Interviews zur Netzhautforschung

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Interviews zur Netzhautforschung
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🇩🇪
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June 2, 2026
Morbus Stargardt: Forschung zwischen Geduld und Fortschritt
<p>Was bedeutet Fortschritt in der Netzhautforschung wirklich?</p><p>Und warum braucht Wissenschaft manchmal viele Jahre, um den nächstenwichtigen Schritt zu erreichen?</p><p>In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas M. Dudamit Hendrik P. N. Scholl über den aktuellen Stand der Forschung zu MorbusStargardt – einer der häufigsten erblich bedingten Netzhauterkrankungen.</p><p>Gemeinsam werfen sie einen verständlichen Blick hinter dieKulissen moderner Netzhautforschung:</p><p>Wie entsteht aus biologischen Erkenntnissen überhaupt eineklinische Studie? Warum sind sogenannte Natural-History-Studien wie ProgStar sowichtig? Und weshalb stehen Geduld, Präzision und wissenschaftliche Sorgfaltoft im Mittelpunkt – auch dann, wenn Betroffene verständlicherweise aufschnelle Fortschritte hoffen?</p><p>Außerdem geht es um aktuelle klinische Studien wie dasDRAGON-Programm sowie um die Frage, was Ergebnisse aus solchen Studientatsächlich bedeuten – wissenschaftlich, medizinisch und im Alltag von Menschenmit Stargardt.</p><p>Die Folge zeigt:</p><p>· wie Forschung Schritt für Schritt funktioniert,</p><p>· warum Fortschritt nicht immer spektakulär aussehenmuss,</p><p>· und weshalb realistische Hoffnung wichtiger ist alsvorschnelle Versprechen.</p><p> </p><p>Eine Episode über Wissenschaft, Verantwortung und die Menschen,die jeden Tag daran arbeiten, Netzhauterkrankungen besser zu verstehen.</p><p> </p><p>Prof. Hendrik P. N. Scholl zählt international zu den renommiertestenExperten für erbliche Netzhauterkrankungen. Seit vielen Jahren widmet er sichder Erforschung degenerativer Erkrankungen der Netzhaut – insbesondere demMorbus Stargardt und anderen seltenen retinalen Dystrophien. Seine Arbeitverbindet Grundlagenforschung, moderne Bildgebung und klinische Studien mit demZiel, Krankheitsverläufe besser zu verstehen und neue Therapieansätzewissenschaftlich fundiert zu entwickeln.</p><p>Als langjähriger Leiter großer internationaler Forschungsprojekte– darunter die wegweisende ProgStar-Studie – hat Prof. Scholl entscheidend dazubeigetragen, die Grundlagen für heutige klinische Studien bei Stargardt zuschaffen. Heute ist er Chief Medical Officer bei Belite Bio und begleitet dort die Entwicklung neuerTherapieansätze für erbliche Netzhauterkrankungen. Seine Arbeit steht fürwissenschaftliche Präzision, internationale Zusammenarbeit und den Anspruch,Fortschritt verantwortungsvoll und transparent zu gestalten.</p><p> </p><p>+++</p><p>Kurz nach der Aufzeichnung dieser Podcastfolge veröffentlichteBelite Bio</p><p> eine weitere wichtigeEntwicklung: Das Unternehmen hat bei der US-amerikanischen ArzneimittelbehördeFDA mit der sogenannten „Rolling Submission“ des Zulassungsantrags für denWirkstoff Tinlarebant zur Behandlung von Morbus Stargardt begonnen. Grundlagedafür sind unter anderem die Ergebnisse der Phase-3-Studie DRAGON. Sollte dasVerfahren erfolgreich verlaufen, könnte Tinlarebant die erste zugelasseneTherapie für Stargardt werden. Gleichzeitig gilt weiterhin: Auch einZulassungsverfahren ist ein mehrstufiger wissenschaftlicher und regulatorischerProzess, dessen Ausgang sorgfältig geprüft wird.</p><p> </p><p>Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiertüber neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Details unter <a href="https://investors.belitebio.com/news-releases/news-release-details/belite-bio-initiates-rolling-submission-new-drug-application-us">https://investors.belitebio.com/news-releases/news-release-details/belite-bio-initiates-rolling-submission-new-drug-application-us</a></p><p> </p><p>Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter <a href="http://www.retinaplus.de">www.retinaplus.de</a></p><p><a href="">Ihre Meinung ist wichtig <br>Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter </a><a href="mailto:podcast@retinaplus.de">podcast@retinaplus.de</a> oder per WhatsApp 0156 796 456 19<br>Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ </p><p>Abonnieren Sie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: <a href="https://www.retinaplus.de/newsletter/">https://www.retinaplus.de/newsletter/</a></p><p>Retina View – DerPodcast, der neue Perspektiven eröffnet.</p>

April 24, 2026
Zwischen Versorgung und Forschung: Das Potenzial von oregis
<p>In dieser Episode von Retina View werfen wir einen genaueren Blick auf das Register „oregis“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft – ein zukunftsweisendes Projekt, das die Versorgungsrealität in der Augenheilkunde erstmals umfassend und sektorenübergreifendabbilden soll.</p><p>Wir beleuchten, was oregis ist, wie es sich von bestehenden Registern unterscheidet und warum es als erstes krankheitsübergreifendes Real-World-Datenregister in Deutschland eine besondere Rolle einnimmt. Währendklassische Register meist auf einzelne Erkrankungen fokussiert sind, verfolgt oregis einen offenen Ansatz: Es sammelt anonymisierte Daten aus Klinik und Praxis in Echtzeit – mit dem Ziel, ein realistisches Bild der Versorgung zu schaffen.</p><p>Doch wie werden diese Daten heute schon genutzt, und wo liegen aktuell noch Grenzen?</p><p>Die Episode zeigt, inwiefern oregis bereits zur Versorgungsforschung beiträgt, warum es bislang nur eingeschränkt für die gezielte Rekrutierung klinischer Studien geeignet ist und welche Weiterentwicklungen – etwa in Form von Subregistern oder erweiterten Datenmodellen – denkbar sind.</p><p>Auch der Blick nach vorn spielt eine zentrale Rolle:</p><p>Welche Ziele verfolgt oregis langfristig? Wie groß muss dieDatenbasis werden, um belastbare Aussagen zu ermöglichen? Und welche Impulse könnte ein zukünftiges Registergesetz liefern?</p><p>Ein besonderer Fokus liegt auf der Perspektive der Patienten:</p><p>Welche Möglichkeiten gibt es, Einfluss zu nehmen? Und warum kann es entscheidend sein, das eigene Behandlungszentrum aktiv auf die Teilnahme an oregis anzusprechen?</p><p>Denn klar ist: Ohne Daten keine Forschung – und ohne Forschung kein Fortschritt in der Versorgung.</p><p>Call to Action:</p><p>Sprechen Sie Ihr behandelndes Zentrum oder Ihren Augenarzt aktiv auf oregis an und fragen Sie nach einer Teilnahme. Auch wenn Patienten nur begrenzten direkten Einfluss auf Forschung haben, besteht hier eine konkrete Möglichkeit, die Weiterentwicklung der Augenheilkunde zu unterstützen. Je mehr Einrichtungen und Daten eingebunden sind, desto größer ist der Nutzen für die Versorgung von morgen.</p><p>Die Pilotphase des Registers ist abgeschlossen und mit aktuellüber 2,5 Millionen erfassten Patienten hat oregis bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig steht das Projekt an einem entscheidenden Punkt: Ziel ist es, möglichst viele Praxen und Kliniken anzuschließen, um die Datenbasis weiter zu verbreitern und die Aussagekraft der Analysen zu stärken. Erste Forschungsanfragen und wissenschaftliche Publikationen zeigen bereits heute, dass oregis aktiv zur Versorgungsforschung beiträgt.</p><p>Unsere Gesprächspartner:</p><p>Prof. Dr. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Münster, Präsidentin von EURETINA und eine der zentralen Persönlichkeiten beim Aufbau von oregis. Die frühere DOG-Präsidentin ist in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien aktiv und hat mehr als 300 Fachpublikationenveröffentlicht.</p><p>Dr. Dipl.-Kfm. Philip Gass ist seit 2003 Geschäftsführer der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und verantwortet die organisatorischen Belange der Fachgesellschaft. Die DOG ist die älteste augenärztliche Fachgesellschaft der Welt und fördert Forschung, Lehre sowie Weiterbildung in der Augenheilkunde.</p><p>Mit dieser Episode unterstreicht Retina View seinen Anspruch,Forschung verständlich zu machen, Impulse zu setzen und den Dialog zwischenMedizin, Wissenschaft und Betroffenen aktiv zu fördern. </p><p>Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiertüber neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Details unter <a href="https://oregis.de/">https://oregis.de/</a></p><p>Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter <a href="http://www.retinaplus.de">www.retinaplus.de</a></p><p><a href="">Ihre Meinung ist wichtig <br></a></p><p><a href="">Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter </a><a href="mailto:podcast@retinaplus.de">podcast@retinaplus.de</a> oder per WhatsApp 0156 796 456 19<br>Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.</p><p>Abonnieren Sie auchunseren kostenlosen Newsletter unter: <a href="https://www.retinaplus.de/newsletter/">https://www.retinaplus.de/newsletter/</a></p>

March 27, 2026
Transplantation von RPE-Zellen im Schweinemodell – Therapieansatz für verschiedene Formen der AMD
<p><strong>Zu Gast:</strong><br>Prof. Dr. Dr. <strong>Knut Stieger</strong>, Universitäts-Augenklinik Gießen<br>Prof. Dr. <strong>Lyubomyr Lytvynchuk</strong>, Direktor der Universitäts-Augenklinik Gießen</p><p>Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer Forschungsansatz macht Hoffnung: die <strong>Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen)</strong>.</p><p>In dieser Folge sprechen wir mit <strong>Prof. Knut Stieger</strong> und <strong>Prof. Lyubomyr Lytvynchuk</strong> von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes präklinisches Forschungsprojekt, bei dem <strong>RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert </strong>wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen.</p><p>Unsere Gäste erklären:</p><ul><li>Welche Rolle das <strong>retinale Pigmentepithel(RPE)</strong> in der Netzhaut spielt,</li><li>wie die <strong>Transplantation von RPE-Zellen </strong>technisch durchgeführt wird,</li><li>woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden,</li><li>welche <strong>Herausforderungen </strong>bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen,</li><li>und welche <strong>Bedeutung diese Forschung</strong> für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.</li></ul><p>Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die <strong>Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit </strong>zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch <strong>bei anderen Netzhauterkrankungen </strong>Anwendung finden könnte.</p><p>Diese Episode zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle.<br>Retina View gibt Einblicke hinter die Kulissen aktueller Forschung und bringt Sie näher an die Menschen, die daran arbeiten, Sehen wieder möglich zu machen.</p><p>Moderation: Thomas M. Duda<br>Eine Produktion von Retina plus – Das Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust</p><p> </p><p>Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig undpatientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.</p><p> </p><p>Mehr Informationen zu unserer Arbeit:</p><p>www.retinaplus.de</p><p> </p><p><a href="">Ihre Meinung ist wichtig <br>Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter </a><a href="mailto:podcast@retinaplus.de">podcast@retinaplus.de</a> oder per WhatsApp 0156 796 456 19<br>Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ </p><p>Abonnieren Sie auchunseren kostenlosen Newsletter unter: <a href="https://www.retinaplus.de/newsletter/">https://www.retinaplus.de/newsletter/</a></p>
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