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VertriebsFunk – Karriere, Recruiting und Vertrieb

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by Christopher Funk – Headhunter und Vertriebsspezialist

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Podcast Overview

DER B2B Sales Podcast im deutschsprachigen Raum! Über 800 Folgen, mehr als 2 Mio. Downloads Hier findest du alle Informationen, um deinen Vertrieb auf das nächste Level zu bringen und selber zum Top Verkäufer zu werden. Jede Woche bekommst du: Tipps und Insights von den besten Vertriebsexperten der Welt Anleitungen und Inspirationen, um jeden Tag ein wenig besser zu werden Du willst mehr? Ich helfe und begleite ausgewählte Vertriebsleiter und Unternehmer auf das nächste Level: Planbare, steigende Umsätze und solide Margen. Der beste Vertrieb, den deine Produkte und Services verdienen. Es ist so viel Potenzial in deinem Vertrieb, in deinem Unternehmen - es wird Zeit, dass wir es gemeinsam aktivieren. Mehr Infos: https://christopher-funk.de/ Termin: https://calendly.com/chrisfunk/nextlevel-sales-analyse-gesprach

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3/7/2017

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Episode thumbnail for #1040 - Channel Sales: So wird dein Partnervertrieb erfolgreich – planbar und profitabel. Mit Rudolf Schuler.

July 22, 2026

#1040 - Channel Sales: So wird dein Partnervertrieb erfolgreich – planbar und profitabel. Mit Rudolf Schuler.

<p><strong>Rudolf Schuler</strong> ist Gründer der 2p team GmbH und einer der wenigen deutschsprachigen Experten für Channel Sales. Der gelernte Ingenieur hat jahrelang Direct Sales und Channel-Organisationen bei Technologieunternehmen verantwortet, bevor er sich auf die Beratung von Software- und IT-Herstellern spezialisiert hat. Sein Buch „Channel-Management ohne Zufall" fasst seine Erfahrung aus über 20 Jahren Praxis zusammen — inklusive der Fehler, die er selbst gemacht hat.</p> <p>In dieser Folge geht es um <strong>Channel Sales als strategischen Multiplikator</strong>: Warum die meisten Unternehmen ihren indirekten Vertrieb nur verwalten statt zu managen, wie du die richtigen Partner identifizierst und mit dem „Fordern und Fördern"-Prinzip aus passiven Resellern aktive Verkäufer machst. Für alle, deren Vertrieb über Partner läuft — oder laufen sollte.</p> <h3>🎙️ Links zur Episode</h3> <ul> <li>📖 <a href= "https://www.amazon.de/Channel-Management-ohne-Zufall-indirekten-ebook/dp/B0GZBLXSGH/"> Channel-Management ohne Zufall</a> — Rudolf Schulers Buch bei Amazon</li> <li>🌐 <a href="https://2pteam.com">2pteam.com</a> — Channel Sales Consulting & Lernplattform</li> <li>🎯 <a href= "https://calendly.com/chrisfunk/dein-strategiegesprach-mit-chris-vertriebsfunk-hp"> Kostenloses Strategiegespräch mit Christopher Funk</a></li> </ul> <h3>👤 Personen</h3> <ul> <li>Christopher Funk: <a href= "https://www.linkedin.com/in/christopher-funk-vertriebs-wachstumscoach/"> LinkedIn</a></li> <li>Rudolf Schuler: <a href= "https://www.linkedin.com/in/rudolf-schuler/">LinkedIn</a></li> </ul> <h3>⏱️ Timestamps</h3> <p>00:00 — Intro: Warum Channel Sales dein Vertriebsteam vervielfachen kann<br /> 02:08 — Gast-Vorstellung: Rudolf Schuler und „Channel-Management ohne Zufall"<br /> 04:09 — Die größte Herausforderung: Partner haben andere Interessen als Endkunden<br /> 06:41 — Fordern und fördern: Das Prinzip für aktives Channel-Management<br /> 09:30 — Partnerprofil und ABC-Segmentierung: Wer sind deine echten A-Partner?<br /> 13:19 — Umsatz vs. Deckungsbeitrag vs. Potenzial: Die richtigen KPIs<br /> 16:00 — Anreizsysteme: Wie du Partner motivierst, für dich zu verkaufen<br /> 20:27 — Forecasting im indirekten Vertrieb: Warum Stage-Gate-Prozesse entscheidend sind<br /> 23:04 — Wie führt man einen Channel Manager richtig?<br /> 25:44 — Direct Sales vs. Channel: Konflikte vermeiden, Synergien nutzen<br /> 30:17 — Channel-Management „nebenbei" funktioniert nicht<br /> 34:54 — Praxisbeispiel: Von 2–3 % auf zweistelliges Wachstum in 9 Monaten<br /> 38:35 — Die wichtigsten Instrumente zur Partnerbindung<br /> 42:12 — Zertifizierung und Enablement<br /> 44:33 — Events als Steuerungsinstrument: A-, B- und C-Partner-Events<br /> 46:17 — Buch-Empfehlung und Outro</p> <h3>📝 Transkript</h3> <p><small>00:01:29 – 00:03:37</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Wenn wir über Vertrieb sprechen, dann reden wir eigentlich immer, ja, du gehst zum Endkunden, machst du deine Doc-and-Pony-Show und dann machst du einen Abschluss und bist der Held. Aber es gibt dann noch eine andere Seite des Vertriebs, die auch extrem wichtig ist, die für viele Unternehmen eigentlich entscheidend ist. Je nach Branche mehr oder weniger wichtig und das ist das Thema Channel Sales. Das heißt, du hast eigentlich einen Zwischenhändler oder ein Systemhaus oder jemanden, der im Endeffekt dann den Kunden verkauft. Und das ist eine komplett eigene Kategorie des Verkaufens. Viele Unternehmen absolut lebensnotwendig, dass sie damit umgehen können. Aber ich finde, die meisten Unternehmen machen das nicht besonders gut. Und deswegen ist heute das Thema Channel Sales. Also es hat ja auch einen riesen Vorteil. Du kannst ja quasi, wenn du einen guten Channel Sales hast, kannst du deine Vertriebsmannschaft multiplizieren. Du hast fünf Verkäufer, hast aber drei große Händler, die jeweils 100 Verkäufer haben. Plötzlich hast du 300 Verkäufer auf der Straße, wenn du es richtig machst. Und die für dich einsetzt. Und in dieser Folge habe ich mir einen Experten eingeladen. Ich habe immer gesucht hier im Deutschsprachraum, mit wem kann ich denn mal über Channel Sales reden? Jens ist da da. Aber es gibt gar nicht so viele Leute, die sich darauf spezialisiert haben. Die meisten Vertriebe sagen, nee, Channel Sales, da habe ich keine Lust drauf. Das ist so, die hat nicht richtig verkauft. Und so weiter. Das dauert immer so lange, ist so kompliziert. Aber wie gesagt, für die meisten Unternehmen, auch wenn sie es heute noch nicht machen, ist es auf jeden Fall etwas, was man sich angucken muss. Habe ich eigentlich einen Multiplikator in der Hand, über den ich das machen kann? Für andere Unternehmen ist es absolut entscheidend im Geschäft. Die sagen, wir machen gar nichts direkt. Sehr, sehr viele Unternehmen. Müssten wir mal recherchieren, was eigentlich überwiegt. Aber in dieser Folge wirst du lernen, weil der Rudi auch ein Buch geschrieben hat, was sind so die wichtigsten Themen, wenn du deinen Channel sauber aufbauen willst, wenn du ihn sauber managen willst, wenn du deine Verkäufer richtig führen willst. Wie machst du das eigentlich? Und dazu ist der Rudi hier ins Studio gekommen. Er hat mich eingeschrieben und hat gesagt, hey, ich habe ein Buch zum Thema Channel. Und ich habe geschrieben, wie geil, endlich. Und dann auch auf Deutsch. Ja, genau. Und dann auch auf Deutsch, weil sonst gibt es eigentlich Literatur eher aus Amerika. Dann habe ich gesagt, komm doch mal bei uns ins Vertriebsfunkstudio. Deswegen ist er heute da. Herzlich willkommen, Rudi Schuller. Vielen Dank.</p> <p> </p> <p><small>00:03:37 – 00:04:14</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Schön, dass ich hier sein darf. Ja, ein Channel ist so ein bisschen echt. Was heißt ein bisschen echt? Das ist mein Thema. Ich habe erst mal Direct Sales gelernt und habe eigentlich das, was ich im Direct Sales gelernt habe, übertragen in den Channel. Und meistens ist es ja so, dass gerade so Technologieunternehmen sagen, wir machen, wir bauen uns einen Channel auf, weil es Unternehmen gibt, die schon einen Zugang zu Kunden. Und das ist natürlich ein Partner oder ein Partnernetzwerk viel, viel schneller, als wenn man mit eigenen Leuten da eine Beziehung aufbauen muss.</p> <p> </p> <p><small>00:04:14 – 00:05:04</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja, ich glaube, du hast es, es hängt, glaube ich, vom Produkt an ab. Also wenn du jetzt zum Beispiel, was ich, eine Cisco oder sowas, die halt so Großrechner herstellt, die hat eigentlich immer Systemhäuser, die im Endeffekt dann auch das Projekt umsetzen, das Ganze integrieren und so weiter. Aber auch viele technische Produkte, die halt irgendwo in ein Gewerk eingefügt werden. Da brauchst du ja nicht immer einen Integrator, einen Anlagenbauer, irgendjemand, der es macht. Du hast aber natürlich auch zum Beispiel, wenn du, es ist ja ganz oft, wenn du in ein anderes Land gehen willst und du sagst, ich will da keinen Vertrieb aufbauen, ich will keine eigenen Verkäufe haben, suchst du dir eigentlich immer entweder einen lokalen Vertrieb oder einen Händler oder einen Agenten oder sowas, der das dann für dich macht. Die die Sprache schon sprechen, im sorglichen Sinne, die den Zugang schon haben. Die den Markt kennen. Also ich arbeite gerade für Medizinproduktehersteller, die sind im internationalen Vertrieb, haben die nur Großhändler im Prinzip, die das für die machen.</p> <p> </p> <p><small>00:05:05 – 00:05:17</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Die dann auch ins OP gehen und den Chirurgen zeigen, wie du das einsetzt und so weiter. Die haben gar nicht die Manpower, um das jetzt irgendwie in Brasilien oder sowas, deine OP-Begleitung zu machen.</p> <p> </p> <p><small>00:05:17 – 00:05:38</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, und die Technologie, die ist ja so schnell, also da brauchst du wirklich Leute, die das verstehen. Meine Kunden sind meistens IT, Software oder Elektronikanbieter. In der Regel haben die ein abgrenzbares Produkt, erklärungsbedürftig und da macht ein Channel absolut Sinn, einfach weil es schneller skaliert und am Ende auch günstiger ist.</p> <p> </p> <p><small>00:05:38 – 00:06:06</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja, aber es ist natürlich auch tricky, weil du ja eigentlich gar nicht mehr diese klassischen Verkaufsinstrumente hast. Also du kannst supergeile Einwandbehandlungen machen und Abschlusstechniken haben, aber beim Channel funktioniert das ja nicht beim Partner, weil der hat ja auch andere Interessen eigentlich. Oft hat ja der Channel-Partner auch ein anderes Interesse als der Endkunde. Also der Endkunde will natürlich ein super gutes Produkt, möglichst preiswert haben, aber der Channel-Partner sagte, ich will möglichst wenig Aufwand haben möglicherweise und ich will viel Geld verdienen.</p> <p> </p> <p><small>00:06:06 – 00:06:52</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, also wenn ich mal so einen meiner Kunden rausnehme, einen Softwareanbieter, einen Hersteller für ERP-Systeme, der hat früher hätte man gesagt mehrere Systemhäuser, 30, 40 Partner in Deutschland. Und da ist es tatsächlich so, dass er das ausschließlich über dieses Netzwerk macht. Zum einen, weil er damit auch keine riesen Consulting-Truppe aufbaut, die eben dann die Implementierung macht, sondern das machen die Partner. Und dann hat er ein Standardprodukt, das eben von den Partnern gecustomized wird. Da gibt es eine Lösung, die ist dann eher für den Maschinenbau. Dann gibt es eine Lösung, die ist eher für die Medizintechnik. Und so skaliert letztendlich der Vertrieb viel besser. Und das, was du sagst, ich kenne viele Partnerorganisationen, wo das genauso ist, dass man eigentlich gar nicht steuern kann.</p> <p> </p> <p><small>00:06:53 – 00:07:25</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Gute Channel-Organisationen versuchen aber, ein System zu etablieren nach dem Prinzip fordern und fördern, so dass man tatsächlich in so einem Co-Selling-Ansatz der Hersteller mit in der Regel mehr Ressourcen als jetzt ein kleinerer Partner unterstützt, aktiv im Sales. Und wenn man das gut macht, kann man auch tatsächlich ähnlich wie im Direct Sales ein belastbares Forecasting machen und auch an den Conversion Rates optimieren. Man muss es richtig machen und das ist sicherlich auch kein Sprint, sondern eher ein Marathon.</p> <p> </p> <p><small>00:07:25 – 00:07:46</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das heißt, du würdest ja als Verkäufer, wahrscheinlich musst du beides können. Du musst wissen, wie direkt der Vertrieb funktioniert, weil du ja oft auch mal zum Endkunden mitgehst oder sowas. Es gibt ja auch so klassische Distributionsmanager, die ja nicht gar nichts machen als nur Händler steuern. Dann haben die aber oft dann nochmal so Leute an der Hand, die sie mit rausschicken können, um Schulungen zu machen, um mit zum Endkunden zu wählen und so weiter.</p> <p> </p> <p><small>00:07:46 – 00:08:10</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also ich glaube, gerade dieses Know-how zu übertragen vom Hersteller zum Partner, das ist wichtig. Und gerade wenn es kleinere oder neue Partner sind, natürlich auch, dass man die Qualität sichert. Von daher ist ein guter Partnermanager, eine gute Partnermanagerin, hat immer Sales-Erfahrung, Produkterfahrung, ist aber auch im Idealfall Stratege und Coach. Um eben so ein bisschen wie ein externer Vertriebsleiter.</p> <p> </p> <p><small>00:08:10 – 00:08:15</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Also es ist eigentlich noch komplexer als ein klassischer Direct Sales. Wenn man es richtig macht, ja.</p> <p> </p> <p><small>00:08:16 – 00:08:36</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Okay, das heißt, wenn du zu Unternehmen gehst, wie gehst du denn dann vor? Also wenn die jetzt sagen, hey, unser Channel Sales, der funktioniert nicht so richtig oder so oder manchmal ist es auch die Entscheidung, wir wollen mehr Channel machen. Du hast ja vorhin das Beispiel gebracht, du hast Integratoren, die Branchenlösungen machen. Oft kann ich das jetzt herstelle ja gar nicht, weil ich das Branchen-No-how gar nicht habe.</p> <p> </p> <p><small>00:08:36 – 00:09:28</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, genau. Also grundsätzlich muss man ja unterscheiden, ist schon ein Channel da, dann geht es eher um eine Optimierung, ist noch keiner da. Darüber mal, es ist ein Channel da. Channel da, dann schauen wir erstmal, was gibt es für Vereinbarungen mit den Partnern, welche Partner sind da draußen. Und meistens ist es dann so, dass wir erstmal ein sauberes Partnerprofil erstellen. Ähnlich wie ein Stellenprofil, wenn ich einen neuen Mitarbeiter suche. Und dann, wenn man ganz ehrlich ist, fallen viele der existierenden Partner schon durchs Raster, weil eben eine andere Erwartungshaltung eigentlich an so einen Partner da ist, so ein Reseller oder Implementierer. Und wenn das Partnerprofil steht, versuchen wir anhand klarer Prozesse und Methoden, die wir auch gerne mit unseren Kunden gemeinsam entwickeln, versuchen wir eben das im System auszurollen und die Partner zu enablen, in diesem Prozess zu arbeiten.</p> <p> </p> <p><small>00:09:28 – 00:09:29</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Okay.</p> <p> </p> <p><small>00:09:29 – 00:09:38</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Wir kommen dann allerdings auch ganz häufig in die Situation, so Channels sind sehr heterogen. Da gibt es kleine, da gibt es große, da gibt es schnelle, da gibt es langsame, wie im wirklichen Leben.</p> <p> </p> <p><small>00:09:39 – 00:10:06</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und ganz häufig machen wir dann eine Segmentierung. Da gibt es den A-Partner, top aufgestellt, eigenes Marketing, eigene Vertriebsressourcen. Guter Marktzugang. Guter Marktzugang. Das sind die A-Partner, da müssen auch die besten Partnermanager, Partnermanagerinnen vom Hersteller arbeiten. Da gibt es ein B-Segment, die müssen sich noch dahin entwickeln, A zu werden. Und dann gibt es das C-Segment, wo man eher in der Verwaltung ist, wenn man das so.</p> <p> </p> <p><small>00:10:06 – 00:10:59</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ich glaube, das ist hier auch ganz, also du hast ja schon gesagt, man muss eigentlich die Kunden clustern, also die Channels clustern. Was ich ganz oft sehe, ist, dass du, du hast ja oft so Volumenpartner, gerade wenn es so Handelspartner sind und so weiter, die ein großes Volumen machen, die sind dann meistens relativ niedrigmargig. Das brauchst du halt, um dein Volumen durchzuschieben, wenn du jetzt ein Massenprodukt hast. Und dann hast du oft so Spezialpartner, die eigentlich spannender sind, weil du da eigentlich deine Marge machst. Genau. Also das darf man auch nicht bedenken dabei. Also es wird ja ganz oft geguckt, ja, mit welchem Partner mache ich den meisten Umsatz? Und wir sagen eigentlich immer, du darfst eigentlich nicht nur den Umsatz betrachten, sondern eigentlich immer den Deckungsbeitrag, den du erzielst mit denen. Und natürlich auch den Vertriebsaufwand, den du reinsteckst. Manche Partner, die saugen dich ja aus bis aufs Markt. Und andere Partner, das läuft dann einfach, das darf man auch nicht vergessen. Und ich glaube, was auch ganz wichtig ist, was oft übersehen wird, ist das Thema Potenzial.</p> <p> </p> <p><small>00:10:59 – 00:10:59</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:10:59 – 00:11:12</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Also du siehst halt den Umsatz mit dem Partner, sagst du, das ist kein interessanter Partner. Das klingt aber eher... Ja, aber eigentlich hat der ein super Netzwerk an Kunden und so weiter. An dem Nachbarsegment macht der super viel Umsatz, aber mit uns halt nicht.</p> <p> </p> <p><small>00:11:12 – 00:11:40</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, genau, genau. Deswegen, mein Credo ist, versucht das Prinzip fordern und fördern zu etablieren. Und ich glaube auch, dass der Partnermanager, der an der Schnittstelle zum Partner ist, der ist enorm wichtig. Weil du Umsatz ansprichst, in den meisten Channel-Organisationen, die ich kenne, gibt es sowas wie Longtail. Das heißt, vorne sind wenige Partner, die viel Umsatz machen. Und dann geht es nach hinten, der Umsatz geht runter, aber es werden immer mehr Partner.</p> <p> </p> <p><small>00:11:40 – 00:11:41</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das ist ja 80-20-Regel, ne?</p> <p> </p> <p><small>00:11:41 – 00:12:28</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau. Und wenn man da nicht segmentiert, macht natürlich jeder Partner Arbeit. Aber letztlich will man ja die Energie da reinstecken, wo die meisten Umsätze notwendig sind. Und deswegen empfehlen wir da auch immer eine klare Segmentierung. Das tut am Anfang immer ein bisschen weh, weil natürlich jeder will eigentlich ein A sein, im Segment A bei den Top-Performern, gerade wenn er schon lange dabei ist. Aber am Ende, ich glaube, das kennen wir auch alle, entsteht da auch so eine gewisse Competition. Und wenn man diese Segmente klar definiert und die Vorteile herausarbeitet, die ein Partner hat, wenn er im Segment A arbeitet, weil er sich eben an die Methodiken, an die Prozesse hält, dann entsteht auch eine Dynamik im Channel, sodass die hinteren Partner natürlich auch versuchen, ins A-Segment zu kommen.</p> <p> </p> <p><small>00:12:28 – 00:12:28</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:12:30 – 00:13:08</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Du hast ja oft auch, du musst ja erstmal den Partner auch dazu motivieren, überhaupt dich quasi dann noch aktiv zu vermarkten. Weil es ist ja oft auch so, dass der sagt, naja, es gibt halt einfache Produkte oder einfache Partner, die biete ich eher an. Also du musst ja eigentlich auch dem Partner Argumente in die Hand geben, wo du sagst, hey, das macht Sinn, dass du uns verkaufst. Also da gibt es ja oft dann auch so, was weiß ich, Mengen Rabatte, dass man sagt, wenn du so und so viele von uns an den Mann bringst, und so viele Projekte bringst, dann kriegst du nochmal eine Rückvergütung oder es gibt ja auch so Marketingunterstützung zum Beispiel, wir gehen zusammen auf Veranstaltungen oder wir geben dir einen Bonus, wenn du auf eine Messe gehst und uns da präsentierst. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:13:08 – 00:13:09</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also wir machen...</p> <p> </p> <p><small>00:13:09 – 00:13:11</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das würde schon zu dieser Channel-Politik dazugehören.</p> <p> </p> <p><small>00:13:11 – 00:13:24</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau. Also das findest du auch in meinem Buch, Anreizsysteme, Marketing Development Funds, also Leistung wird belohnt, das Geld wird dann weiter ins Marketing investiert, Anreize schaffen, so funktioniert es am Ende.</p> <p> </p> <p><small>00:13:24 – 00:13:29</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja. Und du hast ja natürlich... Es gibt ja im Handel auch Channel-Partner.</p> <p> </p> <p><small>00:13:29 – 00:13:29</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:13:29 – 00:13:38</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Oder natürlich nochmal... Arbeite mal mit einer Rewe oder sowas zusammen, was ja dann auch für Haribos in der Rewe ein Channel. Ja. Also die verkaufen ja nicht an den Kunden.</p> <p> </p> <p><small>00:13:38 – 00:13:38</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, klar.</p> <p> </p> <p><small>00:13:38 – 00:13:47</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und das ist natürlich ein ganz anderes Game, als wenn du mit einem Systemintegrator, mit einem absoluten Spezialisten arbeitest. Aber ich glaube, dass die grundsätzlichen Politiken schon ähnlich sind.</p> <p> </p> <p><small>00:13:47 – 00:13:54</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, am Ende des Tages, glaube ich, muss man unterscheiden, ist es ein Massenprodukt? Ja, du hast jetzt Haribo erwähnt.</p> <p> </p> <p><small>00:13:54 – 00:13:54</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:13:54 – 00:14:05</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Oder ist es wirklich eine Technologie, wo man im Jahr, was weiß ich, so ein Partner 15, 20 neue Kunden gewinnt? Also in dieser Größenordnung. Das ist halt ein wesentlicher Unterschied.</p> <p> </p> <p><small>00:14:05 – 00:14:48</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Aber ich glaube, der eine Punkt ist super wichtig, dass man erstmal sagt, okay, wer sind eigentlich die Partner, die für uns wirklich zählen? Das Profil, genau. Und da auch, glaube ich, zu sagen, okay, wir können halt nicht mit allen arbeiten. Also ich finde so eine ABC-Analyse, Direktvertrieb auch ganz gut. Du sagst, okay, A-Partner, mit denen machen wir schon einen guten Deckungsbeitrag oder guten Umsatz. Und die haben aber auch noch Potenzial. Genau. Also lohnt es sich, mit denen zu arbeiten. Und Wege zu finden, wie man das Potenzial entwickelt. Und das Potenzial zu entwickeln. Und dann hast du halt die B-Partner, wo du sagst, okay, da muss ich eher gucken, dass die bei der Stange bleiben und so weiter. Und dann hast du die C-Partner, wo man sagt, okay, das ist eigentlich eher so eine Innendienstfrage. Also wenn die mal eine Anfrage haben, dann kriegen die was. Oder vielleicht auch nicht, wenn es zu aufwendig ist. Aber da kannst du dich als, du kannst halt keine 100 Leute betreuen als Account Manager.</p> <p> </p> <p><small>00:14:48 – 00:15:05</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Nee. Aber das, was du sagst, würde ich genauso unterschreiben. Ich würde noch einen Punkt dazu machen. Versuch als Hersteller Anreiz zu schaffen, dass der C-Partner nach A will. Weil dann kannst du ihn, wenn er sich in dieser Hinsicht fordern lässt, dann wird er gefördert und so entsteht deine Dynamik.</p> <p> </p> <p><small>00:15:05 – 00:15:28</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Aber dann wäre es kein C-Partner für mich, weil ich ja immer das Potenzial mir angucke. Es kann ja sein, hey, das ist ja ganz oft. Dann ist er eher ein Partner. Du hast einen Top-Player im Markt. Du sagst, aber wir machen eigentlich gar keinen Umsatz mit denen. Das ist ja genau die, wo ich sage, hey, was muss ich tun, damit wir, damit du bei uns mehr kaufst. Genau. Aber ein C-Partner wäre einer, wo du sagst, okay, der schiebt halt einfach nicht genug durch. Das lohnt sich einfach nicht, da die Arbeit reinzustecken.</p> <p> </p> <p><small>00:15:28 – 00:15:32</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Lass uns auf B einigen. Und der muss dann halt noch entwickelt werden in Richtung A.</p> <p> </p> <p><small>00:15:32 – 00:15:49</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Genau. Das sind ja eigentlich oft die interessantesten Kunden. Ja, richtig. Richtig. Weil die Kunden, die ganz wichtig, oder die Channel-Partner, die für dich ganz wichtig sind, da geht es ja eher darum, ja, können Sie doch mal am Preis noch was machen? Ja. Wir haben noch mehr Konditionen. Wir brauchen noch mehr von euch und so weiter. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:15:49 – 00:16:27</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau. Und diese, wir verkaufen nur über den Preis. Ja. Also in meinem Umfeld ist es ganz häufig so, dass diese, du hast vorhin Systemhäuser gesagt, dass diese Systemhäuser eigentlich gar keine Systemhäuser mehr sein wollen, sondern die wollen Prozessberater werden. Und die Technologie, die die Hersteller bieten, ist für die, ich meine das gar nicht böse, Mittel zum Zweck, um eben in diese Prozesse reinzukommen, beziehungsweise auch in der Lage zu sein, Tools zu verkaufen, kriegen sie auch eine Marge für. Aber das meiste Geld wird über die Dienstleistung drumherum verdient, weil sie eben dann Prozessberater sind.</p> <p> </p> <p><small>00:16:27 – 00:16:49</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Der ist ja auch verdient, also der Profit, ne? Genau. Genau. Ja. Aber auch gerade da willst du natürlich top of mind sein, damit die dann auch dein, also früher war es immer Telefonanlagen, wir brauchen eine neue Telefonanlage, das hat sich jetzt auch wieder verändert, ne? Aber natürlich auch bei Softwareprodukten, wir brauchen ein neues CRM-System, ERP-System, Wagenwirtschaftssystem. Ist dann immer die Frage, okay, wen biete ich denn jetzt an?</p> <p> </p> <p><small>00:16:50 – 00:16:56</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also gerade wenn du so ERP-Systeme, CRM, das sind auch häufig Kunden von mir,</p> <p> </p> <p><small>00:16:57 – 00:17:13</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>das ist ja klar, kann man ein oder zwei Systeme oder vielleicht auch drei Systeme im Portfolio haben. Am Ende des Tages ist es aber auch, jedes System hat eine gewisse Komplexität und von daher die meisten Partner, die ich kenne, haben ein bis zwei Systeme im Portfolio.</p> <p> </p> <p><small>00:17:13 – 00:17:19</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und das ist, glaube ich, auch eine Channel-Politik, ne? Wie schaffe ich es denn, dass ich einer von den beiden werde? Genau. Was muss ich dafür tun?</p> <p> </p> <p><small>00:17:19 – 00:17:22</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau, genau. Ja, und dann eben mit dem Partnerprofil,</p> <p> </p> <p><small>00:17:24 – 00:17:29</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>salopp gesagt, die wachsen nicht auf den Bäumen, die guten Partner, die viel Potenzial haben.</p> <p> </p> <p><small>00:17:29 – 00:17:45</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Genau, genau. Und also ich sehe das eigentlich immer so, ich finde es immer ganz gut, wenn ich jetzt über das Thema Potenzial zum Beispiel spreche, ist ja ganz oft so, wenn ich dann die Channel-Manager frage, wie viel Potenzial hat denn der Kunde? Ja, ja. Dann sagen die, weiß ich nicht. I don't know. Wo soll ich denn das wissen?</p> <p> </p> <p><small>00:17:45 – 00:17:58</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, ja, genau. Ja, und deswegen vielleicht zur Ursprungsfrage, also das Partnerprofil ist enorm wichtig und wenn ich dann die Partner mit dem richtigen Profil habe, ist die Art und Weise, wie man die Partner managt, wichtig.</p> <p> </p> <p><small>00:17:59 – 00:18:12</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Wir treffen ganz häufig auf Partnerbetreuer. Wenn ich schlecht gelaunt bin, sage ich eher, ja, das hat so ein bisschen was mit Animation zu tun. Die halten die Partner bei Laune, dass gute Stimmung ist.</p> <p> </p> <p><small>00:18:13 – 00:18:49</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Erfolgreiche... Oder eher reaktiv. Genau, sehr reaktiv. Erfolgreiche Channel-Organisationen haben Partner-Management, die aktiv sind und das sind echte Manager. Die betreuen nicht, die managen. Natürlich spielt Vertrauen eine wesentliche Rolle, deswegen ist die Stimmung auch wichtig, aber das sind keine Dienstleister der Partner, sondern die vertreten den Hersteller, sind Strategen, sind gute Sales-Leute, unterstützen operativ, finden Wege, wie der Partner sein Geschäft weiter optimieren kann und sind Coach und bringen die Leute des Partners auch wieder nach vorne.</p> <p> </p> <p><small>00:18:49 – 00:18:55</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und ich glaube, deswegen ist es auch so wichtig, dass was du manchmal gesagt hast, dass du halt auch eine Channel-Politik hast.</p> <p> </p> <p><small>00:18:55 – 00:18:55</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:18:55 – 00:19:19</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Also wenn ich da zum Partner gehe und sage, hey, wir haben hier unterschiedliche Partner-Stati zum Beispiel und das sind die Vorteile, wenn du da hinkommst, da kriegst du von uns noch Verkäufer gestellt, die dich unterstützen, weiß ich, Messe-Unterstützung, wir machen für dich eine Veranstaltung, kriegst Flyer, du kriegst dieses und Werbe-Werbe-Unterstützung, aber dazu musst du auch das und das für uns tun, lieber Kunde. Richtig. Lass uns doch mal überlegen, wie wir gemeinsam da hinkommen, dass du das schaffst. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:19:19 – 00:20:10</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und dann lebt das Prinzip... Dann wird es interessant. Fordern und fördern. Ja. Und das erfordert, dass so ein Partner-Manager von Hersteller-Seite auch mal sagt, hey, lieber Partner, sorry, wir haben uns auf diesen und jenen Plan committed und ich bringe diese Leistung, du bringst diese Leistung, deswegen muss ich mich auch darauf verlassen. Also das ist dann ein Geben und Nehmen und das kann auch nicht jeder, diese auch mal zu sagen, hey, nein, damit bin ich nicht einverstanden als Partner-Manager. Das ist natürlich viel schwieriger, als immer zu sagen, hey, alles gut, alles Friede, Freude, Eierkuchen. Und das ist eben in so einer Methodik, die der Partner-Manager mit dem Partner umsetzen sollte, enorm wichtig. Und wir als Unternehmen unterstützen eben Hersteller dabei, diese Methodik, diese Prozesse zu etablieren, verbunden mit den Anreizsystemen, um in dieses Prinzip fordern und fördern zu kommen.</p> <p> </p> <p><small>00:20:10 – 00:20:19</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und dann wirst du ja eigentlich auch erst in dem Moment, wo du das tust, wirst du ja erst forecastfähig. Genau. Das ist ja ganz oft, wenn du einen Channel-Manager fragst, das hast du noch einen Umsatz geplant, der so wie geplant. Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:20:20 – 00:20:25</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Vielleicht. Das war ja das vom letzten Jahr und wahrscheinlich ein bisschen weniger, aber die Konjunktur ist ja schlecht. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:20:25 – 00:20:54</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Vielleicht eine kleine Anekdote dazu. Ich habe 2014 eine recht große Channel-Organisation übernommen. Es ging auch um eine Softwarelösung. Wir hatten knapp 1000 Partner. Und natürlich kannte ich aus dem Direktvertrieb Forecasting klar. Und Forecasting im Direktvertrieb, wenn man es einigermaßen gut macht, hat man x Opportunities mit dem Auftragswert in dieser, in jeder Phase. Und so entsteht ein Forecast. Dazu kommen noch die Gewichtung, ein bisschen Bauchgefühl. Hier war es aber eher so,</p> <p> </p> <p><small>00:20:55 – 00:21:38</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>letztes Jahr haben wir um diese Zeit x Umsatz gemacht. Chef will, dass wir 2% wachsen, also schlagen wir die oben drauf. Machen noch ein bisschen was, weil ich habe ein gutes Gefühl, so wurde geforecastet. Das ist natürlich, gebe ich ehrlich zu, im indirekten Vertrieb, deswegen heißt es ja auch indirekt, weil man nicht den direkten Zugang zu den Partnern und zum Kunden hat, wesentlich schwieriger, sowas zu machen. Deswegen ist es enorm wichtig, diese Prozesse und Methoden nicht nur in der Theorie zu entwerfen, sondern auch dafür zu sorgen, dass sie draußen gelebt werden. Das funktioniert auch nicht von einer Woche auf die andere, sondern das braucht Monate, bis es draußen ausgerollt, verstanden und umgesetzt wird. Und harter Arbeit, da dran zu bleiben. Dann braucht man im Idealfall ein einheitliches System,</p> <p> </p> <p><small>00:21:40 – 00:21:56</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>ein CRM-System, in das die Opportunities auch in diesen Stages, in diesen Verkaufsphasen eingetragen werden. Und wenn man das so macht, dann entsteht ein gutes Forecasting. Das ist häufig auch die Zielsetzung oder eine der Zielsetzungen unserer Kunden, sowas zu etablieren.</p> <p> </p> <p><small>00:21:56 – 00:22:37</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Genau. Und deswegen sage ich immer, wenn diese C-Partner, das ist halt Grundrauschen, das läuft halt durch, das macht eigentlich auch keinen Sinn. Da kannst du auch sagen, okay, letztes Jahr war es so viel, jemand von uns, das bleibt so. Ich glaube, das ist so das Upstream-Business, das reinkommt. Aber wenn du mit einem guten Channelmanager sprichst und sagst, wie ist denn dein Forecast? Sagt er, ich habe hier fünf Kunden, mit denen habe ich diese Commitments getroffen. Die sind jetzt auf der Stufe XY. Bei denen muss ich noch ein bisschen nacharbeiten. Der schwächelt gerade ein bisschen. Da habe ich einen Wettbewerber, der gerade versucht, mich da rauszudrücken. Da muss ich jetzt dieses und jenes machen. Und ich so, boah, geil. Der weiß, was er macht. Der kennt die Opportunities seiner Partner und so weiter. Genau. Der kennt auch die Challenges, die die in ihrem Markt haben, weil die sind ja eigentlich viel härter. Auch noch ein Wettbewerb vorne. Genau. Die sind ja im Direktvertrieb dann meistens vorne. Ja, richtig.</p> <p> </p> <p><small>00:22:37 – 00:22:41</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau. Und das ist so die große Kunst.</p> <p> </p> <p><small>00:22:41 – 00:22:44</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das heißt, wie würdest du einen Channel Manager führen?</p> <p> </p> <p><small>00:22:46 – 00:22:48</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Meinst du jetzt, wenn ich Führungskraft von den...</p> <p> </p> <p><small>00:22:49 – 00:22:58</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also erstmal auch da, das kann nicht jeder, weil gute Vertriebsleute sind nicht immer auch gute Strategen und ganz häufig auch nicht ein guter Coach.</p> <p> </p> <p><small>00:23:00 – 00:23:33</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also von daher ist die Auswahl der Personen wichtig, die sowas können. Und die Ausbildung. Genau. Genau. Und letztendlich führe ich die wie in Direct Sales, was das Forecasting angeht. Er berichtet allerdings weniger über seine Kunden, sondern er spricht quasi über die Opportunities seiner zugeordneten Partner. Und so, wie man das in Direct Sales auch kennt, weeklies, jede Woche, wo es um Opportunities geht, dann mit dem gesamten Team, Forecast Meetings, das sind so die üblichen, die üblichen Steuerungszeiten.</p> <p> </p> <p><small>00:23:33 – 00:23:49</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Was sind so die wichtigsten Sachen, die ich als Unternehmen oder als Vertriebsleiter vorher regeln muss? Also wir haben ja gerade von diesen Anreizprogrammen gesprochen. Das muss natürlich sehr gut auf den Markt abgestimmt sein. Konsistent sein wahrscheinlich. Da kennt man ja auch immer wieder so, ah nee, es läuft gerade so gut vom Umsatz oder sowas.</p> <p> </p> <p><small>00:23:49 – 00:23:51</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Das machen wir jetzt doch nicht mehr oder sowas.</p> <p> </p> <p><small>00:23:51 – 00:23:51</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das ist natürlich immer übel.</p> <p> </p> <p><small>00:23:52 – 00:24:33</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Das muss man auch sagen. Partner Business ist ein Marathon. Also man kann nicht... Und das ist Vertrauensgeschäft. Genau. Man kann nicht immer mal eben, wir machen es mal so und drei Monate später machen wir es so, sondern da muss wirklich konsequent muss man die Dinge umsetzen. Und wenn man was verändern will, muss man das frühzeitig ankündigen. Im Idealfall Partner auch mitnehmen in die Planung. Aber um deine Frage zu beantworten. Also letztlich geht es immer darum, den Partner Manager zu enablen, dass er über einen sauberen Vertriebsprozess im Idealfall, so Stage Gate sind wir Fan davon, eine Möglichkeit hat, ein sauberes Forecasting abzubilden.</p> <p> </p> <p><small>00:24:33 – 00:24:45</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das heißt, du sprichst dann mit deinen Partnern darüber, was hast du dieses Jahr vor? Was wollen wir zusammen machen? Was hast du denn in der Pipeline in deinem Projekt? Ja, genau. Lieber Partner. Dann wird es ja interessant.</p> <p> </p> <p><small>00:24:45 – 00:25:01</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja. Ja. Und wir haben, da wir wirklich viele Softwarehersteller haben, die einen indirekten Vertrieb haben, haben wir mittlerweile auch eine Lernplattform gebaut. Okay. Wir haben eine Lernplattform quasi für die Führungskräfte im Channel.</p> <p> </p> <p><small>00:25:02 – 00:25:24</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Dann haben wir was für das Partner Management, also die Partner Manager. Und wir sind gerade dabei, das Gleiche auch für die Reseller, für die Implementierer quasi zu machen, also für die Partner draußen. Und da machen wir das teilweise so, wie der Hersteller das will. Teilweise machen wir es aber auch direkt für einzelne Partner. Ja, okay. Um eben, ja, den Menschen, die wirklich draußen an der Front sind,</p> <p> </p> <p><small>00:25:25 – 00:25:47</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>ja, die Dinge an die Hand zu geben, ja, wie man da einen guten Vertrieb macht. Das kennst du wahrscheinlich auch. Die meisten in unserem Umfeld sind, ich bin auch Ingenieur, sehr ingenieurgetrieben, ja, Feature Star, Function Star. und da geht es oft darum, eben auch mal ein Stück zurückzugehen, saubere Bedarfsanalyse, so diese Basics.</p> <p> </p> <p><small>00:25:47 – 00:26:10</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das ist ja auch schwierig, weil der, den Channel Partner, das möglicherweise gar nicht so interessiert, die Features. Genau, genau. Der will ja eigentlich wissen, du hast jetzt ein Softwareprodukt, okay, wie einfach kann ich das implementieren? Gibt es hier die richtigen Schnittstellen? Habe ich da genug Schulung für meine Integratoren, dass die das dann auch umsetzen können? Ob das jetzt irgendwie grün und blau oder so funktioniert, ist dem eher, also als Kundenargument wichtig, aber ihn interessiert es ja eigentlich.</p> <p> </p> <p><small>00:26:10 – 00:26:22</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, er will eher draußen implementieren, vielleicht noch da was dazu verkaufen, da noch was zu verkaufen, aber in der Regel sind es nicht die bestausgebildeten Vertriebsleute.</p> <p> </p> <p><small>00:26:22 – 00:26:25</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Genau, weil die ja auch meistens ein ganz anderes Portfolio haben. Genau, genau.</p> <p> </p> <p><small>00:26:25 – 00:26:39</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und deswegen machen wir diese Lernplattformen. Vorher haben wir das vor Ort gemacht, das ist natürlich immer viel aufwendiger, teurer für den Kunden. Von daher machen wir das jetzt recht modern, ja, mit einer elektronischen Plattform.</p> <p> </p> <p><small>00:26:39 – 00:27:13</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Wie sieht das aus? Du hast ja dann, also das ist jetzt erstmal die erste Komplexität, also du musst ja quasi den Markt über diese Stufe gucken, du musst immer gucken, okay, wie verändert sich der Endkundenmarkt da hinten für meine Partner? Wer sind die spannenden Partner? Was haben die für Herausforderungen? Wie kann ich sie dabei unterstützen, als Partner wirklich, ja, ihre Ziele zu erreichen? Weil dann werden sie mich auch unterstützen, meine Ziele zu erreichen. Dann hast du aber oft dann auch die Komplikation, die ich oft sehe, es gibt noch einen Direct Sales im Unternehmen, das hast du ja auch oft, dass die noch eine Direct Sales Schiene haben. Und das ist ja auch konflikträchtig.</p> <p> </p> <p><small>00:27:13 – 00:28:21</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, das ist tatsächlich so. Manchmal ist es auch für Kunden nicht verständlich, warum da oder da, dann werden mehrere Angebote eingeholt. Also das ist immer so ein Spannungsfeld. Von daher ist meine Empfehlung, und so hatte ich es auch immer gemacht, als ich in der Verantwortung war bei Herstellern, dass es sauber abgegrenzt werden muss. Ein konkretes Beispiel, wir als Hersteller von Technologie machen Direct Sales, aber nur im Enterprise Umfeld. Also dass man quasi eine Kundenklientel, eine Zielgruppe definiert, in der macht man nur Direct Sales. Nichts anderes. Oder was wir auch gemacht haben, ja, wir brauchen ein kleines Speedboot, um Dinge auszuprobieren. Deswegen machen wir jetzt, weil gerade hier Nutrition, also so Nahrungsergänzungsmittel, ein Thema ist, deswegen machen wir jetzt in diesem Bereich Direct Sales. Und wenn aus irgendeiner Situation Unterstützung von Partnern gebraucht werden würde, würden wir die dazu nehmen und gegebenenfalls öffnen was später. Also es muss klar abgegrenzt und konsequent umgesetzt werden. Sonst gibt es ein Hauen und Stechen.</p> <p> </p> <p><small>00:28:21 – 00:29:19</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Also das kenne ich auch. Also ich weiß noch, ich war mal auf einer, ich habe ja mal für Jobpilot gearbeitet, das war eine Anzeigenplattform. Und wir haben zum Anfang gesagt, wir verkaufen nur direkt. Die blöden Agenturen brauchen wir nicht, kostet ja nur Geld. Genau. Und die machen nichts. Genau. Irgendwann hatten wir aber sehr gute Verkäufer bei uns im Team, die gesagt haben, hey, ich komme aus dem Agenturgeschäft. Das ist gigantisch, was du da rausholen kannst, weil du ja, jede Agentur hat ja auch eine Handvoll Verkäufer, die haben auch ihre Aktivität, die die als feste Kunden haben und so weiter. Und die sitzen schon da. Die sitzen schon da. Und dann haben wir wirklich dann das Ganze umgestellt auf Agenturgeschäfte. Das hat, glaube ich, den Umsatz um 50 Prozent nach oben katapultiert. War aber natürlich extrem konflikträchtig, weil es ganz oft war, wir hatten eine komplette Direct Sales Schiene und eine Agenturschiene, also Direct Sales. Und das war ganz oft, dass die Verkäufer im Direct Sales angeboten haben und der Kunde gleichzeitig bei einem Channel Partner angefragt hat. Wir haben dann im Endeffekt gesagt, der Channel Partner gewinnt immer. Also im Zweifelsfall muss der gewinnen, weil sonst verlierst du ihn.</p> <p> </p> <p><small>00:29:19 – 00:30:06</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau. Genau. Das wäre ja auch eine Abgrenzung. Natürlich, wenn zwei Parteien, manchmal auch, wenn es noch ein zweiterer Partner ist, drei Parteien die gleiche Arbeit machen, ist es natürlich auch schnell mal vergeudete Zeit. Aber zumindest ist es sauber abgegrenzt. Der Deal kriegt dann am Ende der Partner. Ich kenne es so. Und auch das ist nicht einfach, dass halt Opportunities, Verkaufschancen recht schnell in einem zentralen System hinterlegt werden. Und wenn man dann sieht, es gibt hier eine Doppelung. Im schlimmsten Fall muss man halt die beiden Partner und womöglich auch Direct Sales an einen Tisch bringen und entscheiden, wer macht das. Aber für einen Kunden ist es nicht verständlich, beziehungsweise vielleicht nutzt das auch, um irgendwo den günstigsten Preis zu bekommen. Aber für den Hersteller macht das ja in der Regel keinen Sinn.</p> <p> </p> <p><small>00:30:06 – 00:30:18</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und dann hast du noch Partner, die beim Bundeln im Prinzip. Das ist auch schwierig. Aber ich finde eigentlich immer den Ansatz ganz spannend, dass du quasi den Direct Sales eher nutzt, um deinen Channel noch zu stärken. Ja, genau.</p> <p> </p> <p><small>00:30:19 – 00:30:30</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das heißt, du gewinnst einen Endkunden und sagst dann aber, hier, wir haben einen Partner, mit dem musst du es dann abwickeln. Auch, weil du es selber gar nicht kannst. Und damit hast du natürlich nochmal ein ganz anderes Pfund, mit dem du beim Partner buchern kannst.</p> <p> </p> <p><small>00:30:30 – 00:30:44</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und man wird nie dem Vorwurf unterliegen, ihr kennt euch ja gar nicht aus, ihr habt ja noch nie Vertrieb für euer Produkt gemacht. Also von daher, wenn man eine eigene Direct Sales-Truppe hat, dann weiß man auch, was geht und was nicht geht. Man muss es sauber abgrenzen.</p> <p> </p> <p><small>00:30:44 – 00:30:54</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Aber ich meine, damit kann ich ja sogar Channel Partner motivieren. und auch gewinnen, wenn ich sage, hey, guck mal hier, ich habe den und den Endkunden, die wolltest du bestimmt gerne haben. Und du so, boah, super. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:30:55 – 00:31:13</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also ich habe Kunden, die haben beides, Direct als auch Indirect. Ich habe aber auch viele Kunden, die nur einen indirekten Vertrieb haben. Einfach, weil es günstiger ist und wie eingangs erwähnt, weil da eben auch schon Zugänge zu potenziellen Kunden da sind und nach dem Verkauf auch noch irgendwelche Dienstleistungen rund ums Produkt erbracht werden.</p> <p> </p> <p><small>00:31:13 – 00:31:16</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Aber man sieht schon, es kann echt beliebig komplex werden. Ja, ja.</p> <p> </p> <p><small>00:31:16 – 00:31:46</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Das finde ich ehrlich gesagt auch spannend, weil auch so ein Partnernetzwerk basiert auf Vertrauen. Das ist wirklich, mir hat mal ein Bewerber gesagt, das ist ein bisschen wie eine Ehe. Also man muss schauen, man muss sich prüfen, passt das zusammen? Man muss klare Erwartungshaltungen formulieren. Man muss loben, man muss aber auch mal kritisieren von beiden Seiten. Und man muss, ja, ein Vertrauensverhältnis aufbauen und dann entsteht eine echte Partnerschaft für eine lange Zeit.</p> <p> </p> <p><small>00:31:46 – 00:31:49</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das ist ja quasi so, man könnte es mit Key Account Management vergleichen.</p> <p> </p> <p><small>00:31:49 – 00:31:49</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, genau.</p> <p> </p> <p><small>00:31:49 – 00:32:10</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Die heißen ja oft so, ne? Ja. Oste Channel Partner sind dann auch die Key Accounts. Genau. Genau. Und ich glaube, was hier auch ganz wichtig ist, was ich ganz oft sehe, du musst natürlich auch dann die Ressourcen haben, um das zu machen. Du kannst ja nicht einem Channel Partner, dass ich 100 Partner in die Hand gebe und sage, mach mal, dann kannst du eigentlich nicht erwarten, dass die das aktiv managen. Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:32:10 – 00:33:00</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also ich habe in dem Buch auch ein kleines Kapitel, Channel Management, so nebenbei funktioniert nicht. Also ich habe das immer mal wieder gesehen, dass man sagt, hier, der Vertriebsmann 1 macht einen super Job, der würde auch gerne mal noch ein bisschen was anderes machen. Deswegen haben wir dem mal den Auftrag gegeben, ein Partnernetzwerk aufzubauen. Okay. In der Regel funktioniert das nicht, sondern wenn man das macht, dann muss man es richtig machen. Aus meiner Sicht ist es auch keine Raketentechnologie, aber man muss sich die Zeit dafür nehmen. Im Idealfall hat man auch irgendjemand, der die Erfahrung schon mit einbringt, wie man ein Partnermodell baut, wie sieht ein Partnervertrag aus, wie können die Anreizsysteme sein, wie machen wir das ganze Forecasting. Also der diese Themen schon mal irgendwo miterlebt hat oder einen Plan hat, wie man es dann umsetzt.</p> <p> </p> <p><small>00:33:00 – 00:33:10</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Wie ist das von der Organisation? Du hast ja eher kleinere Kunden, also jetzt keine Konzerne oder sowas. Ist dann der Vertriebsleiter, macht der beides oder wie wird das von der Organisation gemacht?</p> <p> </p> <p><small>00:33:10 – 00:33:21</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Nee, also ich habe schon kleinere Konzerne auch als Kunde und meistens spreche ich mit dem CRO oder dem CSO.</p> <p> </p> <p><small>00:33:21 – 00:33:22</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Chief Revenue Officer.</p> <p> </p> <p><small>00:33:23 – 00:33:29</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und der hat in der Regel dann einen Channel Chef und einen Direct Sales Chef oder Chefin. Okay. Und bei den kleineren Unternehmen?</p> <p> </p> <p><small>00:33:30 – 00:34:07</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, da macht einer Sales und der macht dann auch meistens den Channel mit. Da musst du aber schon den geistigen Spagat machen. Da musst du einen Spagat machen und wie gesagt, wenn man es richtig machen will, ist das auch dauerhaft schwer umzusetzen. Weil wenn man Direct Sales macht in einer kleinen Organisation, ist man auch ganz häufig im Operativen irgendwo mit drin. Und wenn man dann noch eine strategische Aufgabe nebenbei machen will, das funktioniert ganz häufig nicht. und dann dauern die Dinge viel, viel länger. Deswegen empfehlen wir immer auch wirklich von außen Know-how zum Channel, zum Partnermanagement mit reinzunehmen.</p> <p> </p> <p><small>00:34:07 – 00:34:21</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und wie wir vorhin schon gesagt haben, ich glaube, das ist auch ein Kapazitätsansatz. Also ich sehe das ganz oft, dann hast du halt irgendwie eine Handvoll Verkäufer und da gucke ich mir den Markt an und ich gucke mir die Pipeline und sage, hey, ihr habt viel mehr Potenzial. Viel mehr Potenzial, aber ihr könnt das so nicht heben.</p> <p> </p> <p><small>00:34:21 – 00:34:41</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Das wird so nicht funktionieren. Ja, ja, ja. Und es wird dramatisch höher, wenn man dann noch Leute braucht, die wir es implementieren müssen. Also wenn nicht nur ein Produkt verkauft wird, sondern dann eben auch installiert, implementiert, geschult wird, weil wenn ein Hersteller all diese Ressourcen vorhalten muss, ist das natürlich riesig, wenn man das mit einem Partnernetzwerk macht, ist wesentlich einfach.</p> <p> </p> <p><small>00:34:41 – 00:35:25</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und das ist halt immer ein Investment Case. Es ist ganz oft, wie gesagt, hey, du musst jetzt hier die Struktur aufbauen, das kostet dir erstmal ein bisschen Zeit und Geld. Aber hey, du hast so ein gigantisches Potenzial. Du siehst das ja oft so an den, was in der Pipeline so ein Conversion Rates ist, wo ich sage, da geht eigentlich viel, viel mehr. Ja, genau. Genau, ja. Also das ist, glaube ich, auch noch eine Nachricht, was da drinsteckt. Du kannst da meistens auch aus dem bestehenden Channel-Netzwerk, wenn du halt dir die Zeit nimmst, die zu clustern, mal zu gucken, okay, welche sind eigentlich die wichtigen und so weiter und die wirklich aktiv bearbeitest, kannst du da meistens deutlich mehr rausholen. Ja. Also wenn es halt einfach nur, wir haben es ja am Anfang gesagt, du hast halt viele Channel-Manager, die sitzen eigentlich da und warten, dass der Kunde sich meldet. Ich hätte gerne nochmal dieses und jenes, nochmal ein Angebot dafür und so weiter. Das ist eigentlich kein Channel.</p> <p> </p> <p><small>00:35:25 – 00:36:23</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Nee, das ist sehr reaktiv, das ist eher ein Verwalten. Das ist so Distribution. Ja, genau. Und auch da vielleicht eine kleine Anekdote. Ich hatte auch einen Kunden mit einem recht großen Channel. Wachstumsraten waren immer so 2-3%. Dann gab es einen Wechsel im Top-Management und man hat gesagt, hey, wir wachsen unter Benchmarks im Markt. Also es muss irgendwie zweistellig eigentlich sein. Und man hat uns dann beauftragt, den Channel anzuschauen. Es war eigentlich schon klar, woran es lag. Es war reaktiv. Es war nicht aktiv. Es war kein aktives Business. Es war auch, ehrlich gesagt, kein echtes Forecasting, sondern war so ein bisschen dicker Daumen. Und wir haben es dann eben geschafft, über eine Segmentierung und über einen sauberen Prozess, wie gemeinsam das Co-Selling im Sales gemacht wird, nach neun Monaten das erste Mal dann zweistellig zu wachsen und haben das dann über fast vier Jahre dauerhaft zu finden.</p> <p> </p> <p><small>00:36:23 – 00:36:32</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das würde ich aber auch realistisch ansehen. Neun Monate, wenn du es in der bestehenden Mannschaft machst, wenn du noch Leute zuholen musst, wahrscheinlich noch ein bisschen länger. Aber eigentlich ist das ja keine lange Return-on-Invest-Zeit.</p> <p> </p> <p><small>00:36:32 – 00:36:50</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Nö. Nö. Und insgesamt, so ist es bei meinen Kunden, so liest man es auch in der Theorie, ist so eine indirekte Vertriebseinheit 20 bis 30 Prozent günstiger, wenn man es gut macht, als eine Direct-Sales-Truppe. Neben den Vorteilen, die du alle schon erwähnt hast.</p> <p> </p> <p><small>00:36:50 – 00:36:59</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und oft gibt es ja auch gar nicht, du kannst es gar nicht alleine, weil du dieses Engineering oder dieses Maintenance und so weiter gar nicht leisten kannst. Ja,</p> <p> </p> <p><small>00:37:00 – 00:37:43</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>also eine Menge Chancen und eigentlich auch gar nicht, wenn ich jetzt so, unser Interview so Revue-Person, auch gar nicht so kompliziert. Also man kann es natürlich extrem kompliziert machen mit Brückevergütungsmodellen rauf und runter, das habe ich auch schon gesehen. Muss man mal ein bisschen vorsichtig sein und Werbekosten rauf und runter und so weiter. Aber wenn man sagen, ich glaube, wenn du, ich sage immer, mach doch erstmal die Basics. Wenn du die Basics richtig machst, wenn du erstmal die richtigen Partner identifiziert hast, bei denen rausgefunden hast, was haben die eigentlich für ein Potenzial, was muss ich, welche Knöpfe muss ich eigentlich drücken, dass der anfängt, für mich zu arbeiten und nicht für einen Wettbewerb, dann hast du eigentlich schon das Größte geschafft. Und dann natürlich kontinuierlich dranbleiben, Vertrauen schaffen. Das glaube ich auch ganz viele, dass du halt guckst, dass du Systematik und Kontinuität.</p> <p> </p> <p><small>00:37:43 – 00:38:32</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Du sagst es eigentlich, es ist nicht kompliziert, man muss es nur machen. Aber dieses nur machen, das ist oft die Schwierigkeit. Und dann, das, was du gesagt hast, fällt mir noch ein Thema ein. Ich habe auch einige amerikanisch geprägte Unternehmen. Sind die besser aufgestellt? Ich würde sagen, die sind performanceorientierter aufgestellt. Aber worauf ich hinaus will, was es insgesamt leichter macht, weil dann auch Investitionen getätigt werden, um diese Performance auch bei Partnern zu bekommen. Aber da ist häufig auch die Gefahr, dass es ein Quartal nach rechts geht. Im nächsten Quartal geht es dann wieder in die andere Richtung. Und das ist natürlich im Partnerbusiness ganz, ganz schwierig, weil es sind draußen, das sind Unternehmer, die investieren in etwas, die planen auf drei, auf fünf, auf zehn Jahre.</p> <p> </p> <p><small>00:38:32 – 00:38:33</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ich mache es noch nicht dreimal hintereinander.</p> <p> </p> <p><small>00:38:33 – 00:39:08</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und da kann man nicht ständig von A nach B springen, sondern da muss eine gewisse, ein gewisses Durchhaltevermögen muss da sein. Deswegen auch das, wenn wir Kunden haben, die wirklich schon einen ganz gut funktionierenden Channel haben, machen wir häufig auch, dass wir so ein Partner-Advisory-Board implementieren, also wo Partner die Möglichkeit haben, sich einzubringen, Marketing-Dinge reinbringen, Produktideen reinbringen, man aber auch so in den Channel eine saubere Vertrauensbasis aufbauen kann.</p> <p> </p> <p><small>00:39:08 – 00:39:13</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Was sind denn so die wichtigsten Instrumente, die ich so einsetze, um einen Partner an mich zu binden?</p> <p> </p> <p><small>00:39:13 – 00:39:24</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, also erstmal das Partner-Modell, das ist in der Regel der Beschrieb, wie man zusammenarbeiten will. Darunter hängt dann ein Vertrag. Dann hängt da natürlich auch die Margenregel.</p> <p> </p> <p><small>00:39:24 – 00:39:27</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Kommt das von mir oder haben die Partner teilweise selber Verträge?</p> <p> </p> <p><small>00:39:27 – 00:39:47</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Nee, das kommt in der Regel vom Hersteller. Und dann hast du dieses, unten ist der Bronze-Partner, dann gibt es den Silber, den Gold, also so gewisse Anreizsysteme auch schon drin. Dann kommt sicherlich die Segmentierung, über die wir gesprochen haben, dass eben nicht One-Size-Fits-All passiert, sondern die A-Partner werden so gemanagt, die B-Partner werden so gemanagt und die C werden nochmal anders.</p> <p> </p> <p><small>00:39:47 – 00:39:48</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Oder gar nicht.</p> <p> </p> <p><small>00:39:50 – 00:39:54</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Zumindest telefonisch. Ja, ja. Muss ja irgendwas da sein. Oder Online-Bestellung. Das ist da, was ich.</p> <p> </p> <p><small>00:39:55 – 00:39:59</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und dann sind die Prozesse wichtig und der regelmäßige Austausch.</p> <p> </p> <p><small>00:40:00 – 00:40:01</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja.</p> <p> </p> <p><small>00:40:02 – 00:40:02</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Okay.</p> <p> </p> <p><small>00:40:04 – 00:40:37</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Was haben wir noch so viel? Also mir fällt immer ein, was wir jetzt für einen gemacht haben, wir haben zum Beispiel einen Vertriebstrainer selber eingestellt und ausgebildet und den schicken wir jetzt zu den Partnern. Wenn die halt schwierig große Verhandlungen haben, dann können die den buchen, erstmal um ihre Vertriebsmeinschaft zu schulen und teilweise aber auch, wenn die sagen, ah, da kommt ein schwieriger Kunde und so weiter, kannst du uns den Peter nochmal schicken, weil der ist halt super fit. Ja, ja, ja. Und das ist ein super Asset. Also das hat sich in der Branche auch schon rumgesprochen, dass die immer sagen, also wenn du uns schickst, wenn du den Peter uns schicken kannst, dann sind wir im Geschäft.</p> <p> </p> <p><small>00:40:37 – 00:41:00</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Noch besser ist natürlich, ohne dass ich dem Peter was will, noch besser ist natürlich, wenn ich ein oder mehrere Partnermanager habe, die sowas auch können. Also ich hatte, bei einem meiner Kunden haben wir sowas wie Matrixmanager, so haben wir die genannt, etabliert. Das waren die Top-Partnermanager und wir wollten, dass die ihr Wissen an die anderen Partnermanager weitergeben und eben genau in diesen großen Verkaufschancen unterstützen.</p> <p> </p> <p><small>00:41:01 – 00:41:28</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Hat nur teilweise funktionieren, weil natürlich die anderen drumherum auch diesen Willen haben müssen, strategischer zu arbeiten, intensiver am Partner zu arbeiten. Und deswegen machen wir es bei den meisten Kunden so, dass es dann wie im Direct Sales auch sowas gibt wie ein QBR oder ab einer bestimmten Deal Size, dass es dann sowas gibt wie ein Deal Review, wo man eben zusammen mit dem Partner, dem Partnermanager und allem teilen.</p> <p> </p> <p><small>00:41:28 – 00:41:52</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Also Portallye, die Business Review. Das heißt, ich setze mich jedes Quartal mit dem Partner zusammen und gucke, okay, wo steht der, was haben wir gemacht, wo müssen wir mal mehr machen, was habt ihr denn in der Pipeline, wo können wir euch unterstützen. Also das mit dem Trainer fand ich ganz gut. Das hatte der Kunde auch gesagt, nee, dann lass uns doch meine Channelmanager trainieren, dass die das machen können. Und dann habe ich gesagt, hey, das wird die zerreißen, weil du kannst halt nicht alles machen.</p> <p> </p> <p><small>00:41:52 – 00:41:59</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, richtig. Ja, und wenn man dann 20 Verkaufschancen auf dem Tisch hat und dann noch strategisch arbeiten soll, dann wird es schon eng. Das geht halt nicht.</p> <p> </p> <p><small>00:41:59 – 00:42:23</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Das ist ja auch der größte Fehler, den die meisten Unternehmen machen. Die sagen halt, ja, ich habe einen Verkäufer, der macht Endkunden, Bestandskunden, Channelmanagement, alles zusammen. Dann bist du halt, dann bist du eigentlich nur noch im Reaktion-Unter. Landunter. Dann kannst du nicht mehr. Genau. Und da war das halt so, dass die Channelmanager um den Peter konkurrieren mussten. Und die sagten, hey, lieber Vertriebsleiter, ich will den Peter zu meinem Kunden schicken. Und da sagt er, und warum?</p> <p> </p> <p><small>00:42:23 – 00:42:54</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, ja, ja. Das haben wir auch bei zwei, drei Kunden. Die haben eine Pre-Sales-Organisation. Also sind quasi eher technisch orientierte Verkäufer, die das Produkt in der Tiefe kennen, aber trotzdem auch verkäufigere Skills haben. Und Partner haben die Möglichkeit, diese Ressourcen anzufordern. Aber dafür müssen auch bestimmte Kriterien erfüllt sein. Was dann wieder dazu führt, fordern und fördern, dass die Opportunity sauber angelegt ist, dass der Vertriebsprozess eingehalten wird, und nur wenn das der Fall ist, kann man auch auf diese Ressourcen zurückgreifen.</p> <p> </p> <p><small>00:42:54 – 00:43:12</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Genau. Also das finde ich spannend. Dann habe ich einen anderen Kunden, oder das habe ich, die Geschichte habe ich gehört, die haben im Prinzip, du hast ja Produkte, die halt so durchlaufen, dann hast du ja immer Produkte, die eher knapp sind und so weiter, oder auch neue Produkte, die auf den Markt kommen, dass man sagt, hey, wir haben einen Premium-Partner, die kriegen als erstes auch die neuen Releases von uns aufgeteilt.</p> <p> </p> <p><small>00:43:12 – 00:43:25</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, oder ich kenne das auch so im Softwareumfeld, dass Partner mit eingebunden werden in so Beta-Tests und so weiter, und damit natürlich auch schon einen gewissen Know-how-Vorsprung haben. Ja. Oder auch Schulungen natürlich.</p> <p> </p> <p><small>00:43:25 – 00:43:29</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja, genau. Produktschulungen, Verkaufsschulungen und so weiter und so weiter.</p> <p> </p> <p><small>00:43:29 – 00:43:30</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Da haben wir gar nicht drüber gesprochen.</p> <p> </p> <p><small>00:43:31 – 00:43:41</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Partnerprofil hatten wir gesagt, und wenn man es gut machen will, macht man auch eine Zertifizierung, also dass ein Partner bestimmte Skills haben sollte.</p> <p> </p> <p><small>00:43:41 – 00:43:46</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Bevor du mein Produkt überhaupt anbieten darfst, musst du quasi zumindest mal das Grunde genommen haben. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:43:46 – 00:44:01</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Also da haben auch gerade die größeren Kunden von mir, die haben eine eigene Enablement-Abteilung und machen dann am Ende, nach zwei, drei Monaten, gibt es dann eine Zertifizierung, nochmal so eine kleine Prüfung, einfach um die Qualität zu sichern.</p> <p> </p> <p><small>00:44:01 – 00:44:13</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Ja, oder du machst halt wirklich eine Vorortschulung, schickst jemanden hin, der denn die Vorortschulung macht mit dem Verkäufmann und so weiter. Genau. Das ist natürlich auch immer spannend. Ja. Genau, also das würde mir noch einfallen, dann natürlich ja klar, Zuschüsse,</p> <p> </p> <p><small>00:44:14 – 00:44:51</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Vergünstigungen, ich finde auch Events immer spannend. Ja. Dass du halt, also ich habe einen Kunden, der macht halt, der macht A, B und C Events. Also es gibt ein A-Partner-Event, da werden nur die Top-Partner eingeladen, das ist dann natürlich die große Doc-and-Pony-Show mit Reisen und so weiter. Und dann gibt es halt die B-Partner, gut, die sind dann hier mal auf die Messe eingeladen, in Frankfurt und die C-Kenten-Partner, die kriegen halt ein Webinar. Ja. Und, aber die wissen das alle, also die kommunizieren das, sodass du, ey, ich will auch mal, ich will aber auch mal international. Ja, wie kann das sein, wieso bin ich da nicht dabei? Ich so, boah, kein Problem. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:44:51 – 00:45:24</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Das ist drüber gesprochen. Fordern und fördern. Also, also, so kenne ich das auch. Die Top-Partner, gerade wenn es international tätige Unternehmen sind, da gibt es eine Veranstaltung in USA, wo man dann eben auch noch einen schönen Abend-Event. Und es geht ja eigentlich nicht nur darum, den Leuten was Gutes zu tun, indem man sagt, hey, wir laden euch nach Chicago, nach New York oder wo auch immer hin, sondern es ist ja auch eine Zeit, in der man intensiv mit Partnern kommunizieren kann und auch mal über Themen spricht, die gar nichts mit dem Business zu tun haben, eben was dann Vertrauen bildet.</p> <p> </p> <p><small>00:45:24 – 00:45:36</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Und dann hast du ja oft dann auch so Partner-Level, das ist dann so Gold-Partner, die kriegen dann auch einen Pokal und Zertifizierung auf der Webseite und wenn du gewisse Umsatzkrämpfen, Schild an die Tür.</p> <p> </p> <p><small>00:45:36 – 00:46:02</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, genau. Ja, das ist wichtig. Also, bei Anreizsystemen stellen wir auch immer wieder fest, diese klassische Competition zwischen den Partnern, die fördert auch wieder. Also, wenn man sagt, hey, wer bis zum Geschäftsjahresende es schafft, was weiß ich, in den letzten drei Monaten noch drei Neukunden zu gewinnen und dann gibt es ein Ranking, wo der eine sagt, hey, wieso hat denn der Hans jetzt schon drei, ich habe erst zwei, dann muss ich nochmal Gas geben. So Sachen helfen.</p> <p> </p> <p><small>00:46:02 – 00:46:30</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Du kannst es sogar bei den, das wäre jetzt die Verkäufer intern vom Partner, dass du die Verkäufer intern nochmal pushst, dass der beste Verkäufer ausgezeichnet wird. Du kannst die Partner nochmal einzeln auch gegeneinander, ganz ehrlich, der Partner hier in Baden-Württemberg, also der ist schon auf dem Platin-Status, also da gibt es jetzt nochmal eine richtige Bonus-Veranstaltung oder sonst irgendwas. Was müssen wir denn machen, um da hinzukommen? Wir haben ja darüber gesprochen, wenn du den und den Partner dann uns noch reinholst. So, und das ist für mich dann, dann, das ist Channel-Legend.</p> <p> </p> <p><small>00:46:30 – 00:46:35</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Dann sind wir richtig aktiv. Genau. Und das ist letztendlich das, was auch in dem Buch drin steht.</p> <p> </p> <p><small>00:46:36 – 00:46:47</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Es sind viele Dinge, also ich sage immer, das Buch ist von der Praxis für die Praxis, stehen auch Dinge drin, die ich falsch gemacht habe, damit andere das nicht auch nochmal falsch machen.</p> <p> </p> <p><small>00:46:47 – 00:46:48</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Da musst du nicht jeden Fehler selber machen, ne?</p> <p> </p> <p><small>00:46:48 – 00:46:49</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:46:50 – 00:47:07</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und die eine oder andere Anekdote ist mit drin. Ich habe auch ein paar Leute zu Wort kommen lassen, die in diesem Umfeld tätig sind, auf Partnerseite, auf Herstellerseite, als auch auf Investorenseite. So, dass eigentlich für jeden, der irgendwie mit Channel zu tun hat, da was drin sein sollte.</p> <p> </p> <p><small>00:47:07 – 00:47:07</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Mega.</p> <p> </p> <p><small>00:47:08 – 00:47:14</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Dann sag nochmal genau, wie das Buch heißt und wo man das bekommt. Wir klicken das natürlich alles in den Shown-Noten. Genau.</p> <p> </p> <p><small>00:47:14 – 00:47:17</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Channel-Management ohne Zufall. Ohne Zufall.</p> <p> </p> <p><small>00:47:17 – 00:47:19</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Channel-Man ohne Zufall. Ohne Zufall, genau.</p> <p> </p> <p><small>00:47:19 – 00:47:23</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Und das ist ab 1. Juli bei Amazon erhältlich.</p> <p> </p> <p><small>00:47:23 – 00:47:36</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Also seit 1. Juli, wenn diese Folge kommt, dann ist der Juli auf 1. Juli schon rum. Genau. Bei Amazon einfach gucken. Und du bist Rudolf Schuler, wie die Schule. Genau. Dich findet man ja auch auf LinkedIn, wenn man Fragen hat und so weiter.</p> <p> </p> <p><small>00:47:36 – 00:47:46</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Genau. Auf LinkedIn oder auf unserer Webseite 2pteam.com Auch da kann man das Buch bestellen. 2P Team Team ohne Bindestrich. Alles in einem durch. 2P Team. Punkt.</p> <p> </p> <p><small>00:47:46 – 00:48:20</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Okay. Cool. Ja, schön, dass du gekommen bist. Ich finde das Thema Channel Sales so, so spannend und dass so viel Luft nach oben. Ja. Ich glaube, es ist ein bisschen ange... Also da kann man schon richtig... Es gibt natürlich Organisationen, die das wirklich bis zur Perfektion durchgearbeitet haben. Aber ich glaube, dass... Du hast das ja gerade gesagt, 20 bis 30 Prozent Ersparnis kann man machen. Und dann gibt es... Ja, haben wir schon. Channel-Management haben wir. Ja, ja. Okay, was macht ihr da? Ja, wir haben die Logos auf der Webseite. Da ist ein bisschen mehr drin, glaube ich. Genau. Deswegen, das ist ja immer die Frage, was nimmst du mit jetzt aus der Folge? Ich glaube, dass es...</p> <p> </p> <p><small>00:48:21 – 00:49:15</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Also auf der... Also um die Basics sauber zu machen, das ist nicht besonders kompliziert. Das hat was mit dem Fokus zu tun. Ich glaube, dass es auch immer ganz wichtig ist, zu entscheiden, was ich nicht tue, welche Partner ich nicht betreue, was ich nicht mache, dass ich mich darauf konzentrieren kann. Du kannst halt nicht 100 Partner betreuen. Richtig, ja. Gleich. Ja, genau. Das geht einfach nicht. Ja, ja. Und dann halt die Sachen konsequent umsetzen. Wie gesagt, Kontinuität ist super, super wichtig. Nicht immer alle drei Monate, jetzt machen wir es doch nicht mehr, jetzt haben wir doch keine Zeit und so weiter. Also das ist natürlich doof. Und dann kann man wirklich was rausholen. Und wie gesagt, meine Empfehlung ist ja immer bei allen, hol dir einen Partner ans Borte, der dich dabei unterstützt, das draufzubauen. Du musst ja nicht jeden Fehler selber machen. Kannst du natürlich machen, aber wenn du jemanden hast, der es schon dreimal gemacht hat, das ist deutlich, oder 30 Mal gemacht hat, das ist deutlich einfacher. Deswegen, wo du Schuller und das Buch lasst du dich lesen, das hilft auch immer. Dann hat er es auch ein bisschen einfacher. Das heißt, man kann nicht auch noch buchen?</p> <p> </p> <p><small>00:49:15 – 00:49:31</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ja, ja, ja. Ich habe noch ein paar Ressourcen offen. In dem Buch habe ich auch so ein paar Praxisbeispiele und Bonusmaterial, wo man eben auch so Checklisten, Reflektionsfragen, solche Dinge drin. Also das Buch wäre ein guter Anfang. Super.</p> <p> </p> <p><small>00:49:31 – 00:49:35</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Haben wir was Wichtiges vergessen, Rudolf? Aber ich glaube, so für das Erste haben wir es schon ganz gut gemacht.</p> <p> </p> <p><small>00:49:35 – 00:49:40</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Kann sicherlich zwei Tage damit verbringen, aber die meisten Dinge haben wir besprochen.</p> <p> </p> <p><small>00:49:40 – 00:49:58</small> <strong>Christopher Funk</strong></p> <p>Cool. Super. Vielen Dank, dass du da warst. Und dir draußen, mach was draus. Buch kaufen, Channel Management ohne Zufall. Einfach bei Amazon bestellen, mit Rudi in Kontakt treten, Rudi Schuller bei LinkedIn. Pack mal auch mal in die Show Notes rein. Bin mal gespannt, was da bei dir ankommt. Ich auch. Vielen, vielen Dank für deinen Input.</p> <p> </p> <p><small>00:49:58 – 00:50:02</small> <strong>Rudolf Schuler</strong></p> <p>Ich habe zu danken. Schön, dass ich hier in Frankfurt sein durfte. Tschüss. </p> <p> </p> <p>Dieses Transkript wurde maschinell erstellt und kann Fehler enthalten.</p>

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July 15, 2026

#1039 - Warum Angebote im Vertrieb wirklich sterben: Das Mobilizer-Theorem

<p>In dieser Solo-Folge von VertriebsFunk nimmt Christopher Funk ein reales Fallbeispiel auseinander: Ein Anlagenbauer mit 24 vermeintlich sicheren Angeboten — und null Abschlüssen im Januar. Die Ursache war nicht die Verkaufsleistung, sondern das <strong>Buying Center</strong> des Kunden. Die Verkäufer sprachen mit den Falschen: mit netten Informationsgebern statt mit denen, die intern Entscheidungen durchsetzen. Christopher stellt das <strong>Mobilizer-Konzept</strong> aus dem „Challenger Customer" (CEB/Gartner, 2015) vor — eines der am besten statistisch belegten B2B-Vertriebsmodelle überhaupt. Du lernst die 7 Stakeholder-Profile kennen (3 Mobilizer, 4 Nicht-Mobilizer), erfährst, warum 40–60 % aller Deals in No Decision enden, und bekommst konkrete Testfragen, mit denen du ab sofort echte Mobilizer von Zeitfressern unterscheidest. Plus: die 3 neuen Deal-Review-Fragen für Vertriebsleiter und ein klares System für <strong>Forecast-Hygiene</strong>.</p> <h3>🎙️ Links zur Episode</h3> <ul> <li>📖 <a href= "https://www.amazon.de/Challenger-Customer-Selling-Your-Customers/dp/1591848158"> The Challenger Customer (Buch, Englisch)</a></li> <li>📖 <a href= "https://www.amazon.de/Challenger-Sale-Kundenherausforderer-erfolgreich-verkaufen/dp/3869366324"> The Challenger Sale (Buch, Deutsch)</a></li> <li>📖 <a href= "https://www.amazon.de/JOLT-Effect-Customer-Indecision-Eliminate/dp/0593538102"> The JOLT Effect (Buch, Englisch) — Entscheidungsangst überwinden</a></li> <li>🎯 <a href= "https://calendly.com/chrisfunk/dein-strategiegesprach-mit-chris-vertriebsfunk-hp"> Kostenloses Strategiegespräch mit Christopher Funk buchen</a></li> </ul> <h3>👤 Person</h3> <ul> <li>Christopher Funk: <a href= "https://www.linkedin.com/in/christopher-funk-vertriebs-wachstumscoach/"> LinkedIn</a></li> </ul> <h3>⏱️ Timestamps</h3> <p>00:01 — Die Angebots-Lüge — 24 Deals, null Abschlüsse<br /> 02:07 — Der Champion-Fehler: Nett ist nicht genug<br /> 02:38 — Was ist ein Mobilizer? Die Person, die Entscheidungen durchsetzt<br /> 04:20 — 95-zu-5-Regel: Nur 5 % aller Kunden kaufen aktiv<br /> 05:37 — 40–60 % No Decision: Die Hälfte aller Deals stirbt<br /> 05:49 — Buying Center explodieren: Von 5 auf 16 Entscheider<br /> 06:53 — Dein Deal stirbt nicht am Verkauf, sondern an der Entscheidung<br /> 08:41 — Die Forschung: Challenger Sale → Challenger Customer → Mobilizer<br /> 12:29 — Die 3 Mobilizer: Go-Getter, Teacher, Skeptiker<br /> 14:48 — Die 4 Nicht-Mobilizer: Guide, Friend, Climber, Blocker<br /> 17:09 — Der Lackmustest: »Wann haben Sie zuletzt ein Projekt durchgeboxt?«<br /> 18:43 — So rüstest du jeden Typ richtig aus (90-Tage-Plan, Story, Beweise)<br /> 20:00 — Commercial Coaching: Deinen Mobilizer zur Waffe machen<br /> 20:48 — Fear of messing up: 56 % der No-Decision-Verluste<br /> 22:09 — Für Vertriebsleiter: Die 3 Deal-Review-Fragen<br /> 24:17 — Forecast-Hygiene: Deals ohne Mobilizer sind null wert<br /> 27:41 — Der Merksatz: Deals werden nicht in der Angebotsphase gewonnen</p>

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July 8, 2026

#1038 - Führung macht den Unterschied! So geht Turnaround im komplexen Lösungsverkauf – mit Dietmar Schneider

<p>Stell dir vor, du übernimmst also eine Business Unit. Die Pipeline ist ein Friedhof. Deals stehen seit Monaten still. Die Vertriebler verkaufen nämlich lieber das, was sie kennen – Hardware, Stahl, etwas zum Anfassen. Aber dein Wachstum soll aus Software kommen. Und du hast kein Team, das direkt an dich berichtet. Sondern Vertriebssatelliten in 170 Ländern, dotted lines, regionale Strukturen. Willkommen im echten <strong>B2B Lösungsverkauf</strong>.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Genau das hat <strong>Dietmar Schneider</strong> vor zweieinhalb Jahren erlebt. Er kam als Sales Director zu ADB Safegate, einem Weltmarktführer für Flughafen-Sicherheitssysteme. Sein Auftrag nämlich: eine Business Line aus der Krise holen. Das Produkt war nämlich noch in der Entwicklung. Die Pipeline? Voller Luftnummern. Das Team? Über fünf Kontinente verstreut – und natürlich ohne direkte Berichtslinie.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Was Dietmar daraus gemacht hat, ist ein Lehrstück in <strong>Vertriebssteuerung</strong>. Seine Unit wurde übrigens zur am schnellsten wachsenden Business Line des gesamten Konzerns. Und das zudem in einem Markt, der nur 3–5 % pro Jahr wächst. Wie er das geschafft hat? Hier sind seine Methoden.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Warum Vertriebssteuerung der entscheidende Hebel ist</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --> <p>„Vertrieb ist der Umsatzmotor", sagt Dietmar. „Und ein Motor, der nicht regelmäßig effizient abliefert, bringt das ganze Unternehmen ins Stocken." Genau darum geht es bei <strong>Sales Leadership</strong>. Nämlich: Nicht nur verkaufen können. Sondern ein System bauen, das zuverlässig Resultate produziert.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>In komplexen Branchen – Flughafentechnik, Anlagenbau, IT-Lösungen – dauert ein Sales Cycle ein bis zwei Jahre. Ausschreibungen haben 800 Anforderungen. Und natürlich hast du ein Buying Center mit fünf, sechs Entscheidern. Ohne klare Steuerung verlierst du dich im Nebel.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Dietmars erster Move: radikale Transparenz. Nach zwei Wochen hat er die komplette Pipeline „watt gemacht". Sprich: Jede Opportunity, die länger als sechs Monate stillstand, wurde hinterfragt. Sein Grundsatz: <strong>Die Pipeline ist die Bibel des Vertriebsleiters.</strong></p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Die Pipeline als Steuerungszentrale</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --> <p>Was viele Vertriebsleiter unterschätzen: Eine Pipeline lebt nicht von schierer Masse. „Mehr ist nicht immer mehr", warnt Dietmar. Schließlich kennt er den Reflex: „Schlagzahl, Schlagzahl, Schlagzahl!" Aber im komplexen B2B-Geschäft entscheidet <strong>Schlagkraft</strong> – die Qualität jedes einzelnen Deals.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Seine Methode der <strong>Vertriebssteuerung</strong> setzt an drei Punkten an:</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:list {"ordered":true} --> <ol> <li><strong>Kenntnis der Top-10-Deals.</strong> Du musst wissen, wo die größten Opportunities hängen und wo es klemmt.</li> <li><strong>Slippage erkennen.</strong> In welcher Phase bleiben Deals stecken? Wer braucht Unterstützung?</li> <li><strong>Lebenszyklus-Denken.</strong> Pipeline nicht nur auf den ersten Abschluss ausrichten, sondern auf drei Stufen: Projektumsatz → Service Level Agreement → Change Requests.</li> </ol> <!-- /wp:list --><!-- wp:paragraph --> <p>Dieser Dreiklang hat Dietmars Pipeline von heute bis ins Jahr 2032 ausgedehnt. Plötzlich sieht nämlich jeder Vertriebler nicht nur den einen Deal. Sondern das gesamte Potenzial eines Kunden. <strong>Vertriebsmitarbeiter führen</strong> heißt: ihnen beibringen, in Lebenszyklen zu denken, nicht in Abschlüssen.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Führung ohne Weisungsbefugnis – so geht's</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --> <p>Das ist die härteste Disziplin im <strong>Sales Leadership</strong>. Du bist verantwortlich für Umsatz. Aber die Vertriebler in den Regionen berichten nicht an dich. Sie haben eigene Chefs, eigene Ziele, eigene Gewohnheiten. Wie steuerst du trotzdem?</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Dietmars Ansatz ist <strong>Führung ohne Weisungsbefugnis</strong> durch drei Hebel:</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:list --> <ul> <li><strong>Wert liefern.</strong> Wenn du dem Regionalvertriebler das Leben leichter machst, öffnet er dir die Tür. Von allein. Sei es durch besseres Pre-Sales, bessere Tools oder eine überzeugende Vertriebsgeschichte.</li> <li><strong>Präsenz zeigen.</strong> Dietmar besuchte jede regionale Sales-Konferenz persönlich. Er arbeitete mit den Teams vor Ort, verstand ihre Märkte. Und baute dadurch Vertrauen auf.</li> <li><strong>Diplomatie statt Befehl.</strong> „Ich kann niemandem sagen: Du machst das jetzt." Stattdessen: gemeinsame Sales-Konferenzen, gemeinsame Pipeline-Reviews. Und natürlich gemeinsame Erfolge feiern.</li> </ul> <!-- /wp:list --><!-- wp:paragraph --> <p>Gerade im <strong>Dotted Line Management</strong> ist die Kunst: Du musst so viel Mehrwert schaffen. So viel, dass die Leute wollen, dass du dabei bist. Nicht, weil sie müssen.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Vom Hardware-Verkäufer zum Lösungsanbieter</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --> <p>Eine der größten Hürden im <strong>B2B Lösungsverkauf</strong>: Du hast eine Install-Base für Hardware. Lampen, Docking-Systeme, Befeuerung. Und jetzt willst du denselben Kunden Software verkaufen. Aber die Vertriebler? Die kommen aus der Welt von „Stahl und Eisen". Etwas zum Anfassen.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Dietmars Lösung: keine Zwangsbeglückung, sondern <strong>Win-Win-Storytelling.</strong> Wenn ein Hardware-Vertriebler versteht: „Mit der Software-Geschichte sichere ich mein Lampengeschäft ab", dann verkauft er sie freiwillig mit. Ganz einfach. Denn er bindet seinen Kunden enger an sich.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Sein Team entwickelte dazu ein <strong>One-Stop-Shop-Narrativ</strong>: „Wir vernetzen euch den kompletten Flughafen." Licht, Docking, Tower-Software, digitale Wartung. Alles aus einer Hand. Das eliminiert Einzelwettbewerber. Und macht den Kundenkleber stärker.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Wann du Nein sagen musst</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --> <p>Ein oft übersehener Teil der <strong>Vertriebssteuerung</strong>: die Fähigkeit, Nein zu sagen. Übrigens: Zu Kunden, die nur „mal ein Angebot" wollen. Zu Ausschreibungen, bei denen der Wettbewerber schon gesetzt ist. Zu Opportunities ohne echten Pain.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Dietmar ist da glasklar: „Ein Angebot für ein großes Verfahren kostet uns 50.000 bis 100.000 Euro." Wer jeden Request bedient, verbrennt Ressourcen. Deshalb nutzt er <strong>MEDPIC</strong> – ein Qualifizierungs-Framework, das jeden Deal auf Herz und Nieren prüft. Erst dann fließen Ressourcen.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p>Sein Tipp für die Pipeline-Qualifizierung: „Wenn der Kunde nur zurückschreibt ‚schick mir mal das Angebot', ohne Rückfragen, ohne Interesse – dann will er in 90 % der Fälle einfach seine drei Vergleichsangebote." Lauf. So einfach ist das.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --> <p><strong>Vertriebsmitarbeiter führen</strong> heißt in diesem Fall: ihnen den Rücken stärken. Auch mal einen Deal sterben zu lassen. Denn jede Stunde im falschen Deal fehlt im richtigen.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Der Turnaround-Bauplan</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --> <p>Was Dietmar Schneider in zweieinhalb Jahren geschafft hat, lässt sich auf fast jeden <strong>B2B Lösungsverkauf</strong> übertragen. Sein Bauplan – konkret in fünf Schritten:</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:list {"ordered":true} --> <ol> <li><strong>Pipeline radikal bereinigen.</strong> Alles raus, was älter als sechs Monate ist und sich nicht bewegt. Ehrlichkeit vor Hoffnung.</li> <li><strong>Lebenszyklus-Pipeline aufbauen.</strong> Jeder Kunde bekommt drei Blöcke: Projekt → SLA → Change Request. Das macht die Planung auf Jahre belastbar.</li> <li><strong>Seller Education.</strong> Trainiere deine Vertriebler im Cross-Selling. Nicht per Memo, sondern in Workshops, Sales-Konferenzen, direkt beim Kunden.</li> <li><strong>Executive Summary auf jedes Angebot.</strong> Keine „Zahlenwurst", sondern eine emotionale Zusammenfassung: Warum das Ganze, was der Kunde davon hat.</li> <li><strong>Playbook bauen.</strong> Was passiert beim Kundenbesuch? Wie qualifizieren wir? Wie läuft ein Bid-No-Bid? Runtergeschrieben, nachlesbar, trainierbar.</li> </ol> <!-- /wp:list --><!-- wp:paragraph --> <p>Das Ergebnis? Schnellstes Wachstum im gesamten Konzern. Ein Award auf der globalen Sales-Konferenz. Und vor allem: eine Pipeline, die bis 2032 reicht.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:yoast/faq-block {"questions":[{"question":"Was ist Vertriebssteuerung?","answer":"Vertriebssteuerung ist das systematische Management aller Vertriebsaktivitäten – von der Pipeline-Qualifizierung über Forecasts bis zur Führung des Teams. Konkret stellt sie sicher, dass der Vertrieb wie ein zuverlässiger Motor funktioniert. Und zwar statt von Zufällen und Hoffnungswerten zu leben."},{"question":"Wie führe ich ein Vertriebsteam ohne Weisungsbefugnis?","answer":"Erstens: Mehrwert liefern. Wenn du den Vertrieblern das Leben leichter machst, folgen sie dir freiwillig. Zweitens: Präsenz zeigen – besuche ihre Konferenzen, verstehe ihre Märkte. Drittens: Diplomatie. Gemeinsame Ziele, gemeinsame Reviews, gemeinsame Erfolge – kein Befehlston."},{"question":"Wie bereinige ich eine Vertriebspipeline?","answer":"Geh jeden Deal einzeln durch. Alles, was länger als sechs Monate stillsteht, fliegt raus oder wird neu qualifiziert. Frag: Ist der Kunde wirklich im Markt? Haben wir einen Champion? Gibt es Pain? Wenn drei Mal Nein: raus."},{"question":"Was bringt eine lebenszyklus-orientierte Pipeline?","answer":"Statt nur auf den ersten Abschluss zu schielen, planst du konkret drei Stufen: Projektumsatz, Service Level Agreement und Change Requests. So siehst du nämlich das komplette Umsatzpotenzial eines Kunden. Und kannst deine Pipeline auf Jahre ausdehnen."},{"question":"Wann lohnt sich ein Bid-No-Bid-Prozess?","answer":"Immer dann, wenn Angebote teuer werden. Ein komplexes B2B-Angebot kostet schnell 50.000 Euro und mehr. Mit einem Bid-No-Bid-Prozess und MEDPIC-Qualifizierung stellst du sicher, dass du nur auf Deals bietest, die du auch gewinnen kannst."}]} /--><!-- wp:yoast/how-to-block {"steps":[{"name":"Pipeline-Karte erstellen","text":"Liste deine Top-20-Opportunities auf. Notiere: Volumen, Phase, letzte Aktivität, nächster Schritt."},{"name":"Stagnation identifizieren","text":"Markiere jeden Deal, der länger als 90 Tage in derselben Phase hängt. Das sind deine Slippage-Kandidaten."},{"name":"Deals ausmisten","text":"Ruf jeden stagnierenden Deal an oder schreib dem Kunden. Wenn keine Bewegung kommt: raus aus der Pipeline."},{"name":"Drei-Stufen-Logik einführen","text":"Ordne jedem verbleibenden Deal drei Potenziale zu: Projektumsatz, SLA/Service und Change Requests. So siehst du das ganze Bild."},{"name":"Team-Workshop abhalten","text":"Bring deine Vertriebler zusammen. Zeig ihnen die bereinigte Pipeline. Erkläre die Drei-Stufen-Logik. Lass sie selbst die neuen Potenziale entdecken."},{"name":"Monatlichen Pipeline-Review etablieren","text":"Jeden Monat 60 Minuten: Top-10-Deals durchgehen, Slippage checken, Blockaden lösen. Kein Reporting-Theater, sondern operative Hilfe. Und zwar konsequent."}]} /--><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>🔊🔊 Schon gehört?</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --> <p>Wenn dich das Thema <strong>Vertriebssteuerung</strong> packt, hör unbedingt in unsere Episode <a href= "https://christopher-funk.de/vertriebsfunk/ist-dein-vertrieb-eine-black-box/"> „Ist dein Vertrieb eine Black Box?"</a> rein. Da geht es genau darum: Wie du aufhörst, blind zu fliegen, und stattdessen deine Pipeline in Echtzeit steuerst.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Ausgewählte Links zur Episode</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:list --> <ul> <li><a href="https://www.adbsafegate.com/" target="_blank" rel= "noopener">ADB Safegate</a> – Weltmarktführer für Flughafen-Sicherheitssysteme</li> <li><a href= "https://www.linkedin.com/in/dietmar-schneider-936693a/" target= "_blank" rel="noopener">Dietmar Schneider auf LinkedIn</a></li> <li><a href= "https://christopher-funk.de/dein-vertrieb-auf-dem-naechsten-level/"> Dein Vertrieb auf dem nächsten Level</a> – NXTLVL Sales Programm</li> <li><a href= "https://calendly.com/chrisfunk/dein-strategiegesprach-mit-chris-vertriebsfunk-hp" target="_blank" rel="noopener">Kostenloses Strategiegespräch mit Christopher Funk</a></li> <li><a href= "https://christopher-funk.de/vertriebsfunk/">VertriebsFunk Podcast</a> – Alle Episoden im Archiv</li> </ul> <!-- /wp:list --><!-- wp:heading {"level":2} --> <h2>Personen in dieser Folge</h2> <!-- /wp:heading --><!-- wp:list --> <ul> <li><strong>Christopher Funk</strong> – Dein Host, Vertriebsstratege und Wachstumscoach. <a href= "https://www.linkedin.com/in/christopher-funk-vertriebs-wachstumscoach/" target="_blank" rel="noopener">LinkedIn-Profil</a></li> <li><strong>Dietmar Schneider</strong> – Sales Director bei ADB Safegate, verantwortlich für die Business Line Tower. Hat die Unit in zweieinhalb Jahren zur am schnellsten wachsenden Sparte des Konzerns gemacht. <a href= "https://www.linkedin.com/in/dietmar-schneider-936693a/" target= "_blank" rel="noopener">LinkedIn-Profil</a></li> </ul> <!-- /wp:list -->

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