Profi-Athlet:innen, Gäste aus der Community, Veranstalter:innen, Coaches und viele mehr sprechen mit uns über aktuelle Themen, Sichtweisen sowie ganz persönliche Meinungen - authentisch, ehrlich und inspirierend!
#42 Open Mic at CTR und die kontrollierte Abschaffung des roten Fadens
Wir haben beim CTR ein Mikrofon hingestellt. Das war im Wesentlichen das Konzept.
Den Anfang macht Martina „Marty“ Falchetti. La Sportiva Athletin, bisher noch nie ein Rennen in Deutschland gelaufen und damit für den CTR eigentlich hervorragend vorbereitet. Wir sprechen darüber, wer sie ist, wie sie zum Trailrunning kam und was es bedeutet, Teil eines Teams zu sein, das diesen Sport schon ziemlich lange mitprägt.
Dann kommt Bene Detsch. Wir machen ein Bier auf und reden über Trainer. Genauer gesagt darüber, warum Bene gerade keinen hat und damit ziemlich glücklich ist. Von dort biegt das Gespräch mehrfach irgendwohin ab. War zu erwarten.
Mit Dani Gassner geht es ums Zurückkommen an eine Startlinie, seine bemerkenswert konsequente Reis-Taktik in der Rennwoche und eine Radtour quer durch Deutschland mit Philipp Reiter. Außerdem sprechen wir darüber, was der CTR für ihn ist und welchen Platz das Rennen mittlerweile im Kalender hat.
Race Director Dominik Hartmann erzählt, wie sich ein Rennen nach neun Jahren anfühlt, wenn man es nicht nur kennt, sondern Jahr für Jahr selbst veranstaltet. Kathi Budde berichtet vom SALTY Volunteer-Programm und davon, wie eine Strecke eigentlich markiert wird, damit am nächsten Morgen möglichst niemand versehentlich in Tschechien aufwacht.
Und Nic Bredel? Kam als Teilnehmer in eines unserer Camps, wurde dabei offenbar nicht ausreichend gewarnt und ist seitdem ziemlich tief im SALTY-Kosmos gelandet. Heute organisiert er selbst Events und Community Runs. Kann also keiner behaupten, das hätte keine Folgen.
Dazwischen: Drinks, erstaunlich viel Random Talk und der Name Marcel Geißler in einer Häufigkeit, die sich sachlich kaum rechtfertigen lässt. Marcel saß im Publikum. Das hat gereicht.
Open Mic eben.
1 Oct 2026
#41 Johannes Dörr und die bemerkenswerte Alltagstauglichkeit des Longruns
Johannes Dörr tauchte 2025 beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival auf und gewann einfach mal den 110er. In seiner Wahlheimat. Gegen ziemlich schnelle Leute. Wer ihn vorher nicht auf dem Zettel hatte, durfte danach erstmal einen Stift suchen.
Mittlerweile ist einiges passiert. Johannes ist seit diesem Jahr DYNAFIT-Athlet, sein Training strukturierter und Trailrunning endgültig ein ziemlich großer Teil seines Lebens. Wobei man bei ihm den Eindruck bekommt, dass ein Longrun ungefähr denselben organisatorischen Stellenwert besitzt wie bei anderen Menschen der Gang zum Bäcker. Könnte man morgen eigentlich direkt wieder machen.
Wir sprechen darüber, wie Johannes überhaupt zum Trailrunning gekommen ist. Wie sich sein Training verändert hat und was ein Sportwissenschaftsstudium mit einem macht, wenn der eigene Körper gleichzeitig das interessanteste Versuchsobjekt ist.
Es geht um Freunde, mit denen aus ein paar Kilometern schnell ein halber Tag werden kann. Um den Trubel nach Innsbruck. Um Erwartungen, die mit Ergebnissen wachsen. Und darum, wie Johannes seinen eigenen Weg durch einen Sport findet, der plötzlich deutlich genauer hinschaut.
Ein bisschen Gegenwart gibt’s natürlich auch: Am Wochenende steht Johannes beim OTF presented by DYNAFIT am Start und wird sich den Sudelfeld Trail vornehmen. Was in seinem Fall vermutlich bedeutet, dass es für einen gemütlichen Samstag eher wenig Argumente gibt.
Wohin das alles führt? Weiß Johannes noch nicht ganz genau. Nur länger laufen dürfte ziemlich sicher Teil der Sache bleiben.
Wir sehen uns Samstag, Johannes. Vorher Sudelfeld, nachher kühles Blondes und Afterparty. Auch das ist Periodisierung.
1 Sept 2026
#40 Rosanna Buchauer und die erstaunliche Normalität einer Weltklasse-Ultraläuferin
Rosanna Buchauer war bei uns im SALTY Hub. Eine der besten Ultraläuferinnen der Welt. Vollzeitprofi. Ein Beruf, der von außen ungefähr so aussieht: Berge, Startnummern, Sponsoren, Training bei Sonnenaufgang. Tatsächlich gehört aber auch die eher unangenehme Frage dazu, ob man gerade gut genug ist, um das alles weiterhin machen zu dürfen.
Rosanna nennt es trotzdem ein Privileg. Und sorgt ziemlich bewusst dafür, dass ihr Leben nicht vollständig zwischen Longrun, Strava und Recovery-Shake stattfindet. Ein großer Teil ihres Freundeskreises hat mit Trailrunning wenig am Hut. Da geht es um normale Dinge und gelegentlich um Probleme, die sich nicht mit Carbs pro Stunde lösen lassen. Als Speakerin steht Rosanna außerdem regelmäßig in Unternehmen auf Bühnen. Ein ziemlicher Kontrast zum Ultralaufen. Und offenbar ein sehr guter.
Wir sprechen über Leistungsdruck und Fokus. Über ihre Arbeit mit einer Mentaltrainerin. Und über dieses schwer messbare Urvertrauen, dass die Dinge schon irgendwie gut werden. Nicht als Kalenderspruch. Sondern als etwas, das Rosanna hilft, wenn es darauf ankommt.
Natürlich schauen wir auch unter die Motorhaube. Rosanna trainiert mit Trainer. Wir sprechen darüber, was sich dadurch verändert hat, wie sie Rennen vorbereitet und warum man freiwillig ein Etappenrennen im Himalaya läuft. Dinge, die in gewissen Kreisen offenbar keiner weiteren Erklärung bedürfen.
Und wir sprechen über Frauen im Trailrunning. Darüber, welches Bild der Sport von ihnen zeichnet, wer dieses Bild eigentlich zeichnet und was sich noch ändern darf.
Eine Folge über Profisport, ohne den Menschen dahinter versehentlich wegzuoptimieren.
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