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by ahmed ajil | kambez nuri

13 episodes
Updated Daily
Accepts GuestsHas SponsorsLocation 🇨🇭

Podcast Overview

Keshmesh ist ein Podcast des Kriminologen Ahmed Ajil und des Gewaltberaters Kambez Nuri. Wir sprechen über Männlichkeiten, Migration, Gewalt und Kriminalität, über Rassismus und Marginalisierung – aus einer kritischen, schweizerisch-migrantischen Perspektive, die persönliche Erfahrungen mit Forschung und Praxis verbindet. www.keshmesh.ch Illustration: Sarah Blaser Logo/Design: Chris Rohner Video: Aaron Graf

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🇩🇪

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3/26/2026

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Recent Episodes

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July 8, 2026

13: Männer im Knast

<p>Wir sperren Menschen ein und denken, das löst unsere gesellschaftlichen Probleme. Aber was passiert wirklich hinter den dicken Mauern des Schweizer Justizvollzugs? In dieser Folge von keshmesh öffnen wir die „Blackbox Gefängnis“ und schauen dorthin, wo die Gesellschaft am liebsten wegschaut.</p><p><br /></p><p>(Wichtig: Wenn ihr keshmesh supporten wollt, habt ihr folgende Möglichkeiten:</p><ul><li>Folgt uns auf Spotify und Instagram</li><li>Hinterlasst ein paar Sterne (am besten 5 ;))</li><li>Supportet unsere Arbeit via RaiseNow: <a href="https://pay.raisenow.io/txbdv" rel="ugc noopener noreferrer" target="_blank">https://pay.raisenow.io/txbdv</a></li><li>Werde Mitglied des Vereins keshmesh: <a href="https://pay.raisenow.io/qymhd" rel="ugc noopener noreferrer" target="_blank">https://pay.raisenow.io/qymhd</a> </li></ul><p><br /></p><p>DANKE!)</p><p><br /></p><p>Wir dekonstruieren den oft zitierten Mythos der "70 Prozent kriminellen Ausländer", sprechen über die brutale Realität der Untersuchungshaft (U-Haft) und beleuchten, warum in der Schweiz oft Armut statt Kriminalität bestraft wird. </p><p><br /></p><p>Ausserdem stellen wir die ganz grosse Frage des Abolitionismus: Ist das System Gefängnis überhaupt noch zeitgemäss oder verschärft es unsere Probleme nur?</p><p><br /></p><p><strong>In dieser Folge erfährst du:</strong></p><p><br /></p><ul><li><strong>Die nackten Zahlen:</strong> Warum die Schweiz mit über 30'000 Inhaftierungen pro Jahr ein „Drehtür“-System hat und Rekordbelegungen verzeichnet.</li></ul><p><br /></p><ul><li><strong>Der "Ausländer-Mythos" entzaubert:</strong> Warum die Statistik verzerrt ist und fast die Hälfte der inhaftierten Ausländer gar keinen Schweizer Wohnsitz haben (Stichwort: Fluchtgefahr in der U-Haft).</li></ul><p><br /></p><ul><li><strong>Die harte Realität der U-Haft:</strong> 23 Stunden Einsperrung auf 12 Quadratmetern, Isolation und fehlende Fristen – warum die U-Haft für die Psyche oft zerstörerischer ist als der reguläre Strafvollzug.</li></ul><p><br /></p><ul><li><strong>Armut als Straftat:</strong> Ersatzfreiheitsstrafen und Administrativhaft – warum so viele Menschen hinter Gittern sitzen, die eigentlich soziale, finanzielle oder asylrechtliche Hilfe bräuchten.</li></ul><p><br /></p><ul><li><strong>Prisonisierung &amp; Institutionelle Gewalt:</strong> Wie das Gefängnis Menschen de-humanisiert, ihnen Autonomie raubt und Resozialisierung fast unmöglich macht.</li></ul><p><br /></p><ul><li><strong>Abolitionismus:</strong> Der Mut, ein System völlig neu zu denken. Braucht unsere Gesellschaft Gefängnisse wirklich, oder gibt es bessere, menschlichere Alternativen?</li></ul><p><br /></p><p>🔗<strong> Links &amp; Ressourcen:</strong></p><ul><li>Unsere brandneue Website ist live! Checkt sie aus: <a href="http://www.keshmesh.ch" rel="ugc noopener noreferrer" target="_blank">www.keshmesh.ch</a><a href="https://www.google.com/search?q=https://www.kishmish.ch" rel="ugc noopener noreferrer" target="_blank">.</a></li><li>Erwähnte Statistiken: Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) und des Schweizerischen Kompetenzzentrums für den Justizvollzug (SKJV).</li><li>Ahmed's Forschung: https://ahmed.ajil.ch/publications</li></ul><p><br /></p><p>🙌<strong> Shoutouts &amp; fettes Dankeschön an unser Team:</strong> Diese Folge und unser neues Setup wären ohne massiven Support nicht möglich gewesen. Ein riesiges Dankeschön geht an:</p><ul><li><strong>Aaron Graf:</strong> Für das geniale Video-Setup und die Aufnahmestruktur.</li><li><strong>Chris Rohner (juhuni Design):</strong> Für das krasse Webdesign unserer neuen Homepage.</li><li><strong>Sarah Blaser:</strong> Für die wunderschönen Illustrationen, die unsere Vision sichtbar machen.</li><li><strong>David Fürst:</strong> Für die starken Fotos und die Begleitung unserer Reise.</li></ul><p><br /></p><p><br /></p><p>💬<strong> Diskutiert mit uns:</strong> Sollten wir das Gefängnissystem abschaffen oder reformieren? Was hat euch an den Zahlen am meisten schockiert? Schreibt es uns in die Kommentare auf YouTube oder bewertet uns auf Spotify!</p><p>Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie mit euren Leuten und lasst uns ein Abo da. Peace &amp; Liebe! ✌️</p><p>#Gefängnis #Justizvollzug #Kriminologie #Abolitionismus #Menschenrechte #Strafrecht #PodcastSchweiz</p>

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June 24, 2026

12: Antirassistische Schule – mit Rahel El-Maawi

<p>Willkommen zurück bei keshmesh! In dieser Folge sprechen Ahmed und Kambez mit der soziokulturellen Animatorin, Dozentin, Tänzerin und Autorin Rahel El-Maawi. Rahel gewährt uns tiefe Einblicke in ihre Arbeit und erklärt, warum der Kampf für Gerechtigkeit nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper stattfindet.</p><p>Wir beleuchten die Entstehungsgeschichte ihres Co-Autor*innen-Werks &quot;No to Racism – Grundlagen für eine rassismuskritische Schulkultur&quot; und sprechen über das von ihr mitbegründete Netzwerk Raksa. Warum sind Curricula in der Sozialen Arbeit oder an pädagogischen Hochschulen oft noch nicht rassismuskritisch? Und warum müssen wir Intersektionalität (die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen) viel stärker in unseren Alltag und in unsere Reflektionen und den Umgang miteinander integrieren? All das und noch viel mehr in dieser Episode.</p><p><strong>In dieser Folge erfahrt ihr:</strong></p><ul><li><p><strong>Intersektionalität begreifen:</strong> Diskriminierungsformen dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Erst wenn wir verstehen, wie sich verschiedene Identitäten (wie Herkunft, Geschlecht, Sexualität) und Machtverhältnisse überschneiden, können wir marginalisierten Jugendlichen wirklich gerecht werden.</p></li><li><p><strong>Der Körper speichert Ungerechtigkeit:</strong> Rassismus und Diskriminierung sind nicht nur theoretische Konstrukte, sondern setzen sich als tiefgreifende Blockaden im Körper fest. Rahel El-Maawi nutzt Tanz und Bewegungsforschung, um diese spürbaren Barrieren zu transformieren und aufzulösen.</p></li><li><p><strong>Abwehr und &quot;weisse Fragilität&quot; im Bildungssystem:</strong> Viele Lehrkräfte und Institutionen reagieren mit Widerstand, wenn struktureller Rassismus thematisiert wird. Das eigene Selbstbild als progressive, &quot;helfende&quot; Person wird dadurch erschüttert, was dringend benötigte Strukturveränderungen oft blockiert.</p></li><li><p><strong>Pluralitätskompetenz statt starrer Normen:</strong> Die Schule lehrt oft nur eine einzige, richtige Norm. Pädagogisches Personal muss lernen, diese starren Muster zu &quot;verlernen&quot;, Neugierde zu zeigen und die vielfältigen Lebenswelten von Schüler:innen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte aktiv anzuerkennen.</p></li><li><p><strong>Netzwerk Raksa als Sprachrohr:</strong> Weil das Thema Rassismus an Hochschulen und in den Curricula der Sozialen Arbeit viel zu wenig behandelt wird, wurde das Netzwerk für rassismuskritische Soziale Arbeit (Raksa) gegründet. Es macht durch praxisnahe Fallbeispiele den strukturellen Rassismus in der Schweiz sichtbar.</p></li><li><p><strong>Fundament durch &quot;No to Racism&quot;:</strong> Das von Rahel mitverfasste Buch entstand aus einem enormen Mangel an rassismuskritischer Schul-Literatur in der Schweiz. Es gibt Fachpersonen endlich Werkzeuge an die Hand, um eine gerechtere Schulkultur zu etablieren.</p></li></ul><p>Erwähnungen in dieser Folge: Anja Nunyola Glover, Hanan Salamat, Toni Morrison, bell hooks, Nelson Mandela (&quot;no one is born racist&quot;), Tupoka Ogette, Simone de Beauvoir, die Anti-Bias-Reise, Annita Kalpaka, Asmaa Dehbi &amp; Noemi Trucco (Grundlagenstudie Anti-Muslimischer Rassismus in der Schweiz, https://folia.unifr.ch/unifr/documents/331088).</p><p><br></p><p>Website von Rahel: https://www.el-maawi.ch/</p><p>Vor.Bilder.Buecher auf Instagram: @vor.bilder.buecher</p><p><br></p><p>www.keshmesh.ch</p><p>PS: Wenn euch keshmesh gefällt, dann klickt auf FOLGEN und 5 Sterne, das hilft uns sehr :)</p><p><br></p><p>Peace out,</p><p>Ahmed &amp; Kambez</p><p><br></p><p>Logo/Design: Chris Rohner | juhuni.ch</p><p>Illustrationen: Sarah Blaser | hellopazuzu.com</p>

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June 10, 2026

11: Arabischer Fremdkörper

<p>Der „arabische Fremdkörper“ im Visier der Behörden</p><p><br></p><p>Hoi zäme und willkommen auf keshmesh.ch! Hinter uns liegen unglaublich turbulente Wochen. Eigentlich haben wir diese Folge schon vor längerer Zeit aufgenommen, wussten aber nicht genau, wann der richtige Moment für die Veröffentlichung ist. Nach den jüngsten Ereignissen und mit Blick auf die bevorstehende Abstimmung am 14. Juni ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt gekommen.</p><p>Ausgelöst durch den tragischen Vorfall in Winterthur vom 28. Mai 2026, bei dem ein Mann drei Personen attackierte und „Allahu Akbar“ rief, erlebten wir wieder einmal die reflexartigen, rassistischen Muster unserer Medienlandschaft und Politik. Ironischerweise haben wir genau in jener Woche unsere Folge zum Thema Femizid veröffentlicht und aufgezeigt, wie schwer sich die Gesellschaft damit tut, systemische, patriarchale Strukturen hinter Gewalt zu benennen. Sobald jedoch ein Täter einen muslimischen Hintergrund zu haben scheint, schreien alle sofort nach „islamistischem Terror“, verknüpfen es mit Asylfragen und instrumentalisieren das Ganze für den politischen Wahlkampf.</p><p>Inmitten dieser aufgeheizten Stimmung teilen wir mit euch ein exklusives, hochemotionales Dokument: Ahmeds persönliche Erfahrung als Terrorismusforscher und Kriminologe auf einem Zürcher Podium, wie wir es <strong>in dieser Episode</strong> detailliert besprechen. Was als wissenschaftliche Debatte geplant war, mutierte zu einem hochexplosiven, politischen Spiessrutenlauf.</p><ul><li><p><strong>Der Winterthur-Reflex (Mai 2026):</strong> Warum schreckliche Gewalttaten sofort genutzt werden, um politisch motivierten Hass zu schüren, während das vorangegangene Behördenversagen ausgeblendet wird.</p></li><li><p><strong>Die Dynamik auf dem Podium:</strong> Ahmed berichtet ungefiltert von einer Diskussion, die von politischen Akteuren (darunter der FDP und einer royalistischen iranischen Partei) komplett instrumentalisiert wurde.</p></li><li><p><strong>Der geheime Behörden-Check:</strong> Ein hochrangiger Funktionär veranlasste im Vorfeld der Veranstaltung über eine Polizeibehörde eine Sicherheitsüberprüfung gegen Ahmed.</p></li><li><p><strong>Wenn der Regierungsrat die Beherrschung verliert:</strong> Ahmed rekonstruiert den Moment, in dem ein Politiker auf den Tisch haute und versuchte, Ahmeds wissenschaftliche Einordnung durch pure Einschüchterung zu ersticken.</p></li><li><p><strong>Bewaffneter „Schutz“ im Raum:</strong> Das bedrohliche Gefühl, als Ahmed realisierte, dass im Raum Männer mit versteckten Schusswaffen anwesend waren – nicht um ihn zu schützen, sondern um die anderen vor seinem „arabischen, muslimischen Körper“ abzusichern.</p></li><li><p><strong>Das Problem mit der „Behördentreue“:</strong> Warum die Schweizer Mehrheitsgesellschaft und die Medien so fragil reagieren, wenn man den Finger in die Wunden staatlicher und institutioneller Fehler legt.</p></li></ul><p>„Egal wie gut deine Credentials sind, egal ob du an einer Schweizer Uni forschst, im Militär- oder Zivildienst warst – am Ende wirst du in solchen Momenten auf das reduzierte Stück Fleisch heruntergebrochen, von dem angeblich eine Gefahr ausgeht. Wenn sie dich in eine Ecke drängen wollen, nützen dir wissenschaftliche Titel gar nichts. Aber genau diese unbequemen Perspektiven müssen wir auf Keshmesh hörbar machen.“</p><p>Für Ahmed war dieses Podium eine Grenzerfahrung, die auf brutalste Weise zeigt, wie tief rassistische Bilder und Projektionen in den Köpfen unserer Entscheidungsträger verankert sind. Wir weigern uns jedoch, uns mundtot machen zu lassen oder uns den einfachen, populistischen Antworten anzupassen.</p><p>Wir haben diesen Raum geschaffen, um Stimmen und Analysen zuzulassen, die sonst in den Mainstream-Medien systematisch gecuttet oder marginalisiert werden. Wie habt ihr die Medienberichte der letzten eineinhalb Wochen erlebt? Löst diese Folge Abwehrreaktionen bei euch aus oder hilft sie euch, die Dinge klarer zu sehen?</p><p><strong>Schreibt uns eure Meinung, teilt die Folge in euren Chats und lasst uns eine Nachricht da!</strong></p><p>Keshmesh – Von uns, für uns, mitten aus der Schweizer Realität.</p><p><br></p><p>www.keshmesh.ch</p>

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Keshmesh ist ein Podcast des Kriminologen Ahmed Ajil und des Gewaltberaters Kambez Nuri. Wir sprechen über Männlichkeiten, Migration, Gewalt und Kriminalität, über Rassismus und Marginalisierung – aus einer kritischen, schweizerisch-migrantischen Perspektive, die persönliche Erfahrungen mit Forschung und Praxis verbindet.

www.keshmesh.ch Illustration: Sarah Blaser Logo/Design: Chris Rohner Video: Aaron Graf

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