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Flurfunk Geschichte

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by Daniel und Solveig

4.8(365 reviews)
71 episodes
Updated Bi-weekly
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Podcast Overview

Wir sind Daniel und Solveig und begeistern uns für Geschichte. Wir haben lange zusammen im Museum gearbeitet und Führungen gemacht. Im Mittelpunkt unserer Folgen stehen Menschen, ihre Lebenswelt und die Frage, warum sich unsere Sicht auf frühere Epochen immer wieder verändert. Jeden Monat erzählen wir Euch eine unserer Lieblingsgeschichten. Dir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. Du kannst uns auch über ko-fi unterstützen: https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte Oder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf Steady: https://steadyhq.com/de/flurfunk-geschichte/ Für deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer Bonus-Folge "Nachklapp" zum Thema der aktuellen Folge. Links: Unsere Website: flurfunk-geschichte.de Podcast und Videos auf unserem Youtube-Kanal Instagram - facebook - threads Email: kontakt@flurfunk-geschichte.de

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June 18, 2026

FG070 – Ptolemaios und das Erbe Alexanders

<div>Wie wird man eigentlich König eines Reiches, mit dem man weder verwandt ist noch ursprünglich etwas zu tun hatte? Solveig nimmt uns mit zu Ptolemaios I., einem von Alexanders Feldherren, der nach dessen Tod nicht nur Ägypten an sich riss, sondern auch den einbalsamierten Leichnam Alexanders kurzerhand vereinnahmte – und so die langlebigste aller Diadochendynastien schmiedete.&nbsp;<br><br></div><div>Diese Folge ist zugleich der Auftakt zu einem kleinen Ptolemäer-Schwerpunkt: Während wir hier mit dem ersten Ptolemäer beginnen, endet Solveig auf YouTube mit der letzten Ptolemäerin. Ihr <a href="https://www.youtube.com/@flurfunkgeschichte"><strong>kommendes YouTube-Video widmet sich Kleopatra und ihrer Rezeptionsgeschichte</strong></a> – also der Frage, was spätere Jahrhunderte aus ihr gemacht haben und was das über uns selbst verrät. Unbedingt jetzt schon abonnieren und reinschauen!<br><br></div><div><strong>Von Makedonien bis Indien: Alexander der Große<br></strong><br></div><div>Ohne Alexander lässt sich Ptolemaios nicht erzählen – „am Anfang war Alexander", wie Solveig sagt. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Makedonien_(Antike)">Makedonien</a> galt den übrigen Griechen lange als halbbarbarischer Außenseiter: Königsherrschaft statt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Polis">Polis</a>, ein schwer einzuordnender Dialekt und die Unsitte, den Wein unvermischt zu trinken. Erst <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_II._(Makedonien)">Philipp II.</a> machte daraus durch Militärreformen eine Großmacht und versprach einen Rachefeldzug gegen die Perser. Nach seiner Ermordung 336 v. Chr. übernahm sein Sohn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_der_Gro%C3%9Fe">Alexander</a> mit rund 20 Jahren.<br><br></div><div>Alexander besiegte das Heer von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dareios_III.">Dareios III.</a> in den Schlachten bei Issos (333) und Gaugamela (331), ließ sich im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orakel_von_Siwa">Orakel von Siwa</a> als Sohn des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amun">Ammon</a> begrüßen und zog bis an den Indus. Wichtig ist Solveig dabei: Die schiere Größe des Reiches war weniger eine eigene Leistung als das Ergebnis der Übernahme des bestehenden persischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Satrap">Satrapien</a>-Systems – oft genügte es, wenige Statthalter für sich zu gewinnen. In seinen letzten Jahren band Alexander persische Eliten ein und übernahm persisches Hofzeremoniell wie die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Proskynese">Proskynese</a>, was bei den Makedonen auf erheblichen Widerstand stieß und in der Massenhochzeit von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochzeit_von_Susa">Susa</a> (324) gipfelte.<br><br><figure data-trix-attachment="{&quot;contentType&quot;:&quot;image&quot;,&quot;height&quot;:489,&quot;url&quot;:&quot;https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/06/MakedonischesReich-1024x489.jpg&quot;,&quot;width&quot;:1024}" data-trix-content-type="image" class="attachment attachment--preview"><img src="https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/06/MakedonischesReich-1024x489.jpg" width="1024" height="489"><figcaption class="attachment__caption"></figcaption></figure></div><div><br>Alexander starb 323 v. Chr. in Babylon, erst etwa 32 Jahre alt – ob durch Krankheit, Erschöpfung oder Gift, ist bis heute unklar. Solveig stellt bewusst zwei Quellen nebeneinander: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Diodor">Diodor</a>, der das Ende dramatisch zuspitzt (samt der berühmten, wohl erfundenen Szene, in der Alexander das Reich „dem Stärksten" vermacht), und den nüchterneren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arrian">Arrian</a>, der als zuverlässigster Alexander-Historiker gilt.<br><br></div><div><strong>Die Diadochen und der Griff nach Ägypten</strong><br><br></div><div>Nach Alexanders Tod blieben nur nominelle Könige – sein nachgeborener Sohn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_IV._(Makedonien)">Alexander IV.</a> und sein Halbbruder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_III._(Makedonien)">Philipp III.</a> –, während die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Diadochen">Diadochen</a> je eine Satrapie verwalteten. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemaios_I.">Ptolemaios</a> griff früh und gezielt nach Ägypten: ein außerordentlich reiches Land, das durch seine Geografie – nur ein schmaler Zugang über den Sinai – leicht zu verteidigen war. Während sich die übrigen Diadochen um den Rest balgten, hielt er sein Kerngebiet kontinuierlich.</div><div>Die Idee vom geeinten Großreich zerbrach rasch: Alexander IV. und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roxane">Roxane</a> wurden um 310 ermordet, beim Diadochenfrieden 311 bekam jeder, was er hielt, und ab 306/305 ließen sich die Diadochen nacheinander zu Königen ausrufen – bezeichnenderweise nicht mit Krone, sondern mit dem schlichten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Diadem">Diadem</a>. Zur Legitimation beriefen sie sich auf das „speergewonnene Land" und zunehmend direkt auf den rasch vergöttlichten Alexander.<br><br></div><div><strong>Der geklaute Leichnam</strong><br><br></div><div>Ptolemaios' genialster Schachzug war wörtlich zu nehmen. Alexanders einbalsamierter Körper sollte in einem prunkvollen Goldwagen zur Oase Siwa überführt werden; Ptolemaios zog dem Zug entgegen, übernahm den Leichnam und leitete ihn kurzerhand nach Ägypten um – zunächst wohl nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Memphis_(%C3%84gypten)">Memphis</a>, schließlich nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandria">Alexandria</a>. Damit verankerte er seine Herrschaft im Erbe Alexanders. Über das Mausoleum (das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sema_(Alexandria)">Sema</a>) kamen über Jahrhunderte regelrechte Pilgerströme – bis hin zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Iulius_Caesar">Caesar</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Augustus">Augustus</a>. Das Grab ist heute verschollen.<br><br><figure data-trix-attachment="{&quot;contentType&quot;:&quot;image&quot;,&quot;height&quot;:401,&quot;url&quot;:&quot;https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/06/Mid-nineteenth_century_reconstruction_of_Alexanders_catafalque_based_on_the_description_by_Diodorus-1024x401.jpg&quot;,&quot;width&quot;:1024}" data-trix-content-type="image" class="attachment attachment--preview"><img src="https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/06/Mid-nineteenth_century_reconstruction_of_Alexanders_catafalque_based_on_the_description_by_Diodorus-1024x401.jpg" width="1024" height="401"><figcaption class="attachment__caption"></figcaption></figure></div><div><strong><br>Alexandria: Leuchtturm, Bibliothek und Kulturpolitik</strong><br><br></div><div>Ptolemaios baute Alexandria zum Zentrum der hellenistischen Welt aus: den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pharos_von_Alexandria">Leuchtturm (Pharos)</a>, eines der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Weltwunder">Sieben Weltwunder</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bibliothek_von_Alexandria">Bibliothek von Alexandria</a> mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Museion">Museion</a> als Forschungsstätte und das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Serapeion_(Alexandria)">Serapeion</a>. Mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Serapis">Serapis</a>-Kult schuf er eine Gottheit, die ägyptische und griechische Vorstellungen verband. Die Herrschaft blieb dennoch klar griechisch geprägt: Ägypter waren von Verwaltungsämtern ausgeschlossen.<br><br></div><div><strong>Eine erstaunlich langlebige Dynastie</strong><br><br></div><div>Von allen Diadochenreichen hielten sich die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ptolem%C3%A4er">Ptolemäer</a> am längsten: knapp 300 Jahre. Die später übernommene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geschwisterehe">Geschwisterehe</a> ordnet Solveig ein – sie wurde wohl überwiegend repräsentativ geführt. Erst mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kleopatra_VII.">Kleopatra VII.</a> endete die Dynastie in römischer Abhängigkeit.</div><div>Darüber legt sich eine größere Frage, die Solveig und Daniel offen diskutieren: Erzählen wir uns die Antike zu gern als großen, dramatischen Niedergang? Am Beispiel der Bibliothek von Alexandria – deren populäre Brandgeschichte heute als fragwürdig gilt – wird deutlich, dass vieles in der Geschichte nicht mit einem Knall, sondern langsam geschieht. Und ob etwas „Niedergang" oder bloß Veränderung ist, entscheidet oft erst der Rückblick.<br><br></div><div><strong>Verwandte Folgen &amp; mehr</strong></div><ul><li><a href="https://flurfunk-geschichte.de/69-oedipus-und-der-wille-der-goetter/"><strong>FG069 – Ödipus und der Wille der Götter</strong></a>: die direkt vorangehende Folge zu griechischer Tragödie und Mythologie</li><li><a href="https://flurfunk-geschichte.de/66-heinrich-schliemann-mit-dynamit-nach-troja/"><strong>FG066 – Heinrich Schliemann – Mit Dynamit nach Troja</strong></a>: Antikenrezeption, Archäologie und der Umgang mit (zerstörtem) Erbe</li><li><a href="https://flurfunk-geschichte.de/018-achill-und-patroklos/"><strong>FG018 – Achill und Patroklos</strong></a> sowie <a href="https://flurfunk-geschichte.de/017-spartacus-will-nach-hause/"><strong>FG017 – Spartacus will nach Hause</strong></a>: weitere Ausflüge in die Antike</li><li><a href="https://www.youtube.com/@flurfunkgeschichte"><strong>Solveigs YouTube-Video zu Kleopatra</strong></a>: über die letzte Ptolemäerin und vor allem ihre Rezeptionsgeschichte – der perfekte Abschluss zu dieser Folge</li></ul><div>Diese Folge ist Teil unseres Ptolemäer-Schwerpunkts. Im <a href="https://steadyhq.com/de/flurfunk-geschichte/"><strong>Nachklapp</strong></a> für unsere Steady-Unterstützer:innen wird es außerdem um die besondere Beziehung zwischen Alexander und Hephaistion gehen.<br><br></div><br><div><strong>Kontakt und Unterstützung<br></strong><br></div><div>Dir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. <br>Du kannst uns über <a href="https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte"><strong>ko-fi</strong></a> unterstützen: <a href="https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte">https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte</a><br>Oder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf <strong>Steady</strong>: <a href="https://steadyhq.com/de/flurfunk-geschichte/">https://steady.page/de/flurfunk-geschichte</a><br>Für deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer <strong>Bonus-Folge "Nachklapp"</strong> zum Thema der aktuellen Folge.</div><div>Wir freuen uns über Kommentare und Fragen an <a href="mailto:kontakt@flurfunk-geschichte.de">kontakt@flurfunk-geschichte.de</a></div><div>Flurfunk Geschichte liefert Euch weitere Hintergrundinfos bei <a href="https://www.facebook.com/flurfunkgeschichte">Facebook</a>, <a href="https://www.instagram.com/flurfunk_geschichte/">Instagram</a>, <a href="https://twitter.com/flurgeschichte">twitter</a> und <a href="https://www.threads.net/@flurfunk_geschichte">threads</a>. <br><br><strong>Weiterer Podcast</strong><br>Willst du noch mehr von uns hören? Dann folge den Ereignissen und Debatten in der ersten deutschen Nationalversammlung bei <a href="https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm/"><strong>Flurfunk Paulskirche</strong></a>: <a href="https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm">https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm</a></div>

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May 21, 2026

FG069 - Ödipus und der Wille der Götter

<div>Er tötete seinen Vater, heiratete seine Mutter und gab einem der bekanntesten psychoanalytischen Konzepte seinen Namen. In unserer Folge wird <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96dipus">Ödipus</a> vor allem als das vorgestellt, was er in den antiken Quellen wirklich ist: ein Mann, der dem Willen der Götter trotzt. Und dafür einen hohen Preis zahlt.&nbsp;</div><div>Außerdem spricht Solveig über die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Labdakiden">Labdakiden</a>, die Familie des Ödipus, die weitere Tragödien erlebt. Diesen sind daher auch eigene Stücke gewidmet, wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antigone_(Sophokles)">Antigone</a> und die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_gegen_Theben_(Aischylos)">Sieben gegen Theben</a>.<br><br></div><div><strong>Die griechische Tragödie<br></strong><br></div><div>Bevor wir in die Geschichte einsteigen, schauen wir uns an, wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Trag%C3%B6die">griechische Tragödien</a> überhaupt funktionieren und warum das Theater im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Athen">antiken Athen</a> mehr war als Unterhaltung. Entstanden im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/5._Jahrhundert_v._Chr.">5. Jahrhundert v. Chr.</a>, geprägt von drei Autoren — <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aischylos">Aischylos</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles">Sophokles</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Euripides">Euripides</a> — war das Theater eine Form kultischen Handelns, fast ein Gottesdienst. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chor_(Theater)">Chor</a> dabei ist mehr als Dekoration: Er spiegelt, wie die Gesellschaft auf das Handeln der Figuren reagiert und ist damit eine Art kollektives Gewissen auf der Bühne.<br><br></div><div><strong>König Ödipus<br></strong><br></div><div>Die Geschichte beginnt nicht mit einer Liebesgeschichte, sondern mit einer Seuche. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Theben_(Griechenland)">Theben</a> leidet, und der Seher <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teiresias">Teiresias</a> (unter dem Schutz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Athene">Athenas</a> stehend, nicht wie üblich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apollon">Apollons</a>) soll Aufklärung bringen. Was er dann sagt, will Ödipus zunächst nicht hören. Wie Ödipus nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Theben_(Griechenland)">Theben</a> kam, wer ihm dabei begegnete und warum sein Name „Schwellfuß" bedeutet, das entfaltet sich schrittweise, ganz so wie es Sophokles angelegt hat: nicht als vorwärts erzählte Handlung, sondern als schrittweise Enthüllung einer längst vergangenen Geschichte.&nbsp;</div><div>Zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sphinx">Sphinx</a>, die den Weg nach Theben bewacht, gibt es zudem einen kleinen Exkurs: Wie dieses Wesen aus dem alten Ägypten zu einem Monster in der griechischen Mythologie wurde, ist ein schönes Beispiel für den Kulturtransfer im antiken Mittelmeerraum.<br><br></div><div><strong>Die Sieben gegen Theben<br></strong><br></div><div>Der Titel klingt nach Hollywood, aber <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_gegen_Theben_(Aischylos)">Sieben gegen Theben</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aischylos">Aischylos</a> ist deutlich weniger spannend umgesetzt, als der Stoff es verdient hätte. Die Kriegsdarstellungen verstellen den Blick auf das Drama, dass sich zwischen den Kindern des Ödipus entfaltet: Hat <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Polyneikes">Polyneikes</a> ein Recht auf die Herrschaft, die ihm versprochen wurde? Hat <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eteokles">Eteokles</a> eine Pflicht, die Stadt zu verteidigen, auch wenn er den Deal des Tausches gebrochen hat? Und verliert man sein Anrecht, wenn man die eigene Heimatstadt angreift?<br><br></div><div><strong>Antigone<br></strong><br></div><div>Das stärkste Stück dieser Folge ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antigone_(Sophokles)">Antigone</a>. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kreon">Kreon</a>, der neue Herrscher Thebens, verbietet die Bestattung des gefallenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Polyneikes">Polyneikes</a>. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antigone">Antigone</a> widersetzt sich — nicht aus Trotz, sondern weil sie das göttliche Gesetz über das menschliche stellt. Solveig macht deutlich, dass Kreons Frauenfeindlichkeit dabei keine Nebensache ist, sondern ein entscheidender Fehler. Erst als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teiresias">Teiresias</a> ihn ein zweites Mal warnt, lenkt Kreon ein. Zu spät.<br><br></div><div><strong>Der menschliche Hochmut<br></strong><br></div><div>Der Kern der Erzählungen ist nicht Begehren, nicht Schicksal als blinde Kraft, sondern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hybris">Hybris</a>: der Hochmut des Menschen, es besser zu wissen als die Götter. Solveig zeigt, dass diese Idee nicht auf die Antike beschränkt ist. Die christliche Superbia, die schlimmste der Todsünden, beschreibt dasselbe unter anderem Namen. Und auch die mittelalterliche Ketzerverfolgung folgt einer ähnlichen Logik: nicht falscher Glaube wird bestraft, sondern der Ungehorsam.<br><br></div><div><strong>Antiker Feminismus</strong><br><br></div><div>Am Ende weitet sich der Blick: Die Labdakiden-Tragödien spiegeln eine Gesellschaft im Wandel. Wo in der archaischen Zeit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herakles">Herakles</a> mit Körperkraft als Ideal stand, siegt Ödipus durch Verstand und ist körperlich behindert. Damit steht er für einen Wandel in den Vorstellungen von Männlichkeit und Heldentum.</div><div>Und dann ist da noch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Euripides">Euripides</a>, der in dieser Folge eine besondere Würdigung bekommt: Er hat die mythologischen Frauenfiguren — <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Medea_(Euripides)">Medea</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hekabe_(Euripides)">Hekabe</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andromache_(Euripides)">Andromache</a> — mit Zorn, Handlungsmacht und Leid ausgestattet, lange bevor das als Errungenschaft verbucht wurde.&nbsp;<br><br></div><div><strong>Verwandte Folgen<br></strong><br></div><div>In dieser Folge verweist Solveig auf unsere <a href="https://flurfunk-geschichte.de/018-achill-und-patroklos/">frühere Episode zu <strong>Achilles und Patroklos</strong></a>, in der das Thema der griechischen Bestattungsrituale und die Bedeutung des unbegrabenen Todes bereits eine Rolle spielte. Wer den Ödipus-Komplex aus psychoanalytischer Sicht kennenlernen möchte, findet das Thema im <a href="https://steady.page/de/flurfunk-geschichte"><strong>Nachklapp</strong></a> zu dieser Folge — exklusiv für Steady-Unterstützer*innen.</div><div><br></div><div>Hintergrundmusik der Zitate ist: Seikilos Epitaph with the Lyre of Apollo by <a href="https://freemusicarchive.org/music/Lina_Palera_Lyre_20_Project_player/">Lina Palera (Lyre 2.0 Project player)</a> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/">Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 International License</a>.<br><br>00:00:00 Ödipus ohne Komplex<br>00:05:15 Die griechischen Tragödien<br>00:10:19 Ödipus nach Sophokles<br>00:13:23 Ein ungeklärter Mord<br>00:22:29 Von Korinth nach Theben<br>00:30:39 Familiäre Verwicklungen<br>00:38:55 Qual der Wahrheit<br>00:42:26 Sieben gegen Theben<br>00:49:07 Atigone wehrt sich<br>00:54:34 Der WIlle der Götter<br>01:03:02 Hochmut wider die Götter<br>01:16:24 Wandel der antiken Gesellschaft<br>01:21:21 Ruhm dem Euripides!</div><br><div><strong>Kontakt und Unterstützung<br></strong><br></div><div>Dir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. <br>Du kannst uns über <a href="https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte"><strong>ko-fi</strong></a> unterstützen: <a href="https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte">https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte</a><br>Oder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf <strong>Steady</strong>: <a href="https://steadyhq.com/de/flurfunk-geschichte/">https://steady.page/de/flurfunk-geschichte</a><br>Für deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer <strong>Bonus-Folge "Nachklapp"</strong> zum Thema der aktuellen Folge.</div><div>Wir freuen uns über Kommentare und Fragen an <a href="mailto:kontakt@flurfunk-geschichte.de">kontakt@flurfunk-geschichte.de</a></div><div>Flurfunk Geschichte liefert Euch weitere Hintergrundinfos bei <a href="https://www.facebook.com/flurfunkgeschichte">Facebook</a>, <a href="https://www.instagram.com/flurfunk_geschichte/">Instagram</a>, <a href="https://twitter.com/flurgeschichte">twitter</a> und <a href="https://www.threads.net/@flurfunk_geschichte">threads</a>. <br><br><strong>Weiterer Podcast</strong><br>Willst du noch mehr von uns hören? Dann folge den Ereignissen und Debatten in der ersten deutschen Nationalversammlung bei <a href="https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm/"><strong>Flurfunk Paulskirche</strong></a>: <a href="https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm">https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm</a></div>

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April 30, 2026

FG068 - Von Gottes Gnaden: Friedrich Wilhelm IV.

<div>Friedrich Wilhelm IV. lehnte 1849 die <strong>Kaiserkrone</strong> ab – und gab damit einer ganzen Generation den Korb. Aber warum? Daniels Lieblingspreußenkönig bekommt endlich seine eigene Folge – zur Freude des einen, zum leisen Leid der anderen: Solveig findet die Hohenzollern bräsig, jedenfalls deutlich weniger unterhaltsam als die Habsburger. Zusammen schauen wir diesmal tief in Briefe, Reden und private Notizen – von der Kindheit im Exil bis zur Revolution 1848 – und fragen: Was hat diesen Mann geformt? Und was war ihm am Ende wichtiger als die Kaiserkrone?<br><br></div><div>Die Folge ist eine Doppelfolge mit <a href="https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm/"><strong>Flurfunk Paulskirche, Folge 11: Erwählter Kaiser der Deutschen</strong></a>. Dort geht es um die Ereignisse von 1848 aus der Perspektive der Nationalversammlung.<br><br></div><div><strong>Kindheit im Exil und stete Ermahnungen</strong><br><br></div><div><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_IV.">Friedrich Wilhelm IV.</a> wird 1795 geboren. Seinen zwölften Geburtstag erlebt er im Exil in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Klaip%C4%97da">Memel</a> – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Napoleon_Bonaparte">Napoleon</a> hat Preußen besiegt, die Familie ist geflohen. Der Kronprinz überrascht seine Mutter mit einem kleinen Geschenk. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Luise_von_Mecklenburg-Strelitz">Königin Luise</a> antwortet mit einem Brief, der <strong>Druck</strong> aufbaut: Preußens Größe sei dahin, der Vater unglücklich – und von ihm, dem Kronprinzen, erwarte sie Fleiß, Gehorsam und Opferbereitschaft. Auch sein Erzieher und sein Vater mahnen in dieselbe Richtung: Gehorsam, Ordnung, Opfer. Den Hang zum Zeichnen und zur Kunst soll er bitte zurückstellen.<br><br></div><div><strong>König des Friedens</strong><br><br></div><div>Mit dem Tod Friedrich Wilhelms III. 1840 besteigt Friedrich Wilhelm IV. den Thron. Er amnestiert die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Demagogenverfolgung">Demagogen</a> – die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCder_Grimm">Brüder Grimm</a> dürfen nach Berlin, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Moritz_Arndt">Arndt</a> zurück nach Bonn. Liberale Geister schöpfen Hoffnung. In seinen <strong>Huldigungsreden</strong> – zuerst in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)">Königsberg</a>, dann in Berlin – betont er die Verbindung von Volk und König und seine Verantwortung vor Gott. Dabei tut er etwas Neues: Er tritt als erster König in der preußischen Geschichte vor die Menschen und hält eine <strong>Volksansprache</strong> – fragt sein Volk nach einem „ehrenfesten Ja" und bekommt es von tausenden Stimmen zurück. Der schönste Satz dieser Rede, so findet zumindest Daniel, ist der verklausulierte Friedensappell: Wem der Sinn nicht nach einer sogenannten glorreichen Regierung steht, der fasse Vertrauen zu mir. Er will kein zweiter Friedrich der Große werden, sondern ein friedvoller Patriarch.<br><br></div><div><strong>Der göttliche Draht</strong><br><br></div><div><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Novalis">Novalis</a> hat es formuliert, Friedrich Wilhelm hat es gelebt: Die Monarchie beruht auf dem Glauben an einen höher geborenen Menschen. Die Konstitution besteht aus der <strong>Verantwortung des Monarchen vor Gott</strong> – nicht aus einem Stück Papier. Dazu kommt eine mystisch-sakrale Überzeugung, die Friedrich Wilhelm selbst gegenüber seinem Freund <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Karl_Josias_von_Bunsen">Bunsen</a> formuliert: Es gebe Dinge, die man nur als König wisse – nicht weil man den Schlüssel zu Papas Aktenschrank bekommt, sondern weil der Heilige Geist auf mystische Weise eingibt, was das Volk braucht. Das klingt für heutige Ohren befremdlich. Für Friedrich Wilhelm war es der Kern seiner Identität.<br><br></div><div><strong>Der Dom der Einheit</strong><br><br></div><div>Als Kronprinz hatte Friedrich Wilhelm 1815 seine Hände in den Rhein getaucht und sich drei Kreuze auf die Stirn gezeichnet. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom"><strong>Kölner Dom</strong></a> – seit Jahrhunderten Bauruine, Baukran inklusive – wird für ihn zum Symbol deutscher Einheit und konfessionellen Friedens. Als König fördert er 1840 den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zentral-Dombau-Verein_zu_K%C3%B6ln">Dombauverein</a>, gibt 50.000 Taler und legt 1842 den Grundstein – mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Klemens_Wenzel_Lothar_von_Metternich">Metternich</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_(Erzherzog_von_%C3%96sterreich)">Erzherzog Johann</a> gegenüber, die mindestens genauso viel geben wollen, damit bloß kein falscher Eindruck preußischer Vorherrschaft entsteht. Seine Rede zur Grundsteinlegung bewegt alle – der preußische König geht dem Erzbischof auf der Estrade entgegen, <a href="https://flurfunk-geschichte.de/62-kulturkampf-um-den-heiligen-rock/">dessen Vorgänger sein Vater noch in die Festung Minden gesperrt</a> hatte. Doch der neue König scheint einen Hang zum <strong>Katholizismus</strong> zu haben und bietet dem Papst – ganz ernst gemeint – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Augustusburg">Schloss Brühl</a> als Exilresidenz an, als die Revolution von 1848 den Kirchenstaat bedroht.<br><br><figure data-trix-attachment="{&quot;contentType&quot;:&quot;image&quot;,&quot;height&quot;:1024,&quot;url&quot;:&quot;https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/canvas-816x1024.jpg&quot;,&quot;width&quot;:816}" data-trix-content-type="image" class="attachment attachment--preview"><img src="https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/canvas-816x1024.jpg" width="816" height="1024"><figcaption class="attachment__caption"></figcaption></figure></div><div>Friedrich Wilhelm IV. von Preußen zur Eröffnung des " Vereinigten Landtags" am 11. April 1847<br><br></div><div><strong>Bankrotterklärung</strong><br><br></div><div>Im Laufe des Revolutionsjahres 1848 scheint sich der König mit einer neuen - konstitutionellen - Identität anzufreunden. Doch am <strong>12. Oktober 1848</strong> streicht die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Nationalversammlung">preußische Nationalversammlung</a> mit 217 zu 134 Stimmen die Worte <strong>„Von Gottes Gnaden"</strong> aus dem Verfassungsentwurf. Der Abgeordnete Schulze-Delitzsch vergleicht die Formel mit einer bankrotten Firma, die man nicht ins neue Geschäft hinübernehme. Was die Mehrheit für eine leere Floskel hält, ist für Friedrich Wilhelm der Kern seines Selbstverständnisses – und das Ende seiner Kompromissbereitschaft. Das Ministerium wird entlassen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Wrangel">General Wrangel</a> rückt in Berlin ein, die Nationalversammlung wird aufgelöst. Aus eigener Machtvollkommenheit oktroyiert Friedrich Wilhelm seinem Land dann doch eine <strong>Verfassung</strong> – im Wesentlichen das, was die Versammlung erarbeitet hatte, aber eben von ihm gegeben, nicht erkämpft. Mit „Von Gottes Gnaden" im Titel und später redigiert. An <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Joseph_I.">Kaiser Franz Joseph</a> schreibt er 1854: Er habe eine „miserable, französisch-moderne Konstitution" beschworen, aber sein Wort sei heilig.<br><br></div><div><strong>Weltbild als Architektur</strong><br><br></div><div>Nach 1848 ist Friedrich Wilhelm nach Aussage von Zeitgenossen nicht mehr der Alte. In architektonischen Entwürfen versucht er weiterhin sein Weltbild festzuhalten. Sein bleibendes Vermächtnis ist die Potsdamer Parklandschaft mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedenskirche_(Potsdam)">Friedenskirche</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Charlottenhof">Schloss Charlottenhof</a>. 1857 erleidet er Schlaganfälle, sein Bruder Wilhelm übernimmt. Am 2. Januar 1861 stirbt er in Sanssouci und wird in der von ihm selbst geplanten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedenskirche_(Potsdam)">Friedenskirche in Potsdam</a> beigesetzt. Sein Herz liegt gesondert bei seiner Mutter im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mausoleum_(Charlottenburg)">Mausoleum Charlottenburg</a>. <br><br><figure data-trix-attachment="{&quot;contentType&quot;:&quot;image&quot;,&quot;height&quot;:768,&quot;url&quot;:&quot;https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/1-1024x768.jpg&quot;,&quot;width&quot;:1024}" data-trix-content-type="image" class="attachment attachment--preview"><img src="https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/1-1024x768.jpg" width="1024" height="768"><figcaption class="attachment__caption"></figcaption></figure><br><br><figure data-trix-attachment="{&quot;contentType&quot;:&quot;image&quot;,&quot;height&quot;:768,&quot;url&quot;:&quot;https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/3-1024x768.jpg&quot;,&quot;width&quot;:1024}" data-trix-content-type="image" class="attachment attachment--preview"><img src="https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/3-1024x768.jpg" width="1024" height="768"><figcaption class="attachment__caption"></figcaption></figure><br><br><figure data-trix-attachment="{&quot;contentType&quot;:&quot;image&quot;,&quot;height&quot;:663,&quot;url&quot;:&quot;https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/4-1024x663.jpg&quot;,&quot;width&quot;:1024}" data-trix-content-type="image" class="attachment attachment--preview"><img src="https://flurfunk-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/04/4-1024x663.jpg" width="1024" height="663"><figcaption class="attachment__caption"></figcaption></figure></div><div>Gruft in der Friedenskirche mit den Sarkophagen Friedrich Wilhelms IV. (vorne) und Königin Elisabeths (dahinter)<br><br></div><br><div><strong>Kontakt und Unterstützung<br></strong><br></div><div>Dir gefällt Flurfunk Geschichte? 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