu verlieren. Natürlich spielt auch das Kamptal selbst eine Hauptrolle. Hier treffen pannonische Wärme und die Kühle des Waldviertels aufeinander. Warme Tage, kühle Nächte sowie unterschiedliche Löss- und Schotterböden schaffen Bedingungen, die den Charakter der Weine entscheidend mitbestimmen. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was einen typischen Kamptaler Wein auszeichnet – und was diese Region vielleicht besser kann als jede andere. Im Glas dreht sich vieles um die beiden großen Sorten der Region: Grüner Veltliner und Riesling. Johannes erklärt die Unterschiede zwischen Veltliner vom Löss, Ortswein aus Gobelsburg und den großen Riedenweinen. Besonders spannend ist dabei die Ried Spiegel 1ÖTW – eine Herkunft, die im Weingut eine besondere Rolle spielt und uns direkt zu unserem Wein der Episode führt. Johannes ist aber auch ein Tüftler im Keller. Welche kleinen Details machen am Ende den Unterschied zwischen einem guten und einem besonderen Wein? Wie stark darf oder soll ein Winzer in die Weinbereitung eingreifen? Und gibt es Experimente, von denen der spätere Weintrinker vielleicht überhaupt nichts bemerkt? Dabei sprechen wir auch über die vermeintlich einfache, tatsächlich aber ziemlich schwierige Frage: Wann ist ein Wein eigentlich fertig? Die Grundlage dafür entsteht für Johannes jedoch im Weingarten. Intensive Laubarbeit, Ausdünnen und die Pflege jeder einzelnen Rebe sind wichtige Bausteine für jene Leichtigkeit und Frische, die seine Weine auszeichnen sollen. Gleichzeitig verändert der Klimawandel die Arbeit – und damit stellt sich auch die Frage, ob Weinbau heute überhaupt noch so funktionieren kann wie vor 20 oder 30 Jahren. Eng damit verbunden ist das Thema Nachhaltigkeit und Terroir. Wie viel überlässt man der Natur und wo muss der Winzer gezielt eingreifen? Johannes beschreibt einen Ansatz, bei dem die Natur gestalten darf, trotzdem aber nichts einfach dem Zufall überlassen wird. Wir sprechen darüber, welche Herausforderungen nachhaltiges Arbeiten mit sich bringt und warum dieses Denken gerade für eine junge Winzergeneration immer selbstverständlicher wird. Auch die Schlossquadrat-Trophy 2026 ist Thema unseres Gesprächs. Was bedeutet ein solcher Wettbewerb für einen jungen Winzer? Geht es nur um Auszeichnungen oder entstehen dabei auch Austausch, Freundschaften und ein Netzwerk innerhalb einer neuen österreichischen Winzergeneration? Und wohin entwickelt sich diese Generation, die heute beginnt, die heimische Weinwelt mitzugestalten? Dass Johannes durchaus Lust auf eigene Ideen hat, zeigt sein Projekt „Giovanni“. Ein Sparkling aus Grünem Veltliner, bewusst etwas abseits der klassischen DAC-Welt und mit Fokus auf unkomplizierten Trinkspaß. Wir sprechen darüber, wie die Idee entstand und ob Giovanni vielleicht jener Wein ist, in dem Johannes' ganz persönliche Handschrift besonders deutlich zum Vorschein kommt. Zum Abschluss schauen wir nach vorne. Johannes' Bruder Karl Nikolaus studiert BWL – könnte die Zukunft des Weinguts also irgendwann von den beiden Brüdern gemeinsam gestaltet werden? Soll der Betrieb wachsen oder bewusst familiär bleiben? Welche Weine möchte Johannes noch verwirklichen? Und wie soll das Weingut Haimerl in zehn Jahren aussehen? Und selbstverständlich wartet auch auf Johannes zum Abschluss wieder „Cornis kleines Verhör“ – vom besten Weinmoment über die kulinarische Sünde bis zur Frage nach seinem allerletzten Glas Wein. Wein der Episode: 🍷 Grüner Veltliner Ried Spiegel 1ÖTW Kamptal Reserve 2023 Mit dem Grünen Veltliner Ried Spiegel 1ÖTW landet genau jene Verbindung im Glas, die sich durch unser gesamtes Gespräch zieht: Kamptal, Herkunft, Grüner Veltliner und die individuelle Handschrift des Winzers. Ein Riedenwein, der hervorragend zu Johannes' Anspruch passt, Tradition weiterzuführen und ihr gleichzeitig seine eigene Interpretation zu geben. Grüner Veltliner Ried Spiegel 1ÖTW Kamptal Reserve 2023 – Weingut Haimerl (https://www.haimerl.at/product/2023-ried-spiegel-1oetw-kamptal-reserve-gruener-veltliner/?utm_source=chatgpt.com) Prost Mahlzeit! Mehr über Johannes Haimerl und das Weingut Haimerl findet ihr unter: Weingut Haimerl (https://www.haimerl.at/?utm_source=chatgpt.com) Eine Episode über fast 200 Jahre Familiengeschichte, das besondere Klima des Kamptals, Grünen Veltliner und Riesling – und über einen jungen Winzer, der mit Feingefühl, Experimentierfreude und Respekt vor seiner Herkunft die nächste Generation des Weinguts Haimerl einläutet.
Who has been a guest on Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast
Names identified in recent episode analyses. Showing up to five guests.
- Eva-Maria Gober
- Kerstin Schwertführer
- Sigrid Schwertführer
- Laura Hummel
- Dominik Gober
Reach and audience
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- Books guests
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